Anaplasmose/ Antikörper im Blut
-
-
Hallo ihr Lieben,
ich hatte an anderer Stelle schon mal erwähnt, dass meine Hündin eine Leberinsuffizienz hat.
Seit heute scheint das aber wohl nicht mehr der Fall zu sein, denn wenn meine Mutter die Tierärztin am Telefon richtig verstanden hat (ich war leider gerade unter der Dusche), dann sind ihre Leberwerte nahezu im Normalbereich.
Jedoch ist der Test auf Anaplasmose positiv ausgefallen, weil Phoebe wohl extrem viele Antikörper im Blut hat
Die TÄ sprach wohl auch davon, dass man nun noch quasi nachträglich Antibiotikum gegen die Anaplasmose geben kann, aber da sie nicht die behandelnde Ärztin ist, wollte sie nicht weiter ins Detail gehen.
Morgen ruft mich dann die behandelnde Ärztin an, aber ich wollte vorab schon mal hier nachfragen, ob es tatsächlich sein kann, dass mein Hund selbst Antikörper gegen die Anaplasmose bildet und ob es im Zweifel wirklich Sinn macht ihr jetzt noch Antibiotikum zu geben?
liebe Grüße
Steffi - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Anaplasmose/ Antikörper im Blut*
Dort wird jeder fündig!-
-
Hu-Hu!
Habe gelesen, dass zwischen 20-40% der Hunde in Endemiegebieten seropositiv sind. Sie haben also Antikörper gegen Anaplasmose gebildet ohne die Erkrankung gehabt zu haben.
Ein einmaliger Test sei nicht aussagekräftig.Finde diese Infobroschüre recht gut:
http://www.idexx.de/pdf/de_de/smal…diseases_de.pdfWenn der Hund keinerlei Symptome hat die zu einer Anaplasmose passen...hmm...schwierig, schwierig...ich mag dir da zu gar nix raten....gibt es nicht irgendwelche Mikrobiologen-Fachleute, die man fragen kann? Die wissen das oft besser als der TA (was nicht böse gemeint ist von mir).
Würde mich riesig interessieren wozu die TÄ rät!
-
Vielen Dank, die Broschüre ist wirklich gut

Von den dort beschriebenen Symptomen kann ich jedoch tatsächlich kaum welche bei Phoebe feststellen, aber die unter Punkt 4 beschriebenen labordiagnostischen Symptome trafen in dem Blutbild von vor gut einem Jahr fast alle zu.
Jetzt scheint ja wohl wieder alles nahezu im Normalbereich zu sein, weshalb ich schon fast wage die Theorie aufzustellen, dass Phoebe sich letztes Jahr um diese Zeit mit Anaplasmose infiziert hat, ihr Immunsystem aber fit genug war, um alleine damit fertig zu werden.Leider steht in der Broschüre nicht wie die Laborwerte bei einem serapositiven Hund sind und ob dieser symptomfrei ist oder nicht. Denn 20-40% ist finde ich schon eine ganze Menge.
Ich werde auf jeden Fall die TÄ danach fragen und dann hier berichten

-
hallöchen,
wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du die Befunde auch im Leishmanioseforum einstellen,
die kennen sich auch sehr gut mit Anaplasmose aus und können Dir anhand der Befunde
sagen, ob eine Behandlung nötig ist oder nichtLG
-
So, eben bekam ich den Anruf und nun bin ich schlauer. Mal sehen, ob ich es auch vernünftig wiedergeben kann

Bei dem Test auf Anaplasmose sind die Werte um das 400fache erhöht gewesen, sodass Phoebe schonmal eindeutig positiv ist. Genauer gesagt hat sie "Anaplasma platys", welche zwar überwiegend im Mittelmeerraum vorkommt, aber leider auch immer häufiger von den Zecken bei uns übertragen wird.
Um genau sagen zu können, ob die Krankheit bei Phoebe auch bereits ausgebrochen ist, müsste erneut Blut abgenommen und einem anderen Untersuchungsverfahren unterzogen werden, jedoch kann das Ergebnis dann auch negativ ausfallen. Der Grund dafür ist, dass sich die Anaplasmen nicht nur im Blut "aufhalten" können/müssen, sondern beispielsweise auch ins Knochenmark übergehen können und daher dann nicht mehr im Blut nachweisbar sind. Somit wäre das Testergebnis dann negativ.
Die TÄ rät mir demnach dazu Phoebe für drei Wochen mit Antibiotikum (Doxiciclin) zu behandeln und dann erneut ein Blutbild zu machen, um zu sehen, ob sich die Antikörperzahl verringert hat.
Ich hoffe, dass ich es einigermaßen verständlich erklärt habe und falls ihr noch Fragen oder weitere Anregungen haben solltet, dann immer her damit

-
-
Für mich hört sich das recht vernünftig an.
Jill hatte ja auch einen positiven Titer plus springende Lahmheit...der Titer war über 2000 (glaube ich..ist schon etwas her). Jill bekam auch drei Wochen Doxycyclin und ein halbes Jahr später wurde der Titer erneut bestimmt.
Da war der Titer dann unter 1: irgendwas....64 oder 1:50 oder so...
Das Lahmen ging auch zurück.LG
-
Das klingt ja ganz genauso wie bei meiner Motte.
Hatte deine Hündin denn außer der Lahmheit noch irgendwelche anderen Symptome?
Und wie hat sie das AB vertragen?
Meine TÄ sagte nämlich, dass das Doxycyclin ein echter "Kracher" wäre und von vielen Hunden nicht vertragen wird, sprich massives Erbrechen hervorruft
Übrigens steht es jetzt gerade auf der Kippe, ob Phoebe nun ab morgen (das AB musste erst bestellt werden) behandelt werden kann, denn gestern morgen hatte sie Durchfall und Magenkrämpfe. Daraufhin hatte sie Gras gefressen und war Nachmittags wieder so gut drauf, dass ich ihr eine kleine Portion Pute mit Matschreis und Möhrenbrei gegeben habe. Da die Portion drin blieb gab es das gleiche nochmal vor dem schlafen gehen.
Heute morgen aber dann genau das gleiche wie gestern, allerdings auch mit etwas Blut dabei.Maaaaannooooo... ich könnt grad schon wieder heulen

-
Du Arme! Ich kann deine Gefühlswelt sehr gut nachvollziehen.
Mir geht es immer sehr schlecht, wenn es der Omi nicht gut geht.Jill hat das Doxycyclin sehr gut vertragen. Sie hatter keinerlei Nebenwirkungen.
ZitatHatte deine Hündin denn außer der Lahmheit noch irgendwelche anderen Symptome?
Rückblickend war auffallend, dass sie sehr träge und lustlos war. Ich hatte das aber auf den Umzug in eine größere Stadt geschoben....ob es nun durch die Anaplasmose war, werde ich wohl nie erfahren.
Sie hatte mal eine kurze Phase wo sie erhöhte Temperaturen hatte (um die 39,5)...das war aber weit vor der Titer-Bestimmung und ganzen Labordiagnostik...da wiederum war sie aber nicht schlapp....war schon komisch alles...Ansonsten war sie wie immer.
Fühl dich virtuell gedrückt!! Und einen Knuddler an deine Maus!!
-
Danke, dass du mich aufbaust
Das tut sehr gut, denn wenn es nach meiner Familie ginge, dann gäbe es Phoebe jetzt schon lange nicht mehr...Wegen dem Durchfall überlege ich jetzt gerade, ob ich heute noch in die Klinik fahre oder ob ich noch bis morgen warte, ob sie dann immernoch Durchfall hat und es dann bei der Haustierärztin anspreche, wenn ich die Tabletten abhole.
Vorhin habe ich ihr eine Dröhnung Iberogast verabreicht und jetzt liegt sie in der hintersten Ecke vom Garten und geht immer mal wieder Gras fressen. Der Magen rumort ziemlich laut aber Temperatur hat sie 38,2°C, also völlig in Ordnung. -
Jill hat oft Probleme mit Durchfall (gehabt, klopfaufholz)....ich gebe dem Darm immer drei Tage, um sich zu erholen.
Ausnahmen: Blut im Stuhl, Hund extrem abgeschlagen oder extrem unruhig.
Entscheidend ist, gerade bei dieser Hitze, Trinken Trinken Trinken!!
Jill bekommt in Durchfall-Fällen immer Hühnerbrühe, da ist viel Salz drin plus Flüssigkeit und natürlich viel Wasser...witzigerweise trinkt sie besonders gern, wenn ich ihr Wasser aus ihrer Wasserschüssel mit meiner Hand gebe
Wie alt ist Phoebe denn?
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!