Welpe, Umzug, Stress, Bezug

  • Hallo,

    da ich meine Frage im alten Thread gestellt habe, aber das ja nicht mehr zum Thema gepasst hat, dachte ich mir, ich erstelle einfach einen neuen.
    ****************
    Hallo zusammen,

    Hades und ich lernen jeden Tag ein bisschen mehr. Es läuft also ganz gut bisher..

    Wir sind nun aber teilweise umgezogen, momentan wohnen wir zur Überbrückung bei meinen Eltern (wir haben hier den kompletten ersten Stock) und Hades hat hier einen Hof und einen Mini Garten. Von dem er gar nicht mehr weg will..

    Ich habe mich auch schon bei einer neuen Hundeschule angemeldet, die fängt nächste Woche an.

    Nun meine Frage(n):

    Da wir ja noch Sachen aus unserer alten Wohnung hin und her räumen müssen.. Sollen wir den Hund da mitnehmen? Dann ist er quasi eine Woche wieder in einer kleinen Wohnung zusammen mit meinen Katzen.
    Oder sollten wir ihn lieber bei meinen Eltern lassen? Die kümmern sich sehr gut um ihn und haben ihn auch schon ins Herz geschlossen.
    Ich hab aber auch ein wenig Sorge, dass er dann die Bezugsperson wechselt und mich gar nicht mehr als sein Frauchen ansieht..

    Generell ist Hades sehr zutraulich und will auch beim spazieren gehen immer zu jedem hinlaufen und lässt sich auch von fremden streicheln. (Was ich zu 90% unterbinde)

    Bei meiner Nichte und Schwester geht er total ab. Wenn sie und besuchen, pinkelt er sich an und wird übermütig. Er hüpft, beißt und ist einfach Narrisch! Er verbeißt sich dann in die Hose, springt auf den Schoß etc ... ich kann es gar nicht beschreiben, wie der sich freut und das auch die ganze Zeit zeigt, bis sie nicht gegangen sind.

    Soll ich das unterbinden? Indem ich ihn zb im Hof lasse während alle in der Küche sitzen? Ihn erstmal runterkommen lasse? Aber sobald sie rausgehen ist das gleiche wieder los.

    Und, wie merken ich denn, welche Bezugsperson sich der Hund ausgesucht hat?


    LG Sarah

  • Zitat


    Bei meiner Nichte und Schwester geht er total ab. Wenn sie und besuchen, pinkelt er sich an und wird übermütig. Er hüpft, beißt und ist einfach Narrisch! Er verbeißt sich dann in die Hose, springt auf den Schoß etc ... ich kann es gar nicht beschreiben, wie der sich freut und das auch die ganze Zeit zeigt, bis sie nicht gegangen sind.


    Freude? Aus der Beschreibung heraus hört es sich eher nach unglaublichen Stress an. Der Hund pinkelt und sucht sich andere Ventile wie beißen und am Rad drehen. Das hat nichts mit Freude zu tun. Und ja, das würde ich unterbinden und auch das was Nichte und Schwester mit dem Hund machen.


    Zitat

    Generell ist Hades sehr zutraulich und will auch beim spazieren gehen immer zu jedem hinlaufen und lässt sich auch von fremden streicheln. (Was ich zu 90% unterbinde)


    Das ist leider ein "Problem" vieler Junghunde, die bisher nur gelernt haben, dass Menschen immer nur toll sind. Aber es ist gut, dass du das unterbindest.

    Zitat

    Sollen wir den Hund da mitnehmen? Dann ist er quasi eine Woche wieder in einer kleinen Wohnung zusammen mit meinen Katzen.


    Um von meinen Hunden zu sprechen: Die würden lieber mitkommen, als irgendwo ohne mich zu bleiben (auch wenn es da andere wohlwollende Menschen gibt, die der Hund gut kennt). Mach es am Hund fest. Einerseits braucht er den Umzugsstress sicher nicht, aber er hat auch nichts davon wenn er dann anderen Stress hat.

    Zitat

    Und, wie merken ich denn, welche Bezugsperson sich der Hund ausgesucht hat?


    Nicht unbedingt daran, dass der Hund ausrastet wenn er eine Person sieht. :) Ein Hund ist durchaus in der Lage mehrere Bezugspersonen zu akzeptieren.

  • Naja, ich denke mir eben das es Freude ist. Er geht ja auch gar nicht mehr von meiner Schwester fort. Er will dann nur zu ihr und hört auch nur mehr wenn ich ganz strenge rufe. Er beruhigt sich dann zwar ein bisschen, sobald sie sich mit ihm beschäftigt aber jedesmal wenn sie kommt ist das gleiche wieder los. Meine Schwester hat zwei ausgewachsene Weimaraner, kann es sein das mein Hund diese riecht und daher so ausflippt? Sie kommt ja auch alleine vorbei und dann ist das gleiche.. wegen einer Person mehr im Haus kann er doch nicht so einen Streß haben, oder doch?

    Ich bin jetzt ohne Hades losgefahren. Meine Eltern kümmern sich bis Freitag um ihn und dann bin ich wieder Zuhause. Das mache ich aber nicht mehr, da bleibe ich lieber Zuhause, wenigstens so lange er noch klein ist. Schauen wir mal, ob er überhaupt merkt, dass ich nicht mehr da bin.

    Bei meiner zweiten Schwester ist er aber komischerweise nicht so.. die reagiert auch gar nicht auf den Hund und dann verliert er wahrscheinlich die Lust. Sie hat selber einen kleinen Welpen, Havaneser Mischling aber die beiden sind nicht verträglich. Zuerst wird beschnuppert, dann geht meiner nicht mehr weg und will ihn bespringen. Der Havaneser will das nicht (e klar) und drückt ihn dann immer zu Boden. Meiner lässt sich das immer ruhig gefallen aber er versucht es jedesmal wieder bis die beiden wild werden und fest zubeißen, was das beißen angehen macht das aber nur der Havaneser. Wobei, ich das ja gar nicht sagen kann ob es noch Spiel ist oder eben nicht. Auch beim Spielen wird doch geknurrt und gebissen? Wie merke ich denn ob es denn nun ernst wird? Jetzt sperren wir die beiden einfach auseinander. Ist aber auch nicht wirklich eine Lösung und ich finde, ich muss meinen Hund nicht wegsperren wenn sie ihren mitbringt.

  • Wie verhält sich deine Schwester denn zum Hund?
    Wenn der Hund eh schon so abgeht, und deine Schwester mit wilden Armgefuchtel und hohen Tönen das ganze noch bestärkt, wäre das schlecht.

    Falls es wirklich Freude ist und dein Hund die Aufmerksamkeit von deiner Schwester will, dann sollte deine Schwester den Hund einfach ignorieren (sich wegdrehen) oder sogar wegschubsen, wenn er sie anspringt. Sobald er ruhiger geworden ist (was sehr sehr lange dauern kann, wenn es schon zum Ritual geworden ist) dann kriegt er auch die Aufmerksamkeit deiner Schwester und wird begrüßt (mal ruhig streicheln ohne großes gerede).
    Das ganze dann auch mehrmals am Tag wiederholen, am besten direkt hintereinander (also kommen und gehen deiner Schwester). Gut wäre es, wenn niemand anderes im Raum ist, außer der Hund, du und deine Schwester. Dann kommt sowenig unruhe rein wie möglich. Und du wirst aufjedenfall viel Geduld brauchen.

    Vielleicht will dein Hund auch deine Schwester für sich beanspruchen. Deshalb läuft er ihr hinterher und gibt solange keine Ruhe, bis sie ihn endlich begrüßt hat. Was du auch versuchen könntest, ist dass du deine Schwester für dich beanspruchst. D.h. wenn deine Schwester das nächste mal kommt, stellst du dich zwischen den Hund und sie (bevor er an sie rankommt) und lässt ihn nicht vorbei. Kommt er ihr zu nahe, dann "bellst" du ihn böse an (ein tiefes "HEY") und schubst ihn weg. Solange bis er aufgibt (kann auch wieder etwas länger dauern). Das muss wahrscheinlich auch öfters wiederholt werden.

    Ob nun die eine oder die andere Methode gut ist, kann ich nicht sagen, weil ich deinen Hund nicht kenne.

    Zu dem Klinsch mit dem anderen Hund. Nicht jeder Hund versteht sich mit allen Hunden gut. Ich würde es einfach aktzeptieren, wenn sich die Hunde nicht "riechen" können.
    Ansonsten lass doch deinen Hund einfach nicht auf dem Havaneser aufsteigen. Sobald er versucht da ranzukommen, korrigierst du ihn - solange bis er es nicht mehr macht.
    Oder du sperrst ihn erst weg, sobald es zoff gibt. Dann kann er Verknüpfen, dass es besser ist, lieber ruhig zu bleiben, sonst muss er weg.

  • Meine Schwester verhält sich dann in etwa so, wie wenn sie ein kleines Baby sieht und verfällt in dieses "Ja, wo isser denn, ja wo isser denn" Starre inkl hoher Stimme. :hust:

    Ich habe ihr nun schon gesagt, dass sie die Begrüßung ruhig anfangen soll damit er eben nicht so abgeht. Aber sie meint, dass es normal ist wenn ein Welpe sich freut. Wenn er nun zb ständig raufhüpft während sie geht, ignoriert sie das schon und geht einfach langsam weiter. Mal schauen ob es besser wird. Ansonsten versuche ich die zweite Variante.

  • Zitat

    Meine Schwester verhält sich dann in etwa so, wie wenn sie ein kleines Baby sieht und verfällt in dieses "Ja, wo isser denn, ja wo isser denn" Starre inkl hoher Stimme. :hust:

    Ja. Da haben wirs.

    Falls die ruhige Begrüßung nichts bringt, würde ich wirklich ins Ignorieren übergehen.
    Bedenke: Schon ein Blick, kann für den Hund positive bestätigung sein.

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