Schmerzgedächtnis beim Hund?

  • Hallo,

    ich hatte vor einigen Tagen von meiner Golden Retriever-Hündin berichtet, die unter einer Spondylose leidet. Die letzten Wochen hatte sie wieder einen Schub. Nach einer Goldimplantation haben sich die Beschwerden nur zögerlich gebessert. Sie hatte Schwierigkeiten, nach dem Ruhen selbständig aufzustehen und wenn sie aufstand, hatte sie fürchterliche Schmerzattacken.

    Seit vergangenem Freitag hatte sie keine Schmerzattacken mehr. Die Physiotherapeutin ist sehr zufrieden. Die Muskulatur hat sich deutlich gelockert und entspannt.

    Nun gibt es folgendes Problem: Wenn sie einige Zeit geruht hat, steht sie nicht von alleine auf. Man muss sie sehr dazu motivieren, aufzustehen und wenn sie sich überwunden hat, geht es auch gut. Die Physiotherapeutin meinte, dass sie womöglich Angst vor einer Schmerzattacke hat und sich deswegen nicht traut, aufzustehen. Schließlich hätte sie wochenlang schlimme Schmerzen beim Aufstehen gehabt. Klingt plausibel- aber wie bekommt man das wieder aus dem Hund raus?

    Sie bekommt unverändert viel Rimadyl. Lediglich mit dem Bedarfsmedikament Novalgin sind wir runter gegangen.

    Danke für Euren Rat!


    Viele Grüße,

    lilly81

  • Das ist manchmal wirklich ein Problem bei den Hunden.

    Was Du versuchen könntest, wäre, die "Umgebungsbedingungen" mal zeitweise umzugestalten. Den Schlafplatz woanders hin verlegen, z. B. Denn oft ist wie bei vielen anderen Fehlverknüpfungen auch, die Erwartungshaltung "Schmerz kommt" an bestimmte Situationen/Orte/Umgebungsbedingungen gebunden. Nicht das Aufstehen an sich, sondern das Aufstehen vom Liegeplatz vor der Heizung (als Beispiel) wird da fehlverknüpft.

    Aber das wird schon. Jedes gut gelaufene Aufstehen bringt Euch weiter.

    LG, Chris

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