Große Probleme durch beginnende Erblindung

  • Huhu :)

    Wieder einmal eine Frage wegen meines Hundes Sammy.

    Unzwar geht es um die Erblindung. Sie nimmt so ihren Lauf und wir merken, wie Sammy zusehends unsicherer und aggressiver wird. Daran verzweifle ich momentan.

    Wir haben versucht, ihn so gut es geht "vorzubereiten" sprich Befehle größtenteils mit Sprachkommandos und/oder sehr deutlicher Körpersprache, bei der Schemen ausreichen, um sie zu erkennen. Was wir allerdings momentan nicht beeinflussen können, ist seine Aggressivität gegenüber allem, was nicht eindeutig nach menschlichem Umriss aussieht. Dazu zählen Kinder, Menschen mit Rucksack, Menschen, die aus Türen kommen oder im Fenster lehnen, Bagger, Fahrräder und und und... :sad2:

    Nun würde ich gerne wissen, wie wir ihm das Leben wieder angenehmer machen können.

    Unsere momentanen Versuche wie "Nur bekannte Orte aufsuchen", "nur eine Gassi-Pipi-Poo-Strecke zuhause haben" helfen nicht wirklich. Er scheint sich sehr unwohl zu fühlen.

    Einzige Ausnahme ist der Wald. Dort fühlt er sich gut und geht auf nichts los. Allerdings sind die Reize da natürlich auch viel geringer als in der Stadt-Umgebung. Ebenso beim Agility. Dort macht er noch super mit, solange Frauchen in der Nähe ist und nichts Schlimmes passiert.

    Hoffe, es hat einer von euch Tipps und oder Erfahrungen.
    Mein letzter Ausweg wäre der, ihn zu den Eltern meines Freundes zu geben (Land, eigenes Haus, eingezäunter Garten, keine Stressfaktoren). Doch würde ich wirklich erstmal alles ausprobieren, ihm das Leben bei uns wieder angenehmer zu machen, da ich ihn natürlich (wenn möglich) hier behalten möchte.

    Liebe Grüße,

    Vanessa mit Sammy

  • Unser alter Westi ist auch innerhalb der letzten Zwei Jahre erblindet. Wir hatten auch eine Phase in der er ausgesprochen agressiv auf alles und jeden reagiert hat. Er war noch nie der grosse Menschenfreund und auch andere Hunde fand er nie sonderlich klasse. Die Erblindung fuehrte nun zu wirklichen Problemen und ich muss sagen, es wurde erst besser als er gar nichts mehr gesehen hat. Sein Gehoer ist vorher schon schlechter geworden und er ist mittlerweile auch komplett taub. Seine agressivitaet hat seitdem wieder abgenommen, aber um ganz ehrlich zu sein, auf grosse Ausfluege, in unbekannte Umgebungen, irgendwohin wo viele Menschen sind, kommt er nicht mehr mit. Das ist ihm unheimlich, er hat Angst davor und wird dann agressiv. Darum bleibt er halt zuhause.
    Ihn mit in einer Stadt nehmen, wuerde nicht mehr gehen. Frueher war das kein Problem.
    Daran arbeiten machen wir nicht, er ist 15 Jahre alt und wir nehmen ihn so wie er ist. Wenn wir Besuch bekommen, wird er in einen anderen Raum gebracht und da hat er seine Ruhe.
    Wir wohnen aber auch auf dem Land und hier kommt er mit seiner Blindheit und Taubheit super zurecht.

    Kann dir also keine Tipps oder so geben. Tut mir leid.
    Hoffe das ihr das in den Griff bekommt, wie alt ist Sammy denn?

    LG
    Gammur

  • Huhu Gammur,

    Sammy wird nun bald 8, ist also eigentlich noch recht jung. Allerdings litt er sein Leben lang unter Atemnot, ich weiß nicht, inwiefern eine unbehandelte Asthma-Erkrankung Einfluss auf die Alterung nehmen kann(?).

    Stimme dir zu, dass es auf dem Land wirklich besser ist. Dort ist er auch noch total gelassen und chillig. Wenn es nun noch so weitergeht und es nicht besser wird, werde ich ihn auf jeden Fall zu den Eltern von meinem Freund geben. Ist ja für ihn auch besser (und der Paps würde sich freuen :D ). Allerdings mag ich den Gedanken nicht und hoffe daher erstmal auf Tipps.

    Achja: In die Innenstadt und an andere besondere Orte kommt er auch nicht mit. Um genau zu sein kommt er nur an folgende Orte: Wald, Agi-Platz, Wohnung, Haus der Eltern + Kanal beim Haus der Eltern. Sein Lebensraum ist also recht überschaubar ;) Nur leider ist unsere "Siedlung" hier nicht so ruhig. Wir suchen auch fleißig nach einer ländlicher gelegenen Wohnung (auch für uns Menschen schöner).

  • Dann druecke ich die Daumen, dass ihr eine laendlichere Wohnung finden koennt.
    Wie gesagt, Trainingstipps habe ich leider keine! Wollte nur sagen, dass ihr mit diesem Problem nicht alleine seid und es anderen mit ihren Hunden auch so oder aehnlich geht.
    Acht jahre ist natuerlich kein Alter, da versucht man noch zu trainieren. Bei einem 15 jaehrigen Hund, laesst man den Dingen da eher seinen Lauf. :D

    Hoffe ihr findet eine gute Loesung, ohne euch von Sammy trennen zu muessen.

    LG
    Gammur

  • Leider habe ich auch keine Erfahrungenswerte für dich, obwohl Camu blind ist. Meiner ist einfach von sich aus sehr ausgeglichen, war Anfangs nur etwas vorsichtiger.
    Gibt es ein Spielzeug was er gerne hat? Vielleicht hilft es ihm wenn ihr ihn versucht von diesen Reizen abzulenken, auf das was er gerne mag?!
    Drücke auf jeden Fall mit die Daumen, das ihr schnell was ländlicheres zum Wohnen findet.

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