Border Collie hat Verdacht auf rheumatoide Arthritis

  • Hallo zusammen!
    Ich bin neu hier und brauche dringend Rat.
    Meine 4jährige Border Collie Hündin konnte vor ca. 6 Wochen plötzlich nicht mehr richtig aufstehen (ohne vorherige Anstrengung, Training o.a.), es kostet sie viel Anstrengung nach dem Ruhen ihr Hinterteil hoch zu bekommen. Der Zustand verschlechterte sich rapide, parallel stellte der Tierarzt eine Nierenentzündung fest, die aber mit Antibiotikum und Spezialfutter wieder schnell kuriert war. Die Schmerzen allerdings blieben und wurden schlimmer, so schlimm, dass ein Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall bestand. Ich fuhr mit meiner Hündin nach Würzburg zur neurologischen Untersuchung und MRT. Alles o.k. Viele Schmerztabletten und Entzündungshemmer wurden ausprobiert, nichts half. Es wurden massiv Blutuntersuchungen durchgeführt, alle bekannten Krankheiten von Borreliose bis Leishmaniose fanden sich nicht. Auch die Röntgenuntersuchungen ergaben kein Ergebnis, alles o.k., lediglich im Sprunggelenk rechts, leichte ARthrose. Dann bekam sie aufgrund der starken Schmerzen (sie konnte mittlerweile nach dem qualvollem Aufstehen nur schwer laufen, Rücken aufgebuckelt, Gang wie auf rohen Eiern und abwechselndes Hinken, auch vorne) eine Cortisonspritze. Statt der erhofften Besserung, brach mein Hund komplett zusammen, ihre Beine sackten weg und sie konnte überhaupt nicht mehr aufstehen, der Zustand verschlechterte sich noch. Zwei Tage später befand ich mich in der Tierklinik in München. Hier wurde sie internistisch und neurologisch auf den Kopf gestellt und es wurden weitere Blutuntersuchungen veranlasst. Eine Woche später musste ich wieder nach München. Meine Hündin Hexe wurde in Narkose gelegt, es wurde die Nervenleitgeschwindigkeit geprüft, nochmals die Knie geröngt (hier jetzt im Vergleich zu vor 4 Wochen leichte Verschattung) und aus 6 Gelenken Punktat entnommen, ebenso wie Liquor aus dem Rückenmark. 7 Stunden habe ich auf meinen Hund gewartet, das absolute Grauen. Heute dann der Anruf aus München, in den Kulturen der Punktat wurde keine Bakterien gefunden, Entzündung ist wohl da in den Gelenken, aber ehr moderat (mäßig). Morgen bekomme ich noch das Liquorergebnis, hier wurden nochmals Kulturen auf z.B. Staupe o.a. angelegt. Wenn das auch nichts ergibt, soll ein erneuter Versuch mit Cortison gestartet werden. Seit letzter Woche bekommt sie Tramadol, es geht ihr etwas besser, aber das Aufstehen geht immer noch schwer. Was ist das bloß, ich habe mittlerweile 2700 Euro bezahlt und nicht mal ein Ergebnis. Hat jemand so etwas schon mal erlebt? Ich bin für jeden Rat dankbar. Gruß Britta mit Hexe

  • Oh je Britta, was für ein Horror.
    Leider kann ich Dir gar nichts sagen, was Dir in irgendeiner Form helfen könnte,n ur, unsere Daumen hast Du.


    Es ist ja in der Humanmedizin oft ähnlich, gerade bei Gelenkerkrankungen. Da wird untersucht und nichts gefunden, was die Schmerzen auslösen könnte.
    So ein Mist.
    Berichte mal bitte, wie das Ergebnis der Liquoruntersuchung aussieht

  • Vielen lieben Dank fürs Pfotendrücken! Es hat geholfen :gut:
    Seit Freitag bekommt Hexe Cortison, weil kein Erreger gefunden wurde und die Tierärzte von einer Autoimmunerkrankung ausgehen. Seither geht es ihr stetig besser. Sie lebt wieder richtig auf, man merkt ihr kaum noch was an. Lediglich das Aufstehen bedarf noch etwas Anstrengung, allerdings kein Vergleich mehr zu vorher.
    Ich habe meinen Tierarzt gefragt, ob es eine Reaktion auf die Auffrischimpfung im November gewesen sein kann. Er hat es nicht verneint und hat gemeint, das man das nicht ausschließen kann. Na toll.
    Ich bin im Moment nur dankbar, dass es meiner Kleinen wieder besser geht und hoffe, dass es auch so bleibt, wenn wir das Cortison wieder absetzen.

    Liebe Grüße Britta

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