10 Wochen alte Golden R.-Labrador Dame und viele Probleme

  • Ich kann mich allen anderen auch nur anschließen. Es ist ein Baby, dass aus der gewohnten Umgebung raus gekommen ist, Geschwister, Mutter alls weg. dann wird sie woanders hin gesetzt und soll alles können. Mit Kindern ist es doch nicht anders, sie brauchen ca. 3 Jahre bis sie stubenrein sind :D Von Welpen darf man nicht so viel erwarten. Sie müssen langsam an die Umgebung an Reize herangeführt werden. Autofahren am Anfang nur kurze Strecken bis zum Park und anschließen d mit ihr dort spazieren gehen, damit sie das Autofahren mit etwas positiven verknüpft. Welpen in dem Alter müssen fast alle zwei Std. das fipsen ist doch super, somit macht sie sich doch bemerktbar wenn sie raus muss, soetwas sollte man belohnen. Wenn sie draussen ihr Geschäft gemacht hat sollte ein riesiges Tam Tam gemacht werden super Belohnung ect. damit wird sie schnell stubenrein, sie verstehen und verknüpfen positives sehr schnell. Am Anfang müssen sie ziemlich schnell nach dem fressen nach draussen, am besten ist ca. nach 15-20 min. nach dem fressen mit ihr vor die Tür damit sie sich lösen kann. Ein Welpe macht Arbeit, richtig stubenrein das dauert, sie können am Anfang noch n icht alles kontrollieren, selbst mit einem halben Jahr kann es noch mal passieren dass sie im Spiel ein kleines Pipi machen. Also bitte Geduld mit der kleinen. Man muss sehen sie erleben jeden Tag neue Dinge und das müssen sie erst verarbeiten. Also am Anfang auch nciht so lange raus gehen und bitte bis zu einem halben Jahr keine Treppen laufen lassen sondern die Maus tragen.

    VG

  • 10 Minuten Übungen sind deutlich zu lang - Welpen in dem Alter haben eine Aufmerksamkeitsspanne von Sekunden, nicht Minuten.

    Bitte überfordert die Maus nicht so. Klar kann man einen Welpen nach 2 Wochen stubenrein haben (meiner hat nichtmal so lange gebraucht), aber das geht eben nur, wenn eine gewisse Vorarbeit seitens des Züchters geleistet wurde. Das ist in eurem Fall wohl ganz eindeutig nicht so. Also lasst ihr Zeit, gewöhnt sie langsam an Reize und erwartet nicht zuviel.

  • Zitat


    Wegen dem "löseplatz" müssen wir dann mal mit den Eltern meiner Freundin reden. Weil die sind absolut dagegen das Sie irgendwo in Garten macht.

    Wie sollte man das denn machen? Sie an der Leine lassen an der auserwählten stelle oder lieber ohne? Weil ohne Leine wird sie überall im Garten rumlaufen und irgendwo hin machen, was dann natürlich die Tretminensuche erschwert.


    noch wird sie sich nicht meter weit von euch entfernen. welpen haben den angeborenen "folgetrieb" welcher ihnen das überleben sichert, damit sie nicht den anschluss verlieren.
    ich denke (hoffentlich) dass ihr sie nicht einfach in den gartn setzt und dann weg geht...
    ich gehe davon aus, dass es nicht so ist und in dem fall seht ihr auf jeden fall wo sie sich versäubert.

  • Hallo Endrik,

    willkommen im Forum.

    Ich finde es toll, dass du dich so informierst und dass ihr euch augenscheinlich viele Gedanken macht.
    Dass eure Hündin nicht aus optimalen Bedingungen kommt, habt ihr ja selbst schon festgestellt - umso wichtiger ist es jetzt, dass ihr ihr wohl überlegt die Welt Stück für Stück zeigt und ihr dabei viel Zeit lasst. Einige meiner Vorschreiber haben sich ja schon zum Gassi gehen geäußert.

    Ein paar der von dir angesprochenen Punkte möchte ich noch weiter aufgreifen:

    Zitat


    Da fällt mir noch ein... Ich habe gelesen das Welpen ihre Umgebung viel mit knabbern erforschen, also erstmal fast alles irgendwie ins Maul nehmen und wenn möglich rumtragen bis irgendwann das interesse an dem gegenstand verloren ist. Jedoch macht sie das natürlich auch beim Spielen, dass sie unsere Hände anknabbert oder im Grunde alles wo sie eben dran kommt und sie macht da auch vor dem Gesicht kein Halt, wenn sie denn mal ran kommt... bekommt man das durch immer wieder "Aus" rufen und dann kurzzeitig das spielen unterbrechen weg, oder gibts da bessere Lösungen?

    Genau, Welpen erforschen die Welt vor allem mit den Zähnen - und der Umgang mit Menschenhaut will dabei gelernt sein ;-) Der Welpe muss erst die sogenannte Beißhemmung erlernen. Dieser Link liefert meiner Meinung nach eine gute Erklärung dazu: http://www.familienhundtraining.com/archiv/beisshemmung.html
    Das Spiel zu unterbrechen ist schon mal gut, allerdings würde ich auf das "Aus!" rufen verzichten - und zwar aus dem Grund, dass deine kleine Hündin gar nicht wissen kann, was "Aus!" bedeutet - natürlich wird sie an deiner Stimme, Körperhaltung etc. merken, dass du sauer bist, aber was das "Aus!" bedeutet, weiß sie deswegen immer noch nicht. Dazu schreibe ich gleich weiter unten noch etwas...

    Neben der im Link beschriebenen Anleitung würde ich ihr Alternativen bieten - z.B. ein kleines Tau, einen welpengerechten Kausnack oder gefüllten Welpen-Kong oder Ähnliches und sie dafür loben, wenn sie da rein beißt, anstatt in deine Füße oder Nase - so versteht sie wohl auch eher, was du von ihr möchtest.
    Ganz toll finde ich auch den Ansatz von Emily Larlham: http://www.youtube.com/watch?v=c77--cCHPyU Sie hat ohnehin ganz viele tolle Videos zur Welpenerziehung mit positiver Verstärkung ;) da gibts quasi ne Fülle an Infos für Interessierte - ist zwar auf Englisch, aber auch ohne der Sprache mächtig zu sein, versteht man, was sie vermitteln möchte.


    Zitat

    Naja momentan wird sie gerufen und dann belohnt, dafür ist keine große Konzentration von nöten. Oder sehe ich das falsch?


    Naja, falsch will ich nicht sagen - aber ich glaube, du unterschätzt, was dein Welpe grade alles lernen muss... :rollsmilie3:
    Sie ist jetzt weg von ihrer Mama&Geschwistern, kommt in eine neue Umgebung - dort gibt es viiiieles, was sie noch nicht kennt. Kinder, große Leute, dicke Leute, dünne Leute, Leute mit Hut, ... Autos, LKWs, Parks mit anderen Hunden, ..... Leine laufen, .... viiiiele neue Gerüche... Stubenrein werden.... du siehst, die Liste ist riesig und wird von uns Menschen häufig unterschätzt - gerade bei einem HUnd, der bislang wenig bis gar nichts kennt, kann das ein Fehler sein.

    Alleine schon das "euch und eure nächste Umgebung kennen lernen" ist anstrengend für so einen Pupsi - und die ganzen Sinneseindrücke müssen verarbeitet werden. Achte unbedingt auf eine ausgewogene Balance zwischen viel Schlaf/Erholungsphasen und gezieltem, kleinschrittigem Erkunden der Umwelt. Pass dich an ihr Tempo an.

    Zu deinem Beispiel mit dem "rufen und belohnt werden": Doch, das erfordert viel Konzentration!! Der Welpe muss ja erstmal lernen, dass er gemeint ist, wenn ihr seinen Namen ruft. Dann soll er verstehen, dass "Komm!", "Hier!" oder was auch immer ihr ruft, heißt: "los, komm zu mir!". Und dann noch, dass dies gilt, egal, ob er grade zu euch schaut oder nicht, irgenwo schnüffelt oder nicht - du siehst, auch hier wieder ganz schön viel für so nen Knirps. Der Hund spricht und versteht kein Deutsch, die Bedeutung deiner Signale musst du ihm also - langsam - beibringen.

    Stell dir vor, ich hole dich ab und nehme dich mit auf eine Reise nach Afrika - am Flughafen steht einer, der immer wieder etwas in deine Richtung ruft in einer dir unbekannten Sprache - und du hast keine Ahnung, was derjenige von dir will. Wenn er es mit Gesten untermalt, wirds vielleicht etwas leichter - aber sobald das Wort
    in einem anderen Kontext vorkommt (du checkst gerade dein Gepäck aus oder ähnliches), wirds doch wieder schwer für dich - eigentlich geht es deinem Welpen genau so ;)

    Ich wünsche euch viel Spaß mit der Kleinen, lasst ihr Zeit und bringt ihr alles mit viel Spaß und Lob, aber auch Schritt für Schritt bei - dann wird das!

    Liebe Grüße,
    Anni

  • Zitat

    Wir sind dabei uns das wissen nun nach und nach anzueignen, surfe auch unterwegs viel und lese einiges im Internet in meiner Pause was Welpen angeht, nur leider kommt da auch manchmal was widersprüchliges bei raus.

    Zudem quatschen die Eltern meiner Freundin uns da auch
    ziemlich viel rein was unsere Hündin angeht, da deren Labrador angeblich nach 2 Wochen stubenrein war und spazieren kein Problem war usw. usw.

    Frag mal wann Deine Freundin aufs Töpfchen gegangen ist, wetten sie sagen mit 6 Monaten ;o)
    Das ist immer so :lol:

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