Hund bellt/knurrt bei Raumwechsel

  • Das Problem bei unserem Rüden ist folgendes .. wenn die Besitzerin (also das Frauchen) anwesend ist, benimmt er sich mir und dem Sohn der Besitzerin meist extrem daneben. Besonders schlimm ist es, wenn es Abends wird, beziehungsweise Nacht und ich mal das Wohnzimmer von meinem eigenen Zimmer aus betrete oder vom Flur aus ins Wohnzimmer komme, wo das Frauchen immer schläft und daneben der Hund .. beginnt er wie ein verrückter zu bellen, knurrt und wenn ich ihn dann masregeln will, fängt er auch noch an zu schnappen/beissen .. und hört gar nicht mehr wirklich auf, bis das Frauchen sich erst einmal einmischt.
    Wenn ihr Sohn und ich allerdings alleine sind, verhält er sich NICHT so, wenn wir den Raum wechseln .. nur wenn SIE Anwesend ist.

    Wie kommt das? Und wie gewöhnt man ihm dies ab?


    Nachts wenn ich auf die Toilette muss ius es besonders nervig, da er so alle im Haus aufweckt, wenn ich aus meinem Zimmer durchs Wohnzimmer muss, damit ich das Bad erreiche .. und wir wissen einfach nicht, wie wir ihm das abgewöhnen können.

    Ich hoffe jemand kann uns hierbei helfen :/

  • Hallo!

    So wie es sich liest, sieht der Hund das Frauchen als Ressource an, welches es "bewachen und beschützen" mußt.
    Dann ist auch klar, daß er auf DEINE Maßregelung nicht eingeht.
    Die haben, aus Hundesicht, nichts verloren, und er "wehrt" sich mit Schnappen.

    Dabei würde ich aufpassen!
    Erst kommt die Warnung, also Knurren, oder auch Bellen.
    Dann die "Drohung", also Schnappen.
    Und wenn dann immer noch nicht "richtig reagiert" wird, kommt der nächste Schritt, und das wäre Zubeißen.


    Hat er diesen "Beschützerinstinkt" auch, wenn das Frauchen mal nicht schläft?
    Oder in komplett anderen Situationen?
    Bist Du ein "Fremder", der (noch) neu mit im Hause lebt?


    Ich würde an Eurer Stelle echt einen Trainer ins Haus holen, der das Ganze mal beobachtet. Nur so lassen sich Fehler erkennen und auch beheben.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Zitat

    ... beginnt er wie ein verrückter zu bellen, knurrt und wenn ich ihn dann masregeln will, fängt er auch noch an zu schnappen/beissen .. und hört gar nicht mehr wirklich auf, bis das Frauchen sich erst einmal einmischt.
    ... :/


    Gut, was SheltiePower schon schrieb :gut:
    Meine Frage wäre aber zuerst gewesen: "Was bedeutet dein Satz: bis das Frauchen sich erst einmal einmischt." ??? Heißt es, sie greift nicht ein, bis das Knurren etc. des Hundes zu eskalieren droht ??
    Was GENAU tut sie denn IN DEM MOMENT, wenn ihr Hund zu knurren... beginnt ???
    Kannst du das mal beschreiben ?! Denn, ganz sicher ist SIE, bzw. ihr Verhalten der Grund für die (scheinbaren) Aggressionen ihres Hundes !
    Wie SheltiePower schon schrieb "...sieht der Hund das Frauchen als Ressource an, welches es bewachen und beschützen muss" = so ist es aber die Aufgabe des Frauchens, dem Hund verständlich zu machen, dass dies 1. nicht "nötig" ist ( denn sie kann "sich selbst ganz gut schützen" = eine Frage des Auftretens/Selbstbewusstseins, das der Mensch seinem Hund ZEIGT... ), und 2. IHRE Entscheidung ( denn du sollst ja wohl "dazugehören" und nicht ständig wie ein Eindringling behandelt werden ?!
    Und GENAU DAS muss sie ihrem Hund auch vermitteln. Und zwar SOFORT ! Also nicht: erstmal "abwarten", still da sitzen, den Hund entscheiden lassen.... Und erst dann mal "ein Wort sagen", wenn es "zu bunt wird" !!!
    ANFANGEN solltet ihr aber mit ein paar grundsätzlichen Übungen/Regeln ( 1. und 2. können auch vertauscht werden ):
    1. Dem Kommando "Aus", "Nein" oder etwas in der Art..., das besagt: "Was auch immer du gerade tust = hör auf damit !" ( Dieses Kommando kann man durchaus "spielerisch" üben = mit einem Ball, Leckerlie, in der Bewegung...
    Hauptsache, der Hund wird gelobt/belohnt, sobald er eine angefangene Handlung unterbricht. Wichtig ist aber die Konsequenz = "ein bisschen weitermachen" gilt nicht, wird nicht belohnt !........ )
    2. Dem Kommando: "Auf deinen Platz" oder ähnliches. Auch das muss absolut konsequent geübt werden = "Auf den Platz" heißt: du gehst sofort dahin, und bleibst, BIS ICH DICH WIEDER RUFE ! Dieser Befehl sollte KEINE STRAFE für den Hund darstellen, sondern nur eine Regel ( die, wie andere Regeln auch ) zu befolgen sind.... !
    3. Du schreibst, dass du mit dem Hund keine Probleme hast, solange Frauchen nicht anwesend ist. Unternimmst du denn auch mal allein etwas mit dem Hund ?? Um dich als "höherrangiges Rudelmitglied" zu etablieren, musst du mehr tun, als täglich da zu sein... Du solltest UNBEDINGT Zeit mit dem Hund ALLEIN verbringen ( NICHT nur im Wohnzimmer ). Sondern: Ausgehen, Spielen, etwas TUN !
    Entgegen vieler Vorstellungen ( zumeist von Nicht-Hunde-Haltern ) spielt es kaum eine Rolle, wer den Hund füttert, wer ihm Leckerlies zusteckt, mit ihm schmust, ihn krault..., oder "einfach da ist".
    Wenn der Hund DICH als vollwertiges Mitglied der Familie ( Rudel ) sehen soll, müsst ihr eine BINDUNG zueinander aufbauen. Und die beste Bindung ( mit einem Hund ) schaffst du durch gemeinsame Erlebnisse ( Ausflüge ), Spiele, und dadurch, dass du dadurch ( in den Augen des Hundes ) als selbstbewußt, verlässlich, interessant.... darstellst !
    Also, instruiere erstmal das Frauchen, dass sie mit ihrem Hund die beiden ersten Kommandos übt !
    Und nimm dir die Zeit, mit ihrem (noch nur ihrem ) Hund etwas zu unternehmen !...
    Mit der Zeit werden dann beide Strategien "zusammen wachsen": ihr euch annähern - Frauchen ist kein "Besitz" ihres Hundes mehr; der Hund fühlt sich nicht mehr "zuständig für Alles", und du bist kein "Besucher" mehr, sondern jemand, den der Hund "gern hat" ( und respektiert ) weil er mit dir "etwas Tolles verbindet.... :smile:

    Erst dann, wenn ihr mit diesem Training keinen Erfolg habt ( es liegt an EUCH, eurer Konsequenz... ) solltet ihr wirklich einen Trainer hinzuziehen ( der wird wahrscheinlich Ähnliches sagen... ) !

    LG: Manuel

  • Eine Idee wäre auch, vorsichtshalber die Schlafplätze zu tauschen, so dass du erstmal nicht am Hund vorbei muss und er hinten im Zimmer liegt und nicht vor euch im Türbereich....

  • Zitat

    Eine Idee wäre auch, vorsichtshalber die Schlafplätze zu tauschen, so dass du erstmal nicht am Hund vorbei muss und er hinten im Zimmer liegt und nicht vor euch im Türbereich....


    Das wäre je eine Vermeidungsstrategie, und würde nichts am Problem an sich ändern. = Für eine Weile hat "man Ruhe", bis.... :sad2:
    "Vermeidung" ist die häufigste Reaktion auf "Probleme". Aber leider auch der "Motor", der eben diese Probleme ( die zumeist einfach anfangen ) mit der Zeit "ins Extrem getrieben/verstärkt" werden.
    = Ängste werden "beschwichtigt" ( und damit - durch Zuwendung = "Beruhigen, Streicheln, Auf-den-Hund-einreden... -bestätigt );
    "Aggressionen" ( meist aus Unsicherheit geboren ) werden entweder als Zeichen > "mein Hund beschützt mich = ist selbstbewusst..., interpretiert; oder mit "aufgeregter Gegen-Aggression" ( starre Haltung, Blick auf den Anderen/Feind...^^ dann Leinenruck, "NEIN!" etc. ) beantwortet. Was dem Hund aber nur sagt: Herrchen/Frauchen ist auch aufgeregt, dann wird meine Aufregung ja richtig sein.".... :/
    "Vermeidung" nützt nur kurzfristig. Langfristig wird die Gefahr, gebissen zu werden, aber größer....
    Und, auf Dauer kann das ja kein Zustand sein, sich vom Hund vorschreiben zu lassen, wann ich welchen Weg zu welcher Zeit ich gehe..............., oder ?!!
    Hunde-Trainer muss nicht gleich sein. > WENN die involvierten Personen WIRKLCIH bereit sind, Änderungen/Regel zu etablieren.
    Wenn nicht, UND ein Hundetrainer ins Spiel kommt: wird er/sie in etwa das Gleiche sagen/raten und....
    Mein Tipp also: ÜBt, übt, übt mit dem Hund !!!
    Und: wenn noch Fragen sind..... = schreib mich per PN an !!!
    LG: Manuel

  • Zitat

    1. Wieso tut sie da nix gegen? :???:
    bzw. was sagt sie dazu?

    2. Dann gehört der Hund halt erst mal gesichert, so dass ihr euch normal bewegen könnt im Haus


    Ja, erstmal ! Und dann (?) :???:

  • Zitat


    dann interessiert mich, was die Besitzerin dazu sagt und wie sie bereit ist, daran zu arbeiten
    denn ohne sie geht das alles nicht ;)

    Genau DAS war je meine erste Frage (= dann interessiert mich, was die Besitzerin dazu sagt und wie sie bereit ist, daran zu arbeitet !!! )

  • Zitat

    Genau DAS war je meine erste Frage (= dann interessiert mich, was die Besitzerin dazu sagt und wie sie bereit ist, daran zu arbeitet !!! )


    ich verstehe gerade nicht, was du von mir möchtest :???:

    siehe Punkt 1 ...

    Punkt 2 ist nur eine Übergangslösung, bis sich ersteres geklärt hat und eine Lösung gefunden wurde

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