Mein Welpe laesst sich nicht von Fremden anfassen
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Hab ein kleines Problem mit meiner Nala (14 Wochen). Vllt ist es auch gar kein Problem sondern ganz normal, aber sie ist sehr vorsichtig mit neuen Menschen, d.h. sie laesst sich von ihnen nicht anfassen. Sie hat viel Kontakt mit Menschen, da auf unserer Dachterasse die Leute aus dem Haus alle ihre Waesche aufhaengen und daher regelmaessig leute hier vorbei kommen.
Ich wuerde nicht sagen, dass sie Angst hat. Darum verwende ich lieber das Wort "Vorsicht". Denn sie hat den Schwanz nicht eingekniffen oder aehnliches. Meistens steht sie mit ca 2 m Abstand vor den Menschen, die sie streicheln wollen, wedelt sogar mit dem Schwanz. Machen die aber einen Schritt auf sie zu macht sie zwei zurueck, wenn sie zu sehr auf sie zukommen rennt sie zur Wohnungstuer u stellt sich hierrein. Dabei fiept sie manchmal, wedelt aber weiterhin mit dem Schwanz. Und wenn sich die Person umdreht u ihre Waesche aufhaengt, sich also nicht um Nala kuemmert, traut sie sich weiter in die Naehe, legt sich in die Naehe und beobachtet sie. Wenn die Leute dann wieder gehen rennt sie ihnen hinterher bis zur Treppe, gehen die Leute aber zu sehr auf sie zu winselt sie u fluechtet, bleibt dann aber schwanzwedelnd stehen u beobachtet sie neugierig....sie wirkt dabei nicht aengstlich, sondern interessiert, nur dass sie nicht zu nah an die Leute ran will.......
Ist das ein normales Verhalten fuer einen Welpen? Nala selbst hat nie schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht. Die Leute verstehen nie, warum sie sich nicht anfassen laesst u immer fluechtet......momentan ist sie ihnen ggue auch gar nicht aggressiv, aber ich hab natuerlich Angst, dass sie je aelter sie wird ggfs sogar eine Aggression ggue fremden Menschen entwickelt? Vllt ist es wichtig zu erwaehnen, dass Nalas Mutter sehr schlecht behandelt wurde von Menschen. Kann eine Hundemama den Welpen diese schlechten Erfahrungen mit auf den Weg geben?
Mir hat sie von Anfang an vertraut. Bei meinem Freund war sie auch erst aengstlich u ist immer gefluechtet, mittlerweile hat es sich gelegt und unsere direkten Nachbarn brauchten ca 1 bis 2 Wochen taeglichen Aufeinandertreffens und gutem Zureden bis Nala sie nun begruesst u sich auch von ihnen anfassen laesst.
Meine Frage also: ist es ggfs ein normales Verhalten fuer ein Hundebaby? Und wenn nicht, was kann ich tun, um ihr diese Vorsicht zu nehmen?
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Hallo,
ich gehe davon aus, dass dein Welpe in Mexiko eher eine supoptimale Aufzucht hatte, was ein unsicheres Verhalten gegenüber Menschen begünstigt, wobei es eben auch einfach nur diese unsicheren Welpen gibt.
Kommt auch auf die Rasse/Mix an.Grundsätzlich bedeutet Schwanzwedeln Erregung, nicht unbedingt Freude, auch Unsicherheit wird so zum Ausdruck gebracht, es ist naheliegend, dass dein Hund sich nicht über die vielen fremden Menschen freut.
Sie schwankt zwischen großer Unsicherheit, Misstrauen und ein kleines bisschen Neugierde.Jetzt musst du ihr helfen, indem du sie nicht in solchen Situationen alleine lässt, du musst sie vor Menschen sozusagen beschützen, sorge dafür, dass keiner frontal auf sie zugeht und sie auch noch streicheln will.
Bleibe bei ihr, halte Menschen erst auf Distanz und bitte deine Mitbewohner, die Kleine nicht zu beachten.
Lasse Nala zunächst Menschen aus der Entfernung anschauen, die sie benötigt.
Sichere sie mit einer Leine, aber lasse keinen Menschen zwangsweise an sie heran, sie benötigt viel Zeit.Wenn sie schon flüchten muss, ist das schon Hilfe zur Selbsthilfe, wobei Flucht noch "angenehm" ist, es besteht die Möglichkeit, wenn sie weiterhin unheimliche Begegnungen selbst regeln muss, dass sie im späteren Alter nach vorne geht, kann, muss nicht, aber ihr fehlt eindeutig deine Hilfe.
Also, halte ihr die Leute vom Leib, schau, wie sich das Ganze entwickelt, wenn du sie beschützt und sie die Mitbürger aus Entfernung beobachten kann.
Wenn sich alles ein wenig entspannt, stecke dir ein paar Leckerchen in die Hosentasche und bitte ein paar nette Nachbarn, ihr Bröckchen hinzuwerfen, viel, viel später, nur wenn sie entspannt ist und keinen Fluchtversuch starten will, können Menschen ihr Futter in der flachen Hand anbieten, ohne Nala dabei anzusehen.Beobachte die Signale von Nala genau!
Die Zeit, die sie benötigen wird, um Vertrauen zu fassen, bestimmt allein sie.Viele Grüße!
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Danke fuer die tolle und qualifizerte Antwort!
Die Mutter meiner Kleinen ist von der Strasse, aber Nala selbst hatte das Glueck im Haus einer Freundin geboren zu werden, die sich wirklich liebevoll um sie gekuemmert hat. Sie hat dort halt nur bis zu ihrer 10. Woche als sie zu mir kam nur meine Freundin gesehen und sonst keine anderen Menschen.
Deine Diagnose koennte auf jeden Fall stimmen, denn Sonntag waren wir in einem Park mit anderen Hunden und dort hatte niemand auf Nala geachtet, jeder war mit sich und den Hunden beschaeftigt und dort hatte sie ploetzlich keine Angst vor Menschen. Ist sogar einer ihr voellig fremden Person auf den Schoss gesprungen und hat sich auch sonst mal kurz taetscheln lassen am Kopf...
Es ist halt so, dass die Menschen sich ihr nicht aus Eigeninitiative naehern, sondern die Wohnungstuer ist fast immer offen, dammit sie auch raus kann, da sie gerne u viel draussen spielt. und wenn sie Leute kommen hoert rennt sie selbst zu ihnen hin u zeigt dann das beschriebene Verhalten. Darum glaube ich schon, dass sie neugierig und interessiert ist, aber dennoch auch Misstrauen und Vorsichht dazu kommt.
Werde deine Ratschlaege versuchen zu beherzigen, und ihr etwas Sicherheit geben. Habe den Leuten schon gesagt, sie sollen sich nicht von oben naehern, sondern ihr die Chance geben den ersten Schritt zu machen, aber gut, bei sowas trifft man oft auf Unverstaenndnis. Werde versuchen sie nicht mehr so "allein" zu lassen in solchen Momenten.
Danke fuer deine Ratschlaege!
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ach ja, nalas mutter ist ein schanuzer-mix...schnauzer war definitiv vorherrschend bei ihr. welche anderen rassen noch in ihr vertreten sind kann ich leider nicht sagen....

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Hallo Chrispis,
ich habe selbst einige Welpen aufgezogen und bin der Meinung, dass Deine Kleine vieles von allein lernt.
Sie macht das ganz wunderbar, so wie Du das beschreibst.
Welpen sind unbekanntem gegenüber immer vorsichtig, das ist ihr Schutz.Ich würde sie nicht an die Leine nehmen (auf der Dachterrasse oder im Park), weil sie dann nicht flüchten kann.
Wenn sie ohne Leine ist, kann sie flüchten, wenn ihr jemand zu nahe kommt, also Distanz oder Nähe selbst bestimmen. Sie muss selbst auf alles Fremde zugehen.Man kann sie unterstützen, indem man die Leute bittet, sich hinzuhocken, dann sind sie weniger bedrohlich für solch einen Zwerg.
Du kannst Dich auch in die Nähe der Nachbarn stellen, dann gesellt sie sich vielleicht auch dazu.Du hast ja geschrieben, sie ist im Park einem Fremden auf den Schoss gesprungen, heisst, der war in der Hocke und nicht so groß.
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danke fuer die antwort :)
ja genau, die sass auf dem boden und ich hockte ihr ggue u wir haben uns unterhaltenn. nala wollte erst zu mir auf den arm, aber als ich sie ignoriert hatte, ist dann der fremden frau auf den schoss gesprungen u hat ihr das gesicht geleckt, ich war selbst erstaunt, so etwas hatte sie noch nie gemacht. sie war an dem tag sowieso enorm mutig bei allen leuten, ggfs lag es daran, dass sie gesehen hat, dass die anderen hunde sich auch haben streicheln lassen usw? sie guckt sich sehr viel ab.....sie hatte naemlich genau an dem tag auch apportieren vom baellchen gelernt weil die anderen hunde auch die ganze zeit ihre spielsachen zurueckgeholt haben u sie es ihnen mit begeisterung nachgemacht hat.
wie gesagt, die initiative sich den leuten zu naehern geht meistens von ihr aus. sie koennte ja auch einfach in der wohnung bleiben oder von der wohnungstuer schauen, aber sie rennt schon hin u schaut u hoert zu, wenn mit ihr gesprochhen wird, sie laesst sich nur nicht streicheln, moechte also immer einen abstand zwischen sich u dem menschen haben.
denke auch, dass es eine gute idee ist, wenn die leute sich hinhocken u dann ggffs ein leckerli geben. die scheu unserer nachbbarn von ggue hat sie mittlerweile komplett verloren!
hatte das einmal schon probiert, dass ich mich zu der person gestellt habe, damit sie sieht, dass der nichts tut, aber das hat sie noch nicht ueberzeugt. vllt klappts einfach besser, wenn die leute sich klein machen u erstmal nur die had zum schnuppern hinhalten...das waere ja eh die korrekte vorgehensweise.....
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Hallo,
ich gehe davon aus, dass dein Welpe in Mexiko eher eine supoptimale Aufzucht hatte, was ein unsicheres Verhalten gegenüber Menschen begünstigt, wobei es eben auch einfach nur diese unsicheren Welpen gibt.
Kommt auch auf die Rasse/Mix an.Grundsätzlich bedeutet Schwanzwedeln Erregung, nicht unbedingt Freude, auch Unsicherheit wird so zum Ausdruck gebracht, es ist naheliegend, dass dein Hund sich nicht über die vielen fremden Menschen freut.
Sie schwankt zwischen großer Unsicherheit, Misstrauen und ein kleines bisschen Neugierde.Jetzt musst du ihr helfen, indem du sie nicht in solchen Situationen alleine lässt, du musst sie vor Menschen sozusagen beschützen, sorge dafür, dass keiner frontal auf sie zugeht und sie auch noch streicheln will.
Bleibe bei ihr, halte Menschen erst auf Distanz und bitte deine Mitbewohner, die Kleine nicht zu beachten.
Lasse Nala zunächst Menschen aus der Entfernung anschauen, die sie benötigt.
Sichere sie mit einer Leine, aber lasse keinen Menschen zwangsweise an sie heran, sie benötigt viel Zeit.Wenn sie schon flüchten muss, ist das schon Hilfe zur Selbsthilfe, wobei Flucht noch "angenehm" ist, es besteht die Möglichkeit, wenn sie weiterhin unheimliche Begegnungen selbst regeln muss, dass sie im späteren Alter nach vorne geht, kann, muss nicht, aber ihr fehlt eindeutig deine Hilfe.
Also, halte ihr die Leute vom Leib, schau, wie sich das Ganze entwickelt, wenn du sie beschützt und sie die Mitbürger aus Entfernung beobachten kann.
Wenn sich alles ein wenig entspannt, stecke dir ein paar Leckerchen in die Hosentasche und bitte ein paar nette Nachbarn, ihr Bröckchen hinzuwerfen, viel, viel später, nur wenn sie entspannt ist und keinen Fluchtversuch starten will, können Menschen ihr Futter in der flachen Hand anbieten, ohne Nala dabei anzusehen.Beobachte die Signale von Nala genau!
Die Zeit, die sie benötigen wird, um Vertrauen zu fassen, bestimmt allein sie.Viele Grüße!

Zum runterbeugen: Bitte nicht frontal runterbeugen, das ist ebenso bedrohlich. Die Nachbarn sollen sich seitlich zu ihr bücken, sie nicht direkt anstarren - das ist wesentlich weniger offensiv und für deine Kleine angenehmer. Keine direkte Aufmerksamkeit, eher beiläufig die Hand ausstrecken.
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