Fragen wegen Kommandos

  • Zum einen wollte ich mal wissen, wie lange am Stück man mit Hunden arbeitet? Also ich mache Unterordnung für den Hausgebrauch, also nicht in einer Hundeschule oder so. Wir gehen also raus auf eine Wiese wo runderum nix is was ablenken könnte und üben etwas. Ich weiss aber nie wirklich wie lange ich das am Stück tun soll.

    Das ist mir noch nicht so klar. Meine Tierchen sind sehr wissbegierig und verstehen teilweise auch sehr schnell, kommt auch viel auf mich drauf an.
    Aber ich erkenne nicht wann es ihnen reicht. Bzw. Wäre es dann eh zu spät, weil es ihnen keinen spass mehr macht.

    Was tut man wenn ein Hund absolut nicht versteht worums geht, und man merkt, man dreht sich im kreis? Ist das nicht für ihn sehr frustierend wenn man einfach aufgibt?

    Und WIE genau gibt man dem Hund zu verstehen, dass nicht er die Kommandos auflöst sondern ich? Ich versteh das einfach nicht, wie man ihm das beibringt.

    Nehmen wir das Beispiel "Sitz" her. Der Hund lernte irgendwann mal als Welpe: Popo am boden, ich bekomm leckerchen. Fertig. Mit dem Leckerchen ist der Befehl meist aufgehoben. Sage ich jetzt zu meinem Hund sitz, Situationsbedingt, weil ich ihn anleinen will -> Hund steht auf nachdem er angeleint wurde. Sage ich in der UBahn "Platz" weil ich möchte dass er solange da liegt bis wir aufstehen, platziert er sich und wenn ich glück habe bleibt er mal ne Minute liegen. Also befördere ich ihn eben immer wieder ins Platz, was dazu führt das ich schon mal ignoriert werde, oder er sich nicht auskennt. Wartet er eventuell auf eine Belohnung? Es kommt auch vor, dass er sich hinsetzt, mir die Pfoten aufs Knie haut (Pfote geben möchte) usw. Ich denke er ist damit überfordert und versteht vielleicht nicht was ich von ihm will.

    Vielleicht könnt ihr mir da ein paar Inputs und Erfahrungswerte geben. Würde mit abbruchskommandos usw viel weiterkommen. Mir fehlen da noch ein paar sachen, die ich den Hundis gerne beibringen würde. z.B Steh, auf den platz schicken, bleib und so. Aber wenn sie die Kommandos selbst abbrechen ist das wenig sinnvoll.

  • Hallo,

    ich übe nicht länger als 5 bis 10 Minuten am Stück. Es kommt auch auf den Hund und sein Alter an.
    Wichtig ist, aufzuhören bevor der Hund keinen Spaß mehr dran hat.
    Wenn Dein Hund eine Übung nicht versteht und ihr euch im Kreis dreht, dann würde ich sie anders aufbauen und mich fragen warum er sie nicht versteht?

    Wenn Du den Hund jedes Mal sofort belohnst wenn er sich setzt wenn Du das möchtest, dann kannst Du einfach immer etwas länger warten bis er das Leckerli bekommt.
    Wenn er verstanden hat um was es geht, dann kannst Du auch anfangen nicht jedes Mal zu belohnen, sondern nur noch sporadisch.

    Hilfreich ist auch ein Auflösekommando. So lernt der Hund, dass er erst aufsteht wenn Du es möchtest.
    Steht er vorher auf, dann lass ihn wieder sitzen.

    Falls ein Hund nach längerem Üben einfach nicht mehr das macht was er kann und Du das Gefühl hast, dass er jetzt überfordert ist, dann mach einfach am Ende eine Übung die immer klappt. Lobe ihn dafür und hör mit dem Üben auf. So ist er nicht frustriert.

    Besser ist es natürlich wenn Du erkennst, dass es jetzt genug ist bevor sich Dein Hund nicht mehr konzentrieren kann.
    Daher lieber kürzer und häufiger üben.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Wie Steffi schon sagt, lieber öfter und kürzer üben. Und natürlich je nachdem was es für ein Hund ist. Ich über mit meinem Schäfer ca. zehn Minuten. Außer natürlich in der Schule, da dauert es eine Stunde, aber er muss ja nicht die ganze Zeit etwas tun.

    --- Das nicht er die Kommandos auflöst, sondern du:
    du musst das Kommando immer erst nur ne ganz kurze Zeit aufrecht erhalten, dann immer länger. Und du gibst ihm ja den Befehl, mit dem der andere aufgehoben wird.
    Also Beispiel:
    du musst dir erstmal überlegen, mit welchem befehl du alle befehle aufheben willst, denn es macht Sinn, das es immer das Gleiche ist. Also ich nehme "und ab", du kannst "lauf" ...
    Sobald du diesen Befehl gegeben hast, ist der Hund "frei" also dein Kommando ist aufgehoben.

    Jetzt zur Übung: nehmen wir Beispiel SITZ
    Gib ihm den Befehl. Nach wenigen Minuten, auch wenn es erstmal nur eine ist, egal, hebst du den Befehl auf. Leckerchen zur Belohnung.
    Und immer wieder so machst du all deine Übungen. Du kannst, wenn das klappt, anfangen, die zeitlichen Abstände zu verlängern.
    Wenn du ihm den Befehl gegeben hast, und er steht auf:
    NEIN, SITZ (oder was eben der Befehl war), nach ganz kurzer Zeit aufheben, belohnen.

    So habe ich alles mit den Hunden geübt.
    Z.B. was immer sehr schwierig ist für einen Hund, ist, wenn er irgendwo sitz oder platz machen muss und den Sichtkontakt zu seinem Frauchen/Herrchen verliert.
    Das übst du ja auch nicht sofort, sondern indem du erst ganz in seiner Nähe bleibst, dann ein paar Schritte weg, dann ein paar Meter, dann einige Meter und dann um die Ecke ....

    Klappt, der weiß nach ein paar Übungen, dass er erst aufstehen darf, wenn er den Befehl hat.

    LG, Bianca

  • Danke für eure antworten.

    Zum aufheben des befehls: Ich könnte mir vorstellen, dass er dann einfach nur rumsteht/sitzt oder was weiss ich und mit dem wort nichts anzufangen weiss. Verbindet er das wort dann nicht mit seiner tätigkeit?

    Beispiel: er sitzt, nach 30 sekunden sag ich erstmals zu ihm das gewünschte abbruchssignal oder was auch immer. Ich könnte mir vorstellen dass er dann immnoch ein paar sekunden sitzt. Und was tu ich dabei? Ihn nicht mehr beachten, weiter gassi gehen oder tun was auch immer ich tun wollte. Er kennt "lauf" vom gassi gehen. Ich hab mir noch nie drüber gedanken gemacht warum ich das manchmal zu ihm sage, aber er läuft dann ein paar meter von mir weg und schnüffelt herum. Lässt sich dann dieses wort dafür noch benutzen? Oder lieber ein anderes? Müsste mal probieren was er tut wenn ich es in der Wohnung zu ihm sage.Weil dann würde er ein "du bist frei" kommando im prinzip schon kennen. Das wort stammt noch von der Hundeschule, die schon lang zurückliegt (da hat einiges nicht gepasst) ich weiss nicht mehr wozu, ich glaub wurde beim ableinen dauernd dazugesagt.
    --

    Muss mich da mal wieder mehr reinhängen. Ich überlege im nachhinein dann eh wenn er was nicht versteht oder so woran das gelegen haben könnte.

    z.B hab ich Winke und Männchen knapp beieinander trainiert und für beide Tricks benutze ich als Signal meine Hände + Kommando.

    Wenn ich ihm also sage/zeige dass er männchen machen soll, dann macht er männchen und winkt mit einer Pfote. Beim Winke Kommando ist es bissl anders. Da hebt er eine Pfote ganz zaghaft und weiss nicht wirklich was er tun soll. Manchmal probiert er dann noch ins Männchen zu gehen dabei. Also irgendwas ist da schätze ich schief gelaufen. Ich werde die KOmmandos jetzt so wie sie sind auf sich beruhen lassen und zumindest das winken neu aufbauen. Männchen mit winken ist doch eh ganz süss xD.. ist auch nicht soo wichtig. aber naja. Also da ist mir schon aufgefallen was nicht so gut gewesen sein könnte:
    - Tricks im fast gleichen zeitraum einstudiert
    - im selben raum
    - ich benutze die selbe hand um ihm das kommando zu zeigen.

    Ja das fällt mir dann im nachhinein auf, aber ich wusste bisher nicht was ich tun soll wenn wir mittendrin nicht mehr weiterkommen. Ob ich dann auch mittendrin das Konzept ändern soll oder es erstmal bleiben lassen. Hab dann meistens leckerchen afu dem boden ausgestreut und ihn mit einem "such" von unserem bisherigen tun abgelenkt und dann abgebrochen.

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