Jungrüde und "Rudel"

  • Hallo,
    ich habe im Moment ja 3 Hunde, der Rüde 9,5 Monate und die Mädels knapp 2 und 6 Jahre alt.
    Alle unkastriert.

    Und zwar geht mir gerade um meinen Rüden. Er ist im Moment mit allem und jedem verträglich, aber da er mit 2 potenten Mädels zusammen lebt, habe ich etwas bedenken das er anderen Rüden gegenüber unverträglich werden könnte.
    Aktuell halte ich es so, das Citi nur zu mir bekannten, friedlichen Rüden, oder Fremdrüden darf die ich gut einschätzen kann. Also Prollern, Kläffern, Steifläufern^^ etc gehe ich aus dem Weg.

    Citi ist ja mit seinen 9,5 Monaten voll Pubertär, sehr selbstbewusst, aber nicht nervig anderen Hunden gegenüber.
    Hier gibt es einige z.B. Hunde die nur bedingt verträglich sind, aber recht gut hören und deshalb offline gehen.
    Das heißt bei Rüdenkontakt werden die steif, es gibt ne Bürste und wenn der andere dann trotzdem nur hinschaut gibts ne verbale Attacke.

    Wäre es besser wenn sich Citi jetzt mit bedingt Verträglichen Hunden auseinander setzt, anstatt zu warten?
    Meine, eventuell dumme und naive, Überlegung war, das er vielleicht garnicht erst anfängt Stress zu machen wenn er in der Pubertät überwiegend gute Erfahrungen macht.
    Erwähnenswert wäre noch das Citi 4,5kg wiegt, fast bodenlanges Fell hat und Topknot trägt. Es gibt Hundebesitzer die meinen Wunsch das ich keinen Kontakt möchte, nur aufgrund des Aussehens meines Rüden, nicht wirklich ernst nehmen und es schon einige etwas unschöne Szenen diesbezüglich gab bis es ein Einsehen des anderen gab und der Fremdhund angeleint wurde.

    Ich glaube aber er würde zurückstressen. Vor einigen Tagen kam ein wunderbar hörender kleiner Tutnix auf uns zugeschossen und wollte sich auf meine 2 jährige Hündin stürzen. Ich hab den am Schlawittchen hochgenommen und Citi war am Knurren.
    Andere, friedliche, Rüden dürfen aber problemlos an die beiden Mädels ran.

    Was meint ihr?

    LG Nojani

  • Hallo Nojani
    Ich habe mir schon Gedanken gemacht. Aber, wir sind gerade erst aus dem Urlaub zurück und noch etwas schlapp :muede:
    Ich habe Lhasa Apsos gezüchtet, und kann dir gerne meine Überlegungen zu deiner Frage mitteilen. Ich versuche mal, mir morgen im Laufe des Tages ein wenig Zeit zu nehmen...
    Bis dahin, liebe Grüße: Manuel
    Unten mein Rudel, sind auch ein paar Shih Tzus dabei ;) ( ist ein paar Jahre her ):
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  • Zitat


    Und zwar geht mir gerade um meinen Rüden. Er ist im Moment mit allem und jedem verträglich, aber da er mit 2 potenten Mädels zusammen lebt, habe ich etwas bedenken das er anderen Rüden gegenüber unverträglich werden könnte.
    Aktuell halte ich es so, das Citi nur zu mir bekannten, friedlichen Rüden, oder Fremdrüden darf die ich gut einschätzen kann. Also Prollern, Kläffern, Steifläufern^^ etc gehe ich aus dem Weg.


    Soweit ich das beeinflussen konnte, habe ich das auch bei meinen Rueden in dem Alter so gehalten. Eigentlich halte ich das sogar immer noch so. Und meine Rueden sind weder besonders klein, noch haben die Huendinnen dabei. Aber was haetten wir denn von Kontakt mit "problematischen" Rueden? Irgendwie nix.

  • Huhu,
    @Mapi, ich hoffe ihr hatten nen schönen Urlaub.
    Dein Video hab ich vor einiger Zeit schon auf youtube gesehen. So in etwa sah es bei mir auch aus als ich noch mein "gewachsenes" Rudel hatte.
    Aber nach den "Unfällen" von Mutter und 2. Tochter hab ich der 1. Tochter eine Partnerin ausgesucht. Die 2 mögen sich zwar gern, aber das Verhältnis ist natürlich absolut nicht mit einer gewachsenen Gemeinschaft zu vergleichen.
    Bei mir haben viele Gedacht das die sich prügeln wenns mal hoch her ging, aber nö war alles friedlich. :lol:

    mittendrin
    Es lässt sich ja nicht immer verhindern das man mal auf einen Unverträglichen trifft. Meine hören zwar auch offline prima und kommen sofort, aber viele andere halt nicht. :hust:
    Und ich hätte halt schon ganz gern einen souveränen Rüden der sich auf sowas nach Möglichkeit nicht einlässt und habe mich gefragt ob ich das zumindest ein klein wenig positiv beeeinflussen kann, indem ich jetzt im "kritischen" Alter solchen Exemplaren soweit es möglich ist, aus dem Weg gehe.

    Und das mit den eigenen Hündinnen machts für Citi denke ich nicht unbedingt leichter.
    Zu gegebener Zeit, wenn alle Untersuchungen so ausfallen wie ich mir das Wünsche, werde ich mit ihm die ZZL machen und auch deswegen ists mir sehr wichtig das ich jetzt alles richtig mache.
    Für mich gibts nichts schlimmeres als einen unerzogenen, immerzu stress machenden Zuchtrüden.
    So ein Exemplar hab ich mal, obwohl mein Favourit, nicht für meine Hündin genommen. Sowas macht keinen guten Eindruck und letztendlich weis man nicht ob dieses Wesen vererbt wird, da kann (mir) der Rüdenbesitzer erzählen was er will. :roll:


    LG Nojani


  • Hallo Nojani
    Ja, wir hatten einen tollen Urlaub ( Wandern mit Hund im Hochharz ) !
    Herrlich: ein Familienrudel ! Ich hatte ja nun wirklich schon viele Hunde, und fast immer mehrere gleichzeitig. Doch, so eine "zusammengewürfelte" Gemeinschaft ( auch wenn alles gut funktionierte ) ist nicht vergleichbar mit einer echten Familie ( oder, wie bei mir, mit mehreren "Linien" ). Das Zusammenleben mehrerer Generationen, von alten und jungen, Männlein und Weiblein... zu erleben, ist einfach wunderbar :gut:

    Und: bei mir dachten die Leute auch, meine "kloppen" sich ernst. Sogar im Internet bekam ich böse Kommentare zu einem nur wenige Sekunden kurzen Filmchen, in dem mein Rudel nur - wie üblich - wild tobt. So nach dem Motto: "Wer darin spielende Hunde sieht, hat keine Ahnung" :headbash: Diese Art zu spielen scheint für Lhasas und Shih Tzus offenbar typisch zu sein (?)
    Wer so etwas noch nicht gesehen hat, hier ist die Meute in Action:
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    JA, das sieht extrem "wüst" aus. Und tatsächlich ist meine Erfahrung auch ( um auf deine Frage zurück zu kommen ), dass Rüden dieser Rasse meist sehr selbstbewusst und unerschrocken sind. Aber nicht im Sinne von "angriffslustig" !

    RICHTIG geprägt und erzogen ( und natürlich auch mit "gesunden" Genen versehen ) ist ein Lhasa Apso oder Shih Tzu kein Hund, der kläffend auf jeden anderen losgeht. Allerdings meist auch keiner, der den Schwanz einkneift, wenn einmal ein anderer "meint, es testen zu müssen".
    Genau DAS kann aber im Ernstfall zu einem echten Problem werden !
    Beispiel: mein Shih Tzu Rüde Mo wurde auf der Straße vor unserem Hof von einem ( mir bereits als bissig bekannten ) Schäferhundrüden gepackt und 20 Meter weit geschleudert. Und, was tat Mo ? Er rappelte sich auf, und ging ruhig und "wie fragend" zu dem Angreifer zurück :xface:
    Das hätte böse bis tödlich ausgehen können !!!
    Nicht nur deshalb ( ich hatte schon viele andere Rüden, und gerade auch so ein unerschrockenes Exemplar ): LASS ES AUF KEINE AUSEINANDERSETZUNG ANKOMMEN !

    Wie mittendrin schon schrieb: von so einer Begegnung hast du NIX. Im Gegenteil !
    Natürlich ist die Befürchtung ( ein wenig ) berechtigt, dass dein Rüde WEGEN seiner Mädels anderen Rüden gegenüber intoleranter werden könne ( als ein Rüde "allein" ). Allerdings hatte ich immer "intakte" Rüden und Hündinnen zusammen ( schon vor meiner Züchter-Zeit ). Eine wirklich gesteigerte "Angriffs- oder Verteidigungs-Lust" habe ich nicht bemerkt. Eher war es so, dass ein Rudel an sich selbstbewusster wird... Evtl. problematisch kann es werden, wenn eine Hündin läufig wird... Aber, in dieser Zeit habe ich M und W entweder eh strikt getrennt, oder war mit dem heißen Mädel nur allein und extrem vorsichtig unterwegs...

    Was nun deine Frage/Unschlüssig betrifft: Du wirst immer auf Hunde und Menschen treffen, die sich "nicht korrekt" verhalten = eben unangeleinte, unsichere, "angriffslustige" Hunde ( unsichere in "", weil sich ein wirklich souveräner Hund SO NICHT verhält ), und Menschen, die entweder meinen, "ihr Hund tut doch nichts", und wenn, dann bellt er ja nur..., oder, denen es egal ist ( meist, weil ihr Hund größer und stärker ist, und wohl kaum was zu befürchten hat, wenn... ) *ÄCHZ*!

    "Ausmachen" kann/soll/muss dein Hund sowieso NICHTS ! Vielleicht auf d/seinem eigenen Grund ( Haus, Garten ), aber draußen ? NIX ! Da bist DU gefragt !!!
    Und zwar nicht nur: um 1. deinen Hund vor Verletzungen zu schützen; 2. deinem Jungspund nicht zu "ermutigen", seine Mädels mit den Zähnen zu verteidigen; sondern ( das bezieht sich auch auf 2.! ): um DEINE Position als Rudelführer zu zeigen und zu behaupten = DU ALLEIN entscheidest, welche Begegnungen dein(e) Hund(e) haben, wann, wie und...

    WENN DER FREMDE HUND DIESE REGELN NICHT KENNT: Blocke ihn !
    O.k., ich hab keine Ahnung, ob du männlich, weiblich, groß oder klein, mutig oder zaghaft... bist *Sorry!*
    Aber, ich bin auch nicht groß ( man könnte auch klein sagen ), kein "Kampfsportler", ich wurde schon als Kind mehrmals richtig gebissen...
    Ich stelle mich zwischen jeden "blöden" Hund ( auch einen Bernhadinermix hier, der Tao schon als Welpen "anging" ).
    O.k. = ich bin klein, aber habe VIEL Erfahrung. Gott bewahre: ich will dir hier keinen "Tipp", der dich in Gefahr begibt !!!!
    Trotzdem solltest DU grundsätzlich das "Kommando" übernehmen ( deinem Hund sagen, wann, wo, wie... ).
    Und, den "aus dem Off stürmenden..." ENTGEGEN TRETEN !!!
    AUCH dein Hund wird das nicht nur registrieren, sondern eben auch, dass DU stark/mutig bist, dass DU letztlich auch entscheiden kannst, wie so eine Begegnung ausgeht :smile:
    IMMER wirst du das nicht kontrollieren können. VERSUCH es aber !

    GLG: Manuel ( bei Fragen da ;) )

  • Hi,
    ich gehe/ging mit meinem jungen Rüden viel alleine...ohne die andern.
    Damit er sich in der Hundewelt zurechtfinden kann. Das mach zwar viel arbeit aber hat sich ausgezahlt. Er hat gelernt an Pöblern vorbeizugehen ect.

    Wenn ich mit allen unterwegs bin, dann halten die zusammen. Und dann entsteht auch eine Dynamik.

    Meine Hündin (unfassbar brav und unagressiv), ist einmal angegriffen worden, ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie mein einer Rüde da dazwischen ging.

    Ein weiteres mal wurde mein junger Rüde angegriffen, auch da, war der BC Rüde schneller da als ich gucken konnte...
    Als meine alte Hündin noch lebte war sie "der Bodygard"....

    Also ich denke in einem gewissen Masse ist es schon gut und auch richtig einen Bodygard im Rudel zu haben.

    Das wird dein Rüde evt. mal werden. Aber auf dem Weg bis dahin, muss er lernen souverän an Konflikte heranzugehen. Einfach soziale Sicherheit erlangen.

    Mein Tipp: handhabe es so weiter, aber übertreibe nicht und gehe viel einzeln.

    LG

  • Sorry, hat etwas länger gedauert. War im Krankenhaus, wir hatten nen sehr unschönen und absoluten Klischeezusammenstoß. Und damit hat es sich aktuell auch erstmal erledigt das Citaro verträglich ist.
    Ihm bekannte Rüden stellen absolut kein Problem dar, aber Fremde jetzt schon und ich hoffe bzw weis das ich das wieder hin bekomme.
    Die Zeit wirds zeigen, erst müssen wir alle den Vorfall verarbeiten.

    manuel
    Genauso spielen oder haben alle meine Shihs immer gespielt. Vor allen das in die Haut kneifen und kurz schütteln.:D Auch die teilweise nicht unerhebliche Geräuschkulisse dabei, im Moment bevorzugt seeehr lautes Knurren bringt mir immer wieder böses Kopfschütteln ein weil ich meine Hunde Kämpfen lasse.:roll:

    Generell habe ich die Erfahrung gemacht das Shihs sehr körperlich spielen. Da wird angebufft und festgehalten was das Zeug hält. Leider entwickelt sich der Shih Tzu hier ein wenig zum Modehund und dementsprechend laufen jetzt auch so einige rum und alle die auch zu meinen dürfen, spielen genauso.

    Die Auseinandersetzung hatten wir jetzt leider und mein nichtmal 10 Monate alter Junghund wollte seine Hündin aus den Zähnen des Anderen retten. Vollkommen unerschrocken ging er auf den Angreifer los und bis ich Zeit zum reagieren hatte, hatte meine Hündin ne offene Bauchdecke und Citaro hing dem Angreifer an der Kehle.
    Das ganze dauerte vielleicht 10 Sekunden. Der Fremdhund kam aus nem Gebüsch geschossen schnappte sich Nova und rannte 3-4m weg. Deswegen konnte ich dem leider auch nicht vorbeugen.

    Zum Glück hat Citi unglaublich viel Fell und er ist mit einigen Schrammen, 4 Tackerlöchern und nem verstauchten Bein davon gekommen. Aber auch nur weil ich mich eingemischt hab....dummerweise. Aber egal, welcher Hundebesitzer macht das nicht, auch wenn man weis das man es nicht sollte. Keiner lässt sich seine Hunde totbeißen.

    Ich werde es jetzt erstmal so halten wie bisher. Nur bekannte Hunde und wenn ich merke das Citi wieder entspannt ist, sehe ich weiter.


    @Liv
    Ja, ich gehe mit Citaro mind 4x in der Woche allein los. Das tut ihm unheimlich gut mal ohne seine Mädels zu sein. Er markiert dann auch nicht ganz soviel. ^^
    Zur Rudeldynamik...ich dachte soweit sind wir noch nicht.....tja, falsch gedacht.

    Bis zum Zwischenfall konnte Citaro auch schon ganz prima an anderen Rüden vorbei gehen, obwohl er natürlich seeeehr gern hingewollt hätte. Aber seitdem geht das nur sehr schlecht. Er ist recht unentspannt und WILL hin, mit in der Leine stehen und ziehen. Da bin ich aber sehr optimistisch das ich das hinbekomme.

    LG

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