Jemanden Erziehung schmackhaft machen

  • Hallo liebe Foris,

    es geht um den Hund meiner Eltern, Terriermix, viereinhalb Jahre alt. Als ich noch Zuhause gewohnt habe, habe ich die Erziehung in die Hand genommen und habe durchaus einen verträglichen, führbaren Hund aus ihm machen können. Dann zog ich aus und das Chaos nahm seinem Lauf. Mittlerweile kann ich diesen Hund nur noch als (sry für die deutlichen Worte) neurotischen größenwahnsinnigen Nervzwerg betiteln. Er bellt und kläfft bei jeder Kleinigkeit, sei es dass draußen jemand vorbei geht, er etwas "verdächtiges" hört oder sieht. Er maßregelt die Katzen, macht in die Bude und Gassi is ein Graus. Wenn er an der Leine ist, bellt und knurrt er alles an, was an ihm vorbei geht/fährt/steht. Andere Hunde sind nur ganz bedingt okay, bei Rüden geht gar nichts. Da geht er sofort drauf. Sobald die Tür auf ist, zieht er von dannen und ward erstmal ne Stunde nicht gesehen. Selbstredent lässt er sich nich einfangen.

    Da ich ja weiß, dass dieser Hund nicht so sein muss, versuche ich meine Eltern resp. vorallem meine Mutter dazu zu bringen, endlich wieder Erziehung walten zu lassen, aber was ich auch versuche, es fruchtet nichts. Ob ich Bücher empfehle, ihr selbst Tipps gebe, ihr zeige, dass es durchaus nich schwer ist sogar zwei Hunde gut zu erziehen... nichts nimmt sie an. Beschwert sich aber gleichermaßen, wie Luis ist.

    Mir tut der arme Kerl natürlich leid, er führt einfach ein Hundeleben, wie man das so schön sagt. Da Gassi so abstrengend ist, kommt er nur selten raus, weil er andere Hunde grundsätzlich anmacht, darf er nirgens mit hin.
    Habt ihr Tipps, wie ich an meine Eltern rankomme, dass sie ihm endlich die nötige Erziehung/Grenzen geben, die er braucht um wieder normal leben zu können?

  • Hallo,

    das ist ja echt blöd. :???:
    Für mich klingt es so,als hätte der Hund zu viel Energie,die er für die falschen Dinge einsetzt. Er scheint nicht ausgelastet zu sein.
    Könntest du den Hund nicht zu dir nehmen?Deine Eltern scheinen ja nicht sehr gewillt zu sein,an der Erziehung zu arbeiten?Wie kommt das?Wollen sie keinen Hund,den man entspannt überall mit hin nehmen kann?
    Vielleicht lädst du einfach mal heimlich einen Trainer zu deinen Eltern ein? Vielleicht kann ein Außenstehender mehr Einfluss nehmen.

    LG

  • Hallo,

    zu mir nehmen kann (und will !!!) ich ihn nich, ich habe ja selbst zwei Hunde und oh Wunder - er mag sie nicht. Desweiteren möchte ich nur ungern meiner Katze so einen Terrorzwerg zumuten.

    Ich denke, es is auf der einen Seite so, dass wenn sie sehen, dass man auch mit Hunden leben kann, ohne dauernd schreien zu müssen (nein, der Hund ist nicht taub), alle paar Minuten sein eignes Wort nicht mehr versteht, weil Hund wieder kläffend auf der Sofalehne steht um den "Feind" besser sehen zu können oder Tiere auch durchaus gemeinsam fressen können, merken: hui, es geht auch anders. Aber ich glaube es is die Faulheit, Arbeit und Zeit investieren zu müssen. Hunde erziehen sich halt nich von alleine. Nein, eher im Gegenteil, es wird schlimmer und schlimmer.
    Sie lieben den Hund, keine Frage. Hergeben würden sie ihn nicht, aber die Einsicht, dass es doch nur noch besser werde kann, haben sie nicht. Stattdessen findet man entschuldigende Worte wie " er ist eben neugierig, der Sauköter" (wenn er mal wieder abgehauen ist) oder " Rüden können sich nicht vertragen, das war früher so und ist heute nicht anders" (wenn er dann doch mal wieder einen verkloppt hat, im Ürbigens ist Luis bereits kastriert).

    Und natürlich hat er Energie, aber er wird sie nich los. Wo auch? Im Garten?

  • Wohnst du denn nun sehr weit weg von deinen Eltern?
    Ich würde mal sagen, am ehesten hilft es vielleicht, wenn du beim Training mithelfen würdest, ihnen zeigen kannst, was man für Fortschritte erzielen kann, wenn man etwas ändert!

    Ansonsten scheinen sie es ja ganz gut zu "verdrängen", dass sie dran Schuld sind. Ist natürlich schwierig da immer nur theoretische Tipps zu geben, wenn letztendlich der Wille fehlt.

    Wie wärs zb. mal mit einem Gutschein für ein Seminar, einer Einzeltrainingsstunde oder ähnlichem?

    Edit: Was mir grad noch einfiel...ich will nicht zu persönlich werden, aber was haben deine Eltern denn für Hobbys? Könnte man die nicht irgendwie mit dem Hund in Verbindung bringen?

  • Wie findest du denn die Idee mit dem Trainer?Vielleicht reicht es schon,wenn ein fremder Profi deinen eltern ma den Spiegel vorhält.?

    OK,zu dir holen wäre dann nicht gut.Sonst werden deine nachher noch gebissen oder so.

  • Die Idee mit dem Trainer bzw dem Gutschein dafür finde ich gut. Muss nur schauen, ob ich hier irgendwo einen guten Trainer auftreiben kann. Er war damals mit mir auch in der HuSchu und wie gesagt, er ist kein dummer unerziehbarer Hund. Er hat meiner Meinung nach einfach keine Grenzen mehr und weiß selbst nich wohin mit sich.

    Ich wohne nicht sehr weit weg und habe tatsächlich auch schon versucht vor Ort zu helfen. Gezeigt wie es geht, aber sie ziehen es nich durch. Das geht dann ein, zwei Tage so, dann wird es wenige rund weniger und schließlich is alles wieder beim alten (hat ja nichts genützt bei ihm.. ahja..) Und die Zeit ihren Hund zu erziehen, die habe ich nich. Zumal ich es auch nich einsehe, deren Faulheit noch zu belohnen. ;)
    Ich habe versucht sie bei meinen Gassigängen mit meinem Rüden mitzunehmen, aber zum einen möchte ich nich, dass er ihn immer wieder kloppt (bei ihm geht es einigermaßen), zum anderen ist es das heillose Chaos. Normalerweise kann ich problemlos ohne Leine an Leuten, Pferden, anderen Hunden mit meinen vorbei, aber wenn meine Mutter mit Luis dabei ist, wird es einfach nur noch nervig. Mein Kleiner hört zwar trotzdem, aber meine Mutter macht mich teilweise mit ihrem eignen Verhalten dann so kirre, dass ich froh bin, wenn ich wieder dahein war.

    Achso, hobbymässig ist einbinden schwer. Mein Vater macht Modelflugsport und da sind zum einen viele andere Leute (verbellt er, einen hat er mal gezwickt, da gabs dann auch ne nette Ausrede zu) und andere Hunde. Außerdem machen die Flugzeuge Geräusche, sodass er permanent nur am kläffen ist.

  • Wenn du ihr helfen würdest, wäre es schon besser, wenn man am Ball bleibt, also vielleicht wirklich jeden zweiten Tag oder so aktiv mit dabei sein.
    Aber ich kann verstehen, dass es für dich schwierig ist mit deinen eigenen Hunden.

    Daher finde ich, ein guter Trainer ist die beste Lösung.

    Modelflugzeuge sind nun wirklich nicht das beste Hobby um es mit seinem Hund zu teilen...hätte ja sein können, dass sie gerne Radtouren machen zb.

  • Ich glaube eltern denken immer das hunde keine erziehung brauchen.Mein papa wollte eigentlich nie das mein hund in die schule geht und hund bleiben soll.Aber als er sich das alles angeguckt hat fand er es klasse

  • Ihr zu helfen ist auch kein Problem, aber mich die Arbeit machen lassen und dann selbst die bequeme Schiene zu fahren bzw es auch nich weiterzuführen, wenn ich nich da bin, geht einfach nich.

    Naja, ich sehe es ja schon, dass meine Eltern schon gern einen weniger anstregenden Hund hätten. Sie sehen ja nun meine Hunde und erleben, dass mir keiner abdampft, dass ich relaxed Gassi gehen kann und so. Mein Vater hat eine sehr veraltete Vorstellung der Erziehung. Wie schon gesagt, er is der Meinung, dass Rüden sich grundsätzlich nich verstehen oder er einen Klaps kriegt, wenn er nach seiner Tour wiederkommt.

  • Ganz ehrlich? Sowas gibt es zigfach und gerade die kleinen Hunde haben darunter zu leiden. Solange deine Eltern nicht von sich aus was ändern wollen, und zwar wirklich wollen, wird das nie was. Da kann auch der beste, tollste Trainer nichts ändern, ohne
    Einsicht wird der nichts erreichen.
    Es würde auch absolut nichts bringen, wenn du mit dem Hund arbeitest, da er bei der
    gewohnten Behandlung durch deine Eltern wieder ins alte Verhalten zurückfallen würde.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!