Möglicher Zweithund gerade zu Besuch

  • Hallo,

    wir haben heute zum ersten Mal unseren Patenhund (Straßenhund aus Frankreich, Bruno de Jura, 2 Jahre, kastriert, weiblich, kennt nichts) aus dem TH zu uns nach Hause genommen. Der Ersthund (Wackeldackel, 4 Jahre, kastriert weiblich) ignoriert ihn, allerdings kannten sie sich schon vom Gassi-Gehen und der Hundeschule. Die Katze hat gerade "Hallo" gesagt und nach ein wenig Gebrumme und Gefauche war hoffentlich klar, dass sie der Chef im Hause ist. Der Ersthund hat ein Mal gebellt, als der Patenhund auf ihn zukam, während er im Körbchen lag und gepennt hat.

    Aber:

    1. Der Patenhund hat so eine Kraft, dass ich heute nach 1,5 Stunden spazierengehen und 1 Stunde Hundeschule völlig am Arsch bin.

    2. Er ist nicht stubenrein. Er hat gerade auf meinen Teppich gepinkelt. Mein Mann hat ihn sofort geschnappt und ist raus, ich habe die Wasserlake beseitigt.

    3. Er legt oder setzt sich NIE hin. Er läuft duch die Wohnung und beschnüffelt alles. Ich, die TH-Mitarbeiter wie auch die 2 Hundetrainerinnen haben ihn noch nie auf den Hintern setzen können.

    Meine Frage: Schaffe ich es diese 3 Probleme in den Griff zu bekommen? Gerade dass sie nicht stubenrein ist, macht mir zu schaffen, da ich nicht weiß, ob ich die Kraft habe, auch nachts ständig raus zu gehen. Außerdem muss er nach 2 Wochen 5-6 Stunden alleine bleiben können...wir haben hier definitiv keinen, der uns helfen kann und als Lehrerin kann ich mir nicht einfach so Urlaub nehmen.

    Ich bin gerade wirklich mit den Kräften am Ende...körperlich wie psychisch. Unsere Ersthündin haben wir auch erst 3 Monate und mir ihr war (und ist es teils immer noch) es auch ein Kampf, da sie so viel Angst hatte und nichts kannte. Aber sie war stubenrein, sie ist ne Langschläferin, sie ist absolut ruhig und aufgrund ihrer Größe konnte man das "an der Leine gehen üben" doch besser verkraften.

    Antwort wäre nett.

    LG Lavi

  • Also nach 2-3h mit meinen Dreien bin ich auch erstmal kaputt- das ist bei uns normal *grins* --> wenn du mit dem Neuling spazieren gehst, hilft auch ein Bauchgurt, dass er dir nicht die Arme ausreißt!

    Die Stubenreinheit ... naja, wenn du nicht gewillt bist es wie bei einem Welpen anzugehen ... was soll man da sagen? Das nächtliche Aufstehen würde dazu gehören, das ist ganz einfach so!


    Wenn deine Ersthündin dir schon Probleme macht, dann solltest du keinen zweiten "Hilfebedürftigen" bei dir aufnehmen, finde ich!


    Dass sich der Zögling nicht hinsetzt oder hinlegt ... da sehe ich irgendwie kein Problem - ich denke, er wird mit der Zeit schon merken, dass er sich entspannen kann und auch in der Anwesenheit von Menschen beruhigt ein Nickerchen in der waagerechten nehmen. Oder in wie weit ist das problematisch?


    Wenn der Hund erst seit heute bei euch ist und du jetzt schon keine Nerven mehr hast, würde ich es ehrlich gesagt lassen.

  • Hallo Lavi,
    erst mal finde ich es toll, dass du einem TH-Hund ein zuhause geben möchtest. Aber du schreibst, dass ihr eure Ersthündin erst 3 Monate habt.
    Ganz ehrlich? Warte noch etwas. Lass der Ersthündin genug Zeit anzukommen, sich zu entwickeln. Wenn sie soweit ist, dass sie ein "Verlasshund" geworden ist, ihr also sicher sein könnt, dass sie auf euch hört und sich in allen Situationen auf euch verlässt, dann könnt ihr nach einem zweiten Hund gucken.
    Zumal ja die zweite Hündin mehr als nur ein Päckchen mitbringt.
    Zwei Wochen Eingewöhnungszeit, um dann so lange alleine zu bleiben, ist zu kurz. Sie ist noch nicht stubenrein, das kann einfach auch noch eine Weile dauern. Und du weißt nicht, wie sie das Alleingelassen werden verträgt.
    Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, dich regelmäßig mit ihr zu beschäftigen. Vielleicht kannst du einmal oder zweimal in der Woche Zeit mit ihr verbringen und mit ihr arbeiten. Aber nimm sie bitte noch nicht ganz zu dir nach Hause.
    Wenn's sich gut entwickelt, könnt ihr da ja immer noch drüber nachdenken.

    Liebe Grüße
    Nele

  • Ich denke, dass mit dem nächtlichen Aufstehen muss dann eben im Wechsel mit meinem Mann geschehen, nur dass wir eben nach 2 Wochen nicht alle 2-3 Stunden raus können. ...und auch wenn es blöd klingt, aber der Teppich, auf den sie gemacht hat, hat über 3000 Euro gekostet und ist erst 1 Jahr alt...da verzieht man schon mal das Gesicht.

    Unsere Hündin ist eigentlich problemlos. Nur dauert es eben ewig, bis sie sich mal etwas getraut...in der Hundeschule halten wir z.B. immer den Betrieb auf. Ein anderes "Problem" ist manchmal das Jagen und Folgen, aber das üben wir seit 2 Wochen intensiv und es wurde schon besser und v.a. läuft sie mir wirklich immer hinterher. Diese Dinge waren zu Anfang ungewohnt, mittlerweile wissen wir es...klar nervt es manchmal, aber es raubt uns nicht den letzten Nerv.

    Insgesamt ist sie recht lernwillig. Am Montag konnte sie selbst mein Mann (120kg) beim Laufen nicht mehr halten. Dann bin ich die gesamte Woche jeden Tag ins TH und habe mit ihr geübt, so dass wir mittlerweile recht gut zurechtkommen und heute ging es selbst zusammen mit meiner Fußhupe ganz ordentlich.

    LG Lavi, die generell erstmal von ALLEM überfordert ist und trotzdem immer weitermacht.

  • hm, na das klingt doch schon etwas optimistischer im Gegensatz zu deinem EröffnungsPost!

    Trotzdem würde ich Tuuka recht geben!

    Stubenreinheit und das Alleine bleiben werden ihr nur mit einer sehr sehr großen Portion Glück (und das kommt stark auf den Hund drauf an) in der kurzen Zeit hinbekommen.
    Ich denke, das ist der falsche Weg euch da so einen Druck zu machen!

  • Mein Mann ist wieder da und sie hat draußen 1 x gepinkelt und 1 x einen Haufen gemacht.

    Wir werde nachher nochmals mit dem TH reden, wenn wir sie zurück bringen. Generell würden wir eh erstmal als Pflegestelle fungieren. Ich kann es mir auch so einrichten, dass wir sie 3x pro Woche besuchen + 1x Hundeschule, mit ihr spazieren gehen oder sie auch mal nachmittags (meine Schule ist 1 Min vom TH entfernt) mit nach Hause nehmen...aber diese "Feste" muss eben gut überlegt sein. Ich mag mit so einem Druck nicht leben.

    Sie ist wirklich eine Seele von Hund, superlieb, sehr gelehrig, sehr gefräßig und wenn man ihr "Nein" sagt, dann versteht sie das recht schnell. Aber man merkt, dass sie eben nichts kennt und jünger ist. Bei meinem Ersthund + Katze ist z.B. um 17 Uhr Schicht im Schacht, sie sind vollkommen ruhig im Hause, mögen keine Hektik...da muss der Zweithund eben dazu passen.

    Achja, sie säuft hier wie bekloppt. Kein Wunder, dass sie so viel pinkeln muss.

  • Hallo,

    ich würde auch sagen, dass ihr euch das nochmal überlegt oder ein bisschen Zeit vergehen lasst.
    Wegen dem nachts raus gehen:
    ich musste mit meinen vier Hunden die ich bisher als Welpe hatte nie nachts raus. War das jetzt einfach nur Glück?
    Bei mir gehen die Welpen nachts um 0.00 Uhr nochmal raus und dann morgens um 6.00 oder 6.30 Uhr.

    Sie haben alle nebem meinem Bett im Schlafzimmer in einer geschlafen.
    Unruhig war nie einer.

    Mir sagen viele Leute sie würden sich nachts den Wecker stellen, was ich als absolut negativ empfinde. Durch das Klingeln wird der Hund wach und wird dann regelrecht darauf konditioniert nachts raus zu gehen.

    Klar, wenn einer jammert, dann geht es raus, aber das war wirklich mal die Ausnahme...

    Tagsüber ist es was anders, da musste ich auch mindestens alle zwei Stunden raus.

    Komisch, aber ich frag mich das schon lange ob es nur mir so geht.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • meiner Meinung nach ... tut euch einen gefallen und lasst es mit dem Hund

    eure Ersthündin macht Probleme und daran solltet ihr arbeiten

    natürlich sind Auslandshunde nicht von Anfang an stubenrein und da kann noch mehr drunter leiden als ein 3000€ :hust: Teppich

    zudem scheinst du weder Kraft noch Erfahrung zu haben
    es ist nicht möglich, den Hund nach 2 Wochen 5-6h alleine zu lassen
    und wer keine Zeit hat sollte keinen weiteren Hund anschaffen

    sorry für diese ehrliche und direkte Meinung

  • Erstmal "Danke" für die Beiträge.

    Fanny ist nun wieder in TH, aber der Abschied ist schwer gefallen. Tassia schläft nun im Körbchen. Ich werde sie am Dienstag nachmittags wieder für ein paar Stunden mit nach Hause nehmen, mal gucken wie es klappt.

    Wir werden uns auf jeden Fall Zeit lassen. Das haben wir uns bei Tassia schon. Allerdings muss ich auch sagen, dass wir durchaus gewillt sind, an allem zu arbeiten und nein, wir erwarten bei Auslandshunden, die noch nie eine Wohnung von innen gesehen haben, nicht viel...außer, dass sie lieb sind. Und das sind beide Hunde bedingungslos.

    Maanu: Danke für die Kritik. Allerdings musste die Ersthündin auch nach 2 Wochen alleine bleiben...ja, wir müssen und wollen Geld verdienen und wenn man weit weg von der Heimat wohnt, in einem Gebiet, in dem man als Einziges einen Hund hat, dann darf man keine Hilfe erwarten. Daher können wir uns lediglich auf uns verlassen und müssen das Leben so einrichten, dass es funktioniert. ...und ganz ehrlich, das ist das erste Mal, dass jemand sagt, als Lehrer hätte man keine Zeit.

    LG

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!