Radius eingrenzen?! Frieda wird flügge

  • Hallo zusammen,

    Frieda ist jetzt fast 5 Monate alt und fängt an ihren Radius deutlich zu erweitern und schon mal das "Hier"-Kommando zu überhören. Gerechnet haben wir damit, wenn auch vielleicht erst in ein paar Wochen.

    Wir gehen morgens immer auf einer großen Wiese spazieren (ehemaliger Flugplatz = riesig) und in den letzten Tagen fing Frieda schon an deutlich weiter vor zu laufen als sonst. Heute morgen waren es dann mal locker 150m um zu einem anderen Hund zu laufen, rufen zwecklos :sad2: ich bin dann näher ran, habe noch mal in einem Moment gerufen, wo sie scheinbar vom anderen Hund ablassen wollte, aber wieder hat sie mich ignoriert. Ich hab ja nichts dagegen, wenn sie mit anderen Hunden spielt, aber nicht, wenn ich zur Arbeit muss und schon gar nicht, wenn sie mich völlig ignoriert. Heute morgen habe ich sie kommentarlos angeleint und bin gegangen.

    Wie können wir es also zunächst mal schaffen ihren Radius einzugrenzen?
    In der HuSchu wurde uns heute der Rat gegeben, diese Wiese erst mal zu meiden und Spaziergänge z.B. in Gebieten zu machen, wo nicht so viele Hunde zum spielen sind, damit Frieda sich mehr auf uns konzentrieren muss.
    Allerdings würde uns der Rat doch recht "weh" tun, weil das eigentlich die schönste Strecke in der Umgebung ist.

    Könnt ihr uns noch ein paar Tipps geben?

    Viele Grüße
    Vreni

  • Zitat

    Hallo zusammen,
    Frieda ist jetzt fast 5 Monate alt und fängt an ihren Radius deutlich zu erweitern und schon mal das "Hier"-Kommando zu überhören. Gerechnet haben wir damit, wenn auch vielleicht erst in ein paar Wochen.

    Freu dich, dein Jungspund entwickelt sich nun zu einem richtigen Hund. :D

    Zitat

    Wir gehen morgens immer auf einer großen Wiese spazieren (ehemaliger Flugplatz = riesig) und in den letzten Tagen fing Frieda schon an deutlich weiter vor zu laufen als sonst.

    Wie hast du reagiert?
    Spätestens da musst du ansetzen, um die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen.

    Zitat

    Heute morgen waren es dann mal locker 150m um zu einem anderen Hund zu laufen, rufen zwecklos :sad2: ich bin dann näher ran, habe noch mal in einem Moment gerufen, wo sie scheinbar vom anderen Hund ablassen wollte, aber wieder hat sie mich ignoriert.

    Ein nicht (mehr) abrufbarer Hund sollte, in Gegenden mit hoher Ablenkung, mit Schleppleine geführt werden.

    Nun stelle ich die übliche Frage:
    Wie hast du den Rückruf trainiert?
    Wie motivierst du deinen Hund?


    Zitat

    Ich hab ja nichts dagegen, wenn sie mit anderen Hunden spielt, aber nicht, wenn ich zur Arbeit muss und schon gar nicht, wenn sie mich völlig ignoriert. Heute morgen habe ich sie kommentarlos angeleint und bin gegangen.

    Unabhängig davon, dass dein Hund nicht wissen kann, ob du zur Arbeit musst und auch nicht wissen kann, dass er nicht spielen soll, weil er dich ignoriert, sollte er nicht einfach zu einem Hund rennen dürfen.

    Zitat

    Wie können wir es also zunächst mal schaffen ihren Radius einzugrenzen?

    Wie würdest du das eigene Kind daran hindern, in eine potenzielle Gefahr zu laufen?

    Gruß
    Themis

  • Danke Themis!

    Ehrlicherweise habe ich bei den ersten Malen noch gar nicht richtig reagiert, sondern gerufen, wenns mir zu weit wurde. Ohne Hundeablenkung kam sie auch zurück.
    Heute morgen bin ich hergegangen und habe früher gerufen um auf mich aufmerksam zu machen. Ich merkte zwar, wie sie überlegt, aber sie kam.

    Den Rückruf selber haben wir "normal" trainiert. Anfangs, immer wenn sie auf uns zu lief "Hier" gerufen, dann weiter gemacht mit wenig Ablenkung etc. Wenn sie kam natürlich jedes Mal Party, zum Affen machen und Leckerlie. Bei keinem anderen Kommando haben wir so viele Leckerlie verfüttert. Und bis zum Wochenende saß das "hier" auch wirklich bombig.

    Heute morgen ließ sie sich dann aus dem Spiel mit anderen nicht mehr abrufen, so dass ich irgendwann zu ihr hin bin und sie kommentarlos angeleint habe.
    Klar, weiss sie nicht, dass ich arbeiten muss :headbash:

    Wie ich mein Kind hindern würde in eine potenzielle Gefahr zu laufen?
    Eine gute Frage, die du einer Kinderlosen stellst ;) Wahrscheinlich ans Händchen nehmen. Übertragen auf Frieda, wahrscheinlich Leine.

    Wie gehe ich denn in unserem Fall richtig mit der Schleppleine um?

  • Zitat


    Ehrlicherweise habe ich bei den ersten Malen noch gar nicht richtig reagiert, sondern gerufen, wenns mir zu weit wurde. Ohne Hundeablenkung kam sie auch zurück.
    Heute morgen bin ich hergegangen und habe früher gerufen um auf mich aufmerksam zu machen. Ich merkte zwar, wie sie überlegt, aber sie kam.

    Siehste, das ist der Schlüssel zum Erfolg :gut:
    Heute morgen hast du gut reagiert, nämlich, bevor dein Hund abdüst.
    Je weiter sie schon weg ist, umso mehr konzentriert sie sich auf ihr Ziel (anderer Hund + spielen = selbstbelohnend) und nimmt dich nicht mehr wahr, dein Rückruf motiviert sie nicht, da sie ein höheres Interesse (Motivation) an anderen "Dingen" gefunden hat (den anderen Hund).
    Sie wird laaaangsam erwachsen und verfolgt ihre Interessen, der Radius wird immer größer, der Hund eigenständiger.
    Nun liegt es an dir, ihr Intresse und ihre Motivation auf dich zu lenken.
    Üben würde ich das, bei hochgradiger Ablenkung, an einer Schleppleine.
    Mit Spiel, Spaß, Leckerlies und zwar richtig schmackhaften.


    Zitat

    Den Rückruf selber haben wir "normal" trainiert. Anfangs, immer wenn sie auf uns zu lief "Hier" gerufen, dann weiter gemacht mit wenig Ablenkung etc. Wenn sie kam natürlich jedes Mal Party, zum Affen machen und Leckerlie. Bei keinem anderen Kommando haben wir so viele Leckerlie verfüttert. Und bis zum Wochenende saß das "hier" auch wirklich bombig.

    Das klingt doch gut.
    Bitte vergiss, ich sage es vorsichtshalber, deine Körpersprache nicht.
    Nicht nur "hier" rufen und stehen bleiben, sondern bringe deinen Körper und deine Stimme zum Einsatz.
    Schnalze mit der Zunge, klopfe auf deine Oberschenkel, rufe in hoher, freudiger Stimme und laufe in die entgegengesetzte Richtung, mache ein Spiel daraus, am besten, die hälst sie dabei richtig auf Zack.
    Das kannst du auch mit der Schleppleine machen.
    Dann steigerst du die Ablenkung.

    Zitat

    Heute morgen ließ sie sich dann aus dem Spiel mit anderen nicht mehr abrufen, so dass ich irgendwann zu ihr hin bin und sie kommentarlos angeleint habe.

    Genau richtig gehandelt.

    Rufe sie grundsätzlich dann nicht, wenn du keine Chance hast, dass sie kommen wird.
    VOR jedem Abruf benötigst du zunächst ihre Aufmerksamkeit (Namen nennen)
    Bekommst du sie nicht, vergiss es ganz schnell, dann brauchst du gar nicht erst "hier" rufen.

    Eine Schleppleine sollte am Geschirr befestigt werden.

    LG Themis

  • Is ja süss, in dem Alter ist der meinige nicht nur zu den anderen Hunden hingelaufen, sondern mit denen und deren Haltern weitergegangen...die meisten sind ja so nett, dass sie dann stehenbleiben und auf einen warten...

  • Zitat

    Is ja süss, in dem Alter ist der meinige nicht nur zu den anderen Hunden hingelaufen, sondern mit denen und deren Haltern weitergegangen...die meisten sind ja so nett, dass sie dann stehenbleiben und auf einen warten...

    Ja, das hatten wir eben im Wald!
    Die Frau ist zum Glück auch stehen geblieben. Hab Frieda dann für 200m angeleint und sie abgelenkt, dann ging es. Allerdings auch nur bis zum nächsten Hund :verzweifelt:
    Immerhin ist sie ohne Ablenkung immer noch sehr gut abrufbar und wartet, wenn ich es von ihr verlange (z.B. an Wegkreuzungen).

    Sie bekommt heute ein Geschirr und eine Schleppleine und dann wird ihr Radius etwas eingeschränkt.

  • Du könntest auf Spaziergängen öfter mal umdrehen/Dich verstecken, wenn Dein Hund Deiner Meinung nach zu weit vor läuft. Dann lernt sie, sich ein bisschen mehr an Dir zu orientieren und aufzupassen, wo Du bist. Nicht Du musst ihr hinter her rennen, sondern sie Dir. Dies zunächst ohne die Ablenkung anderer Hunde, dann auf weite Distanz zu anderen Hunden, dann näher ran.

    Die Entscheidung, ob der Hund zu anderen Hunden hin darf, könntest Du übernehmen, indem sie Dich erst "fragen" soll und Du entweder Ja, aber vielleicht bewusst häufig auch mal Nein sagst. Oder sie muss sich erst auf Dich längere Zeit konzentrieren und darf dann als Belohnung zu anderen Hunden hin laufen. Im Spiel würde ich sie dann nicht mehr abrufen, so sicher kann der Rückruf in dem Alter noch nicht sein. Wenn Du weiter willst, einfach weiter gehen, eigentlich sollte der Hund sich auch im Spiel nicht vergessen und auf Dich achten. Wenn das nicht klappt, Hund kommentarlos anleinen und weiter laufen.

    Weiter den Rückruf üben, festigen und die Ablenkung steigern.

    Hundespielwiesen würde ich persönlich in jungen Jahren des Hundes eher meiden. Du erhöhst sonst unnötig die Appetenz und bist schnell abgemeldet, wenn der Hund immer mit fremden Hunden Spiel und Spaß hat.

  • Danke gorgeous :smile:

    Hinter Bäumen o.ä. verstecken geht bei uns nur im Wald. Fällt für diese Übung die Wiese also flach.
    Wir fahren auch nur zu dieser Wiese wenn es sowieso recht leer ist und nicht zu Stoßzeiten. Ab 20.00 Uhr abends trifft man nicht mehr viele. Sonst würde ich in der momentanen "Ignore-Modus-Phase" auch reichlich verrückt werden.
    Gestern abend waren wir dort und als wir sahen, dass ein anderer Hund kommt, haben wir sie mit Stöckchen spielen (ich weiss, sollte man nicht machen) abgelenkt. Das hat in dem Moment ganz gut geklappt. Allerdings hat der andere Hund auch keine Anstalten gemacht sich für Frieda zu interessieren.

    Wie gehe ich das denn an, dass sie mich "fragen" muss?

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