Bitte um Tipps
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Hallo!
Am Dienstag ist mein Hund bei mir eingezogen. 5 Monate alt, aus dem Tierschutz.
Als wir sie bei der Pflegestelle besucht haben, hat sie einen interessierten, aber zurückhaltenden Eindruck gemacht. Sie hat sich am Anfang nicht wirklich streicheln lassen, kam nur, wenn wir Leckerlies hatten und die anderen Hunde auch kamen. Erst nach ca. 1 Std. hat sie sich dann ein wenig genähert. Interessiert war sie aber immer und sie hat sich auch nicht in einer Ecke verkrochen, so dass ich dachte, das wird schon...
Am DI haben wir sie dann abgeholt und noch am selben Abend hat sie sich von uns ausgiebig am Bauch kraulen lassen, Futter aus der Hand gefressen, wollte ins Bett liegen.... Sie hat sogar durchgeschafen. IM Haus also alles total perfekt. Sie erschrickt manchmal noch, wenn draußen irgendwelche Geräusche sind (Stadt, vorher Land....), ich ignorier sie dann und alles ist wieder gut.
Ich wollte jetzt trotzdem mal wegen 2 Sachen nachfrage, wo ich mir nicht ganz sicher bin:1. In der Wohung orientiert sie sich total an mir, sie läuft mir überall hin nach, selbst wenn ich nur ins andere Zimmer geh. Bin ich im Bad, so wartet sie vor der Türe bis ich wieder rauskomme.... Ist das ok oder sollte ich das unterbinden? Sie soll später ja auch mal allein bleiben können...
2. Wann sollte ich mit ihr das Allein sein anfangen zu üben?
3. Draußen hat sie totale Panik. Ich geh immer auf eine kl. Wiese mit ihr, wo eigentlich kaum jemand ist, aber es ist halt trotzdem in der Stadt und man muss Straßen überqueren auf denen Straßenbahnen fahren etc. Auch da hat sie aber innerhalb der letzten 3 Tage Fortschritte gemacht: Kein eingezogener Schwanz mehr, nur noch ab und zu zittern, ihr Geschäft macht sie auch schon draußen und nicht mehr im Haus.... Allerdings: Ich bin draußen für sie Luft. Sie orientiert sich null an mir, nimmt auch keine Leckerlies an oder sonstwas. Sollte ich diese Runden weiter machen oder lieber mit ihr ins Grüne rausfahren? Was ist besser? Und wenn sie mich draußen quasi ignoriert, soll ich das dann einfach auch akzeptieren, meine Runde mit ihr gehen und wieder rein? Ich denke ja, dass sie sich mit der Zeit daran gewöhnen wird... Denn sie hat ja jetzt schon innerhalb von 3 Tagen Fortschritte gemacht...
Bin dankbar über alle Tipps!
A. - Vor einem Moment
- Neu
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Hallo, Glückwunsch zum Hund erstmal

Zu deinen Fragen...
1. Meine Hündin (auch unsicherer TS Hund) hat das anfangs auch gemacht. Nach etwa 2 Wochen hat sie von sich aus damit aufgehört.
Ich würde mal abwarten, ob sie das von sich aus reduziert, wenn sie sich sicherer fühlt. Sonst kannst du auch mal versuchen, ihr was zum Kauen zu geben und dann gehst du kurz aus dem Zimmer und kommst gleich wieder rein. Dann merkt sie auch mal, dass nichts passiert, wenn sie nicht an dir klebt.2. Kommt wohl auf den Hund und deine Zeit an. Das was ich oben geschrieben habe, würde ich jetzt schon anfangen. Anfangs ein paar Sekunden aus dem Zimmer gehen. Dann mal mit Türe schließen und immer ein bisschen länger. Erst wenn sie im Zimmer ruhig bleibt, mal kurz vor die Türe gehen. Wenn sie anfängt zu fiepen oder zu bellen, warst du schon zu lange weg. Dann musst du die Zeit wieder verkürzen.
3. Gib ihr Zeit! Verlange nichts von ihr - meine Hündin hat draußen anfangs auch kein Futter genommen. Auf der Hundewiese mit tausend Gerüchen hat es Monate gedauert!
Ich würde wohl mit ihr ab und an raus ins Grüne fahren, sie dort rumschnuppern lassen abseits vom Straßenverkehr und trotzdem bei euch kleine Runden gehen. Oder setz dich mit ihr auf eine Bank und lass sie einfach nur gucken.
Ich hab mit meinem Zwerg anfangs gerne gemeinsam Leckerli gesucht. Ich hab die Dinger ins Gras geworfen und dann haben wir sie gemeinsam gesucht. Da ich das so toll fand, hat sie einfach mitgemacht und es war draußen lange ihr Lieblingsspiel. Jetzt ist es für sie eine Hilfe zum Runterkommen, wenn sie mal hochdreht. Schnüffeln entspannt
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Hallo Ayyda,
meine Hündin (obwohl nicht aus dem Tierschutz) ist mir auch anfangs immer nachgelaufen. Das hat sie sogar echt lange gemacht und ich habe das auch nicht wirklich unterbunden. Mittlerweile ist sie 8,5 Monate alt und es hört langsam auf. Ich denke, wenn der Hund selbstbewusster wird, muss er auch nicht immer nachdackeln (außer natürlich, es ist so ein Kontroll-Hinterherlaufen). Mich hat es phasenweise auch gestört, bzw. ich habe mir Sorgen gemacht, aber da Milou einfach immer mitgekommen ist und dann halt da geschlafen hat wo ich war, fand ich es doch nicht mehr so schlimm. Wenn deine Hündin allerdings dadurch dauernd unter Strom steht, würde ich es schon unterbinden. Vielleicht kannst du auch versuchen mal einen Tag einfach nonstop durch die Gegend, von einem Zimmer ins andere zulaufen. irgendwann muss sie müde werden und kommt dann bestimmt nicht mehr mit.
Mit dem Alleinebleiben hatten wir übrigens trotz der "Verfolgung" keine Probleme. Ich glaube, das muss nicht zwangsläufig miteinander zusammenhängen. Wenn deine Kleine wirklich so unsicher ist, würde ich mit dem Üben vom Alleinebleiben vielleicht noch etwas warten. Ansonsten bin ich eher dafür, das möglichst von Anfang an zu machen (solange man es nicht übertreibt). Du kannst ja vielleicht einfach mal ganz kurz vor die Tür gehen und horchen, was sie so macht.
ZitatWenn sie anfängt zu fiepen oder zu bellen, warst du schon zu lange weg.
Ich weiß nicht... Vielleicht ist Jaulen oder Fiepsen auch einfach nur der erste Schock. Meine zumindest hat anfangs immer ein bisschen gefiepst und dann sofort wieder aufgehört. Ins Zimmer/Haus rein gehen wenn der Hund das macht sollte man aber auf keinen Fall, sondern warten bis er sich beruhigt hat. Denn sonst verknüpft er Jaulen mit "Aha, cool, wenn ich das mache kommt Frauchen wieder".Wie sich das draußen entwickelt würde ich einfach erstmal beobachten. ich meine - sie ist erst so kurz bei dir, da ist es vollkommen normal, dass sie irgendwie überfordert ist. Wenn sich das Verhalten noch ewig hält und sie draußen gar nicht entspannen kann, würde ich da aktiv eingreifen. Aber jetzt noch nicht ;-)
Viel Glück euch beiden!
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Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten. Ich berichte mal: Draußen hat sie sich jetzt schon sehr gebessert. Ich habe meinen "Plan" ein wenig verändert. Ich war bisher immer auf einer Wiese direkt vor dem Haus, wo aber auch eine Straßenbahnlinie vorbei fährt. Da MÜSSEN wir quasi sowieso immer durch. Da sie dort so extrem ängstlich war, habe ich mir vorgenommen, jeden Tag dort hin mit ihr zu gehen, bis sie ruhiger wird. Das ist sie auch tatsächlich geworden- so ruhig dass sie dort sogar ihr Geschäft macht, aber z.B. nicht ruhig genug, dass sie auf mich reagiert oder Leckerlie von mir annimmt oder so... Daher bin ich heute mal zuerst zu der Wiese und danach noch in einen Park, wo nicht so viel los ist und kein Straßenlärm. Dort war sie dann - für ihre Verhältnisse- richtig entspannt: Rute oben, rumgeschnüffelt, auf Zuruf reagiert... An der "Gefahrenstelle" muss sie so oder so vorbei, aber ich denke das ist auch gut. Momentan hat sie also jeden Tag die Gefahrenstelle, aber auch den Park, wo sie sich wohler fühlt. Ist ok so, oder? Wenn es dann allerdings Richtung Haus geht zieht sie wie eine Bekloppte und zurück in der Wohnung dreht sie dann total auf und springt schwanzwedelnd durch die Gegend. Ich ignoriere das, weil ich nicht will dass sie denkt "puh, biste auch froh wieder hier zu sein, was?". Ist das richtig oder sollte ich sie wenn wir daheim sind richtig loben?!
Das mit dem Nachlaufen ist noch nicht besser. Ich ignoriere es. Es stört mich nicht, aber ich mache mir Gedanken, ob dann vielleicht das Alleinsein schlechter klappt. Im Bad mach ich immer die Türe zu, da sitzt sie dann davor und wartet bis ich rauskomme. Türe zumachen klappt also ohne fiepsen. Ich werde demnächst mal aus der Wohnungstüre rausgehen, allerdings weiß ich auch nicht,was ich machen soll wenn sie dann fiepst oder an der Türe kratzt oder bellt... Kann ja eeeewig dauern, bis das aufhört? Oder soll ich dann einen Moment abpassen, wo sie gerade mal Ruhe gibt und dann wieder rein? Und ist es jetzt nach 4 Tagen zu früh das zu üben?Noch was: Ich füttere momentan Happy Dogs Medium Baby, weil das die Pflegestelle gefüttert hat und es ihr auch schmeckt. Ist das Futter gut und kann ich es weiter füttern? Sie scheint es zu mögen. Allerdings steht auf der Rückseite, dass sie mit ihren 5 Monaten und 10 kg 230g pro Tag bekommt, aufgeteilt auf 3-4 Mahlzeiten. Ich finde das unheimlich viel... Heute hat sie nach dem Frühstück und Gassi gehen auch gebrochen... Raus kam eigentlich nur aufgeweichtes Trockenfutter.... Aber ich weiß auch nicht, wieviel richtig ist...
Zudem ist mir beim Zahnwechsel gerade aufgefallen: Es kommt ein neuer Schneidezahn nach, der alte ist aber noch nicht ausgefallen. Hab ihr erstmal einen Ochsenziemer zum Knabbern gegeben, aber scheint nichts zu nützen. Ist das normal so?!
Und noch eine Frage ;-) Gestern hatte ich sie an der Leine und es kam ein großer Schäferhund (unangeleint) schwanzwedelnd auf uns zu. Ich wollte sie nicht auf den Arm nehmen oder so, weil sie das ja gewohnt sein muss, aber es war ihr trotzdem nicht geheuer. Der Hund meinte es lieb mit ihr, hat mit dem Schwanz gewedelt und geschnüffelt, aber sie hat sich in Demutsgeste zusammengerollt und ihn "weggejault".... Wie soll ich in so einer Situation am Besten reagieren? Mich dazwischenstellen? Den Hund wegscheuchen, bevor er kommt?
Vielen Dank!
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Zitat
Ich würde mal abwarten, ob sie das von sich aus reduziert, wenn sie sich sicherer fühlt. Sonst kannst du auch mal versuchen, ihr was zum Kauen zu geben und dann gehst du kurz aus dem Zimmer und kommst gleich wieder rein. Dann merkt sie auch mal, dass nichts passiert, wenn sie nicht an dir klebt.Dann nimmt sie ihr Kauzeugs mit und kommt trotzdem nach

Inzwischen ändert sie ihre Strategie auch manchmal und legt sich vor die Wohnungstüre, so dass sie alles im Blick hat, also wer in welchem Zimmer ist etc.

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