Neue Welpe eure Meinung zum Tagesablauf

  • Hallo zusammen. Ich bin ganz neu hier.Heute erst angemeldet.

    Vor 2 Wochen haben meine Eltern und Ich einen Welpen (Jack Russel Terrier zu Hause.Der ist jetzt 10 Wochen alt.Ich weiß das ist viel zu früh aber es hatte seinen Grund.....Der arme wurde schon mit 8 Wochen verkauft und die Leute hatten echt keine Ahnung: 2 große Katzen zu Hause die Ihn angegriffen haben und falsches Futter ( Dosenfleisch für Erwachsene Hunde :-( ) Irgendwann haben wir durch Bekannte erfahren, dass die Leute Ihn nach 3 Tagen wieder abgeben wollten.Seitdem haben wir Ihn.
    Ich wollte einfach mal nachfragen, was Ihr zu dem Tagesablauf meint.Viele hier haben ja VIEL Erfahrung damit.
    Vorweg wir haben uns sehr gut über eine Welpenerziehung informiert.Jedoch hoffe ich das Ihr versteht, dass man sich trotzdem sorgen macht.Ich will das es Ihm gut geht.

    So zu dem Hund:

    Sein Name ist "Henry"

    Die ersten 5 Tage habe ich den Hund immer am Bett gehabt.So hat er super geschlafen :-)
    Wir gehen regelmäßig mit Ihm raus (klappt bis jetzt ganz gut)

    Am 6.Tag habe ich Ihn im Flur zu Bett gebracht (mit Wecker,Wärmflasche,in den Schlaf geredet)
    Seit dem schläft er alleine (ohne Probleme)

    So meine Eltern und ich sind Berufstätig.

    Das heißt.... die ersten 2 Wochen hatten wir Urlaub.
    Wir haben langsam angefangen Ihn alleine zulassen (klappt ganz gut)
    Immer schön schrittweise.
    Ich arbeite im Rettungsdienst.
    Das heißt: Ich bin 9-10 mal im Monat komplett 24h weg.Dann aber den ganzen Tag zu Hause.
    Meine Mutter arbeitet nur nebenbei im Nachbardorf ( habe vergessen zu sagen das wir richtig auf dem Land leben ;-) )
    So also Sie ist morgens höchstens 2 h weg ( Henry macht keine Probleme)

    Wir spielen alle viel mit Ihm. Er hatte schon kontakt zu 2 großen gut erzogenen Hunden (war ganz lustig)
    Jetzt die Tage geht er in die Welpenschule.
    Das Kommando "Sitz" konnte er schon nach 9 Wochen (mit viel Belohnung ;-) )
    Er bekommt gutes Welpentrockenfutter aus dem Fachhandel.
    Er hat viel Spielzeug und eine kuschelige Welpendecke.
    Wir haben jetzt ein bisschen angefangen Ihn zu Pflegen.
    Er ist Versichert und entwurmt.Diese Woche geht es auch zum Tierarzt wo alles gemacht wird.
    Wenn er mich beißt , sage ich in heller Stimme "au" und ignoriere Ihn.

    Jetzt ein paar Fragen:

    Was unternehmt ihr gegen das beißen? Mache ich das richtig?
    Wie lange soll ich mit Ihm immer Spielen?Mir sagte man nicht zu viel, weil er sich nicht daran gewöhnen soll.
    Wie viel Pflege macht Ihr?Wie oft in die Welpenschule?Ab wann oder wie habt ihr ihm "aus"beigebracht?
    Sehr selten jault Henry.Ich ignoriere Ihn immer dann.Hat da einer noch Tipps?
    Wie viel Zeit habt Ihr mit der Welpe verbracht?Wie lange spazieren gehen?Wir gehen momentan nicht lange mit Ihm.Soll nicht gut für die Gelenke sein und er soll sich nicht daran gewöhnen.

    Wenn ich was vergessen haben lasst es mich wissen ;-)

    Ich danke euch schonmal

  • Hallo :)

    Henry ist ein toller Name!

    Was hier sicher an Fragen auftauchen werden:

    Was verstehst du unter gutem Welpenfutter aus dem Fachhandel? (wie heißt das Futter?)
    Was meinst du mit "Pflege"?
    "Aus" lernt man eigentlich sofort. Bei mir ist es "Nein" aber das hören Welpen ja doch recht oft und gerade am Anfang brauchst du das Kommando.
    Was verstehst du unter "nicht lange spazieren gehen"? Es heißt, pro Lebensmonat 5 Minuten am Stück laufen. Lila ist jetzt 4 Monate alt und darf die kleine Gassirunde von Arko schon selbst laufen. Anfangs haben wir sie teilweise getragen. Wir gehen diese Runde auch nur einmal täglich. Ansonsten spielen wir draußen.
    In meinem Fall ist es bestimmt anders, weil ich zwei Hunde habe. Sie spielen draußen gemeinsam. Manchmal auch in der Wohnung. Da liegt Arko aber nur da und sie 'kauen halt aufeinander herum'. Also recht friedlich und leise geht das zu. Wir müssen sie aber trotzdem irgendwann bremsen und für ihre Ruhephase sorgen.
    Ruhe ist gerade bei eurer Rasse auch ein ganz wichtiges Thema. Der Welpe muss in erster Linie Ruhe lernen, lernen sich zu entspannen und abzuschalten.

    Es kommen bestimmt noch mehr Tips :)

    Viel Freude mit Henry!

    ps: man schreibt die Rasse Jack Russell ^^

  • Pflege: es geht dabei vor allem darum, dem kleinen Kerl alles beizubringen was man später so braucht. Bei einer Kuscheleinhei am Boden kannst du den Welpen zu dir nehmen, ihm sanft ins Maul gucken, in die Ohren etc. Überall abstreichen, auch mal mit einer weichen Bürste sanft "bürsten". So lernt er das mit der Zeit alles kennen und wenn es mal nötig ist (TA oder wenn er den halben Wald mit nach Hause bringt) kennt er es und ihr könnt ihn ohne Probleme überall anfassen.

    "beissen":

    das macht ihr doch schon prima. Wenn Welpen miteinander raufen und zu grob werden, quitschen die ganz hoch und ziemlich laut. Imitiert man das, merkt man dass der Welpe sofort ablässt und etwas irritiert guckt, das wäre dann der Moment wo du dich kommentarlos wegdrehen kannst und ganz normal weggehst. Klein Henry lernt schnell, dass kneiffen doof ist weil er dann "sitzengelassen" wird. Alternativ kannst du ihm dann auch ein Kautau anbieten, so dass er seine Kautätigkeiten an was unempfindlichem austoben kann.

    spazieren:

    man teilt das in kleine Portionen, verteilt über den Tag. Die Kleinen müssen ja noch gaaanz viel entdecken und verarbeiten. Da sollte man sie nicht mit zu vielen Infos "zudröhnen". Du kannst jedes Mal 10-20min. raus mit ihm. Dabei gibt es ja immer ganz viel zu entdecken. Du kannst auch wenn du Zeit hast bei schönem Wetter mit ihm an einen Waldrand, seine Decke mitnehmen, dich dort hinsetzen und mit ihm spielen. Dann macht ihr eine Pause, er schläft etwas, dann wieder Wald entdecken etc. Wichtig sind einfach viele Pausen damit das kleine Hirn das alles verarbeiten kann.

    Welpenschule:

    wenn man das möchte, geht man dort hin (bei uns hier ist es sogar Pflicht). Viele gehen 1 x pro Woche. Wichtig ist aber folgendes für den Welpen:
    Das soll nicht eine Wiese sein, wo einfach alle Welpen miteinander rumsausen und danach total kaputt wieder eingepackt werden. Dabei kann es nämlich ziemlich derb zu und her gehen und manche Welpen haben dabei einfach nur Stress.
    Sinnvoll ist es, wenn die Hunde z.B. in alters- und grössegetrennte Gruppen unterteilt werden. Wenn man dann kleine Suchspiele macht, die Tiere kontrolliert miteinander kurz spielen lässt und übermütige Kerlchen öfters mal in eine Auszeit setzt, dann lernen die Welpen auch etwas dabei. Und die Besitzer lernen, ihre Hunde zu beobachten, evtl. geht man auch raus und übt spielerisch den Abruf etc. Es soll einfach mit Konzept abgehen und nicht ein "Friede Freude Welpen stressen" sein.

    "aus":

    das kannst du ihm spielerisch schon jetzt beibringen. Sei aber vorsichtig, denn das sagt man sehr gerne sehr oft und es nutzt sich schnell wieder ab. Wenn du das "aus" für ein ausgeben von Gegenständen möchtest, dann gibt es hier im Forum gute Anleitungen wie man das aufbauen und festigen kann.

    spielen:

    achte beim Spiel darauf dass du ihn nicht mit deinen Händen lockst zum beissen. Sonst erschwerst du dir das Lernen der Beisshemmung :)
    Viel Spielen ist gut, du kannst dabei auch kleine Suchspielchen machen mit kleinen Käsestückchen etc. Oder etwas Futter unter eine Kartonkiste verstecken, oder etwas Futter in ein Badetuch wickeln und er muss es "ausgraben". So wird spielen gleich viel interessanter und abwechslungsreich.
    Gut darauf achten, dass du das Spiel beendest, nicht dass ihr spielt bis der Kleine nicht mehr mag. Und nicht auf jede Spielaufforderung von ihm eingehen. Sonst erzieht man sich recht bald eine kleine Nervensäge.
    Die Kleinen müssen auch lernen, dass einfach mal Ruhe ist. Wir wollen eigentlich oft zu viel machen mit den Kleinen.

    so das reicht erst mal :) viel Spass mit Klein-Henry

  • Finde es gut dass du dir so viele Gedanken machst.
    Welpenstunde ist 1 mal die Woche.
    Mit dem beißen machst du das schon richtig.
    Auch was du sonst schreibst klingt vernünftig.
    Bist du sicher dass er schon nach 2 Wochen 2 Std alleine bleiben kann? Ich würde ihn mal Filmen um sicher zu gehen dass er nicht doch Stress hat.
    Ich kann nur von meinem Hund ausgehen, der hat 2 Std erst mit 10 Monaten gepackt, aber jeder Hund ist anders.
    Nassfutter für Erwachsene Hunde kann man auch Welpen füttern, das ist nicht soooo dramatisch. Wenn du dir mal die Zusammensetzung anguckst, die ist fast identisch.
    Empfohlen wird die Mischfütterung, also Nass und Trockenfutter, aber zu getrennten Mahlzeiten, nicht mixen.
    Viel Erfolg. :)

  • herzlichen dank für die vielen antworten.

    dann bin ich ja beruhigt das ich vieles richtig mache.wollte halt gerne verschiede meinungen hören.vorallem von personen die erfahrung mit hunden haben.

    also zum thema

    pflege:wenn er müde ist und auf meinem arm ist habe ich eine handschuhbürste.findet er voll toll.glaube er denk wär eine massage :lol: kontrolle ohren pfoten und krallen mach ich aber brauche noch tipps vom TA
    ohren habe ich mir sagen lassen man sollte auf geruch und rötungen und verhalten achten (oft kratzen ect.)

    spazieren: habe ich nicht genau ausgedrückt sorry.also vielleicht 10-15min gassi am tag.und wenn ich draussen rauche darf er rumschnüffeln.

    spielen:danke für den tipp : nicht zu den händen locken wegen dem beißen.wär ich nicht drauf gekommen

    großer fehler glaube ich von mir.manchmal spiele ich zu lange mit ihm.aber werde daran arbeiten.ich will halt auch müde werden :lol:

  • Muss nicht unbedingt ein großer Fehler sein.
    Ich habe mit meinem Welpen auch sehr viel gespielt. Es darf nur nicht zu lange sein, weil die kleinen ab einem gewissen Punkt überdrehen. Wenn der Hund wie von der Tarantel gestochen durch die Gegend flitzt, war es zu viel.
    Spiel immer selbst abbrechen.
    Wichtig ist auch dem Hund Ruhe beizubringen, zumindest wenn du nicht einen Erwachsenen Flummi haben möchtest.
    Wenn du denkst dass Ruhe angesagt ist, bringst du ihn in sein Körbchen. Anfangs wird er immer wieder rausspringen, aber nicht aufgeben. Irgendwann gibt er auf und pennt.
    Welpen brauchen 18-20 Std Schlaf täglich. Muss kein Tiefschlaf sein, dösen ist auch ok.

  • Das was du schreibst klingt schon sehr gut. Ihr macht auf jeden Fall vieles richtig.

    Zum Spazierengehen wurde ja schon geschrieben: Am Anfang ist weniger mehr. Man sagt so in etwa 5 Minuten pro Lebensmonat, also mit 2 Monaten 10 Minuten, mit 3 Monaten 15 Minuten etc. Natürlich kommt es nicht auf die Minute an, aber das ist ein ganz guter Richtwert. Viele male pro Tag kurze Runden.

    "Beschäftigung" in dem Sinne braucht ein Welpe noch nicht, das würde ihn nur überfordern. Die Welt zu erkunden ist Beschäftigung genug. Hunde, die in den ersten Lebensjahren schon viel zu viel gefordert wurden, werden oft zu Stresshunden - Adrenalinjunkies, die es nicht mehr schaffen, zur Ruhe zu kommen. Gerade beim JRT gibt es das sehr oft. Hunde, die total aufgedreht sind, immer auf 180, nie zufrieden zu stellen. Für die Hunde ist das ganz schlimm, leider erkennen das viele HH oft nicht und denken, der Hund will immer noch mehr "Auslauf".

    Sein erstes Lebensjahr solltet ihr dafür nutzen, ihn an möglichst viele Umwelteindrücke zu gewöhnen. Bus, Bahn, andere Hunde, andere Menschen, Auto fahren, Geräusche wie Staubsauger, Geschirrspüler etc. Alles das, was er später kennen soll. Natürlich nicht alles auf einmal, sondern immer in kurzen Sequenzen mal etwas unternehmen. Immer so, wie ihr merkt, dass es für ihn noch spannend ist und er weder Angst noch Überforderung zeigt.

    Außerdem würde ich die Bindung zu euch aufbauen bzw. stärken. Spielen ist toll, kuscheln, gemeinsam Dinge erkunden usw. Wenn er Angst hat (z.B. bei aufdringlichen Hunden) gebt ihm Schutz, ganz ruhig und souverän (z.B. aufdringlichen Hund abblocken). Er soll lernen, dass er sich voll und ganz auf euch verlassen kann und Vertrauen aufbauen. Ein Hund, der bei Angst auf sich alleine gestellt ist, beginnt zwangsweise irgendwann selbst zu handeln und das kann u.U. in Panik oder Aggression umschlagen, je nach dem.
    Erste Kommandos würde ich auch schon spielerisch aufbauen, wenn er sich anbietet, aber auch immer nur in kurzen Sequenzen. Verlangt nicht zu viel vom ihm. Wenn er im ersten Jahr ein Rückrufkommando und ein Abbruchkommando kann, dann habt ihr schon viel gewonnen.

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