Ursprünglicher Einsatz wirklich erforderlich?
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Zitat
Wenn man Show-Zucht oder wie auch immer man die Zucht von familientauglichen Hunden, die eine bestimmte Optik haben sollen, betreiben möchte, dann ist es in meinen Augen zwingend Notwendig die Zuchthunde darauf zu überprüfen, dass sie ihre ursprüngliche Veranlagung NICHT mehr haben! Und nur dann dürfen sie für diese Zucht in den Einsatz.
GENAU das meine ich doch!
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Ah gut, so verstehe ich das etwas besser.
Das Problem ist, wie du selber sagst, dann man sowas wie Jagdverhalten nicht einfach so wegzüchten kann wie z.b die Rutenlänge oder Steh- bzw. Schlappohren oder Fellfarben.
Und daher ist der einfachere Weg vermutlich der, auf so einen Hund zu verzichten, eben weil er mit dieser Ersatzbeschäftigung nicht glücklich wird.
Ich denke, die Apportierhunde sind einfach von Anfang an nicht so spezialisiert gewesen wie der Border Collie. Eigentlich stammen ja so ziemlich alle Retriever irgendwie von den St. Johns Dogs ab, die die Vorfahren der heutigen Neufundländer sind. Also Hunde, auch beim Schleppen von Fischernetzen etc. halfen. Einige Retriever (wie der Chessie) wurden von einfachen Leuten gehalten, die konnten sich keinen Hund zur reinen Entenjagd oder Wasserjagd vom Kanu aus leisten. Also musste der Hund auch den Hof bewachen, und die Familie beschützen.
Andere Jagdhunde wurden hauptsächlich von adeligen Leuten gezüchtet, die sich einen reinen Jagdhund leisten konnten und deswegen sind diese vermutlich etwas spezialisierter auf die Jagd als es die Retriever sind. -
Hi,
Also ich denke dass Hunde eine Aufgabe brauchen. Es muss nicht unbedingt das hüten sein, nur weil es ein Hütehund ist.
Es gibt viele Hunde die durchdrehen wenn sie nicht wissen was sie zu tun haben. Vielleicht kann man dem Hund mit einem Rucksack den er tragen soll helfen. Das macht nicht unbedingt das hüten wett, kann aber als ersatzaufgabe dienen. -
Mmh, meiner Meinung nach ist fast jede Hunderasse quasi arbeitslos. Die meisten wurden früher aufgrund ihrer Funktionalität gezüchtet, die heute einfach nicht mehr von Nöten ist. So geht es aber den meisten Gebrauchstieren wie den schweren Kaltblütern z.B..
Im ursprünglichen Einsatz wieder zu fördern ist demnach nur noch selten möglich - ich habe keine Kühe, die Carlos auf die Alm treiben kann und auch keinen großen Hof, den er bewachen kann. Wichtig ist aber, dass man die Wesenszüge der früheren Gebrauchshunde kennt und mit diesen umgehen kann. Carlos wird nie freudestrahlend auf Fremde zulaufen und wird sich nicht abhalten lassen, selbst zu entscheiden, wann er auf sein Revier aufpasst. Und er wird auch weiterhin melden, wenn ihm etwas nicht passt.
Ein Hund ist bestimmt zufrieden, wenn man ihn so nimmt und seine Charakterzüge in der Zusammenarbeit mit ihm fördert. Also Betätigungen suchen, in denen er sich wiederfindet und er sich auslasten kann. So kann man ihn so quasi umschulen... Unsere Welt hat sich a bisserl verändert - dementsprechend verändert sich nun auch die HUndehaltung. Es muss an sich nur eine Alternative angeboten werden.
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