Wie soll ich es beschreiben...

  • Hallo an alle,

    Also ich weiß auch nicht so richtig wie ich das Problem mit unserem Pepe beschreiben soll, daher vor ab ein paar kleine Infos zur gesamt Situation.

    Wir sind eine kleine Familie und unser Pepe ist 10 Monate alt, ein Rüde und aktzeptiert uns beide als Rudelführer und machte auch so vorher keine wirklichen Probleme.

    Seit nun ca 2 Monaten haben wir in unsere Familie zuwachs erhalten (sprich eine Baby ist geboren ;) ) und selbst da war Pepe ruhig und zugänglich... er machte keine Anzeichen von Eifersucht oder ähnlichen.

    Auch bisher ist er mit unserm Baby immer sehr vorsichtig umgegangen und passt sogar richtig auf die kleine auf,
    was uns jetzt nur seit knapp einem Monat auffällt, ist das er draußen beim Gassi gehen mit meiner Partnerin gar nicht mehr hört.
    Sprich, es wird richtig schön an der Leine gezogen, auf Kommandos wird gar nicht mehr reagiert usw.
    Geht er mit mir alleine ist alles wunderbar, gehen wir als Familie spazieren ist auch alles wunderbar.
    Ich denke bzw glaube, das er mitlerweile weiß, dass wenn meine Partnerin unser Baby stillt oder wenn Sie alleine spazieren geht mit Ihm ( ich bin dann meistens arbeiten ) das er Frei drehen kann, da Sie ja nicht wirklich gleich eingreifen kann. Auch so wirkt das ganze, als ob er Sie nicht mehr als Rudelführer aktzeptiert...
    Bisher ist zum glück nichts passiert beim Gassi gehen aber wenn ich arbeiten gehe kann das ja auch nicht ne Dauerlösung sein...


    Nun zu mir....

    Heute nach der großen ( wirklich große ) Runde fand er kurz vor der Haustür einen alten knochen irgendwo im Gebüsch, da ich Angst hatte das es evt ein Hundeköder sein könnte wollte ich Ihm den Knochen aus dem Maul nehmen.
    Was dann passierte habe ich auch noch nicht bei Ihm erlebt, er Knurrte mich an, zwackte mich sogar und ich musste wirklich kämpfen um das Ding zu bekommen. Dabei war ich bei allem bisher immer der Boss´und er respektierte mich.

    SOOOO, jetzt werden einige sagen das wäre normal -> Futter verteidigen usw.
    Das kann ich mir persönlich aber nicht vorstellen, da er zu Hause uns nicht an knurrt oder so komisch wird wenn Wir Ihm seinen Knochen oder sein Futter weg nehmen...

    Ist es vill doch das Futter verteidigen oder könnte es die Pubertät sein oder die Eifersucht aufs Baby?!
    Es erschreckte mich nur vorhin sehr und so richtig kann ich mir keinen Reim darauf machen...
    Auch so bekommt er immer noch seinen Auslauf, und wird auch ausgepowert, auch seine Streichel und Schmusse einheiten bekommt er tgl und von uns beiden. Wir haben bzw geben uns größte mühe Ihm zu zeigen das er dazu gehört und das Wir Ihn noch immer über alles Lieb haben. Bisher hat das geklappt... naja zumindest glaube ich das...


    Ich hoffe Ihr könnt mich vill dabei helfen oder Tipps geben wie wir solches Verhalten vermeiden können...

    Danke im vorraus und noch einen schönen Abend :)


    PS: Bei der Hundeschule sind wir jetzt auch schon angemeldet und ab nächste Woche gehts los ;)

  • Euer Baby wird ganz einfach erwachsen. Er pubertiert lustig vor sich hin. An manchen geht diese Phase vorüber, andere testen wirklich alles aus.

    Tipp 1: habt Geduld

    Tipp 2: immer nur die Kommandos geben, von denen ihr sicher seid, dass er sie auch ausführt. Sonst macht ihr euch nur zum Klops

    Tipp 3: fleissig weiter üben. Sowohl du als auch deine Freundin sollten regelmäßig mit ihm alleine üben. Darfst also dein Töchterlein dann auch mal alleine hüten und deine Freundin losschicken.

    Hundeschule ist keine schlechte Idee, da lernt ihr hoffentlich viel über euren Hund und könnt ihn dann richtig erziehen.

    Rudelführer könnt ihr übrigens nicht sein, denn ihr seid, so denke ich jetzt mal, keine Hund. Nur Tiere der selben Spezies können ein Rudel bilden.

    Was für eine Rasse ist euer Hund eigentlich?

  • Zitat

    unser Pepe ist 10 Monate alt

    Pepe wird erwachsen und somit eigenständiger, die Umwelt wird interessanter als ihr, er wird intensiver schnuppern, andere Interessen entwickeln, versuchen, seine Interessen zu verfolgen.
    Jetzt seid ihr an der Reihe, das Interesse z.B. beim Rückruf, zu überbieten.


    Zitat

    ein Rüde und aktzeptiert uns beide als Rudelführer

    Er akzeptiert euch als seine Menschen, die ihm Zuwendung und Futter geben, er hat sich an euch gebunden, aber Rudelführer ist ein Begriff, der so nicht mehr verwendet wird.
    Egal, trotzdem gehorcht er nicht, wenn er gerufen wird. ;)

    Schleppleine ans Brustgeschirr machen, Hund sichern, damit er nicht selbstbelohnend abdüsen kann.
    Wie habt ihr den Rückruf trainiert?


    Zitat

    Heute nach der großen ( wirklich große ) Runde fand er kurz vor der Haustür einen alten knochen irgendwo im Gebüsch, da ich Angst hatte das es evt ein Hundeköder sein könnte wollte ich Ihm den Knochen aus dem Maul nehmen.
    Was dann passierte habe ich auch noch nicht bei Ihm erlebt, er Knurrte mich an, zwackte mich sogar und ich musste wirklich kämpfen um das Ding zu bekommen. Dabei war ich bei allem bisher immer der Boss´und er respektierte mich.
    SOOOO, jetzt werden einige sagen das wäre normal -> Futter verteidigen usw.
    Das kann ich mir persönlich aber nicht vorstellen, da er zu Hause uns nicht an knurrt oder so komisch wird wenn Wir Ihm seinen Knochen oder sein Futter weg nehmen...

    Ok, du bist der Chef deines Hundes.
    Hast du auch einen Chef?
    Nun stelle dir vor, du sitzt in der Kantine vor deinem Mittagessen und dein Chef kommt an deinen Tisch und nimmt dir ohne Worte deinen Teller weg.
    Was würdest du tun?
    Dumm gucken und ihn gewähren lassen?
    Was machst du, wenn er es immer wieder macht?
    Jeden Tag?
    Irgendwann bittest du ihn, es doch nicht wegzunehmen, noch freundlich (knurren), er macht es trotzdem wieder, dann wirst du richtig sauer, wie dein Hund...
    Was wäre, wenn dein Chef dir, anstatt dem langweiligen Linseneintopf, den er dir wegnehmen will, ein feines Steak mit frischem Salat anbieten würde?

    Bedenke, dass dein Hund "nur" ein Hund ist und dich nicht freundlich bitten kann, sein Fressen nicht wegzunehmen, er warnt dich (noch) nett, indem er knurrt.
    Übt im Austausch das Kommando "aus", im Austausch gegen etwas Besseres.
    Üben = gezielt trainieren!
    Nicht erst, wenn es zu solchen Situationen kommt!
    Hund ein Spielzeug oder ein langweiliges Brötchen geben, dann etwas Besseres (Käse, Fleischwurst) vor die Nase halten, sobald der Hund das Brötchen ausspuckt, "aus" sagen, das Bessere geben, loben.
    Üben, üben!

    Viele Grüße
    Themis

  • Eine ähnliche Ausgangssituation haben wir hier auch. Holly, Labradormädchen, 10 1/2 Monate. Unser Sohn ist 3 1/2 Monate alt :)
    Zum spazieren gehen: ich schätze deine Frau nimmt euer Baby im KiWa mit wenn sie mit dem Hund raus geht?! Das habe ich einmal gemacht und nie wieder. Man kann sich nicht wirklich auf den Hund konzentrieren und natürlich nutzen das die kleinen (Hunde-)Monster in dem Alter schnell aus. Wenn ich mit beiden zusammen (Baby&Hund) spazieren gehe kommt der Kleine in den Tragebeutel. Habt ihr sowas? Ansonsten kann ich den von manduca empfehlen (um die 100€). Wir sind sehr zufrieden mit dem bis jetzt. Vorteil ist einfach, dass man die Hände frei hat und sich voll auf den Hund konzentrieren kann. So kann ich auf dem Spaziergang alles mit Holly machen, was ich sonst auch gemacht habe.

    Dass Holly meine Kommandos ignoriert wenn ich grad stille hatten wir auch. Ist es ne Option auf Kommandos zu verzichten wenn sie grad stillt? Oder wenn es euch z.B. wichtig ist, dass sie ihn auf seinen Platz oder raus schicken kann währenddessen, würde ich das nochmal in Ruhe und über positive Verstärkung konditionieren. Wir clickern seit kurzem und darüber habe ich "raus" aufgebaut. Das sitzt wirklich super und sie befolgt das Kommando immer.

    Zum plötzlich aufgetretenen aggressiven Verhalten kann ich nicht soviel sagen. Das hatten wir nicht. Mein Vorschlag wäre z.B. dass er erst fressen darf wenn ihr das Futter frei gebt. Ausgeben von Dingen, also Kommando "nein" oder "aus" üben. Holly ist da vielleicht besonders leicht zu erziehen, aber ich kann sie von ihrem Futter wegschicken während sie frisst und auch Stauden nimmt sie generell nichts auf, kommt ihre Nase doch mal in die Nähe von etwas Frassbarem, Kommando "nein" und sie geht dran vorbei...
    Dazu können dir aber bestimmt noch andere hier bessere Tips geben ;)

    LG Corinna

    P.S.: Ich hoffe ich habe all deine Fragen berücksichtigt. Schreibe vom Handy, da ist das nicht so übersichtlich ;) sonst gerne nochmal nachfragen.

  • Zitat

    Was für eine Rasse ist euer Hund eigentlich?


    Pepe ist ein Mexikanischer Nackthund der nicht nackig ist ;)

    Zitat

    Wenn ich mit beiden zusammen (Baby&Hund) spazieren gehe kommt der Kleine in den Tragebeutel. Habt ihr sowas?


    Also mit Kinderwagen haben wir auch mal Ausprobiert und wie bie dir war es die reinste Katastrophe, wir benutzen auch einen Tragebeutel und bisher gehts ganz gut...

    Zitat

    Ist es ne Option auf Kommandos zu verzichten wenn sie grad stillt?


    Leider nein, weil er ja gerne genau in dem Moment spielen möchte.... will meine Partnerin anschließen mit Ihm spielen wenn Sie fertig ist ist hat er meist keine lust mehr drauf... (trotz ???)

    Zitat

    Mein Vorschlag wäre z.B. dass er erst fressen darf wenn ihr das Futter frei gebt. Ausgeben von Dingen, also Kommando "nein" oder "aus" üben


    und genau das kann er und macht er ja auch, das ist ja nicht wirklich das Problem, sondern das er was draußen gefunden hat und sich untypisch in seinem verhalten gezeigt hat... leider....


    von der Seite habe ich es natürlich noch nicht betrachtet und ist ja auch irgendwie einleuchtend :)
    Wenn mein Chef es wagen sollte mein Mittag mir weg zu nehmen dann würde eine Mittelschweres bis Schweres Unglück passieren :D

    erstmal vielen Dank für die Ratschläge :)

  • Wenn Du ihm wirklich mal etwas wegnehmen musst, bevor die Übung wirklich sitzt, dann mache es ganz ruhig und bestimmt.

    Auf keinen Fall schimpfen oder zerren, dann verteidigt er nur umso heftiger.
    Es soll kein Kampf um den Knochen werden. Das Knurren nicht bestrafen.

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