Hüftgelenkskopf wird entfernt, Erfahrungen damit?

  • Hallo,
    ich hab mich heute erst angemeldet, deswegen stell ich vor allem meinen Hund ganz kurz vor.

    ganz zierliche tricolor Jack Russel Hündin namens Feny, 8 Monate alt (geb. 08.07.2012), 5,7kg schwer, gechipt, bereits mit 7 Monaten das erste Mal läufig geworden und grundsätzlich ziemlich schnell gewesen auch was zahnwechsel anging etc...

    Alles fing Mitte Januar an. Plötzlich fing Feny an ihr linkes Bein phasenweise beim Spazierengehen nicht zu belasten. Für sie nicht das große Problem, sie hüpfte auf drei Beinen weiter... Erst dachten wir es würde am Streusalz liegen, dass ihr das zu kalt an den Füßchen ist, aber es hörte gar nicht mehr auf und selbst bei uns im Garten hoppelte sie phasenweise auf drei beinen weiter.
    Ab zum tierarzt... sie stellte fest dass die muskulatur abgenommen hat und sich was instabil anfühle. wir jedoch weil sie so jung ist noch etwas abwarten sollen. sie gab uns 10 tabletten schmerzmittel mit und bat uns den hund so still wie möglich zu halten, da das bein ein paar tage mal nicht belastet werden soll. nur kurze spaziergänge/ kein toben. es wurde nicht besser, es gab nochmal 15 tage tabletten aber auch das komplette stillhalten hat sich nicht rentiert.

    wir wurden in die tierklinik überwiesen zum spezialisten. dort wurde sie geröntgt und festgestellt dass es nicht am kniegelenk sondern am linken hüftgelenk liegt. arthrose hatte sich schon gebildet, der gelenkkopf saß nicht so schön in der gelenkspfanne wie auf der rechten seite. der gelenkkopf sah auch etwas deformiert aus (nicht so schön rund wie auf der rechten seite). außerdem sah man dort auch nochmal wie unterschiedlich ausgeprägt die muskulatur war. Der Arzt riet uns zu einer Hüftgelenkskopf-Resektion.

    Das bedeutet der Gelenkkopf wird gerade abgetrennt und somit entfernt. Innerhalb einiger Wochen bildet sich Gewebe, welches mehr und mehr verhärtet und ähnlich wird wie ein Gelenk, quasi ein pseudo-gelenk.
    Nach der OP wenn die Fäden gezogen wurden, soll Feny viel Physiotherapie bekommen, denn das problem ist dass kleine hunde dazu neigen auf drei beinen einfach weiterzuhoppeln. sie soll aber nach der op wieder lernen alle 4 zu benutzen. die muskeln müssen aufgebaut werden und dann kann das bein auch wieder gut belastet werden wie früher.

    Wer hat Erfahrungen damit, wie war der Prozess? Über antworten würde ich mich freuen!

    Ich werde weiterhin berichten und hier tagebuch führen! damit andere evtl einen einblick kriegen! übermorgen wird feny operiert!

  • Hier habe ich einen Link für dich:
    http://www.kleintiermedizin.ch/hund/wachstum/wachstum3.htm

    Ist der "Züchter" schon informiert? Beteiligt er sich an den Kosten, da es sich um eine vermeidbare Erbkrankheit handelt?
    In dem anderen Thema hast du geschrieben, dass Feny direkt mit kastriert wird. Eine Kastration macht man eigentlich genau mitten zwischen den Läufigkeiten und nicht während der Scheinträchtigkeit. Das würde ich mir nochmal genau überlegen und den Hund erstmal erwachsen werden lassen.

  • der link ist super! Danke! Genau das schilderte mir auch der Tierarzt! Im ersten moment blieb mir das herz stehen als er so erzählte wie das gemacht wird... es klingt unglaublich!

    mit dem Züchter ist alles geklärt und um die kosten geht es mir gar nicht... ich zahle das was nötig ist um meinen hund einfach wieder gesund zu kriegen!

    feny ist nun durch mit der ganzen läufigkeits-stress phase. ich hab mir zwei meinungen eingeholt von tierärzten, dass es problemlos sei sie zu kastrieren neben der hüft-op. da auch der hüft op eingriff kein "komplizierter" eingriff sei

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