Welpe zieht ständig und frisst alles vom Boden
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Hallo liebe Hundefreunde!
Seit 2 Wochen bin ich stolze Hundebesitzerin. Mein jetzt 11 Wochen alter American Bulldog Welpe ist wirklich ein süßer. In der Wohnung macht er den normalen Blödsinn, den Welpen halt so machen. Draußen ist es schon ziemlich anstrengend. In Forenbeiträgen hab ich gelesen, das es ja wohl normal ist, das Welpen ständig stehen bleiben. Leider!
Morgens hat er ja mal gar keine Lust, nur 10 Meter zu gehen. Er sieht ängstlich aus. Er will sich an die Autos (wir wohnen derzeit noch in einem ruhigen Stadtteil) und anderen Einflüsse scheinbar schlecht gewöhnen. Ziehe ich ihn mal, grunzt er. Aber ziehen ist ja auch keine gute Lösung,um ihn mal auf die Wiese hinters Haus zu kriegen. Leckerli? Kein Interesse! Tagsüber geht's dann, langsam aber schleppend, zieht er zu dem Rasenstück, wo alles was da rumliegt aufgenommen wird. Er zieht und zieht, er will unbedingt schnuppern und seinen Kopf durch kriegen. Man liest ja überall, zieht der Hund - stehen bleiben! Mach ich dann, bloß dann setzt er sich nach kurzer Zeit hin, auf den kalten Boden.
manchmal läuft er brav mit, aber dann zerrt er plötzlich zur Seite und will wieder schnuppern und FRESSEN! Nunja, ein natürliches Verhalten denke ich. Aber welche Maßnahmen kann ich da einleiten. Er ist ja leider nicht Leckerli-geil. Wegziehen gleicht einem grunzendem hinterhergezerre. Legt sich das mit der Zeit? Welche Übungen kann ich machen, dass er Draußen ein Pfui gehorcht? Man liest ja überall was anderes. Ja ich bin Ersthundebesitzerin, und ja, Bulldoggen sind stur und die Hunderasse nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Aber umso mehr bin ich bemüht, meinen Hund konsequent zu erziehen. Ich denke, es kann nicht früh genug losgehen. Hundeschule waren wir auch schon einmal. Aber dort steht ja eher erstmal das Welpenspiel bzw. Sozialisation im Vordergrund. Ich wäre wirklich glücklich, wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könntet. Darf ich den Welpen mal wegziehen bzw. hinterherziehen (nur kurz), um ihn zu signalisieren, ich bestimme das es weitergeht, oder ist das völlig falsch? Ich bin sehr unsicher, was das richtige Verhalten meinerseits ist. Danke für eure Antworten! - Vor einem Moment
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Hallo,
mit 11 Wochen ist dein Hund noch ein Hundebaby, da brauchst du viel Geduld und Einfühlungsvermögen.
Morgens wird er nicht zum Laufen zu faul sein, du hast gleichzeitig geschrieben, dass er ängstlich sei und sich noch nicht so recht an die Umwelt gewöhnen kann.
An der Leine ziehen, um den Kleinen mitzubekommen, ist nicht der optimale Weg.
Es ist nicht tragisch, wenn du einen unsicheren Kandidaten die ersten 100m auf den Arm nimmst, sodass er sich die bedrohliche Umwelt erst einmal aus deinen sicheren Armen ansehen kann.
Mit der Zeit wird er sich schon noch an alles gewöhnen.
Gib ihm die notwendige Zeit.
Wenn er nicht so ein großer Fan von Leckerlies ist, nimm doch ein Spielzeug mit und versuche ihn, damit zu motivieren.
Natürlich zieht ein Welpe noch an der Leine, was mit Sicherheit nicht bedeutet, dass er seinen Kopf durchsetzen will.
Mit 11 Wochen ist er einfach noch nicht leinenführig.
Wenn er es schafft, ein paar Meter schon brav an der Leine zu gehen, ist das schon viel.
Lobe ihn dafür.
Bitte ziehe ihn nicht hinter dir her, damit signalisierst du ihm nicht, dass du bestimmst, wo es lang geht.
Er hat noch kein Interesse daran, über dich zu bestimmen, er ist froh, wenn du ihn sicher durch die neue Welt begleitest und er will einfach nur die Welt mit seiner Nase und leider auch mit dem Maul entdecken (verbotene Dinge aufnehmen), darum zieht er einfach irgendwohin, wo es seiner Meinung nach, was Interessantes gibt.Versuche einfach, ihn vorher umzuleiten, sobald der seine Nase interessiert auf dem Boden hat und in eine andere Richtung möchte, motiviere ihn um, indem du ihn freundlich mit Namen ansprichst, mit der Zunge schnalzt oder dein Tempo etwas erhöhst (Welpen laufen gerne mal ein paar Meter, aber nur spielerisch).
Nutze den Folgetrieb des Kleinen aus, noch ist er von dir abhängig und hat Angst dich zu verlieren.
Mache dich interessanter als die Dinge, die auf dem Boden liegen.
Entdeckt gemeinsam die Welt.Wie oft und wie lange gehst du mit ihm am Tag heraus?
Hier habe ich gestern eine mögliche Anleitung geschrieben, wie man es üben kann, dass der junge Hund nichts Unbekanntes vom Boden aufnimmt, da ich zu bequem bin, es noch einmal zu schreiben, verlinke ich es.
Bedenke, dass dein Hund noch viel jünger ist und die Übungen nicht länger als zwei Minuten dauern sollten.https://www.dogforum.de/hund-frisst-es…en-t157559.html
Wenn du noch Fragen zu deinem Welpen hast, stelle sie einfach, irgendwer wird dir helfen.
Jetzt kann ich dir nur noch viel Freude wünschen!Viele Grüße!
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Meiner hat auch die Neigung, alles mögliche zu fressen, was so auf den Wegen herumliegt (Gottseidank keine Kothäufchen) . Das nehme ich ihm dann aus dem Maul. Sozusagen als erste- Hilfe- Maßnahme.
Themis:
Deinen gestrigen Beitrag hab ich mit Interesse gelesen, den fand ich echt gut, Danke! Werde das sicher mit ihm trainieren, wir stecken ja noch in der Anfangsphase. -
Zitat
Darf ich den Welpen mal wegziehen bzw. hinterherziehen (nur kurz), um ihn zu signalisieren, ich bestimme das es weitergeht, oder ist das völlig falsch? Ich bin sehr unsicher, was das richtige Verhalten meinerseits ist. Danke für eure Antworten!
Was du bestimmen willst interessiert deinen Hund nicht :) Du bist bloß eine Spaßbremse die ihn bei dem Entdecken der Welt nervt. Lass ihn die Welt entdecken und versuche raus zu finden wie du ihn durch Spiel motivieren kannst. Dann locke ihn in deine Richtung (musste auch rausfinden auf was er da anspringt) und belohn ihn mit Spiel oder Leckerlie. Versuch Spaß mit deinem Welpen zu haben (was zugegebenermaßen einfach gesagt ist als getan wenn es der erste Hund ist).
Übrigens in dem Alter frisst der Hund alles. Die Phase geht in der Regel vorbei.
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