Schlafen im eigenen Körbchen

  • Hallo,

    wir haben seit 4 Tagen einen Mischlingswelpen (ca. 18 Wochen alt) aus Rumänien und haben ein kleines Problemchen.

    Vorgeschichte:
    Wir haben schon 2 Hunde. Die 16-jährige Lissy schläft jede Nacht brav in ihrem Körbchen. Die 8 jährige Leila war bei der Übernahme ziemlich traumatisiert und hatte grosse Probleme, sich nochmals auf ein neues Zuhause einzulassen, war super ängstlich und ging uns die ersten Wochen aus dem Weg. Dann kam sie eines Nachts vorsichtig und sehr langsam an unser Bett und legte sich an die Füße. Wir waren hielfroh, dass sie überhaupt mal unsere Nähe suchte und haben sie gelassen. Nach dieser Nacht war der Bann gebrochen und Leila hat uns als neue Familie akzeptiert. Das Schlafen in unserem Bett führte auch nie zu irgendwelchen Dominanzproblemen, Leila ist ein sehr zurückhaltender defensiver Hund.

    Als wir uns entschlossen Balu aus einem rumänischen Tierheim zu übernehmen, war von vorneherein klar, diesen Hund möchte ich nicht im Bett haben, für zwei Hunde ist das Bett einfach zu klein.

    Wir haben uns dann so ein Hundebett gekauft (sieht aus wie ein kleines Reisebett für Kinder) und es neben unser Bett gestellt. Es ist rundum durchsichtig und oben geschlossen. Er geht gerne in das Bettchen rein, aber sobald ich oben die Luke dicht macht, fängt er an zu fiepsen und winseln und kratzt an den Wänden. Mache ich die Luke oben auf, wird er sofort ruhig und legt sich erst mal hin. Nach einigen Minuten springt er dann aus dem Bettchen in mein Bett. Ich schnappe ihn sofort und lege ihn mit einem energischen "Nein" zurück. Das wiederholt sich dann die ganze Nacht. Phasenweise schläft er dann, wird aber immer wieder wach und versucht krampfhaft in mein Bett zu kommen. Entnervt schließe ich dann wieder die Luke, mit dem Ergebnis, dass er winselt und bellt und zwar so lange bis ich oben wieder aufmache. Und so verbringe ich die Nacht mit ihm.

    Was kann ich nur machen? Ich möchte ihn auf keinen Fall in meinem Bett haben, zumal man schon nach 4 Tagen erkennen kann, dass wir uns hier einen ziemlichen Racker ins Haus geholt haben. Er frisst der alten Hündin ihr Futter weg, hat Leila von ihrem LIeblingsplatz vertrieben. Als er heute morgen unserer alten Hündin das Futter streitig gemacht hat, nahm mein Mann ihn im Genick, trug ihn mit einem energischen Nein aus der Küche raus und genau 1 Minute später war er wieder an der fremden Hundeschüssel. Die "Erziehungsmaßnahme" meines Mannes hat ihn völlig unbeeindruckt gelassen. Sowas habe ich bei den vorherigen Hunden noch nie erlebt, wurden und werden sie "bestraft" dann reagieren sie auch mit "Betroffenheit" und wenn es nur für einen kurzen Augenblick ist.

    Ich denke mal, wir müssen bei Balu andere Erziehungsmaßnahmen anwenden, als bei den bisherigen Hunden.

    Kann mir jemand helfen, der auch mal so einen robusten und leicht sturen Welpen erzogen hat.

    Zur Rasse: Er ist ein typischer rumänischer Straßenhund, anhand der Kopfform verwette ich meinen Finger, dass da ein Jack Russel Terrier seine Hand im Spiel hatte.

    Liebe Grüße und Entschuldigung für den langen Text

    Barbara

  • Augen zu und durch. ;)

    Der Hund ist erst seit 4 Tagen bei euch. Zudem weißt du ja nicht, was er alles auf der Straße erlebt hat... :/ Ich denke deswegen wird er auch den anderen das Futter streitig machen wollen. Auf der Straße überlebt halt nur der, der sich durchsetzt um es mal hart auszudrücken.

  • Hallo,

    vielen Dank für die Antwort.

    Balu hat nie auf der Strasse gelebt. Seine Mutter wurde wohl trächtig ausgesetzt, sie hat die Welpen zwar auf der Strasse bekommen, wurde aber schnell von einem privaten Tierheimbetreiber in Rumänien gefunden und mitgenommen. Ich kenne dieses Tierheim von Romolus nicht persönlich. Die Leute aus Deutschland die zusammmen mit dem Betreiber den Transport von Rumänien nach Deutschland organisieren, waren aber schon mehrfach bei ihm und kennen die Bedingungen gut. Es geht den Hunden dort wohl sehr gut.

    Vielleicht kennt ja der ein oder andere die Serie "Hund/Katze/Maus" auf Vox. Dort wird regelmäßig von dem privaten Engagement von dem Betreiber berichtet.

    Balu hat also (bis auf den Transport von Rumänien zu mir, was 2 Tage dauerte,und bestimmt mega stressig war) bisher nicht so viel Schlimmes erfahren. Er hatte regelmäßig Futter, Wasser und auch Sozialkontakte, zumal er ja mit Mutter und Geschwistern zusammen war.

    Zitat

    Augen zu und durch.

    Was meinst du, soll ich ihn in dem oben geschlossenen Bett winseln und kratzen lassen, oder ihn lieber "60-70 :lol: " mal zurücklegen und oben auf lassen?

    Barbara

  • Hallo,

    ich nochmals.

    Also im geschlossenen Hundebett geht gar nicht, Balu wird panisch. Also habe ich das Hundebett an einer Seite geöffnet. Er kam dann raus, lief ein wenig rum - versuchte aber nicht auf´s Bett zu kommen - und legte sich dann freiwillig wieder in sein Hundebett.

    Beim geringsten Geräusch ging er ab wie eine Rakete, rannte zur Tür, raus bellte laut, beruhigte sich wieder und legte sich wieder in sein Körbchen. Aber: keinerlei weitere Versuche, in mein Bett zu kommen.

    Wir haben immer alle Türen offen, heute nacht werde ich versuche, die Schlafzimmertür zuzulassen. Ist halt super schwierig, da ich eine sehr alte Hundedame habe, die nachts öfters mal rausmuss. Notfalls muss ich für sie dann den Türsteher machen. Vielleicht bleibt er dann ruhiger liegen.

    Vorsichtshalber habe ich mich mit Balu jetzt erst mal in einer Welpenschule angemeldet. Ich denke mal, bei der Erziehung dieses Hundes brauche ich professionele Hilfe. :???:


    Barbara

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