Frustrationstoleranz aufbauen
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Gast63805 -
12. Mai 2013 um 11:16
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Wenn du beispielsweise mitm Clicker arbeiten würdest, dann wäre das eine Möglichkeit, das ruhige Verhalten des Hundes zu belohnen. Ich zieh den Belohnungspart in heiklen Situationen ein bisschen in die Länge, damit Hundi keinen Leerlauf hat. Mir geht es aber nicht grundsätzlich darum, die Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern die Begegnungen zu einer tollen Sache zu machen: ruhig schauen = Belohnung. Ich biete ihm also die Möglichkeit, das Beste aus der Situation zu machen, und das tut er auch immer öfter.
Die Methode finde ich super.
Zu welchem Zeitpunkt hast du im Aufbau der Übung geklickt? Wenn dein hund zu dem anderen schaut ohne sich in die leine zu lehnen und ohne zu bellen? Oder wenn er von dort zu dir zurückblickt?
Ich würde das gerne für Hunde, Vögel und Fußgänger aufbauen, weil diese reize meinen Welpen noch dazu verleiten an der leine zu ziehen. Meinst du die Übung hilft da? - Vor einem Moment
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Hallo,
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Die Methode finde ich super.
Zu welchem Zeitpunkt hast du im Aufbau der Übung geklickt? Wenn dein hund zu dem anderen schaut ohne sich in die leine zu lehnen und ohne zu bellen? Oder wenn er von dort zu dir zurückblickt?
Ich würde das gerne für Hunde, Vögel und Fußgänger aufbauen, weil diese reize meinen Welpen noch dazu verleiten an der leine zu ziehen. Meinst du die Übung hilft da?Kann gut sein! Wenn er jagdlich ambitioniert ist, sind Vögel nochmal ein schwierigeres Thema, aber sonst.
Habe jedes ruhige Verhalten geclickt, wenn er mich ansieht - umso besser. Aber das ist eben nicht Ziel, er kann ja ruhig gucken.
Lange Zeit hat er gar nicht auf den Clicker reagiert, aber dann gabs ein regelrechtes Schlüsselerlebnis. Saßen am Rand der Hundewiese, weiter hinten hat ein Hund gespielt. Dann kam hinter uns auf dem Weg ein Hund vorbeigelaufen und ich hatte das Gefühl, dass er mit der Entscheidung, auf welchen Hund er sich jetzt fixieren soll, überfordert war :D. Und plötzlich hat er auf die Clicks reagiert. Seither können wir das immer sehr gut üben und die Anzahl von stressig-nervigen Situationen ist sehr geschrumpft. Manchmal bellt er nicht einmal, wenn er provoziert wird! "Rückschläge" gibt's natürlich trotzdem, aber mich begeistert immer noch, wie schnell er Fortschritte gemacht hat!
Übrigens klicke ich auch bei alten Leuten und Kindern, die haben ihn auch ne Zeit lang nervös gemacht. Die Übung ist sehr universell einsetzbar
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Wenn du beispielsweise mitm Clicker arbeiten würdest, dann wäre das eine Möglichkeit, das ruhige Verhalten des Hundes zu belohnen. Ich zieh den Belohnungspart in heiklen Situationen ein bisschen in die Länge, damit Hundi keinen Leerlauf hat. Mir geht es aber nicht grundsätzlich darum, die Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern die Begegnungen zu einer tollen Sache zu machen: ruhig schauen = Belohnung. Ich biete ihm also die Möglichkeit, das Beste aus der Situation zu machen, und das tut er auch immer öfter.
Click = Belohnung = Frauchen arbeitet mit mir = andere Hunde sind mir gänzlich egal und ich konzentriere mich wieder zu 100% auf Frauchen.
Und genau das ist ja das was ich in dieser Situation nicht möchte.Die Arbeit mit mir geht diesem Hund über (fast) alles.
Heißt: Er sieht den anderen Hund, läuft ruhig weiter, kurz bevor die Übersprungshandlung kommt (sprich ca. auf Höhe des Hundes) bestätige ich in einem noch ruhigen Moment das ruhige Verhalten und schwupp: Dieser Hund kommt nicht in die Lage, dass er überhaupt anfängt aus Frust, weil er nicht hin kann, zu pöbeln, da er ja nun die Arbeit mit mir als Alternative bekommen hat.Mir ist das Prinzip hinter deiner Überlegung schon klar, ich weiß aber, dass das mit diesem Hund eben nicht funktioniert.
Mir ist bewusst, dass du ein Alternativverhalten anerziehen willst dadurch, in dem Fall ein ruhiges vorbeigehen am anderen Hund, aber: Durch eine Bestätigung in diesem moment würde er natürlich ruhig bleiben, würde die Konzentration aber sofort auf mich umlenken.Aber ich merke schon: Scheinbar geht meine Wunschvorstellung nur mit Hunden, denen das bereits in die Wiege gelegt wurde und ich werde mich bei Brix wohl auf dieses "Oh ein Hund, ich geh zuFrauchen und schau die an" einstellen müssen...
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Aber ich merke schon: Scheinbar geht meine Wunschvorstellung nur mit Hunden, denen das bereits in die Wiege gelegt wurde und ich werde mich bei Brix wohl auf dieses "Oh ein Hund, ich geh zuFrauchen und schau die an" einstellen müssen...Meine Beiträge hast Du scheinbar nicht gelesen?
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Meine Beiträge hast Du scheinbar nicht gelesen?
Doch, aber ich habe, wie Du selber auch schon sagtest, ein komplett anderes Ziel als Du mit deinen Hunden.

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Ist doch eigentlich super!! Und wenn die Arbeit Spaß macht, ist das doch ne großartige Belohnung! Ich finde sehr nützlich, wenn der Hund sich bei Ablenkung an dich wendet! Kann gar nicht genügend Ausrufezeichen verwenden :P.
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Ist doch eigentlich super!! Und wenn die Arbeit Spaß macht, ist das doch ne großartige Belohnung! Ich finde sehr nützlich, wenn der Hund sich bei Ablenkung an dich wendet! Kann gar nicht genügend Ausrufezeichen verwenden :P.
Sicher hat es viele Vorteile einen Hund zu haben, der die Arbeit mit seiner Bezugsperson über alle Ablenkungen stellt. Für viele wohl eine Traumvorstellung "Oh, ein Hund der sein Frauchen anhimmelt und in jeder Situation so toll ansprechbar ist"..
Für mich aber in dieser Situation eben nicht die Traumvorstellung.Gut, ich bin hier verwöhnt.
Vier Hunde die wissen "Ohne Leine gibt es Kontakt zu anderen Hunden" und "Mit Leine gibt es keinen Kontakt zu anderen Hunden". Heißt an der Leine, an der die Hunde recht selten sind, werden fremde Hunde ausgeblendet und es wird einfach normal weitergetrödelt, hier und da geschnüffelt, etc.
Das wäre halt auch meine Traumvorstellung für Brix.
Weil es die Lebensqualität am wenigsten einschränkt. -
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Heißt an der Leine, an der die Hunde recht selten sind, werden fremde Hunde ausgeblendet und es wird einfach normal weitergetrödelt, hier und da geschnüffelt, etc.
Ist doch ganz einfach: Festige es, bring es unter Kommando und ruf es in der Situation ab, wenn es ausreichen gut trainiert ist.
Übrigens schnuppern die meisten Hunde scheinbar unbeteiligt, weil sie kommunizieren. Die Besitzer nehmen das nur nicht wahr

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Sicher hat es viele Vorteile einen Hund zu haben, der die Arbeit mit seiner Bezugsperson über alle Ablenkungen stellt. Für viele wohl eine Traumvorstellung "Oh, ein Hund der sein Frauchen anhimmelt und in jeder Situation so toll ansprechbar ist"..
Für mich aber in dieser Situation eben nicht die Traumvorstellung.Gut, ich bin hier verwöhnt.
Vier Hunde die wissen "Ohne Leine gibt es Kontakt zu anderen Hunden" und "Mit Leine gibt es keinen Kontakt zu anderen Hunden". Heißt an der Leine, an der die Hunde recht selten sind, werden fremde Hunde ausgeblendet und es wird einfach normal weitergetrödelt, hier und da geschnüffelt, etc.
Das wäre halt auch meine Traumvorstellung für Brix.
Weil es die Lebensqualität am wenigsten einschränkt.Hmm, aber durchs Training kannst du das doch irgendwann erreichen, oder nicht? Meiner ist mittlerweile so weit, dass er sogar manchmal Hunde ausblendet und dicht dran vorbeilaufen kann. Da musser natürlich nen guten Tag haben, aber dieses Verhalten häuft sich. Er hat auch viel Spaß am Clicker und arbeitet gern mit mir, aber er schaut mich eher nicht an, wenn die Ablenkung kommt. Der andere Hund wird wahrgenommen, aber er dreht nicht mehr auf und kann auf mich reagieren.
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Kann gut sein! Wenn er jagdlich ambitioniert ist, sind Vögel nochmal ein schwierigeres Thema, aber sonst.
Habe jedes ruhige Verhalten geclickt, wenn er mich ansieht - umso besser. Aber das ist eben nicht Ziel, er kann ja ruhig gucken.
Lange Zeit hat er gar nicht auf den Clicker reagiert, aber dann gabs ein regelrechtes Schlüsselerlebnis. Saßen am Rand der Hundewiese, weiter hinten hat ein Hund gespielt. Dann kam hinter uns auf dem Weg ein Hund vorbeigelaufen und ich hatte das Gefühl, dass er mit der Entscheidung, auf welchen Hund er sich jetzt fixieren soll, überfordert war :D. Und plötzlich hat er auf die Clicks reagiert. Seither können wir das immer sehr gut üben und die Anzahl von stressig-nervigen Situationen ist sehr geschrumpft. Manchmal bellt er nicht einmal, wenn er provoziert wird! "Rückschläge" gibt's natürlich trotzdem, aber mich begeistert immer noch, wie schnell er Fortschritte gemacht hat!
Übrigens klicke ich auch bei alten Leuten und Kindern, die haben ihn auch ne Zeit lang nervös gemacht. Die Übung ist sehr universell einsetzbar
Ob die Vögel wirklich Jagdobjekte sind, weiß ich noch nicht recht. Ich habe eher den Eindruck, dass sie mit denen spielen will. Sie geht eher tapsig auf die Vögel zu und lässt ab, wenn sie flüchten. Sie legt auch ab und an den kopf schief, wenn sie nen Vögel sieht.
Menschen sind für sie auch manchmal interessant. Kinder sind ganz spannend. Jogger erregen nur kurz Aufmerksamkeit, Radfahrer und Autos sind schon langweilig geworden. - Vor einem Moment
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