Angst vor Hundeboxtür

  • Hallo,

    wir ham uns ja vor kurzem für unseren neuen Kombi eine Hundebox angeschafft. Die Box steht jetzt im Wohnzimmer, Kora geht mittlerweile auf Kommando rein und legt sich hin. Sie nutzt die Box zurzeit auch als Rückzugsort (vorher stand ihre Decke an der Stelle) und legt sich von alleine rein und schläft darin.

    Soweit so gut. Bis dahin klappt alles ohne Stress und Probleme, problematisch wird es allerdings dann wenn ich die Türe von der Box schlissen will. Bevor ich dir auch nur 5cm bewegt habe ist Kora aus der Box draussen.
    Heute haben wir es geschafft die Tür für 2 Sekunden komplett zu schliessen aber man sieht Kora das Unbehagen und die Angst an, wenn die Tür zu geht.

    Die restliche Gewöhnung an die Box hat super geklappt, wie kann ich ihr das noch schmackhaft machen, bzw ihr zeigen, dass nichts passiert wenn die Tür zu geht?

    Bis dato haben wir mit verschiedenen Leckerchen und Spielzeug gearbeitet.

  • Natürlich passiert doch was, sobald die Tür zugeht: Du sperrst sie ein, auf engem Raum - und hab noch keinen Hund erlebt, dem das Freude macht. Dafür aber sogar Kleinvögel, die klug genug waren, zu wissen ,was eine sich schließende Käfigtür bedeutete, und die blitzschnell noch durch die Spalte flitzten.

    Aus ihrer Hundesicht bringst du sie also gerade in eine sehr unangenehme Lage. Die zu ertragen und zu lernen, daß nichts Schreckliches passiert, werdet ihr genauso trainieren müssen wie z.B. das Alleineblieben - mit viel Geduld und ganz kleinen Schrittchen.

  • Sieh es mal aus ihrer Sicht: Bis jetzt hat sie sich ja noch nicht an eine Box gewöhnt, sondern nur an einen etwas seltsamen (Schlaf)platz. Es ist die Tür, die den Unterschied markiert und aus dem neuen Ort einen Käfig macht, und deshalb fürchtet sie die.

    Ging meiner Hündin übrigens so ähnlich, als sie nach einer OP zuhause in einen Käfig sollte: Offen ertrug sie's halbwegs, ging die Tür zu, fing sie vor Angst sofort an, sich zitternd zu übergeben. Ging absolut nicht, aber ihr habt ja zum Glück Zeit und Möglichkeit zum Üben.

    Wenn's nur fürs Auto sein soll, würde ich sie überhaupt nicht in der Wohnung einsperren und ihr so womöglich noch eine Angst einjagen, die sie bisher noch nicht hat. Ich würde den Schritt zum Zumachen gleich im Auto gehen, erstmal immer nur für eine kurze Fahrt zu einem tollen Spaziergehgebiet. Autofahren ist für einen Hund ja ohnehin eine "eingeschränkte" Situation, anders als Wohung, und das gehört eben von jetzt an dazu. Einmal lernt sie gleich, daß die Haft nur zeitlich begrenzt ist, so, wie eine Autofahrt auch, an die sie sich ursprünglich ja auch gewöhnen mußte. Zum anderen wird sie schnell raushaben, daß am Ende immer was ganz Tolles steht, daß dieser neue Teil des Rituals also ebenso was Aufregendes, Schönes verheißt wie das Autofahren an sich.

  • Hi,

    ja in dem Sinne passiert für sie schon was, aber nichts wovor sie sich fürchten muss wenn sie daran gewöhnt ist bzw. wenn sie gelernt hat die Box und auch die zugehende Tür mit was positivem zu verbinden.

    So extrem wie dein Hund hat Kora keine Angst. Man sieht ihr nur an, dass sie sich unwohl fühlt und hat manchmal den Kopf zwischen das Gitter gesteckt.

    Habe es jetzt anders gemacht. Habe sie in die Box geschickt und immer weiter, Schrittweise die Tür zu gemacht und ihr dabei Leckerlies gegeben. War die Tür dann zu gab es Leckerlie durch das Gitter.
    Jetzt sind wir soweit: Sie bleibt liegen wenn sich die Tür bewegt und auch wenn die Tür zu ist. Bis jetzt waren es immer nur Sekunden unser Training soll jetzt darauf hinaus laufen, dass die Tür mal länger zu bleibt aber ich immer dabei bin und wenn das alles klappt, dass die Tür zu bleibt und ich mal in einem anderen Raum verschwinde.

    Ich denke wir fahren ganz gut damit. Kora zeigt kein hektisches Verhalten mehr und bleibt einfach ruhig liegen.

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