Junghund und sein bester Freund !?

  • Hallo Liebe Leute,,,

    ich muss mich einmal an euch wenden, da ich etwas ratlos bin, wie ich weiter vorgehen soll.
    Ich versuche mich kurz zu halten (ohweh, hat nicht geklappt):

    Unsere Bearded COllie Hündin ist jetzt im 8.Lebensmonat, ist voller Energie und auf jeden Fall ein Kandidat für viel Beschäftigung a la Agility, Fährtensuche etc. Nun wächst sie hier seit Beginn an, seit dem 3.Monat, mit ihrem Lieblingsfreund, ebenfalls ein Bearded Collie, 1,5Jahre alt, aus direkter Nachbarschaft auf, den wir täglich treffen. Nicht selten 3x am Tag gemeinsames Gassigehen. Dementsprechend fixiert ist sie auf ihn. Läuft dieser irgendwo vorweg, erschnuppert sie ihn, dreht sie eigentlich durch, zieht wie eine Verrückte an der Leine und will zu ihm. Sie ist dann kaum zu bändigen. Wir haben hier viel Grün, Wiesen und Wege in unmittelbarer Nähe, auf denen wir unterwegs sind und viel gespielt wird. Sieht sie ihn, muss ich oft SEHR schnell reagieren, sie streng sitzen lassen, damit sie nicht einfach hinstürmt. Das funkioniert dann auch. Bellt der "Freund" irgendwo, ist die Gefahr aber sehr gross, dass sie recht schnell auch reiss aus nimmt, in die entsprechende Richtung, egal wie weit er weg ist. Ich gehe manchmal bewußt andere Richtungen,,,was sie dann extrem uncool findet und alles versucht, mit Gebell, Gefiepse und Theater mich in IHRE Richtung zu bringen. Natürlich erfolglos.

    Sie beherrscht die Grundkommandos im Normalfall allerdings nahezu perfekt (Sitz, Platz, Fuss, Bleib, Steh, Komm, Apportieren), sie lässt sich auch abrufen und sie kommt immer freudig angehüpft. (Manchmal eben erst nachdem alle begrüßt wurden). Ist eben immer die Sache wenn viele Menschen und Hunde beisammen sind. Dachte das ist normal, vorallem in diesem Alter.

    Da ich das Verhalten/den Gehorsam in Gruppen eben üben wollte, bin ich kürzlich in den Hundeverein in die Junghundegruppe gegangen, in der mir dann deutlich gesagt wurde, dass nicht ein anderer Hund ihr bester Freund zu sein hat, sondern ICH,,,und sie sich auf mich fixieren soll, ich soll die Nr.1 und nicht die Nr.2 sein. Sie hat auf dem Hundeplatz, der nahe der "Spielwiese" ist, ihren Freund bellen hören. Danach ging eigentlich nix mehr. Hat nur noch gefiepst und Terror gemacht... Wobei zu Anfang die Trainering noch sehr begeistert war, wie gut sie die ganzen Kommandos, wie "bleib" etc. beherrschte. Den Agility Parcour ist sie einfach so komplett gelaufen hahaha "EIn Naturtalent", sagte sie :) So, aber zurück zum Problem: Ist das nicht in dem Alter zum größten Teil völlig normal? Manchmal kommt uns eine 9 MOnate alte Dobermannhündin, zahm wie ein Lamm 10Minuten vor ihrem FRauchen auf der SPielwiese entgegen. Also auch so ein "Problemfall" ? Dies Frauchen macht sich darüber nicht so viel Gedanken (ihr 3.Hund)...

    Leider kann ich mich gar nicht mehr so an unsere früheren jungen Beardies erinnern, glaubte aber die waren genau so. Im 8.Monat ist das doch auch pubertäres Verhalten und verliert sich doch wieder ?? Ich möchte natürlich alles richtig machen. Nur ist man leicht verunsichert, jeder erzählt irgendwas. Die Trainerin meinte so ungefähr, das Kind sei ja schon in den Brunnen gefallen, weil sie ihren besten Freund ja schon hat !? Und das sei nicht gut. Ich solle versuchen, unsere Hündin von ihm abzulenken, nicht immer mit ihm spielen zu lassen (mache ich eh nicht immer, manchmal laufen sie auch einfach völlig gesittet an der Leine neben einander her).
    Aber womit denn auch ablenken, wenn der Hund auf Party mit Freunden fixiert ist ? ICH soll mich interessanter machen als ihren Freund. Mit Stöckchen, mit Bällchen ?? Am Ende zum Balljunkie erziehen ? (Das hat die Trainerin hatürlich nicht gesagt, der BC wird aber SEHR schnell zum Junkie!!!!!) DANN sind natürlich schnell andere Hunde uninteressant, wie man hier bei einigen sehen kann, auch wir hatten mal so einen Balljunkie. Das will ich aber vermeiden und war froh um die Verbindung mit dem Freund, und anderen Hunden die immer mal mit dabei sind.

    Also was haltet ihr denn davon ? Soll man sie einfach lassen und das Verhalten zwar korrigieren, wenn die an der Leine zieht und zu ihm will ? Andere Gassiwege gehen ? Kontakt vermeiden ? Gemeinsam üben, nicht spielen ? Oder unter: Spielkinder/Junghundverhalten abhaken, keinen so grossen Wind daraus machen und abwarten, bis sie ihre erste Hitze bekommt, älter wird ? Viele sagen auch, es sei völlig normal und bei ihren Hunden genauso gewesen. Heute sind es völlig relaxte Hunde. Irgendwann werden sie einfach ruhiger und sind nicht mehr sooo krass fixiert auf ihre Spielkameraden...?!? Also so habe ich das noch im Kopf !?

    Fraglich ist, ob Meinungen vom Trainer, die mit ihrem Hund Obedience macht, oder vom Hundepsychologen nicht meist übertrieben-perfektioniert sind. Ein Bearded Collie ist ja kein typischer Problemhund, der schwer erziehbar ist, ganz im Gegenteil. Und ich weiß noch (vor 15 Jahren), dass unsere letzte BC Hünding zu Anfang ebenfalls gerne mal überall hingestürmt ist. Es ist nun unsere 3. BC Hündin in 25 Jahren.

    Ohjeh jetzt ist es doch wieder sehr viel geworden...Vielleicht hat noch jemand einen Denkanstoß oder einen Tip. Außer sie nicht miteinander spielen zu lassen, die immer wieder mal abzurufen und mal anzuleinen, ohne dass sie mitspielen darf, erschloss sich mir bisher noch keine andere Möglichkeit, außer den Kontakt zu meiden oder zu mindern.

    Würde mich freuen, wenn ein paar mal ihre Meinungen dazu äußern würden...

    Vielen lieben Dank
    und einen schönen Tag wünsche ich,

    Andi

  • Ich würde den Kontakt zu dem Kumpel reduzieren. Einmal tägliches Toben und ansonsten gerne miteinander den Gehorsam üben und auch so üben das beide Hunde nur mit ihrem Fraule Spaß haben. wenn ihr euch oft seht sprecht doch mal ab ob ihr das machen könnt. Manchmal gibt es nach dem Üben eine Toberunde und manchmal einfach nicht. Lasst es für die Hunde normal werden dass nicht immer Party zwischen ihnen ist sondern dass es auch Party mit dem Hundehalter geben kann obwohl der Kumpel dabei ist.

    Noch eine andere Frage, was hat ein 8 Monate alter Hund beim Agi verloren???

  • Huhu, danke für deine Antwort...
    Genauso wollen wir es jetzt auch machen. EInfach auch mal gar nicht toben lassen, oder nur mal kurz...und dann gemeinsam üben, oder auch vielleicht nur 1x Treffen am Tag. Agi war nur einmal ganz kurz, um zu testen, ob sie vor den Gerätschaften Angst hat o.ä., wie andere in der Gruppe. Dem war aber nicht so :)

    Danke udn Gruss
    Andi

  • Hallo,

    ich finde es jetzt nicht schlimm wenn sie sich so über ihren Freund freut.
    Was mich aber stören würde:
    das Abhauen und völlig unkonzentriert sein wenn er nur bellt!

    Daran würde ich üben.

    Das Abhauen würde ich verhindern indem ich sie eine zeitlang an die Schleppleine machen wenn ihr Freund grade mal nicht dabei ist und Du andere Wege gehen möchtest.
    So kannst Du zumindest einwirken und sie belohnt sich nicht ständig selbst indem sie abhauen und zu ihrem Freund kann.

    Ich kann Dir auch nur einen Rat geben:
    Alles was für Dich in Ordnung ist, das ist es auch, denn weder ein Trainer, ein anderer HH oder sonst ein Mensch geht mit Deinem Hund nach hause und muss mit ihm leben.

    Wenn Dich was stört, dann arbeite daran.
    Wenn nicht, dann genieß Dein Leben mit Deinem Hund und habt Spaß.

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