Latente Schilddrüsen-Unterfunktion?

  • Hallo,

    ich wollte bei meinem Hund die SD-Werte nachgucken lassen, weil der seit Monaten einen starken Juckreiz hat und sein ganzes Unterfell verloren hat.

    Zudem hat er am Rücken oben hinten, kurz vor der Schwanzwurzel Schuppen und ist neuerdings sehr, sehr schreckhaft...

    Das kam bei den Werten raus:

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    Für mich sieht das nach einer latenten Unterfunktion aus, die Tierärztin sagt aber, es sei alles in Ordnung, da die Werte ja in der Norm lägen (ja, tun sie, aber sie kratzen am ganz unteren Ende)...

    Was halt nicht so passt, ist, dass der TSH nicht auch erhöht ist, aber den kann ich bei mir selbst auch nicht berücksichtigen - bei der geringsten Hormondosis, selbst wenn die fT-Werte bei mir noch im Keller hängen, ist mein TSH gleich supprimiert (kleiner als 0,01).

    Gibts hier jemanden, der sich damit genauer auskennt? Danke :-)

    LG
    Snooopy

  • Hi Snoopy,

    ich kann dir diesen Tread ans Herz legen: https://www.dogforum.de/die-schilddrus…se-t136621.html
    Ansonsten wären vielleicht noch ein paar Hintergrundinfos nützlich (Alter, Rasse, Geschlecht (Rüde?), seit wann bei euch etc., hat sich etwas bei euch geändert?, zeigt er sonstige Symptome? kannst du schreckthaft genauer beschreiben?).
    Und im Zweifelsfalle einen Spezialisten zu Rate ziehen: http://www.gtvt.de/10/verhaltenst…ihrer-naehe.htm

  • Hallo Anne,

    danke für den Link.

    Snoopy ist ein Shih-Tzuh-Yorkshire-Mix, 5 Jahre alt und kastriert seit ca. seinem 8. Lebensmonat.
    Ebenso um etwa die gleiche Zeit haben wir zu Barfen angefangen, da er mit 6 Monaten Struvitkristalle hatte und ich das teure Diätfutter vom TA nicht kaufen wollte - ich hab knappe 2 Monate gebraucht, dann waren die Kristalle weg und sind bis heute nie mehr aufgetaucht.
    Fazit: Nie mehr Hundefutter!

    Mit dem Juckreiz bin ich jetzt schon ca. 1/2 Jahr zugange, wir haben 7,5 Wochen Ausschlussdiät hinter uns (in denen er fast 2 kg abgenommen hat (von 9,9 auf 8,1 kg / macht bei dem kleinen Hund ja fast 20 % seines Körpergewichts aus) - trotz ständiger Futtermenge-Erhöhung, aber gut, es war Känguru + Süßkartoffel und Känguru ist ja sehr mager). Wg. diesem starken Gewichtsverlust habe ich diese Diät nach 7,5 Wochen abgebrochen, zumal sich nichts auch nur annähernd gebessert hat (mit Ausnahme seiner dauer-entzündeten Ohren, die sind seit der Ausschlussdiät im Juli gut, ich vermeide im Moment jedoch alles an Geflügel, seit mir eine Frau bei einem Spaziergang sagte, sie hätte das Problem auch gehabt und es sei erst weg, seit sie kein Hähnchen mehr füttert).

    In den letzten 6 Wochen ist er inzw. langsam wieder hoch geklettert auf 8,6 / 8,7 kg.

    Mit schreckhaft meine ich, dass er neuerdings z. B. wie von der Tarantel gestochen aus dem Schlaf hochspringt, wenn ich z. B. nur eine Schranktür schließe oder wenn Besteck auf dem Teller klimpert - also durchaus für ihn bekannte Geräusche, auf die er früher nie reagiert hat.
    Ein wenig schreckhaft auf Unbekanntes war er schon immer, aber nie so krass wie im Moment.

    In der Wohnung lagen und liegen ständig kleine Haarbüschelchen, wovon ich mal eins mitgenommen habe zum Tierarzt - da sagte mir die TÄ im Juni, das sei Unterfell, das verliere er gerade wg. Fellwechsel. In einem anderen Forum sagte man, der Fellwechsel sei bei den anderen bereits abgeschlossen...
    Überhaupt wäre das ein sehr langer Fellwechsel...

    Nun sind seine Haare aber inzw. sehr fein und dünn geworden, obwohl der sonst immer einen Mega-Pelz hatte - eben typisches Shih Tzu-Fell (vom Yorky hat er nur die farben und die Nase/Schnauze ein bisschen), so dass ich ihn nicht mal mehr mit einer Drahtbürste kämmen kann. Das findet er sichtlich unangenehm und zuckt ständig, ich nehme an, es tut ihm weh. Ich hab richtig Sorge, dass er jetzt im Winter friert...
    Ansonsten sind die Haare aber schon eher glänzend.

    Ich habe selbst einige Jahre mit latenter Schilddrüsen-Unterfunktion gelebt und ständig zu hören gekriegt, es sei alles in Ordnung, was es nicht war! Erst seit ich Schilddrüsen-Hormone nehme, geht es mir endlich wieder gut!
    Bis dahin war es aber eine lange Zeit und ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Inkompetenz im Bereich Schilddrüse bei den Ärzten sehr hoch ist!

    Folglich bin ich bei "ist alles ok" jetzt auch äußerst skeptisch und akzeptier das nicht gleich so ohne weiteres, wenn es dazu Symptome gibt, die durchaus passen könnten.
    Warum soll ich jetzt beim Hund warten, bis es ihm richtig schlecht geht und noch ix weitere Symptome dazu kommen, ehe gehandelt wird?

    Du hast mir eine Liste mit verhaltstherapeutisch arbeitenden TÄ geschickt. Auf die bin ich in einem anderen Forum auch schon gestoßen. Warum?
    Verhaltsauffällige Probleme wie Aggression oder ähnliches habe ich nicht.
    Snoopy hört fast aufs Wort, so dass er ständig und überall leinenfrei mit mir laufen darf, er wartet z. B. ohne Leine vor Geschäften o. ä., auch das Verhalten gegenüber anderen Hunden ist recht entspannt - er geht meist nur ne kurze Nase nehmen und dann weiter, interessiert ihn nicht. Kommt ein Hund auf ihn zu, reagiert er auch freundlich und mit Schwanzwedeln. Bei Unsicherheit geht er jeglichen Konfrontationsmöglichkeiten aus dem Weg mit unauffälligem Schnüffeln am Rand und langsamem, vorsichtigem Vorbeigehen.

    Ich behaupte mal, er ist ganz gut sozialisiert und es hat sich ausgezahlt, dass ich ihm als kleinem Welpen die Welt gezeigt habe und auch zu ix Welpenspielgruppen gegangen bin. ;-)

    Lediglich wenn meine Mutter mit ihm geht, kläfft er größere Hunde an, weshalb sie ihn gar nicht von der Leine lässt - er nimmt sie generell aber eh nicht für voll und macht bei ihr auch alles erst nach mehrmaliger Erinnerung oder entsprechend rauhem Tonfall.
    Das Problem sehe ich dabei allerdings weniger in einer Verhaltensänderung aufgrund von Schilddrüse oder ähnlichem, das ist nämlich schon immer so, sondern schlichtweg in der entsprechend falschen Rangfolge, die meine Mutter bei ihm nicht geschafft hat zu erobern (ihr sind jedoch auch alle meine Tipps zu anstrengend oder was weiß ich) - ich hab diese Probleme ja schließlich nicht (versucht er an der Leine bei mir ganz selten mal, lässt es aber ganz schnell wieder - 99 % meiner Spaziergänge mit ihm sind sehr entspannt).

    Noch eine Frage: Kann Snoopys Calcium-Mangel noch mit der Ausschlussdiät zusammen hängen (diese war Mitte Juli bis Ende August)? Da bekam er ja keine Knochen und auch keine Eierschale.

  • Kannst Du mal den Referenzwert für Thrombozyten, Hämotokrit und Hämoglobin hier schreiben? Ich hab da noch etwas anderes im Hinterkopf, weil bei Karli waren die Werte auch so, dass T4 erniedrigt, TSH aber normal war und in dem Fall hat eine andere Krankheit zur SDU geführt.

  • Hast Du schon mal einen Anaplasmose, Borreliose Test gemacht? Wo kommt Snoopy her? Könnten Mittelmeerkrankheiten ausgeschlossen werden? Ich frage deshalb, weil Karli eine Anaplasmose hat und wir auch erst ewig SDU dachten, die werte aber auch nicht typisch für eine SDU waren. Als die Anaplasmose enddeckt wurde, ging man davon aus, dass dadurch auch die SDU ausgelöst wurde, was sich mittlerweile auch zu bestätigen scheint. Der Hämoglobin und Hämotokrit waren auch erhöht, allerdings waren bei ihm die Thrombozyten zu niedrig.

  • Lass mal bitte T3, fT3 und Antikoerper gegen die Schilddruese testen.
    Die anderen Werte sind aehnlich wie bei meinem SDU Hund, der hat auch immer einen zu hohen Haematokrit, und die Eosinphilen zu hoch.

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