Bei Hündin kommt der Schutztrieb durch

  • Hi liebe Foris :D

    Ich habe eine Rottweiler(mix)-Hündin, die im Frühjahr 3 Jahre alt wird. Ich habe sie mit 9 Monaten übernommen und bin schon der 3. Besitzer.
    Alles in allem ist sie eine sehr liebe Maus, ruhig in der Wohnung, schlägt nur bei fremden an, versteht sich im Normalfall mit allen Hunden, ist leinenführig und hört gut im Freilauf. Nachts war sie schon immer misstrauisch, war aber immer im Rahmen. Jetzt hat sie seit ca. 3 Monaten angefangen aus meiner Sicht aus heiterem Himmel Leute auf der Straße anzubäffen. Passieren tut das etwa 2-3 Mal im Monat. Fast immer Männer und für mein Verständnis ohne Vorwarnung, springt sie in die Leine und knurrt denjenigen an. Wohlgemerkt ohne erschrocken zu sein. Ich bin mir sehr sicher dass sie nicht beissen würde, aber wenn sie jemanden wirklich mal anspringen würde oder extrem erschreckt, ist das schon einiges zu viel für meinen Geschmack. Auch bei einigen Hunden hat sie eine Leinenagression entwickelt, die vorher nicht da war. Ich nehme an das kommt davon weil sie jetzt erwachsen wird und der typische Schutztrieb durchkommt. Eventuell ist sie der Meinung das für mich regeln zu müssen.

    Gibt es ein "einfaches" Erziehungskonzept, dass uns in unserer Situation helfen könnte, oder meint ihr das ist schon ein Fall für einen Hundetrainer?

    Hab mir mal dieses Buch gekauft

    und hoffe da steht auch was sinnvolles drin.
  • Mein Hund springt auch des öfteren in die Leine bei Passanten/Fahrradfahrern/Hunden. Ein erkennbares Muster (außer bei Hunden ;) ) kann ich nicht erkennen. Mal sind es Männer, mal Frauen, mal mit Regenschirm, mal mit Kinderwagen, mal mit Hut/Mütze aber das macht er nicht bei allen und regelmäßig.

    Ich habe mir jetzt angewöhnt, den Hund IMMER zu mir zu rufen und der muss dann bei mir im Fuß an den Passanten vorbei. Ich nehme ihn auch immer auf die dem Passanten abgewandten Seite, damit ich als Puffer dazwischen bin.

    Ist bestimmt bisher nur Management aber ich hoffe halt, dass er irgendwann weiß, dass er sich bei Begegnungen mit anderen "Verkehrsteilnehmern" neben mir einzuordnen hat. So ähnlich, wie das Anhalten an Gehwegen, wenn wir die Straße überqueren müssen.

    Zumindest kommen wir ohne großes Gemurre und Geknurre an den Passanten vorbei. Wie habe ich so schön vor kurzem gelesen: ich zeige dem Hund, wie entspannend es sein kann, neben/hinter mir zu laufen (-> er braucht nichts zu regeln).

    Ich weiß wie gesagt nicht, ob es Sinn macht, das so zu managen und ob der Hund dabei was lernt. Aber immerhin agiere ich als erstes, indem ich den Hund zu mir ran rufe und muss nicht erst reagieren, wenn Hundi schon in der Leine hängt ;)

  • falls du eine frau bist:
    prüf doch mal, ob das immer zu den zeiten stattfindet, zu denen du deine regel hast...
    meine große z.b. blafft IMMER 2-4 tage, bevor ich die regel kriege, alles mögliche, vornehmlich männer an, und ist dann auch generell schneller bereit, etwas zu melden..

    liegt wohl an meinem hormonstatus, den sie riechen kann...
    und dann ists normal, das die nr 2 des sozialgefüges einen teil der führung übernimmt, weil die nr 1 ja bald läufig wird und damit natürlich andere sachen im kopf hat...

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