Der "Welpenkurs"-Thread
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Hallo,
ich habe letztes Wochenende den hiesigen Hundesportverein besucht und mit der Verantwortlichen für die Welpenstunde über deren Ablauf gesprochen.
Dabei hat sie wiederholt betont, dass es keine "Spielstunde" sondern eine "Prägestunde" sei, also dass der Welpe lernen soll, sich an mir zu orientieren.
Der Kurs wird auch nicht immer auf dem Platz stattfinden, sondern auch mal an anderen Orten des "täglichen Lebens" (ich glaube sie sagte Einkaufszentrum und Bushaltestelle, aber daran erinnere ich mic nicht mehr genau).Mir hat das vom Ansatz gut gefallen.
Jetzt wollte ich mal von euch hören, was ihr an euren Welpenstunden gut fandet und was euch gestört hat. Vielleicht kann damit ja auch für weitere zukünftige Welpenbesitzer ein guter Info-Thread entstehen.
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Also,entgegen vieler Meinungen hier,finde ich eine gutgeführte Welpenstunde (ja auch ohne adulten Hund) sinnvoll.
Wir haben auch einen Kurs besucht der keine reine Spielstunde war.
Was ich gut fand:
-Welpen von unterschiedlicher Größe
-gute Tipps und Erklärungen vom Verhalten und der Körpersprache (besonders schön zu sehen während der Spiels)
-kennen lernen von Tunneln,Bällchenbad,Wippe,Steg. Sehr schön auch das unsere Trainerin auch mal mit Motrorradhelm rum gelaufen ist,Regenschirm gespannt hat u.s.w
- fand es gar nicht so verkehrt das die eigenen Welpen von anderen Teilnehmern abgetastet wurden,Ohren gucken,Pfötchen schauen (nur von 1. fremden Person und unter Beobachtung)Was ich nicht so gut fand
-später wurde die Gruppe wieder geteilt weil viele Neuzugänge dazu kamen und die jungen Welpen in eine eigene Gruppe kamen mit den älteren Kleinhunden. War für uns blöd weil meine Lütte einige gleichalte Neuzugänge nicht gut leiden konnte (z.T hatte sie auch Angst vor den Besis,was ich verstehen konnte) Somit haben wir den Kurs abgebrochen.
- ich habe nicht alles akzeptiert was die Trainerin von uns wollte und mich z.B geweigert meinen müden Knirps zum 10x ins sitz zu schicken.
- auch blöd fand ich das die Trainerin immer gemeckert hat wenn ich meinen bei mir schutzsuchenden Welpen diesen gewährt habe (logisch irgendwo). Sie meinte aber das die das selber klären soll

Was ich dir nur raten kann ist,dass du nichts tun solltest was dir Bauchschmerzen bereitet wie z.B deinem schutzsuchenden Welpen diesen nicht zu gewähren oder wenn du merkst die Lütte ist müde du trotzdem Kommandos durchsetzen sollst.
Du kennst deinen Welpen besser,bist 24 Stunden mit diesm zusammen,siehst wie er sich ausserhalb der Welpenstunde so verhält und das würde ich immer berücksichtigen.Wie so oft kann man nicht alles haben. Im großen und ganzen war ich zufrieden und meiner Lütte hat es super gefallen und sehr gut getan.
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Ich kopiere einfach mal aus einem anderen Thread meine Erfahrungen mit unserer "Welpenstunde" hier hinein. Meine Erfahrungen waren durchweg positiv, auch wenn ich vermutlich weniger gelernt habe asl der Hund. Vom Aufbau fand ich sie aber wirklich gut.
Ich war mit meiner Hündin bei so einer Art "Welpenstunde" - allerdings nannte ich das für mich eher "Früherziehung". Erst wollte ich so etwas gar nicht, aber da ich Ersthundehalterin bin und mir das beim reinschnuppern gut gefallen hat, bin ich dann geblieben.
Was mir gefiel war:, dass es eben nicht nur Spielerei ohne Aufsicht war, im Gegenteil durften die Hunde nur zeitweise miteinander im Freilauf spielen - und die Leiterin der Stunde hat gut darauf geachtet, dass die Interaktionen untereinander nicht danebengingen und mobbing eben sofort unterbnden hat. SIe hat auch versucht, die Halter für die Körpersprache der einzelnen Tiere zu sensibiliseren.
Außerdem war ihr eigener Altrüde dabei, der zwar nicht unbedingt mit den Gnomen spielte, aber schlecht fand ich das trotzdem nicht.
Die Stunden fanden an wechselnden Orten statt, so dass die Hunde gleich auch noch unterschiedliche Gebiete kennen lernen konnten, wir haben erste Umweltsicherheits-Übungen gemacht (Brücken mit Gitterböden, Park, Wald, Straßennähe, Aufzüge,...) und nur ein einziges mal waren wir auf einem Hundeplatz. Etwa die Hälfte oder etwas mehr der Zeit haben wi mit Übungen zugebracht Aufmerksamkeitsübungen, Handling, Selbstvertrauen, etc) und den Rest der Zeit wurde eben gespielt.Für "nur Spielen" hätte ich glaube ich so eine Welpenstunde nicht besuchen wollen. Aber in dieser Art und Weise gefiel mir das ganz gut.
Sozialkontakte konnte meine Hündin nämlich auch vor Ort bekommen, hier gibt es auch einige Hunde die nur wenig älter oder jünger sind als sie selbst. Und "Hundewiesen" auf denen keiner schaut was der eigene Hund treibt, die kann ich auch ohne bezahlte Begleitung ansteuern. Dafür hätte ich also keine "Welpenstunde" gebraucht.
Nicht zu dieser Früherziehungsrunde zu gehen hätte uns sicher auch kein bisschen zurückgeworfen, wenn ich ehrlich bin. Aber mein Hund hatte Spaß, die Durchführung war durchdacht und sagte mir zu, und ich hatte Samstagsmorgens einen Grund, pünktlich aufzustehen
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Wir haben schon einen kleinen Welpenschulmarathon hinter uns. In der ersten Welpenschule lief alles sehr unkoordiniert ab, die Trainerin war unsympathisch, Welpis wurden sehr, sehr grob angepackt. In der zweiten wars noch schlimmer. Hier war die Trainerin zwar ganz nett, hat aber von Anfang an klar gemacht, dass unerwünschtes Verhalten mit einen kleinen „Schlag“ in die Lendengegend unterbunden werden sollte. Auf meine Frage hin wie ich mich denn verhalten solle wenn Hundi seine „5 Minuten“ hat (dabei meinte ich sowas wie unterbinden, eine Beschäftigung bieten oder ignorieren) hat sie Toffee kurzerhand gepackt und auf die Seite geworfen und fixiert. War in dem Moment total perplex und ärgere mich im Nachhinein immernoch, dass ich nichts dagegen gemacht habe.
Meiner Meinung nach ist körperliche Gewalt, und nichts anderes war das, Hunden gegenüber nicht vertretbar. Bei einem Welpen finde ich es nochmal so schlimm, da er ja noch nicht gelernt hat was erlaubt ist und was nicht.
Bei den Welpenschulen ist es dann auch bei der Probestunde geblieben, war echt geschockt, dass sowas überhaupt noch propagiert wird.
Wir haben dann eine Welpenstunde gefunden mit der wir auch relativ zufrieden waren:
- Zwei Trainer – hat mir gut gefallen weil sie sich auch für die einzelnen Leute Zeit nehmen konnten oder auch mal länger was erklären
- Probestunde war kostenlos (in den anderen Hundeschulen war das nicht der Fall)
- Hunde verschiedener Rassen und größen
- Training lief sehr koordiniert ab:
- Anfangs immer eine Übung zum Anfassen lassen die von den Trainern durchgeführt wurde (Pfoten, Schnauze und Zähne, Bauch)
- kleiner Parcours mit Tunnel, Whippe, Brücke, Bällchenbad, Planen, Pylonen usw. wo auch immer ein Trainer mitgelaufen ist und Tipps gegeben hat. Wurde auch kein Welpi gezwungen was zu machen wenn er nicht wollte
- Diverse Übungen zum „bleib“, anfänge der Leinenführigkeit, Abrufen usw. Immer maximal zwei Hunde gleichzeitig was in den anderen Schulen nicht so war
- maximal 15 Minuten Spielzeit mit der Begründung, dass Hundi lernen soll auf uns zu achten und nicht, dass Artgenossen sooo spannend sind, dass man alles drumrum vergessen kann
- Hundis wurden nicht unbedingt nach Alter in die Junghundgruppe befördert sondern vielmehr nach KönnenAuch in der Schule gibt es leider eins, zwei Dinge die mir sauer aufstoßen. So läuft der Trainer im Moment immer mit Rüttelflasche rum wenn die Hunde im Freilauf sind… kam zwar noch nicht zum Einsatz, finde ich trotzdem k*cke. Auch wurde einer Frau mit Rhodesian Ridgeback gesagt, dass sie zur Leinenführigkeit den Hund einfach im Genick packen soll und fest zurückziehen wenn er sich aus ihrem Radius entfernt. Finde ich echt grenzwertig und würde das bei Toffee niemals so machen.
Ich glaube man muss sich einfach so mit Erziehung beschäftigen und das was einem in der Welpenschule gesagt wird nicht einfach nur stumpf hinnehmen sondern auch hinterfragen. Dann ist das sicher eine feine Möglichkeit für Hundi mit gleichaltrigen Artgenossen in Kontakt zu kommen.
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Zitat
- kleiner Parcours mit Tunnel, Whippe, Brücke, Bällchenbad, Planen, Pylonen usw.typisch Whippet-Besitzer

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Welpenkurs nr 1 war bei mir fürn Bobbes, da mag ich nicht mehr drauf eingehen, hab das schonmal niedergeschrieben.
Welpenkurss 2 hingegen fand ich sensationell.
Der Kurs dauerte nie länger als 30min. Insgesammt dauerte es eine Stunde.
Gemacht haben wir einiges, und doch eigentlich wenig - das meiste gabs als Hausaufgaben. Geschirrklepmern, Knaller, Autos, Züge, Wald, Seen Strassen. Das alles im Umkreis von 100m, fand ich ebenfalls ideal, alles in reichweite. Der Hundeplatz war gross, für die Welpen etwas verkleiner eingezäunt, mit Krimskrams die fast alle HuSchus haben. Gespielt wurde am Anfang der 30min für ca 5min, nach Lust und Laune. Nach den ca 5min öffnet die Trainerin die Abzäunung und alle Besitzer stürmen davon, und oh Wunder, JEDER Welpe weiss wohin

Dann gings jeweils zu 1 der oben genannten Herausforderungen.
Danach wieder auf den Platz, wo die Welpen in die Autos verfrachtet wurden - wer kein Auto hatte konnte den Welpen zu wem anderes ins Auto tun (auch wechselten wir bewusst Hundepaare ab). Die Welpen hatten nie interesse zu gucken wo wir Besis waren, die pennten

Wir Besitzer und die Trainer (meist ein Trainer und 1-2 Azubis) unterhielten uns dann noch nach Bedarf bis zur vollen Stunde.
Ich war begeistert!
LG Nina
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Zitat
typisch Whippet-Besitzer

Oh mann

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Zitat
Hallo,
ich habe letztes Wochenende den hiesigen Hundesportverein besucht und mit der Verantwortlichen für die Welpenstunde über deren Ablauf gesprochen.
Dabei hat sie wiederholt betont, dass es keine "Spielstunde" sondern eine "Prägestunde" sei, also dass der Welpe lernen soll, sich an mir zu orientieren.
Der Kurs wird auch nicht immer auf dem Platz stattfinden, sondern auch mal an anderen Orten des "täglichen Lebens" (ich glaube sie sagte Einkaufszentrum und Bushaltestelle, aber daran erinnere ich mic nicht mehr genau).Mir hat das vom Ansatz gut gefallen.
Jetzt wollte ich mal von euch hören, was ihr an euren Welpenstunden gut fandet und was euch gestört hat. Vielleicht kann damit ja auch für weitere zukünftige Welpenbesitzer ein guter Info-Thread entstehen.
Wenn dem wirklich so ist, dürfte das eine Welpenstunde sein, die Sinn macht.
Wenn das alles Blabla ist und doch nur 80% der Stunde gespielt wird, kannst du ja immer noch die Koffer packen.
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