• Hallo,

    ich muss nochmal etwas zum Thema Bellen fragen. Und zwar ist es bei mir so, dass ich in einem Mehrfamilienhaus wohne wo aktuell noch 3 weitere Hunde leben. Irgendwie hat mein Hund sich in letzter Zeit angewöhnt leicht vor sich hin zu bellen und irgendwann bellt er dann laut, was bei unserer letzten Runde teilweise zwischen 23 und 00 Uhr schon sehr ärgerlich für die anderen Mitbewohner ist, wenn er im Flur bellt.

    An der Sache als solche arbeite ich indem ich im Vorfeld bereits versuche auf ihn einzuwirken oder es geht ggf. einfach wieder zurück in die Wohnung, ohne dass er raus kommt. Das klappt mittlerweile auch immer besser.

    Jedoch ist das Problem, dass wenn er hektisch oder aufgeregt ist, er einfach bellt, teilweise auch grundlos wenn wir aus dem Haus kommen. Wenn ich dann "Nein!" sage, klappt er auch die Ohren an und duckt sich etwas, er weiß definitiv dass das nicht richtig war, was er an meinem Tonfall auch merken sollte. Jedoch kriegt er sich nicht zusammen gerissen und bellt nochmal, teilweise nur so leicht vor sich hin, ab und zu aber auch nochmal laut. Hierbei ist es kein Bellen in dem Sinne, sondern einfach alle 10sek bspw. mal ein lautes Bellen und dann ist erstmal Ruhe und dann nochmal eines, völlig grundlos. Teilweise habe ich das Gefühl als sei er total aufgeregt, dabei ist nichts anders als sonst und wenn ich ihn dann sitzen lasse kommt es wie zu einem Triebstau, er will los, soll aber sitzen bleiben und das bewegt ihn teilweise noch mehr zum Bellen.

    Ich habe es natürlich auch schon probiert, dass ich ihn lobe wenn er aufgehört hat usw. aber das fruchtet nicht so wirklich und er nimmt mein "Nein!" einfach nicht ernst. Er bellt und guckt mich danach quasi direkt an, er weiß dass er das nicht soll, legt auch die Ohren an, aber macht es dennoch wieder. Mittlerweile weiß ich nicht was ich dann machen soll, denn wenn es spät abends im Treppenhaus ist, dann muss ich es ihm verbieten, nur ich kann ihm ja schlecht die Schnauze zuhalten.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, nach dem "Nein!" oder sogar meinem absoluten Abbruchkommando "Lass es!" müsste noch was folgen, aber das wäre dann physisch, was ich auch nicht will.

    Das gleiche Spiel wenn es an der Türe klingelt, er bellt einfach weiter, wenn ich etwas sage hört er für einen Moment auf, macht dann aber weiter. Schicke ich ihn in seinen Korb rennt er da auch geduckt hin, bellt von dort aus jedoch weiter. Wenn ich dann auf ihn zugehe legt er direkt die Ohren an, bellt aber weiter. Er kann sich da einfach nicht kontrollieren.

    Hat vielleicht jemand einen Ratschlag, ich bin leider überfragt ...

    LG,
    Alex

  • Hallo,

    ich habe eine Herdenschutz- Hündin, die immer dort, wo sie ihr Territorium absteckt, auch bedingt durch ihre Rasse, sehr gerne, laut und viel bellt. Ich habe es im ersten Jahr,als sie bei uns war, auch mit negativen Sanktionen wie Schimpfen und Strenge in der Stimme versucht. Ich habe dann gemerkt, dass es nur bedingt besser wurde und irgendwie hatte ich selber keine Lust mehr, sie und mich selbst zu stressen mit dem ewigen Geschimpfe. Unsere Bindung wurde davon auch nicht besser. Ich ging dann zu einer sehr tollen Hundetrainerin, die mir sehr gute Dinge nahebrachte. In erster Linie arbeite ich mit Smilla nur noch mit positiver Verstärkung, d.h. ich habe wegen des Bellens ein Aufmerksamkeitssignal installiert. Wenn sie in den für sie aufregenden Situationen darauf reagiert, wird sie belohnt.Als erstes habe ich sie auf das Signal (Zungenschnaltzen) konditioniert, d.h. bei jedem Scnaltzen ein Leckerchen. Dann habe ich das Signal unter immer stärkerer Ablenkung gegeben. Wenn sie reagiert hat, wurde mit der Stimme betont freundlich und heiter belohnt. Mittlerweile klappt es so gut, dass das Bellen in der Wohnung kein Thema mehr ist. Ich habe bei der Sache selber auch verstanden, dass sich nachhaltige Lernerfolge wirklich nur durch positive Verstärkung einstellen.
    Vielleicht wäre so ein Verstärkungssignal auch was für Euch?

    Lieben Gruß
    Sarina

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