• Hallo ihr lieben,
    man wird ja so langsam älter und noch vor ein paar Jahren als der Sambär einzog hätte ich mir nie vorstellen können ein Kind zu bekommen. Nun ist es aber so, dass ich es nicht mehr ausschließen möchte doch in frühestens 2-4 Jahren ein Kind zu bekommen. Aber nun stehe ich vor einem riesen Problem, das ich möglichst jetzt angehen möchte bevor man noch 2 Jahre vor sich her dümpelt und es nicht angeht.
    Also der Sam kennt schlicht und ergreifend keine Kinder und zwar so gar nicht :sad2:
    Wir hatten keine Kinder im Bekanntenkreis oder sonst wo. Ich hab dadurch total versäumt ihn darauf vrozubereiten, dass auch kleine etwas unkoordinierte Menschen rumlaufen/krabbel und schreien.
    Nachdem es für mich nicht mehr ganz abwegig ist irgendwann auch mal ein Kind zu bekommen möchte ich am liebsten jetzt (besser spät als nie) meinen Hund an Kinder gewöhnen.
    Zu Sam:
    Er ist 3, kastriert und zu Menschen ein absoluter Schatz. Allerdings ist er sehr stürmisch. Anspringen und co sind mittlerweile aber komplett raus. Nun ist er zwar ein Schmusebär, aber man muss wissen wann es ihm reicht. Er steht dann auf und geht in "sein Zimmer" was eigentlich nur ein Hundebett unterm Schreibtisch ist. Das ist doch schonmal ein guter Anfang, oider nicht? Mir ist absolut klar, dass ich niemals den Hund und ein potentielles Kind unbeaufsichtig lasse. So kann ich ja verhindern, dass hinter ihm hergekrabbelt/gelaufen wird.
    Aber natürlich mache ich mir meine Gedanken, denn er kennt wie gesagt gar keine Kinder.
    Dann gibt es noch eine Sache die mir Bauchschmerzen bereitet. Sobald jemand (außer mir, da macht er es nicht) mit dem Gesicht in seiner Reichweite ist, leckt er es ab. Das ist ja für ein Kind auch eher unschön und auch unhygienisch. Kann ich irgendwie üben, dass er es nicht darf? Bei mir macht er es nicht, daher ist mich absichtlich auf den Boden setzen und üben auch nichts.
    Gegenüber Hunden verteidigt er Ressourcen, aber Menschen gegenüber hat er es noch nie gemacht. Man kann ihm alles jederzeit problemlos wegnehmen. Da ist er eher sogar zurückhaltend (wenn ich während er frisst in die Küche komme hört er auf und wartet etwas abseits bis ich wieder raus bin, bevor er weiterfrisst). Wird der Hund ein Kind als kleinen Menschen erkennen, oder muss ich mir Gedanken über seine Ressourcenverteidigung machen?

    Gibt es überhaupt noch die Möglichkeit einen Hund innerhalb von sagen wir 2-5 Jahren auf ein Kind vorzubereiten, wenn er gar keine Kinder kennt? Wie fange ich am besten an?

  • Hallo Sambär,

    unser Casper (9) kannte damals auch keine Kinder ( er war damals 4 Jahre als unser 1.Sohn zur Welt kam).

    In meiner Schwangerschaft hat er sich immer mit dem Kopf auf meinen Bauch gelegt, was er vorher nicht tat.
    Als unser Ian dann auf die Welt kam haben wir Casper gaaaanz langsam an alles herangeführt.
    Mein Mann hat damals ein paar "volle" Windeln aus dem Krankenhaus mit nach Hause genommen und Casper daran schnuppern lassen.
    Als ich dann mit Sputnik nach Hause kam haben wir Casper hin und wieder die getragenen sachen vom Kleinem zum beschnüffeln gegeben und nach ein paar Wochen ihn auch mal am Kleinen riechen lassen.

    Beim spazieren gehen war auch dann der Kinderwagen immer dabei.

    Als der Kleine aktiver wurde haben wir Casper fast immer mit eingebunden.

    Bis heute gab es überhaupt keine Probleme und mit der Weile ist unser 4.Kind 6 Monate.

  • Hallo,

    ich habe zwei Kinder und hatte bzw. habe bisher 3 Hunde gehabt (nachdem zwei verstorben sind nur noch einen).
    Unser 1. Hund war bereits 6 als unser Sohn geboren wurde. Wir haben kein Drama daraus gemacht. Er kannte auch keine Kinder war aber ein absolut lieber Kerl (Bobtail). Am Anfang hatte ich auch erstmal Bedenken mit der Hygiene und anspringen usw. Ich habe mit meiner Kinderärztin geredet und die sagte mir das es nicht schlimm ist, wenn der Hund mal übers GEsicht leckt. Das stärkt sogar die Abwehrkräfte des Kindes. Also keine Panik, Waschlappen bereithalten und alles ist gut. Das mit dem Anspringen hat sich erst gar nicht ergeben. Unser Dicker war immer sehr vorsichtig im Umgang mit dem Kleinen. Als mein Sohn mit dem Laufen anfing hat er sich immer an unserem Bobby festgehalten und der ist dann gaaaaaaanz langsam mitgegangen. War absolut genial. Es gab nie Probleme, mein Sohn wurde durch den Hund auch nie Krank und der Dicke hat sich nie danebenbenommen.
    Unser zweiter Sohn wurde geboren als Bobby schon 12 war. Da gab es also nicht so viel neues. Unser zweiter Hund ist mit dem zweiten Kind quasi aufgewachsen. Auch da gab es keine Probleme. Auch mit unserem jetzigen Hund gibt es keine Probleme.Alle Hunde waren von Wesen völlig unterschiedlich.

    Also würde ich das ganz locker angehen. Solange dein Hund keine Auffäligkeiten gegenüber Kindern zeigt (Angst oder ähnliches) wird es auch keine Probleme geben. Selbst wenn er nicht an Kinder gewöhnt ist. Im Gegenteil. Ich würde kein Kinder-Gewöhungstraining machen. Wenn da mal etwas negatives passiert ist es zu schwierig das im nachhinein wieder zu korriegieren. Wenn ein Kind mal da ist, wird es im normalen Tagesablauf von ganz alleine gut werden. Ein Hund ist da entspannter und anpassungsfähiger wie man denkt.

    Ich wünsche dir alles Gute

    LG Andrea

  • Danke schonmal für eure Antworten.
    Das beruhigt mich doch sehr. Denn viele Leute in meinem Umfeld (Mutter, Schwiegereltern usw) fangen an mir richtig Angst zu machen. "Mit DEM Hund kannst du niemals ein Kind bekommen" "Der ist zu wild" "Der hat doch Angst vor allem"
    Ja er ist wild und er hat Angst vor vielem, deshalb mache ihc mir die meisten Gedanken. Er hat auch schonmal ein Kind angebellt, da war ich echt traurig, aber im nachhinein weiß ich, dass es um die lauten Rollschuhe und nicht um das Kind ansich ging.
    Wir haben im Haus hier jetzt eine neue Familie wohnen. Die kleine von denen (ca 5) will den Sam immer streicheln, aber ich hab irgendwie schiss, ich lass sie ihm immer Leckerchen zuwerfen, das findet er natürlich super.
    Habt ihr vorher Gassi mit Kinderwagen geübt, bevor das Kind da war, oder habt ihr einfach alles auf euch zukommen lassen?
    Klar hab ich Zeit, es ist auch nichts geplant :D aber man muss ja wissen worauf man sich einlässt.

  • Wenn dein Hund andere Kiddies anbellt (auch wenn es nur wegen den Rollschuhen war) muss nicht gleich heißen, dass er es bei eurem eigenen macht.
    Schließlich gehört der oder die Kleine dann zur Familie/zum Rudel, außerdem ist er beim Großwerden des Kindes stets und ständig dabei.
    Unser Casper mag andere Kinder nicht besonders und ich würde in der Hinsicht nicht für ihn meine Hand ins feuer legen jedoch unsere Kinder aktzeptiert er.

    Das laufen am KiWa haben wir nicht geübt, meistens hat einer den Wagen geschoben und der andere den Hund geführt.
    Wenn man allein mit Wagen und HUnd raus möchte, gibt es solche Leinenhalter die man an den Wagen montiert (wie beim Rad).

    Ich bin absolut kein Hundeprofi aber ich glaube wenn du Angst bekommst,wenn das kleine Mädel Sam streicheln will, übermittelst du ihm diese Angst und das könnte er widerrum negativ (gegen das Mädchen) auffassen.

    Was die Schwiegermutter, Mutter und Co. sagen, würde mich nicht interessieren. Du kennst doch deinen Hund am besten.

  • Also zunächst ist ja erstmal der Säugling da, der ist ja überhaupt nicht zu vergleichen mit einem mobilen, tapsigen , quiekenden 2 jährigem Kind.
    Wie ist deine Beziehung zu deinem Hund ?
    Du scheinst ihm kaum über den Weg zu trauen ? Bist du selber überhaupt Sicher in der Rolle der Führenden ? Orientiert er sich an dir, hält er deine Regeln ein und respektiert dich ?

  • Sam hat meiner Meinung nach schon eine starke Bindung. Er saugt jedes Wort von mir an ihn gerichtet auf wie ein Schwamm und ist sofort mit Eifer dabei um mir zu gefallen. Er tut Sachen nicht für Leckerchen, die sind ihm scheiß egal, aber für mich oder eine streicheleinheit macht er sie sofort.
    Allerdings muss man ihn eher als Angsthund beschreiben. Er hat Angst vor Wind, was wir leider nicht in den Griff bekommen und schon diverse Trainer, Tierpsychologen und Tierärtze drauf geguckt haben. Wenn ich da bin kommt er halt zu mir und versteckt sich. finde ich ok, aber bemitleiden oder so mache ich jetzt nicht.
    Gerade weil er halt vor allem Angst hat habe ich bedenken. Es ist mit seiner Angst vor Alltagssachen viel viel besser geworden und er orientiert sich an mir, aber ihm ganz die Angst zu nehmen schaffe ich einfach nciht, weil er eben auch vor Dingen Angst hat die man nciht üben kann, wie bei Wind zum Beispiel.
    Bei Sachen die man üben kann, hat er dann 1-2 mal Angst vor, wir arbeiten dran und dann ist das Thema erledigt, aber im Grunde hat er vor unbekanntem oder Dingen die anders sind als sonst eher Angst.

    Ein Bespiel von heute: Vor seinem "Zimmer" stand eine Plastikflasche. Man muss sich vorstellen, sein Zimmer ist unterm Schreibtisch und es gibt genügend Platz um daran vorbeizugehen. Er hat sich nicht getraut, hat erst davor gestanden und richtig gezittert weil er sich nciht getraut hat, dann hat er geweint und Hilfe bei mir gesucht, und dann hat er sich nach ergebnislosem betteln in eine andere Ecke des Zimmers gelegt, genau die weiteste Entfernung von der Flasche. Er hat keine schlechten Erfahrungen oder so damit gemacht und es stand auch öfter mal ne Flasche rum, aber eben nicht dort. Es war halt was neues und normalerweise steht dort ein Schreibtischstuhl und nichts anderes. Das alleine hat ihn schon so unsicher gemacht :(
    Ich habe dann etwas Zeit verstreichen lassen (warum? weil er auch oft die Masche hat und weint, wenn er einfach nur aufmerksamkeit möchte, außerdem wollte ich so einer banalen Sache wie einer Flasche nicht direkt so viel aufmerksamkeit schenken) und mit ihm geübt die Flasche mit der Nase anzutippen. Er war dabei zwar seeeehr vorsichtig aber er hat es für mich gemacht und wurde natürlich auch kräftig gelobt. Danach war er total happy und hat die Aufmerksamkeit genossen. Ich hab mich dann wieder dem Haushalt zugewendet und er ist an der Flasche vorbei in sein Zimmer gegangen und hat sich in sein Hundebett gelegt.

    Wegen solchen Dingen mache ich mir halt Sorgen.

  • Was mich bei deiner Beschreibung wundert ist , dein Hund ist 3 Jahre alt, und seit wann hast du ihn ? du schreibst, du hast ihn schon ein paar Jahre...also hast du ihn seit er ein Welpe ist ?

    Ich hätte jetzt gedacht, er ist erst kurz bei euch.

    Wie kann es sein, daß er so eine immense Angst vor alltäglichen Dingen hat ? Wie ist er denn aufgewachsen ?

  • :) Ja wir haben ihn seitdem er ein Welpe ist. Er hat meiner Meinung nach schon eine gute Sozialisierungsphase gehabt, Welpenstunde mit kennenlernen von Umgebungen wie Innenstadt, Busfahren usw (als er älter war). Laufen über verschiedene Untergründe, Schafe, Pferde, Fahrräder usw. haben wir alles in der Welpengruppe/Junghundgruppe geübt.
    Privat waren wir natürlich auch viel draußen unterwegs, natürlich nicht durchgelaufen, sondern hingesetzt oder die Umgebung erkundet. Laute Greäusche haben wir geübt, und genau vor den Geräuschen hat er auch keine Angst, aber andere wie Wind z.B die man nicht konkret üben kann, sind für ihn direkt bedrohlich.
    Ich glaube die Alltagsgegenstände ansich sind nicht das Problem, aber sobald was anders ist als sonst ist er direkt verunsichert.

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