Pinkeln unter Stress / nach Narkose

  • Ja, ich weiss ich hab mich rar gemacht. Es ist aber auch immer irgendwas und ich komme eigentlich wenn nur etwas zum lesen hier.

    Und weils so schön ist, ist Lena am Sonntag vermutlich in eine angebrochene Flasche getreten. Aterie durch, Sehne angeschnitten, tiefe Fleischwunde. Sie ist direkt operiert worden und wir haben gegen 23 Uhr einen humpelnden Hund mit dickem Verband und etwas tadderig auf den Beinen mit heim nehmen können. Die Wunde heilt gut, die Ärtzin war beim ersten Verbandswechsel sehr zufrieden und Lena wird wieder munter.

    Jetzt scheint aber ein Problem schlimmer zu werden. Lena hat schon immer unter ganz starker Aufregung/Stress leicht Urin verloren. Am Anfang war es ganz schlimm, es wurde mit wachsender Sicherheit, dass sie bei uns bleibt und alles gut ist, besser. Wenn ganz bestimmte Freunde zu Besuch kommen oder meine Eltern, dann passiert es noch, wobei es sich da um sehr geringe Mengen Urin handelt.

    Seit der OP verliert sie in Situationen wo sie nie gepinkelt hat, ebenfalls Urin. Z.b. wenn wir morgens ins Arbeitszimmer kommen (Madam pennt dort am liebsten, da hat sie ihre Ruhe) freut sie sich und pinkelt. Kommt Männe nach Hause, pinkelt sie. Und auch nicht nur Tröpfchen, sondern es sind schon gut und gerne 10-15cm im Durchmesser Pipi-Seen.

    Im Moment darf sie nicht viel Laufen und hat auch mehr oder weniger Leinenhaft, nichts desto Trotz kommt sie täglich 4 mal raus. Daran kann es also nicht liegen.

    Kann das eine Narkose Nachwirkung sein und wird wieder besser? Ich habe mich ja schon an meinen nicht ganz dichten Hund gewöhnt, aber so ist das echt blöd, 2 mal hat sie schon ihr Kissen jetzt vollgepinkelt auf diese Art und Weise, ich kann doch nicht täglich Hundekissen waschen *grml*

    Kennt das jemand und hat einen Tip noch für mich?

  • hm.. denke jetzt hat das mit der Narkose nichts mehr zutun. Allerdings war das Erlebnis für sie besonders stressreich, dann die OP.. und wer vor Freude pinkelt, macht das meist aus Stress.

    Könnte mir tatsächlich vorstellen, dass ihr Stresspegel einfach noch sehr hoch ist nach der ganzen Sache (um das an dem Tag ausgeschüttete Adrenalin abzubauen, wird es bestimmt 2-3 Wochen dauern) und sie deshalb einfach wieder in alte Muster gefallen ist.

    Viel Ruhe, wenig aufregende Aktivitäten und Geduld werden das Problem bestimmt beheben!

    Grüße von einer auch oft waschenden Hundebesitzerin ;-)

  • Jetzt komme ich endlich dazu, hier zu antworten. Dass das Adrinalin so lange braucht zum Abbau, hab ich nicht gewusst. Das könnte natürlich sein. Heute Morgen hat sie fürchterlich geheult, weil wir länger als üblich geschlafen haben. Kaum waren wir da, ist sie zum pennen in ihren Korb, es lang also nicht daran, dass sie raus wollte. Sie scheint wirklich noch arg unter dem "Trauma" OP, Narkose etc. zu leiden. Dann hoffe ich mal ganz arg, dass sich das schnell wieder legt und ihre alte "Sicherheit" zurückkehrt.

    Viele Grüße
    Faesa, die heute noch nicht wischen musste - zum ersten mal seit ner Woche...

  • wow.. das freut mich!

    Ja, Adrenalin baut sich längst nicht so schnell auf, wie er abgebaut wird. Wenn der Hund nach einem stressigen Erlebnis immer weiter in Stress gerät und nie in den Genuß des Abbaus gelangt, hat man irgendwann einen Hyperaktiven, gestressten Hund. Deshalb ist Ruhe und stressfreie Umgebung besonders wichtig - gerade bei sensiblen Hunden.

    Ich wünsche schnelle Genesung :-)

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