"Straßenwelpe" - Meine Erlebnisse & eure Erfahrungen
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Hallo ihr Lieben!
Wer meine alten Threads kennt, der weiß, dass ich ewig auf der Suche nach einem Hund war. Nun ja, Gott/Schicksal/Chi haben es nun relativ unerwartet geschehen lassen, wobei ich nicht damit gerechnet habe.
Ich war mit meinem Freund auf Korfu und haben dort durch Zufall an unserem Lieblingsstrand einen wunderbaren Welpen getroffen, zwar ausgehungert, aber total freundlich und liebesbedürftig.
Nach einer Woche Zeit zu überlegen hatte ich mich entschlossen sie mitzunehmen. Ich habe sie "Hildy" genannt, wahrscheinlich Schnauzer/Schäferhund Mix, im Moment 40 cm groß, ca 4-5 Monate und eine ganz Liebe (ich weiß das schreiben alle^^)
Nun habe ich sie 1 1/2 Wochen (sie war natürlich bereits beim TA) und sie hat richtig zugelegt, etwas Vertrauen gefasst und massive Probleme mit dem Zahnwechsel (SCHUHE
). Das Allerbeste ist: Katze und Hund verstehen sich ganz gut, mein Verhältnis zur Katze ist sogar um einiges besser, keine Unsauberkeit und keine Zicken mehr seit der Hund da ist. Hildy bellt nicht in der Wohnung, ist eigentlich so gut wie stubenrein. Ich wohne immer noch im 6. Stock, trage sie immer runter (ziehe aber im März um) und die Größe der Wohnung kompensiert sich insofern, als dass ich mit ihr oft bei meiner Oma bin, die einen riesen Garten hat, ich viel mit ihr spiele und sie immer mitnehme und sie somit froh ist, wenn sie zu hause schlafen kann. Hab ihr auch schon ein paar Sachen beigebracht ( Sitz,Platz, Aus, Such...) Außerdem geh ich mit ihr zur Welpenspielstunde (-> noch zu zart für die Junghunde ^^). Da war sie bis jetzt bisschen schüchtern.Es gibt nur ein Problem: sie wird wahnsinnig sobald es um Futter geht, sie akzeptiert, dass es Bett und Couch absolut nicht gibt, aber wenn es um Essen geht, springt sie sogar am Herd hoch, kontrolliert ständig die Küche. Per Wurfkette wurde es etwas besser. Auch draußen sucht sie ständig nach Fressen, die Nase ist nur unten und alles wird "gekostet".
Kennt jemand dieses Problem?
Kann mir jemand seine Erfahrung zur Eingewöhnung eines solchen "Straßenkindes" schreiben?Ich danke euch und freue mich auf einen interessanten Austausch
Liebe Grüße
F
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Wilkommen im Club :) Meine süße ist aus Ungarn gerettet wurden.Das hat meine auch gemacht von anfang an, aber das legte sich nach 2 monaten wieder. hab einfach immer was leckeres bei dir, immer wenn sie am suchen ist lenk sie mit was zum spielen ab, ich habe das glück das meine gerne spielt, jetzt sucht sie gar nicht mehr nach essen sondern nach stökchen und tannenzapfen zum spielen. immer schön die nase ablenken. mach suchspiele mit ihr. fordere sie( nicht zu viel) das hat bei uns super funktioniert.
pass aber vor kotze und menschenkacke auf irgendwie lieben das manche Hunde

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achso zum essen : ich habe meiner von anfang an beigebracht das sie in der küche nichts zu suchen hat. sie würde sich niemals ins bad oder küche getrauen ( ich muss sie nur böse anschauen dann geht sie von alleine zurück sollte sie mir mal zu nah an die schwelle kommen^^, und das futter. von anfang an habe ich ein kommando eingeführt gehabt "nimms" ich stelle den gefüllten futernapf hin und sie wartet solange auf das kommando bevor sie essen darf, mit "halt" hört sie sofort auf und schaut mich an. versuche das zu trainieren das geht schnell, junge hunde kapieren schnell. einfach sitz sagen, sie muss dich anschauen dann stellst du den futternapf hin will sie drauf zu stürmen hälst du sie fest, verlangst sitz von ihr und sagst immer "nein" wenn sie einfach zum futter will, irgendwann wird sie dich fragend anschauen. dann führst du ein kommando ein wo sie weiß sie darf fressen, wichtig auch trainiere das du das futter wegnehmen kannst während sie frisst und streck die hand rein, das sie lernt es ist DEIN futter was du ihr zur verfügung stellst.
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Das ist anfangs so drin.
Sie musste js um ihr futter kämpfen.Mein bulgare jetz vier monate musste das auch lernen.
Weder bei katzenw
ird geklaut noch gebettelt.
Ich hab mich oft einfach so in die küche gestellt bis er ruhig war.
Dann gabs was.
Und beim füttern sollte sie sitzen und erst auf kimando anfangen. -
Strasse heisst Kampf ums Essen, klar dass das eure Lütte verinnerlicht hat, grade wenn sie ihrer "Prägephase" draussen auf der Strasse war. Was das Essen angeht hab ich persönlich das ganz grosse Los gezogen:
2 Beagles, 1 Labbimix, der im Tierheim hin der Gruppe gefüttert wurde und nun auch eine Strassenhündin, aktuell 8 Monate alt.Zwar kann ich die Chaoten auf Distanz halten, wenn ich in der Küche bin, aber wenn ich die Küche verlasse, dann ist vorher alles weggeräumt. Das Kontrollieren, ob nicht doch wenigstens ein Krümel da ist, wird nie aufhören. Aber ich sorge dafür, dass es keine Erfolgserlebnisse gibt und sie wissen, dass es verboten ist - merkt man meist daran, dass man im Wohnzimmer ist und eindeutige Geräusche aus der Küche hört... man steht auf, geht aus dem Wohnzimmer und sieht grade noch so eine Schwanzspitze unauffällig aus der Küche verschwinden

Meiner Erfahrung nach dauert es einfach einige Zeit bis die Hunde, die jemals um Nahrung kämpfen mussten, entspannter werden - das galt für unseren Labbimix genauso, wie nun für unser Strassenmädchen. Eure Lütte ist nun noch keine 2 Wochen bei euch - so schnell legt keiner das Verhalten ab. Bitte gib ihr Zeit und vermittel ihr Sicherheit beim Fressen!
Fütterst Du Trockenfutter? Dann bedenke, dass sie das nicht kennen wird und schon rein volumenmässig deutlich mehr gewöhnt ist. Auch solltest Du kein zu hochwertiges und Proteinhaltiges Futter füttern - ein Strassenhund ist solch hohe Proteinmengen oftmals nicht gewohnt.Was ich getan habe: Reinfleischdosen und davon erstmal nur die Hälfte genommen von dem was mein Hund sollte und den Rest mit gekochtem Reis und Kartoffeln ersetzt, dazu noch Gemüse, Obst, Öl, mal Ei oder Joghurt. So nach und nach habe ich den Fleischanteil erhöht, aber einen Anteil an Kohlenhydraten beibehalten. Wurde von Labbi und Strassenhündin perfekt angenommen - deutlich besser für diese Hunde als jedes hochwertige Trockenfutter und der Magen ist definitiv voll!
Und dann braucht dein Hund Sicherheit, dass sie tatsächlich satt wird. Meine Hunde dürfen jeder allein fressen, in einem eigenen Zimmer, bei geschlossener Tür. Wenn ich anfangs mal beim fressen "störe", dann nur um noch einen zusätzlichen Leckerbissen in den Napf zu legen.
Auch habe ich nach ca. 1 Monat damit begonnen, nach dem Essen noch einen Snack in ihren Futterraum zu bringen, für den ich dann aber erst ein "Sitz" eingefordert habe oder einen kurzen Blickkontakt, im 2. Schritt habe ich sie dann von einer Möhre oder einem Stück Brot abbeissen lassen und erst nach erneutem Blickkontakt durften sie wieder abbeissen.Über die Sicherheit, dass es immer genug zu Essen gibt, dass ich ihnen nichts wegnehme, sondern im Gegenteil noch etwas hinzugebe, dass sie von den anderen Hunden nicht gestört werden beim Essen... da werden diese Hunde, die ja nunmal Hunger kennengelernt haben, deutlich einfacher, schneller und auf angenehme Weise souverän, was den Umgang mit Essen angeht.
Denn von dem entspannt Sitz machen, bevor es den Nachtisch gibt hin zum entspannten Sitz bevor ich die Hauptmahlzeit serviere - das ist dann nur noch ein kleiner Schritt. Auch kann ich jedem Hund jederzeit den Napf abnehmen - weil meine Hunde einfach wissen "Oh, dann hat die Olle wohl was leckeres vergessen, was unbedingt noch rein muss"Bezüglich Deiner und jeden anderen Wohnung kann ich Dir nur raten, peinlichst genau aufzuräumen. Keine Brotkrümel, keine dreckigen Teller, einfach nichts stehen lassen. Und wenn du sie in der Küche erwischst: rausschicken. Und glaub mir einfach wenn ich Dir sage, dass bspw. ein vergessener Joghurtbecher 100x erfolgloses Absuchen der Arbeitsplatte einfach aufwiegt.
Draussen kannst Du sicherlich auch bald mit einem Training beginnen, aber imho ist es dafür im Moment noch viel zu früh und jegliche Kommandos würden sich vermutlich nur abnutzen oder fehlverknüpft aufgebaut werden. Wenn Du etwas entdeckst von dem Du denkst, dass sie es fressen wollen wird... versuch sie zu dir zu locken, belohne mit etwas superleckerem und umschiffe so die Gefahrenstelle. Wenn sie sich in eurer Nähe aufhält: Ein Kurzführer ans Geschirr und an solchen Leckerbissen einfach vorbeiführen.
Meiner Erfahrung nach sind es ca. 2-4 Monate bis eure Hündin bei euch richtig angekommen ist und gelernt hat, dass sie bei euch nicht Hungern muss und nicht mehr selbst für ihr Essen sorgen muss - dann kannst Du so etwas wie das draussen Fressen auch über Kommandos unterbinden.
Edit bittet mich, darauf kurz einzugehen:
Zitat
wichtig auch trainiere das du das futter wegnehmen kannst während sie frisst und streck die hand rein, das sie lernt es ist DEIN futter was du ihr zur verfügung stellst.Das ist ja ein Super-Tipp für einen Hund der sowieso Hunger leiden musste, um jeden Brocken Futter kämpfen musste und jede Mahlzeit unsicher war.

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Falsch verstanden. Wenn der Hund aber das nicht lernt, das du das Futter zu verfügung stellst und es einfordern kannst, kann es passieren das es ein "aggressiv fresser" wird, das eißt er wird anggressiv nähert man sich dem futternapf. hunde kennen solche gefühle wie du nicht. für sie heißt einfach nur "ah er ist der boss er verfügt über ressourcen" und nicht "der arme musste immer hungern" ^^ so zeigt man ihm regeln beim essen, meine hat dadurch aufgehört zu schlingen, generell konnte ich somit die fresseigenschaften ändern und sie wurde viel entspannter und sie lies sich dadurch besser kontrollieren, sie frisst draußen nicht einfach wieder die sachen, sondern schaut mich wenn sie was gefunden hat an um zu fragen darf ich? ich finde es sehr wichtig, gerad ebei straßenhunden. nicht das es so ein hund wird wie holly ( der hund der cesar millan wegen dessen dummheit gebissen hat)
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Zitat
Falsch verstanden. Wenn der Hund aber das nicht lernt, das du das Futter zu verfügung stellst und es einfordern kannst, kann es passieren das es ein "aggressiv fresser" wird, das eißt er wird anggressiv nähert man sich dem futternapf. hunde kennen solche gefühle wie du nicht. für sie heißt einfach nur "ah er ist der boss er verfügt über ressourcen" und nicht "der arme musste immer hungern" ^^ so zeigt man ihm regeln beim essen, meine hat dadurch aufgehört zu schlingen, generell konnte ich somit die fresseigenschaften ändern und sie wurde viel entspannter und sie lies sich dadurch besser kontrollieren, sie frisst draußen nicht einfach wieder die sachen, sondern schaut mich wenn sie was gefunden hat an um zu fragen darf ich? ich finde es sehr wichtig, gerad ebei straßenhunden. nicht das es so ein hund wird wie holly ( der hund der cesar millan wegen dessen dummheit gebissen hat)
Ich würde den Hund (gerade jetzt am Anfang) beim Fressen einfach in Ruhe lassen.
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Hallo an alle! Vielen Dank für eure super Antworten, ich bin echt froh, dass es so viele zu geben scheint, die das schon durchgezogen haben.
Also Küche hab ich heute so geregelt: Sobald Hund irgendwo hochspringt sperr ich sie SOFORT kommentarlos aus dem Zimmer, sie beruhigt sich und dann darf sie wieder rein und wird gekuschelt, das ganze hab ich 5 mal gemacht und siehe da, kleiner Zwischenerfolg, das springen bleibt aus (ist auch besser bei den heißen Herdplatten). Die Wurfkette von letzter Woche tat ihr übriges, habe sie verwendet, weil der Hund fast in den Wok gesprungen wäre, der voll von heißem Öl war. Je mehr ich sie maßregele und runterziehe, desto "heißer" wird sie. Deshalb erstmal durch die Kette ne Hemmung und jetzt fliegt sie einfach raus^^. Natürlich lasse ich absolut nichts mehr rumliegen. Jetzt muss sie das nur noch im Restaurant machen, dort muss ich auf der Leine stehen bleiben, damit der Hund nicht Amok läuft ^^
Wegen Futter: Ich hab ihr beigebracht, dass wenn ein Leckerchen auf der flachen Hand liegt ,sie es erst bekommt, wenn ich "ok" sage, sonst geht die Hand zu. Finde die Sache mit dem "Füttern auf Kommando" sehr interessant, verfüttere im Moment durch Suchspiele und Training viel aus der Hand, aber da der Hund stark zunehmen muss, kriegt se Abend noch ne Sonderportion. Ich streichele sie dann. Habe ihr aber angewöhnt, dass anspringen dann gar nichts bringt, dann bleibe ich sofort stehen mit dem Napf in der Hand und nichts passiert, kein Kommentar, gar nichts. Dadurch hat sie gelernt mich in Ruhe zu lassen, zwar springt sie so hin und her, aber bevor ich es abstelle muss sie 5 Sekunden sitzen und dann lasse ich sie auch in Ruhe.
Im Moment ignoriert sie mich auf Spaziergängen leider komplett und testet mich aus, heißt "hier" Übungen gehen ohne Schleppleine gar nicht mehr, sie interessiert sich dann auch nicht für das Trockenfutter Leckerli so nach dem Motto "Lass dir was besseres einfallen, ich find selbst was besseres"
Dank 12 Spielzeugen und einer Kausohle aus Knochen lässt sie meine Schuhe, Vorhänge und Decken jetzt in Ruhe. Habe ich als Sammlung von der Hausgemeinschaft bekommen, die finden den Hund so toll, haben das "Elend" auf 4 Beinen ja gesehen und jetzt hat sie schon gut zugenommen. Bin froh, dass sie so angenommen wird und hat im Haus schon einige 'Spielkameraden gefunden.
Ich hoffe, dass die Bindung zu mir sich gut entwickelt, habt ihr da Tipps, wie man das bei so einem Straßenkind am besten gestalten kann? Ich möchte gern ihr Vertrauen gewinnen, sicherlich dauert das seine Zeit. 2 - 4 Monate sagt ihr?
Leider muss sie ab und an mal eine Stunde bis 2 alleine bleiben, dann mache ich vorher einen riesen Spaziergang, Übungen und dann Spielen, dann kriegt sie im Auto einen kleinen Happen (Habe einen Caddy mit riesigem Kofferraum, Kauspielzeug und Kuscheldecke, natürlich trinken) und dann gehe ich in meine Vorlesung oder sie ist bei nem Freund der direkt dort wohnt. Meint ihr, dass das ein riesen Problem ist? Sie schläft dann meistens, weil sie völlig fertig ist. Bin zum Glück schon im 5. Semester und kaum in der Uni.Reicht erstmal :)
Liebe Grüße
Fried

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so ein stuss. sie hat ihn doch schon länger und er ist doch schon 4 monate alt? oder habe ich das falsch verstanden? selbstverständlich soll der hund erst mal in ruhe ankommen. und sie soll ihm ja auch nicht jedes mal die hand drunter schieben, ich sagte ab und zu ich habe das bist jetzt vllt 4 mal gemacht seit ich meinen hund habe. man man man manche legen hier ja echt alles auf die goldwaage^^ aber ist irgendwie typisch für foren.
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Also die Bindung kommt ganz alleine. meine war allerdings erst 8 wochen alt als ich sie bekam, vllt ging es dadurch schneller. auf spaziergängen achtet sie sehr auf mich, aber aufgebaut habe ich da nichts außer dem rückblick. immer wenn sie sich umdreht und auf mich wartet sage ich etwas schönes oder rufe sie herr dann spielen wir oder sie bekommt ein kleines stück markus mühle, oder zeige ihr die richtung in die sie laufen soll oder sage ihr das alles ok is und sie weiter laufen darf. ansonsten, bringts die zeit.
meinst du das sie im kofferraum ist?2h?
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