Lange "Einhalten" ungesund? / Hund an Hundeklo gewöhnen?

  • Hallo liebe Forengemeinde,

    vorab zur Erklärung:

    Unser Hündin hat sich am Dienstag am Bein verletzt und hat derzeit absolute Bettruhe verordnet bekommen.
    Sie darf sich nur das aller aller Nötigste, am Besten aber gar nicht, bewegen. Da es eine offene Verletzung am Vorderlauf direkt in der Beuge (bei uns wärs wohl die Armbeuge) ist, bewegt sich diese klaffende Wunde also bei jeder kleinsten Bewegung. Die einzige derzeitige Heilungsmöglichkeit ist leider alles offen zu lassen, sodass die Wunde von innen heraus zuwächst. Zum Glück ist kein Muskelgewebe oder Bänder, Sehnen usw betroffen.
    Wir wohnen im 3. OG eines Mehrfamilienhauses und müssen für jeden Gassigang eben einige Treppen und etwa 150m bis zur nächstgelegenen Wiese laufen, was bei der derzeitigen gesundheitlichen Verfassung eigentlich nicht sein soll. Tragen können wir sie auch nicht, da die Verletzung so ungünstig gelegen ist, dass man sie nicht richtig hochnehmen kann, zumal sie durch ihre Größe (64 cm und 35 kg) sowieso schon recht unhandlich ist.

    Nun haben wir ein Hundeklo (ca. 1,50 x 1m - größer ging nicht) auf dem Balkon vorbereitet, welches sie nutzen soll.
    Vor längerer Zeit hatte es sich mal so zugetragen, dass unser Schatz ca. 45 Minuten nach dem letzten Gassigang erst zwei Schalen voll Wasser verdrückte, und dann am Balkon stand und am Dauerfiepsen war.
    Da ich mir nicht vorstellen konnte (welch Irrglaube :headbash: ), dass die Süße schon 45 Min nach der letzten Runde so dringend muss, hatte ich ihrer anfängliche Unruhe und Meldung zum Rausgehen ignoriert, bis sie eben vor der Balkontür saß und rausstarrte während sie jammerte. Nachdem ich dann die Tür geöffnet hatte, dauerte es keine Minute bis sie gepieselt hatte. Bestraft habe ich sie natürlich nicht dafür, denn das Fehlverhalten lag ja auf meiner Seite. Sie hatte ja alles richtig gemacht.

    Basierend auf dem Wissen, dass sich die Süße ja irgendwann meldet, um im Notfall auch auf den Balkon machen würde, steht nun seit gestern Mittag dieses Hundeklo auf dem Balkon. Gezeigt haben wir es ihr schon mehrfach, doch hat sie noch keine Anstalten gemacht, dass sie mal dringend müsste. Des Weiteren haben wir ihr leider nie so richtig das Kommando "Pippi" geübt.
    Unsere Taktik sollte sein, dass wir einfach abwarten, bis die Süße es einfach nicht mehr aushält und sie dann freiwillig in das Hundeklo geht. Wenn das irgendwann der Fall ist, wird noch kräftig gelobt mit Leckerchen.
    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
    Die Süße war gestern morgen um 11 Uhr das letzte mal draußen und hat gemacht. Kurz danach haben wir das Hundeklo aufgestellt und gewartet, bis sie sich wieder meldet. Nach unserer Einschätzung hätte sie sich spätestens abends zumindest fürs kleine Geschäft melden müssen. Das hat sie dann aber doch nicht und fand schlafen doch besser. Ihr Hundebett ist derzeit neben unserem Sofa, wo einer von uns auch schläft (Schlafzimmer ist eine Etage höher, also wieder Treppen) damit wir sie unter Dauerbeobachtung haben.
    Jetzt ist es aber schon bald 14 Uhr des nächsten Tages, und das tapfere Mädchen scheint es gar nicht eilig zu haben. Sie meldet sich zwar ab und an zwecks rausgehen, wenn wir ihr dann aber das Hundeklo zeigen, versteht sie wohl nicht was sie damit anfangen soll. Wir haben schon den Trick versucht das ganze rituelle Programm zum Gassigehn zu fahren, also Schuhe an, Jacke an, Halsband und Leine ran während Hundi freudig wedelnd im "Sitz" wartet, um dann nach einer Runde in der Wohnung am Hundeklo zu landen.
    Derzeit sieht es also zwar so aus, als ob die Süße mal müsste, aber ganz so eilig scheints dann doch nicht zu sein. :???: So langsam fragen wir uns halt ob das irgendwie ungesund ist, wenn wir sie noch länger warten lassen? Kann das unschöne Folgen haben, dass sie jetzt über 24 Std nicht mehr gemacht hat?
    Info am Rande: Die Süße ist momentan auf komplett BARF eingestellt da sich dann ihr Output auf ein Häufchen am Tage beschränkt und die Gassirunden auf ein Minimum reduziert werden konnten.

    Was meint ihr dazu? Wer hat mit so was schon mal Erfahrung gemacht?

  • Hallo,

    ich halte das nicht für unproblematisch.

    Der Urin kann sich bis in die Niere zurückstauen und eine Vergiftung hervorrufen.

    Ich würde irgendwie mit dem Hund rausgehen.

  • ich sehe vor allem auch die gefahr , dass ihr die stubenreinheit gefährdet und es dann am ende der genesungszeit komplett neu aufbauen müsst... und ja , ich denke auch , dass es für die niere ungesund ist... der Urin staut sich ja dann ggf. bis zurück zur niere..
    ... ich kann mir gut vorstellen , dass sie schwer zu tragen ist.. aber könnt ihr sie nicht auf eine decke legen und dann mit hilfe der decke , zu zweit runter tragen? .. so muss sie dann nur das bisschen draussen laufeb bis sie die Geschäfte abgeschlossen hat..

  • Danke für euren Hinweis mit dem Urinstau. Hab ich trotz ausführlicher Recherche noch nicht gelesen. Bin dann auch direkt mit ihr raus, als ich eure Anmerungen las. Zum Glück hat die Süße auch direkt gemacht.
    Leider hat sich jetzt doch alles anders entwickelt, nqchdem ich Zweifel am "Heilungsverlauf" hatte. Jetzt sind wir in der Tierklinik, und unser tapferes Mädchen bekommt jetzt doch Eigenhaut transplantiert. :-(

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