Erziehung und alleine Zuhause sein

  • Hallo zusammen, :lol:

    Ich und meine Leeah, Französische Bulldogge stehen momentan auf Kriegsfuss miteinander. :hilfe:
    Leeah ist jetzt 7 Monate alt und mag es einfach nicht alleine zu sein. lange ist sie nie alleine aber ab und zu muss ich auch mal ohne sie Einkaufen gehen oder treffe mich abends mal mit Freunden. Als mein Liebling mir das erste mal meine Wohnung umdekoriert hat und den Kehricht in der Wohnung verteilt hat habe ich mir eine Hundebox gekauft. Ihr kennt die sicher, war ( Ja WAR :headbash: ) so eine Faltbare Hundetransport Box aus dem Fressnapf. Ja zu anfangs kam sie da immer raus... also sie hat den Reissverschluss irgendwie aufgebracht und dann die Wohung verwüstet. Dann habe ich mir so ein Schloss gekauft, die kleine für Reisekoffer.... Naja als ich vorhin vom Einkaufen nach hause gekommen bin, begrüsst mich freudig wer? Ja genau meine Süsse Leeah. Ass ich dann ins Wohnzimmer zu der Box bin hätte mich fast der Schlag getroffen. die komplette Box ist zerfetzt.... nicht nur so ein wenig... KOMPLETT :| ich kann sie in kein Zimmer einschliessen weil ich nur in der Küche und dem Wohnbereich Plattenboden habe. in den restlichen Zimmern liegt Spannteppich. Und sie würde da ohne Rücksicht draufpinkeln. (macht sie aber auf den Platten nicht). Meine Frage jetzt soll ich das mit der Box weiterhin durchziehen? Ich habe mir jetzt im internet eine aus massivem Material gekauft.

    Das war mal das Erste, das zweit ist, dass sie EIGENTLICH stubenrein ist ausser Nachts. tagsüber kann sie den Urin gut halten nachts allerdings uriniert sie mir überall wo sie kann hin. soll ich sie Nachts nun auch in diese Box tun? was wäre euer Vorschlag?

    Mit der kleinen Ginger hatte ich nie Probleme in diese Richtung... Sie ist eine sehr kleine Hündin und muss in der nacht auch 2 - 3 mal Wasser lassen, sie geht aber auf Puppytrainingsdecken und das eigentlich schon immer...

    Könnt ihr mir vielleicht Helfen?

    Liebe grüsse :D

  • Hallo!

    Du soltest Deinem Hund anstatt ihn wegzusperren liber das Allein Bleiben beibringen.

    Dein Hund hat offensichtlich Stress- sehr starken Stress sogar und hat das möglicherweise nicht richtig gelernt oder noch nicht begriffen.

    Das Zerstören macht Deine Kleine nicht aus Protest sondern als Ventil um ihren Stress loszuwerden, den sie beim allein Bleiben hat.

    Du solltest in kleinen Schritten das allein Bleiben am besten neu aufbauen. D.h. da ansetzen wo sie es schon kann (z.B. wenn du Duschen bist alleine im Bad oder so) und dann von dort an steigern d.h. am Anfang- während des Briefkasten leerens, Müll runterbringen und dann Minutenweise steigern. Nie reingehen, wenn sie gerade Lärm macht oder unruhig ist- immer in den Pausen hinein kommen. Weder bei der Verabschiedung, noch bei der Begrüßung großes Trara machen- sonst steigert sich nur ihre Erwartungshaltung und sie kommt während deine Abewesenheit nicht zur Ruhe.
    Um ihr die Abwesenheit etwas zu versüßen könntest Du ihr z.B. einen gefüllten Kong reichen, den sie dann ausschlecken kann- achte aber darauf, dass Du ihr den möglichst auch außerhalb der Allein Bleib Zeiten mal gibst- sonst könnte es sein, dass sie das verknüpft mit ,,jetzt ist Frauchen erstmal weg".

    Wenn Du es neu aufbaust wird das schon klappen- verlang nciht zuviel von ihr und steiger die Zeit nur, wenn sie soweit ist- wenn sie unruhig ist oder Sachen zerstört musst du einen oder mehrere Schritte zurück gehen.

    Das kann seine Zeit dauern, wird sich aber lohnen- ich wünsche Euch viel Erfolg!

    Und wegen der Stubenreinheit- Du solltest wie beim Welpen nachts noch mit ihr rausgehen (in Abständen, die sie eben benötigt) bis sie zuverlässig stubenrein ist. Bulldoggen sind dafür bekannt, dass sie mitunter sehr, sehr lange brauchen um zuverlässig komplett stubenrein zu werden. Du solltest sie wenn möglich nicht in eine geschlossene Box stecken (außer zum Autofahren), sei es zum Allein Bleiben oder zur Stubenreinheit- ein Boxaufenthalt bei offener Box ist okay, wenn er vorher positiv aufgebaut wurde und sie die Box als entspannten Ort betrachtet.

    Geh mit ihr raus wenn sie unruhig wird nachts, das merkst Du am besten wenn sie möglichst nah bei Dir ist- irgendwann wird sie schon stubenrein werden.

    Liebe Grüße!

  • Und noch was:

    Zitat

    Mit der kleinen Ginger hatte ich nie Probleme in diese Richtung... Sie ist eine sehr kleine Hündin und muss in der nacht auch 2 - 3 mal Wasser lassen, sie geht aber auf Puppytrainingsdecken und das eigentlich schon immer...

    Wie alt ist Ginger?

    Wenn sie erwachsen sein sollte scheint es mir sehr komisch, dass sie nachts noch 2-3 mal Wasser lässt. :???:

    Ist sie nachweislich gesund?

    Nimmt sie vermehrt Wasser auf?

    Von Puppytrainingsdecken und anderen derartigen Dingen halte ich nicht sehr viel, da man sich dadurch leicht eine zuverlässige Stubenreinheit kaputt macht und es den Hund verwirren kann, dass er einerseits nicht drinnen machen darf und dann andererseits (auf der Decke) doch wieder.


    Normalerweise sollte ein normaler, erwachsener, gesunder Hund nicht mehr drinnen müssen sondern seine Geschäfte auf den Gassigängen erledigen- wie liegen diese denn bei Dir?

    Wie oft und wann gehst Du mit ihr raus?

  • Wie kommt man auf die Idee, einen derart gestressten Hund in eine Box zu sperren, dass er so panisch wird, dass er das Ding zerlegen muss, um sich zu befreien?
    Um das Mobiliar zu schonen?
    Die Pinkelei macht sie doch auch aus Panik.

    Was würdest du machen, wenn du vor lauter Stress, Aufregung und Panik ständig zur Toilette müsstest, aber du keine Möglichkeit hättest, weil du es nicht mehr kontrollieren kannst?
    Was würdest du machen, wenn man dich bei Panikattacken in einen abgedunkelten Käfig sperren und diesen mit einem Schloss verriegeln würde?

    Ich finde es auffällig, dass beide Hunde nachts unkontrolliert pinkeln müssen.
    Irgendwelche Puppytrainingsdecken können doch kaum eine ernsthafte Lösung darstellen.

    Bei Beiden betreibst du auf Kosten der Hunde reine Symptombehandlung, ohne die Ursache zu finden.

    Vermutlich hat Ginger, wenn gesundheitlich alles in Ordnung ist, auch nächtlichen Stress, wie deine andere Hündin.

    Wenn ein Hund nicht alleine sein kann, dann hat es, bei so derart stressigem Verhalten, incl. Pinkeln und Zerstörungswut, tiefgreifende Ursachen, die nicht "nur" im mangelnden/falschen Training zu suchen sind.
    Die gesamte Beziehung Mensch-Hund muss betrachtet werden:
    Tagesablauf
    Bindung
    Beschäftigung
    Spaziergänge
    tägliche Aufmerksamkeit/Zuwendung

    Ich rate dir dringend einen guten Hundetrainer aufzusuchen, der nicht rät, den Hund einfach in eine Box zu sperren, denn so behandelt man nicht die Ursache.
    Ganz eindeutig hilfst du deiner Hündin nicht damit.
    Sie bricht aus dem ersten Teil aus und nun hast du eine stabile Variante gekauft.
    Wie soll das jetzt gehen?
    Hast du keine Angst um deinen Hund?
    Denke mal an die Verletzungsgefahr, wenn sie in einem massiven Käfig randaliert und niemand ist zu Hause.

    Sorry, so wird das Alleinebleiben nicht funktionieren, hole dir bitte Hilfe ins Haus.

    Viele Grüße!

  • Erstmal vielen dank für die tollen Tipps! :)

    Ginger wird diesen März zwei Jahre alt. Sie ist nachweisslich gesund. Also keinerlei Beschwerden der Harnwege oder Nieren. Sie trinkt relativ viel weil sie damals, als ich sie bekam sehr dehydriert war und mir mein TA empfohlen hat unter das TF immer Wasser zu mischen. sie ist nur 2kg schwer und die Gefahr einer Dehydratation ist doch sehr hoch wenn sie mal durchfall o.ä hätte.

    Meine Erfahrung bei Ginger war die dass sie sehr genau weiss wo sie ihr Geschäft verrichten darf und wo nicht. vor allem da die Trainigsmatte nur nachts da ist.

    Der spazieren gehen Rhythmus ist so:
    05.30 Kurzes Wasser lassen ca. 10min draussen
    07.00 +/- 1h Spazieren
    ca 12.00 kurzer Spaziergang ca 30min
    16.00 kurzer spatziergang 30min
    zwischen 20.00 und 21.00 +/-1h Spazieren
    ca. 24.00 kurz wasser lassen

    Das mit der Box habe ich ihr so beigebracht wie du es beschrieben hast. also ich liess sie reingehen und belohnte sie dafür. Sie geht auch immer freiwillig rein und legt sich meiner Meinung nach entsannt hin. wenn ich zu hause bin stört sie die verschlossene Box auch nicht.

  • Zitat

    wenn ich zu hause bin stört sie die verschlossene Box auch nicht.

    Huch das klingt einwenig alls würde ich das nicht ernst nehmen oder als wäre das eine Ausrede! war nicht so gemeint nur eine Feststellung.

    und das mit den Kauartikeln daheim lassen ist leider eine ganz schwere Sache da sie A) eine futtermittelallergie hat und Rind Lamm und Huhn nicht verträgt und B) die stücke gerne ab einer gewissen grösse einfach schluckt. daher traue ich mir nicht ihr was dazulassen wenn ich nicht zuhause bin.

  • Deine Gassizeiten hören sich nicht schlecht an-

    Mh, 5 einhalb Stunden sollte der Hund über Nacht aber eigentlich einhalten können.

    Wenn Du sagst, dass sie 2-3 mal nachts Wasser lässt und sie nachweislich gesund ist scheint sie wohl Stress zu haben- ist sie denn bei Dir im Schlafzimmer?

    - für manche Hunde kann es schon stressig sein nachts nicht bei ihrem Rudel zu sein. Da würde ich sie dann mit ins Zimmer nehmen wenn das nicht der Fall ist.

    Trinkt sie denn übermäßig viel bzw. trinkt sie überhaupt selbstsständig?- wenn sie selbstständig trinkt würde ich evtl. mal aufhören das TroFu einzuweichen- bei manchen Hunden ist es allerdings so, dass sie so gut wie nur über die Nahrung Wasser aufnehmen und aus dem Napf nicht wirklich viel trinken.

    Wenn es mit den üblichen Maßnahmen was Sauberkeitserziehung (nachts ggf. nochmal raus gehe mit ihr bis sie das lernt) und Allein Bleiben (wie beschrieben) nicht klappt würde ich wie Themis schon schrieb mal einen kompetenten Trainer draufschauen lassen, der zu euch nach Hause kommt und der Dich nach der Gesamtsituation fragen wird. Der Punkt bei deinem Problem liegt in seinen Ursachen- die ja unbekannt ist. Ein ordentlicher Trainer hilft Dir dabei die Ursachen zu finden und dann kannst Du wahrscheinlich mit den Tipps, die Dir gegeben werden gut an dem Problem arbeiten.

    Von der Ferne aus ist es schwierig Diagnostik zu betreiben- das sind alles nur Tipps, die nützlich sein können wenn Dinge ggf. falsch aufgebaut wurden o.ä.
    Was Themis schreibt ist schon wahr- es muss nicht sein, dass es ein Neuaufbau Besserung bringt- da können wirklich tiefergreifende Ursachen der Grund für sein (das kam wohl nicht so ganz rüber :ops: )

    Woher kommst Du denn, vielleicht kann Dir hier jemand einen guten Trainer empfehlen? =)

  • Ja sie schlafen beide bei mir. :sleep: die Schlafzimmertür ist offen damit sie ständig zum Wassernapf können. Hm Sie trinken beide eher viel fülle die Näpfe 2 mal täglich.

    Wegen dem Aufbau zum alleine lassen habe ich mir besser gesagt Leeah und auch damals Ginger viel zeit gelassen und das über 2 Monate hinweg "trainiert". Wie beschrieben zuerst Türe zu beim duschen und aufs Klo gehen dann minutenweise. Bei Ginger hat das toll funktioniert. war wohl ein Fehler an zunehmen dass das auch bei Leeah so ist.

    Wegen dem stress frage ich mich einwenig ob das stimmen kann, denn Ginger ist sehr ausgelassen und ausgeglichen. Vielleicht klingt das komisch aber ich bin der Meinung dass ich meine Hunde sehr gut kenne. Jedoch kann ich mir bei Leeah sehr gut vorstellen dass sie stress hat.

    Ich komme aus der Schweiz in der Nähe von Olten. so quasi aus der Mitte ;)

  • Zitat


    Wegen dem stress frage ich mich einwenig ob das stimmen kann, denn Ginger ist sehr ausgelassen und ausgeglichen. Vielleicht klingt das komisch aber ich bin der Meinung dass ich meine Hunde sehr gut kenne. Jedoch kann ich mir bei Leeah sehr gut vorstellen dass sie stress hat.

    Es ist nicht normal, dass beide Hunde nachts Urin lassen, das muss eine Ursache haben, die, wenn gesundheitlich nichts vorliegt, psych. Ursachen hat.
    Stichwort "Bettnässer" bei Menschen.
    Nicht alle Eltern wissen sofort den Grund.
    Dass Ginger ausgelassen und ausgeglichen ist, ist dein Empfinden, aber ein Außenstehender kann das anders sehen.
    Oder aus welchen Gründen pinkelt sie nachts zwei - bis dreimal?
    Deswegen habe ich dir zu einem Hundetrainer geraten, der sich das gesamte Verhalten, die Mensch-Hund-Beziehung und alles, was dazu gehört, unter die Lupe nimmt und die Ursache findet.

    Ohne Ursachenfindung wirst du das Problem nicht lösen, weder mit einer Box, noch mit anderen Methoden.

  • für viele Hunde ist 2 Monate Training zum Alleinebleiben gar nichts. Langsam und sicher ist für die meisten Hunde so ca ein halbes Jahr und das dann auch nur für kurze Zeit.

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