Kleiner Pöbel, nur an bestimmten Orten

  • Hallo liebe Gemeinschaft,

    ich muss mich auch mal wieder zu Wort melden. Butch ist nun 4 Monate alt und bis auf unsere kleine, große Baustelle sind wir wirklich sehr glücklich. Wir hatten schon anfangs das Problem, dass er auf fremde Personen relativ zurückhaltend/ängstlich reagierte, das erste Mal zeigte sich das, als wir Besuch bekamen. Mittlerweile ist das Problem absolut gelöst und jeder Besucher wird herzlich empfangen.

    Da ja jetzt Gartenzeit ist, sind auch die Nachbarn im Garten und DAS geht gar nicht, denkt er sich. Er bellt und bellt und steigert sich so dermaßen rein, dass mir die Ohren klingeln. Dasselbe passiert auf UNSERER Straße, sonst nirgendswo. Wir treffen draußen einen Spaziergänger, direkt wieder dasselbe Getöse. Ist diese Person allerdings ein Hundehalter oder z.B. eine Frau mit Kinderwagen, wird nicht angeschlagen. Wir haben dieses Problem auch bereits mit unserer Trainerin (Einzelstunde zur Beobachtung werde ich die Woche "buchen") besprochen und sie gab uns den Tip, 1. das Verhalten zu ignorieren (haben wir auch jedes Mal getan), 2. (falls 1. auf lange Zeit fehlschlägt) mal stehen zu bleiben, ein unverbindliches Pläuschchen anzufangen. Haben wir auch gemacht, aber da steigert er sich nur noch mehr rein, wenn wir stehen bleiben und näher kommen. Das Witzige ist ja, dass in fremden Umgebungen kein einziger angebellt wird, auch auf unserer täglichen Busstrecke zum Wald wird im Bus kein Mensch angebellt und im Wald auch kaum jemand. Woran mag das liegen? Und wie kann ich bis zum Trainerbesuch verfahren? Heute habe ich es wie folgt gemacht:
    Ich habe die Personen gesehen, den Hund zur Seite genommen, mich auf die Leine gestellt und die Leute passieren lassen - alles kein Problem. Aber sobald ich sein Verhalten sozusagen ignoriere und schnurstracks an den Leuten vorbeigehe, dreht er völlig auf.

    Im Garten habe ich ihn bisher ignoriert, als das Gebelle jedoch überhaupt kein Ende genommen hat, bin ich mit ihm zusammen zum Gartenzaun gegangen, er hat sich "relativ" schnell beruhigt und ich konnte am Ende auch entspannt im Garten sitzen, er stand sogar in 1 m Entfernung zu den Nachbarn, es war egal. Am nächsten Tag scheint jedoch alles vergessen und er steigert sich wieder so dermaßen in die Situation, dass ich irre werde. Wie verfahre ich dort? Soll ich tatsächlich Aufmerksamkeit schenken und ihn mit einem scharfen "Nein" zurechtweisen? Oder würde das seine Angst (?) eventuell nur verstärken?

    Ich bin sehr froh, dass sich das bald mal die Trainerin anschaut und denke auch, dass wir das in den Griff bekommen werden, er ist ja noch sehr jung. Hat jemand von euch schonmal sowas mit eurem Hund gehabt? (der Kleine ist übrigens seit der 9. Woche bei uns und wurde vorher gut sozialisiert).

    Bin über jeden vorläufigen Rat dankbar!

    allerherzlichste Grüße :hilfe:

  • Um richitg zu handeln wäre es halt wichtig zu wissen aus welcher Motivation heraus er bellt.
    Wenn er aus Angst/Verunsicherung bellt ist Ignorieren meiner Meinung nach falsch. Und es ist auch immer dann falsch wenn es in Situationen ist, wo das angebellte Objekt sich nach einer Weile auch tatsächlich entfernt. Also z.B. bei vorbeilaufenden Fußgängern, denn er soll ja nicht denken, ER habe sie verbellt, und einen Erfolg damit verknüpfen.
    Ich mach es so, dass ich seine Aufmerksamkeit auf mich lenke (am besten gerade dann wenn er das Objekt ersichtet hat, denn wenn er sich erstmal reingesteigert hat, kannst dus vergessen :)) und ihn dann mit Kommando fürs ruhig sein belohne. Am besten du weisst schon vorher was dein Hund anbellen würde und was nicht, aber den Dreh kriegt man schnell raus.
    Habe auch einiges probiert aber das hilft bei meinem Hund am besten. Er lernt dadurch sich bei Sachen die ihn verunsichern erstmal an mich zu wenden und nicht sofort selbst die Sache zu klären.
    Beispielsweise gestern laufen wir in einer für ihn unbekannten Gegend herum, plötzlich kracht direkt neben uns ein Rollo runter. Er erschreckt sich und schaut sofort zu mir. Ich geb ihm das Kommando "ruhig" und er weiss alles ist ok ich brauch nicht kläffen.
    Das war vllt ein Erfolgserlebnis.... :)

  • Tip hab ich nicht, nur Mitgefühl. Meine Maus hat entdeckt, dass im Haus gegenüber, jenseits des Balkons, tatsächlich Menschen wohnen!! Und dann bewegen die sich auch noch!!!!! AM FENSTER!!!!! Da wird sofort angeschlagen, gerne auch mal nachts um eins :muede:
    Ich ignorier das nicht, sonder verbiete es und schicke sie auf ihren Platz, oder wenn sie nicht aufhört ddas Fesnter zu fixirene, aus dem Zimmer.
    Wenn die Leute erstmal anfangen, ihre Balkone zu bewohnen hab ich richtig Spaß.

    Das hat was mit Revierverhaten zu tun. Wenn Dein Trainer einen guten Tip dagegen hat, dann teil ihn bitte bitte mit! :smile:

  • Das klingt einleuchtend. Bisher habe ich es auch so immer mit Joggern und Radfahrern gemacht, das stellt mittlerweile auch kein Problem mehr dar. Vielleicht gehe ich es dann auch in diesen Situationen so an, dass ich ihn umlenke. Vielen Dank für den Tip!

  • Zitat

    Tip hab ich nicht, nur Mitgefühl. Meine Maus hat entdeckt, dass im Haus gegenüber, jenseits des Balkons, tatsächlich Menschen wohnen!! Und dann bewegen die sich auch noch!!!!! AM FENSTER!!!!! Da wird sofort angeschlagen, gerne auch mal nachts um eins :muede:
    Ich ignorier das nicht, sonder verbiete es und schicke sie auf ihren Platz, oder wenn sie nicht aufhört ddas Fesnter zu fixirene, aus dem Zimmer.
    Wenn die Leute erstmal anfangen, ihre Balkone zu bewohnen hab ich richtig Spaß.

    Das hat was mit Revierverhaten zu tun. Wenn Dein Trainer einen guten Tip dagegen hat, dann teil ihn bitte bitte mit! :smile:

    Dann sind wir ja momentan Leidensgenossen. Du und die Balkonbewohner und ich uns die Gartennachbarn :headbash:
    Werde dir auf jeden Fall, sobald ich einen tollen Tip bekommen, sagen, was man am besten tun kann :-)

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