Familienhunde
-
-
Hallo!
Mich beschäftigt seit einigen Tagen ein Vorfall.
Auf dem Weg zur Arbeit laufe ich gerne das letzte Stück an der sog. Hundewiese vorbei.
Es ist ein öffentlicher Grünstreifen mit drei größeren Wiesenbereiche.
Hunde und Kinder sind hier tagtäglich unterwegs. Es gibt ein hohes Hundevorkommen und es wird nicht wenig territoriales Verhalten unter den Hunden gezeigt. Freilauf ist üblich.
Ich frage mich was die Hunde wohl denken warum sie hier tagtäglich vorbei müssen. (!?)
Kinder spielen natürlich auch hier....
Ein etwa dreijähriger spielte mit einem Förmchen auf der Wiese wo die Hunde tagtäglich untereinander die Besitzansprüche klären. Es warf das Förmchen weg und rannte hinterher. Ein Hund im "Spiel" mit seinen "Kumpels" rannte grollend und mit Drohgebärden auf das Kind zu und korrigierte es mit einem massiven Stoß in den Nacken. Das Kind wurde zu Boden gestürzt und der Hund nahm sich das Förmchen und ging davon.
Ich frage mich öfter was von unseren Familienhunden erwartet wird und wo deren Bedürfnisse als Abstamme des Wolfes liegen.
Das Kind hat sich aus der Sicht der Hunde ungehemmt Verhalten und Besitzansprüche gezeigt. Ein Hund hat es korrigiert.
Wie sehen unsere Hunde den Spaziergang und den Freilauf?
Viele Menschen haben Angst vor Hunden. Das gilt es zu respektieren und seinen Hund anzuleinen.
Es gibt grandiose Möglichkeiten für Mensch und Hund an der Leine gemeinsam etwas zu machen.
Meine Philosophie mit meinem Hund ist es ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Wir gehen draussen gemeinsam auf die Jagd, bzw. Jagdersatz. ( Ich arbeite mit dem Futterbeutel ). Hunde sind darauf ausgerichtet mit den Menschen zusammenzuarbeiten und lernen sehr schnell die Strategien für ihren Aufgabenbereich. Sie perfektionieren sich.
Ich glaube viele Familienhunde sind mit der an ihn gestellten sozialen Funktion sehr überfordert. Über 15000 Jahre haben wir mit unseren Hunden gearbeitet, je nach Hunderassen und ihren Eigenschaften. Irgendwann wurde die Funktionalität nicht mehr so wichtig und der soziale Faktor spielte eine Rolle aber auch der Statussymbol.
Ich finde Hunde passen heute sehr gut in unserer Gesellschaft. Sie geben uns etwas was einen unschätzbaren Wert besitzt. Jeder der einen Hund hat weiß davon. Hunde können helfen und begleiten uns Menschen.
Von daher empfinde ich es für wichtig unsere Hunde nicht allzusehr zu Vermenschlichen. Sie sind hochintelligente und hochsoziale Rudeltiere, die in einer Hierachie strategisch nach Beute jagen.
Das Lebensgefühl möchte ich meinen Hund ermöglichen, auch wenn es nicht immer ganz gelingt.
Viele Grüße, - Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Familienhunde schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Amen?!
Es ist im Grunde ganz einfach: Die Freiheit jedes Einzelnen - und das schließt auch und gerade unsere Hunde mit ein - endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt.
Wenn mein Hund ein Kind maßregelt, kriegt er den Arsch voll - und das meine ich nicht nur bildlich. Das ist ein absolutes, ABSOLUTES no-go. Jeder hat die Pflicht seinen Hund einigermaßen vernünftig auszulasten und zu erziehen - und trägt die Verantwortung für alles, was mit oder durch seinen Hund geschieht.
Der Rest deines Beitrages ist ja mehr so ein bisschen über das sein und miteinander sein philosophieren. Dazu habe ich eine ganz eigene Meinung, die sich mit der deinigen kaum deckt.
-
Tja, wenn jeder Besitzer seinen Hund so im Griff hätte, wie es angebracht wäre, dann könnten die Hunde immer und überall frei laufen und würde trotz ( oder gerade wegen ) ihrer Instinkte niemals Probleme haben.
Im Grunde ist es doch ganz leicht.. zum einen hat der Hund gar keine Ansprüche zu stellen, denn es ist nicht sein Territorium, sondern das des Menschen.
Demnach entscheide ich als Mensch, wann und wo mein Hund sich balgen, raufen oder einfach laufen kann und darf und wenn ich sehe, dass irgendwo kleine Kinder sind oder andere Menschen die durch meinen Hund kompromittiert werden könnten. dann hat er nicht zu laufen, sondern bleibt bei mir.Wenn der Hund es dann irgendwie schafft, ein Kind zu maßregeln - hat der Mensch versagt. Es ist ja nicht so, dass der Hund urplötzlich so eine Idee entwickelt, sondern dass er sein Vorhaben schon vorher anzeigt. Als Halter sollte man das erkennen und im Vorfeld schon eingreifen..
Aber wie gesagt, die Realität sieht leider oftmals anders aus. :-|
P.S.
Die philosophische Ansicht teile ich übrigens.

Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!