Frage zur Scheinträchtigkeit

  • Hallo ihr lieben,

    Bin neu hier und weiß nicht wie es geht mit dem eigenen thema.
    Ich hoffe ihr könnt mir hier helfen.

    Ich war am Dienstag beim TA und es wurde festgestellt das meine Hündin scheinschwanger ist. Nun bekommt sie seit gestern contralac. Sie benimmt sich seit dem ganz merkwürdig: sie ist ganz aufgedreht und unruhig, scharrt auf dem boden, pupst viel und schleppt seit gestern ein gummi schwein mit sich rum. Gerade sind wir bei einem Freund auf dem hof und sie kemmt die Umgebung. Als erstes musste das schwein natürlich mit und seit wir hier sind zittert sie und jammert. Mittlerweile ist sie im auto und ist erst ruhig seit dem sie eine decke hat.

    Ps: das gummi schwein war vorher uninteressant

    Was hat das alles zubedeuten und wie muss ich mich verhalten? Kann ich ihr helfem!!??

  • Warum heißt es eigentlich scheinträchtig?
    Ist doch völlig irreführend.
    Während der Trächtigkeit haben Hündinnen weder Milch noch Welpen. :???:

  • Wir haben die Scheinträchtigkeit ohne Medis "ausgesessen". Bei uns war es halt kein Gummischwein sondern ein Plüschhund. Am Schlimmsten war aber die Appetitlosigkeit. Sie hat mehrere Wochen nur ein Drittel ihrer Tagesration gefressen und dadurch abgenommen. Außerdem war sie seeehr anhänglich, lag viel rum und fiepte vor sich hin. Der TA meinte alles im "grünen Bereich", eben ausgeprägte Scheinträchtigkeit.
    Mittlerweile ist die Scheiträchtigkeit vorbei und die Zitzen sind wieder normal groß. Aber mit dem Fressen klappt es nicht mehr wo gut wie vor der Scheinträchtigkeit.

  • Hallo

    Ich habe selbst noch keinen Hund gehabt, der unter Scheiträchtigkeit "gelitten" hat. Was ich aber weiß, daß du ihr auf jeden Fall die rosa Sau wegnehmen solltest, weil das der Welpenersatz ist, den sie anfängt zu bemuttern. Und viel Bewegung und Ablenkung hilft in den meisten Fällen auch. Was man noch tun kann, sollen dir erfahrenere Hundehalter sagen.

  • Hallo ronja, ja das essen klappt bei uns auch nicht. Wie lange dauerte es bei dir ohne medi?


    Das schwein ist grau :p und ich weiß ja nicht ob es wirklich so gut ist ihr es weg zunehmen weil sie jammert ständig und auch Ablenkung funktoniert nicht.

  • Ich kann dir nur sagen, was unser Hundtrainer in der Gruppe zum Thema Scheinträchtigkeit gesagt hat und ich habe es auch schon öfter irgendwo gelesen, auch hier.

    Aber ich würde es evtl auch nicht übers Herz bringen, wenn sie dann noch mehr jault. ich würde mich dann wohl sehr zusammenreißen müssen, es ihr wieder weg zu nehmen, wenn ich damit die zeit verkürze und ihr alles in allem besser helfen kann. Aber wie gesagt, ich habe es selber noch nicht durch, kann nur auf Erfahrungen von Trainer, und Hundebekanntschaften zurückgreifen...

  • Mit welcher Begründung wurde das contralac denn verschrieben?
    Hat die Hündin bereits Milch gegeben? Denn so lange das nicht der fall ist, würde ich keines der gängigen Mittel geben. TAs sind da zur Zeit mM viel zu schnell schon bei leichter Scheinträchtigkeit die Chemiekeule auszupacken, zumal Contralac auch nicht gerade ohne Nebenwirkungen ist... Magen-Darm-Probleme, Erbrechen, Unruhe...

    Wenn sie keinen starken Milcheinschuss hat, würde ich das Medikament absetzen und einfach zum normalen Alltag zurückkehren. Auf jeden Falls solltet ihr das Schwein verschwinden lassen, damit sie nichts zum bemuttern hat. Etwas mehr Arbeit, Sport und Spiel und warten bis es vorbei ist.

    Zitat

    Warum heißt es eigentlich scheinträchtig?
    Ist doch völlig irreführend.
    Während der Trächtigkeit haben Hündinnen weder Milch noch Welpen. :???:

    Genau genommen unterscheidet man auch zwischen Scheinträchtigkeit und anschließender Scheinmutterschaft, aber es hat sich eingebürgert die ganze Phase unter dem ersten Begriff zu nennen.

  • Bei Katie liegt die Scheinträchtigkeit gerade in den letzten Zügen, sie litt unter:
    - Aggressivität (der Schäfer durfte plötzlich nicht mehr mit ins Körbchen, sie ist ihn regelrecht angegangen)
    - Futterneid (verteidigen der Futterkachel)
    - Appetitlosigkeit
    - ganz labilem Nervenköstüm (Dinge, die sie eh schon nicht leiden konnte oder vor denen sie Angst hatte, waren nun noch schlimmer)
    - Ruhelosigkeit (fiepend herumrennen) und dann wieder
    - Lustlosigkeit (spazieren gehen? och nö!)
    - Liebesbedürfitgkeit (permanentes Ankuscheln und leidend gucken)

    Sehr anstrengend, diese Phase!!
    Aber da musst du durch und der Hund auch! Katie hatte allerdings keinerlei körperliche Beschwerden, weder geschwollene Drüsen noch Milch oä.
    Von daher waren ihre Beschwerden rein psychischer Natur, und ich denke, dass ich beim nächsten mal mit ihr zu unserer Tierheilpraktikerin gehen werde, denn da kann man bestimmt unterstützend etwas geben.

    Ansonsten solltest du alles so normal wie möglich weiter gestalten. Nicht bemitleiden, Futter halt wieder kommentarlos wegräumen und später nochmal anbieten und möglichst den Hund auf den Spaziergängen gut auspowern. Dann ist sie im Haus ruhiger und muss weniger rum rennen und Welpen suchen ;) .

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