Hündin mag andere Hündin plötzlich nicht mehr
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Hallo ihr Lieben,
ich brauche mal einen Rat oder Gedanken zu diesem Thema.
Meine Hündin Happy ist inzwischen knapp 3 Jahre alt und ein Bully-Labbi-Mix. Insgesamt ist sie mit 98% aller Hunde im Umkreis gut verträglich. Die Hündin (Betty) einer Freundin ist jetzt bald 8 Monate jung und ein quicklebendiger Mops-Beagle-Mix. Am Anfang klappte es mit den Beiden ganz gut. Ich musste meine Lütte ab und zu abrufen und kurz anleinen, weil sie sich aufheizte, wenn die verrückte Betty ihre superverrückten 5 Minuten bekam und Happy bei sowas dann etwas grob und rüpelig wird. Trotzdem war insgesamt alles entspannt.
Dann fing unser Problem an: Bei einer Begrüßungssituation von uns Menschen hüpfte Betty mehrere Male vor lauter Aufregung auch auf Happy drauf, worauf diese sie dann blitzschnell in die Nase packte. Happy lies sofort wieder los und es ist nichts weiter passiert, aber seitdem gibt es ein paar Probleme, wenn wir zusammen Gassi gehen.
Dazu muss ich erwähnen, dass Betty wirklich extrem aufgedreht und hibbelig und quirlig ist. Außerdem freut sie sich soooo sehr über Menschen, rastet regelrecht aus bei jeder Begrüßung und hüpft und springt auch sonst ständig an einem rum. Happy war bisher noch nie eifersüchtig. Ich hatte schon viele Pflege- und Urlaubshunde eine Zeit lang bei mir. Egal ob's um Streicheleinheiten, meine Aufmerksamkeit, Futter, Knochen oder sonstwas geht...da war sie stets endlos geduldig und kein Stück gereizt. Wir gehen fast täglich in einer großen Hundegruppe Gassi, wo absolut alles geteilt wird. Auch kennt Happy respektlose Jungspunde und war bisher für mehrere schon ein suuuuuper geduldiger Sozialisationspartner, den nichts aus der Ruhe brachte. Ich verstehe nicht, was jetzt mit Betty anders ist.
Nach dem einen Vorfall ging sie Betty aber immer dann an, wenn sie zu sehr an uns Menschen rumhüpft. Wir konnten also eine ganze Stunde normal Gassi gehen ohne Zwischenfälle, aber als wir uns auf eine Bank setzten und Betty permanent neben uns rumwuselte, fing Happy an sie zu fixieren und anzugehen.
Dann kam es zum nächsten Vorfall, weil meine Freundin leider einen Stock nahm und werfen wollte. Es wieder nichts weiter passiert, aber Happy duldete Bettys Interesse daran nicht. Seitdem ist Happy an der Leine, weil es sie immer mal wieder überkommt, sich auf die Kleine zu stürzen. Also es ist nicht so, dass Happy schon bei ihrem Anblick losmotzt oder so. Sondern man kann das regelrecht beobachten...da laufen beide gemütlich schnuppernd durch die Gegend. Auf einmal kreuzt Betty harmlos Happys Weg und zack...Fixierblick und kläffend auf sie stürz. So als käms Happy dann in den Sinn "ach ja, die könnt ich auch mal wieder ärgern".
Natürlich ist sie deshalb derzeit bei Begegnungen an der Leine und sie lässt sich auch mit einem energischen "Nein" zur Ordnung rufen bzw. gleich noch im Fixieren unterbrechen. Für ruhiges Verhalten, entspannt bleiben, wenn Betty vorbei läuft usw. wird geclickert und belohnt.
Aber ich Frage mich, ob ich so ihren Frust nicht noch extra verstärke... Leine, Zurechtweisung und alles in Verbindung mit Betty. Ob ich die Situation so nicht eigentlich schlimmer mache. Andererseits kann ich ihr Verhalten nicht dulden. Was gibt es für Alternativen zum Training? Betty an sich "schönclickern"? Aber hilft das auch für Ruhe in Situationen, in denen sich Betty in Happys Augen falsch verhält?
Es wäre wirklich gut, wenn sich die Beiden in den nächsten Monaten wieder akzeptieren oder wenigstens wohlwollend dulden würden. Denn eigentlich sollte ich Betty bald regelmäßig mittags mit uns zum Gassi nehmen, weil ihre Besitzerin sehr lange arbeitet. Aber so wies jetzt ist, ist das grad unmöglich, weil es in engen Situationen wie dem Anleinen usw. immer zu Problemen kommen könnte.
Habt ihr noch Ideen für mich?
LG Lily und Happy
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Hallo Lilyana!
Dein Beitrag ist ja nun schon fast eine Woche alt... mich würde interessieren ob es etwas neues in eurem Vierergespann gibt?
Wie lange ist denn dieser 1. Vorfall her bzw. wie alt war Betty als das anfing?
War Betty denn schon einmal läufig oder kann es sein, dass sie gerade im Hormonumschwung ist? Oft verändern sich ja dann Sozialstrukturen, mal mehr mal weniger.ZitatDazu muss ich erwähnen, dass Betty wirklich extrem aufgedreht und hibbelig und quirlig ist. Außerdem freut sie sich soooo sehr über Menschen, rastet regelrecht aus bei jeder Begrüßung und hüpft und springt auch sonst ständig an einem rum.
Was mir spontan durch den Kopf ging war auch, ob es gut ist wenn Betty sich in der von Dir beschriebenen Art in Begrüßungen reinsteigert. Meistens ist es ja auch keine Freude, sondern purer Stress, der dann entladen wird und Maßregelung. Arbeitet deine Freundin mit Betty daran oder wird das als gegeben hingenommen?Kennt Deine Happy denn so rüpelige Hunde, die auch an DICH ranspringen, oder ist Betty die einzige, die sich in der Form verhält? Bei uns war nämlich genau DAS Auslöser:
Der Hund meiner Eltern hatte mit meiner Maus ein rieeesen Problem. Er wirkt im Umgang mit den meisten -nicht allen- anderen Hunden allgemein verunsichert, konnte aber mit der quirligen Art von meinem Junghund gar nicht umgehen. Er war völlig überfordert und versuchte dann auch meine Eltern zu schützen, ging also dazwischen, wenn Alma meinte, beide begrüßen zu müssen. Meine Reaktion war, dass ich MEINEN Hund an die Leine nahm (selbst im Garten, war nervig aber nötig), da ich einfach nicht ausschließen konnte, dass Alma kreuz die quer hüpft in ihrer "Ach das Leben ist sooo schön"-Wolke und dabei halt auch mal aus Sicht des andren Hundes eine Grenze überschritt. So konnte ich mit ihr üben, dass es nicht gewollt ist, an jeden anderen Hund einfach hinzurüpeln. Wir machten gute Fortschritte und Alma blieb mehr und mehr auf Abstand, so dass es bald auch ohne Leine und mit Stopp-Signal funktionierte.
Trotz aller Vorkehrungen kam es in einem dummen Moment (Oma meinte ungefragt Wurst verteilen zu müssen :nein: )zu einer Maßregelung durch den Rüden an meiner Hündin (er hatte sie am Kragenfell), was sie so erschreckt hat, dass sie sich die nächsten Male, als wir zu Besuch waren nur noch im weiten Bogen um ihn bewegt hat und beim Ankommen gleich mal unterwarf. Das ging ca. 4 Mal so (bei etwas 2 Besuchen pro Woche). Wir sind weiterhin mit beiden spazierengegangen und hatten beide an der Leine. Und toi toi toi. Seitdem akzeptiert er sie in seiner Nähe. Alma weiß sich zu benehmen. Und auch er hat die Sicherheit gewonnen, dass sein Frauchen sich schon um alles kümmert, da meine Mutter viel über sich und ihren Hund gelernt hat in der Zeit und ihm klar gemacht hat, WER in diesem Haus entscheidungsbefugt und für den Schutz zuständig ist.
Ist es theoretisch möglich, dass Dein Hund Dich schützen will? Leider kann ich Dir keine konkreten Tipps geben und es ist klar, dass das Verhalten von Happy nicht geduldet werden kann. Sinnvoll ist es aber mit Sicherheit auch Betties Körpersprache etc genau zu betrachten, denn vieles entgeht uns Menschen in der feinen Kommunikation der Hunde ja nur all zu schnell....
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Hallo, in einem anderen Forum habe ich viele Tipps zu diesem Thema bekommen.
Das insgesamte Fazit war, dass Happy eigentlich anfangs nur ganz normal maßregelnd handelte, als der Jungspund zu sehr hochpowerte und wir nicht handelten.
Happy verteidigt mich nicht, nein. Sie kennt es von vielen anderen Hunden, dass ich mal angesprungen werde, andere knuddel usw. Zum ersten Vorfall kam es, als Betty mehrmals aus Versehen auf Happy draufhüpfte (meine Maus hat auch HD und ist eh empfindlich, was ihr Hinterteil angeht). Später dann griff Happy ein, wenn Betty sehr respektlos gegenüber uns war, weil wir nicht reagierten. Also hat sie eigentlich nichts falsch gemacht, sondern aus hundesicht logisch gehandelt und sollte somit auch nicht bestraft werden.
Als Lösung sehe ich jetzt, dass wir vor allem erstmal mit Betty arbeiten, ihr etwas Ruhe und Höflichkeit beibringen. Außerdem wollen wir die Situation prinzipiell erstmal verändern und Ruhe ins Miteinander der Beiden bringen.
Sprich: Wir Frauen haben vereinbart, in nächster Zeit sozusagen "Erziehungsspaziergänge" miteinander zu unternehmen. Nicht in den Hundewald und Leinen ab, sondern gemeinsame Leinenspaziergänge in neue spannende Gegenden, viele Ruhe- und Entspannungsübungen, Begrüßungen mit Betty üben und irgendwann auch gemeinsames Dummytraining, damit Happy lernt, dass es toll ist, wenn Betty etwas bekommt, weil sie dann auch etwas ganz tolles kriegt.
Da Bettys Frauchen sich mit Training noch nicht so auskennt, werden wir das also zusammen in Angriff nehmen und hoffen, dass das für eine positive Grundstimmung bei den Beiden sorgt und sie irgendwann wieder entspannt miteinander frei laufen können.
Momentan sind die Anderen im Urlaub, aber danach soll's losgehen :)
LG Lily und Happy
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