Aengstlich, Nervoes, Aufgeregt, Hibbelig

  • Hallo Leute!

    Mein name ist Peter, ich habe einen 2,5 jaehrigen Rotti-Rueden (unkastriert) und liebe meinen Hund ueber alles.

    Sein "Grundcharakter" ist perfekt. Er ist total lieb, hoert immer auf's Wort, zeigt keine Anzeichen von Dominanz, ist nicht territorial, liebt Besucher, baut so gut wie nie Mist, zeigt NIE keinerlei Agressionen, sogar wenn ich, ein Fremder oder gar ein anderer Hund, an sein Futter gehen oder ihm sein Spielzeug wegnehmen, auf seinem Platz sitzen etc... Er ist PERFEKT :-) Er war 1,5 jahre lang taeglich in der Hundeschule, ist sehr gut sozialisiert, selten allein, hat mindestens 4 - 5 Stunden am Tag Auslauf und bekommt viel Liebe und Aufmerksamkeit. Wir bekochen ihn und er hat alles, was ein Hund sich wuenschen kann.

    Seit ca. 2 - 3 Monaten stelle ich allerdings eine Wesensveraenderung fest und ich kann mir einfach nicht erklaeren, woran das liegt,was mir wirklich grosse Sorgen bereitet: In letzter ist er immer aengstlicher, nervoeser und unruhiger, was sich teilweise in Aggressionen gegenueber anderen Rueden aeussert. Um Euch ein konkretes Beispiel zu geben: Wenn ich morgens aufstehe ist er bereits SUPER-NERVOES. Er rennt aufgeregt in der Wohnung umher und will unbedingt raus. Das war vorher nicht so extrem, raus wollte er immer, aber diesmal ist es so, dass er raus MUSS. Er piepst wie ein Vogel und kann sich einfach nicht beruhigen. Wenn ich mich dann ganz ruhig neben ihn setze, um ihm zu zeigen, dass alles ok ist und es keinen Anlass gibt, so aufgeregt zu sein, setzt er sich neben mich und ist extrem angespannt, was so weit geht, dass er anfaengt vor lauter Nervoesitaet zu zittern und zu hecheln.

    Sobald wir rausgehen, faengt er an, an der Leine zu ziehen wie ein Verrueckter, riecht an jedem Strauch und Baum, leckt ueberall Pisse auf und versucht teilweise, wenn die Pisse ganz besonders attraktiv riecht, regelrecht auszureissen. Sobald wir im Park ankommen, wird nicht mehr gespielt sondern es werden nur noch die Hintern von Weibchen abgeschleckt. Er versucht aber komischerweise nie, die Weibchen zu besteigen, sondern leckt halt ohne Ende an ihnen herum. Gegenueber Rueden reagiert er dann sehr aggressiv, indem er sie herausfordern und vom Platz vertreiben moechte, was ich natuerlich nicht zulasse.

    Jetzt meine Frage: Ich kann mir schon vorstellen, dass das was mit dem Fruehling zu tun hat, aber was ich nicht verstehe ist, wieso wird er nervoes und aengstlich dabei? Warum machen ihn die Fruehlingsgefuehle so extrem unsicher? Wie kann ich als Halter am besten darauf reagieren und wie lange dauert diese "Fruehlingsphase"? Kann es eventuell auch an etwas anderem liegen? War heute beim TA und habe ein grosses Blutild machne lassen, aller Werte waren super.

    Was mich am meisten belastet: Er ist momentan wie ein "heisses Ei", d. h., wenn ich in den Momenten wo er aengstlich/nervoes ist, passiv bleibe, ein teilweise unertraegliches Verhalten an den Tag legt (kann nicht ruhig sitzen bleiben, ist viel zu aufgeregt, zieht an der Leine wie ein Wilder, erschreckt sich schnell, ueberreagiert auf aeussere Einfluesse) - und wenn ich aktiv bin, auch wenn es nur auf ganz sanfte, nette Art geschieht, anfaengt so krass zu bocken, zu zittern und zu jaulen, dass man denken koennte, er wird gerade misshandelt.

    Ich muss dazu sagen, dass er nicht den ganzen Tag ueber so ist. GANZ schlimm ist es morgens. Abends hingegen ist er sehr ruhig und entspannt. Dann ist er wieder der alte, d. h. der Hund, den ich kenne.

    Bitte gebt mir mal ein paar Ratschlaege, was ich fuer meinen Hund am besten tun kann...

    Vielen Dank!

  • Hallo!
    Naja,könnte sein dass er gerade "seine Gefühle" entdeckt hat.. :D
    Die werten Herren Hund riechen hitzige Mädels ja über tausend Meter...Wenn er nervös usw. wird könnte es daran liegen dass er sich im Haus plötzlich gefangen bzw. in die Ecke gedrängt fühlt..Die Rüden ,wenn sie denn dann mal sicher was gewittert haben, schalten ja den Kopf dann gerne mal komplett aus.. :headbash:
    Für einen Rüden kann es extrem schrecklich und wirklich nervenaufreibend sein,wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind.Also,es kann wirklich Krankheitswert haben.Dass geht dann bis zum markieren im Haus und im Extremfall bis zur "Selbstaufgabe".Auch muss man aufpassen,wenn es denn diesen Grund hat,dass der Hund dieses Verhalten nicht verinnerlicht... :fear:
    Sonst kann ich mir das Verhalten nicht erklären...Denn bei dem was du schreibst sollte eigentlich kein Kommunikationsproblem zwischen Halter und Hund vorliegen..und wahrscheinlich hat sich auch nichts bei euch geändert!?!?
    Ich hoffe euer Bub kriegt sich wieder ein bzw. findet ihr eine gute Lösung! :gut:
    Beste Grüße,Bianca

  • Ich Tipp mal auf läufige Hündin in der Nähe.

    Bandit zeigt auch ab und an ähnliches Verhalten, allerdings nicht so heftig, wie du es beschreibst.
    Er ist ebenfalls unkastriert und wird 3 .

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