Erziehung nochmal von vorne mit zwei Hunden möglich?

  • Hallo,

    ich lese schon lange in diesem Forum mit. Aber leider habe ich noch immer nicht die richtigen Tipps für meine Probleme gefunden. Grundsätzlich habe ich tolle Hunde :ja: :ja: :ja: . Aber es gibt doch so einiges, was mich gehörig nervt. Heute habe ich Folgendes erlebt, was mich total genervt hat:

    Fahrt in eine fremde große Stadt, schon bei der Ankunft zwei unruhige, heulende Hunde, sie waren nicht ruhig zu bekommen, kein ruhiges Gehen mehr möglich, spätere größere Gassirunde mit zwei furchtbar ziehenden Hunden.

    Ich muss dazu sagen, das unsere normalen Gassirunden zu Hause sehr unterschiedlich sind. Es ist nicht so, das beide Hunde ständig an der Leine ziehen. Bekannte Wege verlaufen oft relativ ruhig, solange es keine besonderen Vorkommnisse gibt.

    Aber was ich möchte, ist, dass zu jeder Zeit in jeder Situation (kleine Ausnahmen sind natürlich erlaubt ;) ) zwei relaxte Hunde neben mir laufen. Glaubt ihr, das dies irgendwann möglich sein könnte?

    Ich stoppe jetzt erst mal, es soll ja kein Roman werden. :roll: Danke erstmal fürs lesen.

    Angela

  • Hi

    wenn du neu anfängst, wurde ich neue Dinge einführen

    wenn sie am Halsband laufen, dann würde ich nun ein Geschirr nehmen
    wenn du ein Geschirr nimmst würde ich nun eine andere "Art" von Geschirr nehmen
    wenn du vorher FUß als Befehl hattest würde ich nun RAN sagen

    usw

    halt das sie merken, nun ist alles neu wir fangen nochmal bei NULL an, und immer nur mit EINEM üben

    ich mache das so. Alle gehen wir zusammen Gassi. Jeder kann sich lösen, einwenig toben, schnüffeln. Dann gehen wir nach Hause, dann kommt das Geschirr ab und das Halsband dran (meine ziehen jetzt nicht so schlimm, wir haben andere Baustellen) nun gehe ich mit EINEM los und übe, dann mit mit dem anderen. Nur 10min oder so. Zwischendurch dann Spiele und Leckrechen mit dem EINEN Hund. Meine finden es immer ganz toll wenn ich nur mit ihnen Unterwegs bin weil sie mich dann ganz alleine für sich habe und die Konzentration höher ist. Später wenn alles 100% klappt dann mit beiden üben. Erst spät Abends oder bei regen (dann wenn halt wenig Ablenkung unterwegs ist)

    :gut:

  • ich sehe grade dein einer ist erst 1 Jahr alt, ich hab auch gedacht das sie irgendwann Erwachsen werden, aber das sind sie mit 1 Jahr noch nicht. Nehme ihn nicht zu streng ran, er hat noch Flausen im Kopf und das ist wie mit pupatierenden Teenagern, den ganz du auch 10 mal was sagen und sie empfinden es nicht als wichtig. Ich musste das auch erst lernen :)

  • Hallo,
    wir haben viele viele Wochen immer jeweils mit einem Hund alleine trainiert. Ich sehe das so, das es mit einem alleine ganz gut funktioniert, meist jedenfalls. Aber irgendwie sind sie nicht kompatibel, wahrscheinlich schon die beiden miteinander, aber nicht unbedingt die beiden mit mir. Immer wenn ich denke, jetzt haben sie es verstanden, dann gibt es wieder irgendeine Situation, in der ich/wir nicht richtig reagiert haben und damit den/die Hunde verunsichert haben. Und schon lief es wieder aus dem Ruder. Es ist schwer zu erklären.
    Zu Hause sorge ich dafür, das die beiden viel Ruhe haben. Im Haus wird nicht getobt, wenn sie alleine bleiben müssen, dann trennen wir sie mittlerweile. Die Kleine kommt in eine Box in ein separates Zimmer, der Große bleibt wie immer im Flur alleine. Das kennt er schon ewig. Beide kommen gut klar damit.
    Gehen wir Gassi, müssen sie einen längeren Weg an der Leine bleiben. Ich lasse sie außerhalb unserer Siedlung immer erst ihr kleines Geschäft erledigen, danach heißt es für beide, solange sie an der Leine sind, gibt es kein Schnüffeln, kein markieren, kein Seitenwechsel (nur bei Hundebegegnungen, das dürfen und sollen sie, wenn sie sich damit von dem anderen Hund entfernen). Das klingt hart, aber als Max anfangs alles durfte, hatte ich nach kurzer Zeit lange Arme und ein ruhiges Gehen war gar nicht möglich. Max kannte es auch nicht anders.
    Aber mit beiden Hunden unterwegs zu sein, bedeutet auch, das Max vieles vergessen hat, was er mal konnte.

    Also fangen wir nochmal von vorne an.

    Das mit dem Wort "ran" finde ich gut, ich glaube, das "Fuß" verbinden die beiden nicht unbedingt mit - neben mir mit lockerer Leine - laufen. Eher mit zu mir kommen, oder so.

    Dann schauen wir mal. :smile:

  • mir fehlen weitere Info:

    wie alt sind beide Hunde?
    welche Rassen?
    habt ihr ein Ritual: zum Beispiel 2km "Fuß-laufen" und dann auf der Wiese offline toben?
    haben sie die Möglichkeit zum Toben, wenn sie es drinnen nicht dürfen?

    Ich bin auch gerade dabei meiner Emy (fast ein Jahr alt) von Neuem beizubringen, was das lockere Gehen an der Leine bedeutet und das geht bisher ausschließlich nur mit ihr alleine --> "Fuß" ist momentan völlig unmöglich, also lasse ich das auch und kümmer mich erstmal um das eine.

    Unser Smart war auch schrecklich in seiner sogenannten "Phase": seit letztem Sommer läuft er super an der Leine - das hätten wir nicht gedacht, nach einem kleinen Anpfiff erinnert er sich, was man von ihm will.

    Ich habe sozusagen ein ähnliches Problem.


    Warum denkst du, dass du die Beiden verunsicherst, wenn du "falsch" auf etwas reagierst?
    Hast du dazu ein Beispiel?

  • Zitat

    Max (fast 4 J.) haben wir als Welpe bekommen, er ist ein Mix, evtl. Rottweiler, Schäferhund, Hovawart. Genau wissen wir das nicht. Amy (gerade 1 Jahr) haben wir mit ca. 6 Monaten zu uns geholt, auch ein Mix, die Mutter soll ein Dackel sein, wer sonst noch beteiligt war, wissen wir nicht. Sie ist etwa 40 cm groß, Max etwas über 60 cm.

  • @ KamiKatZeChArLy

    Amy kommt in die Box, weil sie angefangen hat, alles kaputt zu machen. Sie reißt die Tapete von den Wänden, sie zerbeißt alles, was sie ins Maul bekommt, sie hat angefangen, unseren Kratzbaum für die Katzen zu zerlegen. Die Box ist riesig groß und sie nimmt sie gut an. Sie geht freiwillig rein. Das ist kein Problem. Nachts schläft sie mit Max zusammen (und der eine Kater leistet den Beiden dann meist Gesellschaft :D ). Also, sie ist da wirklich nur drin, wenn wir nicht da sind (z.B. arbeiten) oder wenn sie mal absolut zur Ruhe kommen soll.

    @ Huskymom
    Wenn wir das Haus verlassen, müssen die Hunde immer erst ein längeres Stück an der Leine. So richtig Fuß, also direkt neben mir, quasi mit Körperkontakt will ich nicht. Aber eben mit lockerer Leine. Dann, wenn es möglich ist, können sie von der Leine. Ich möchte jedoch nicht, das sie sich weit entfernen. Max hatte sich, bevor Amy zu uns kam, maximal 10 bis 15 Meter von uns entfernt. Das möchte ich mit zwei Hunden nicht. Am liebsten hätte ich sie um mich herum. Zumal Amy mal kurz entschlossen abhaut, wenn sie irgendetwas sieht oder einfach mal so. Max natürlich dann hinterher. Hat er früher nie gemacht :sad2: Aber beide kommen doch relativ schnell zurück. Amy, so befürchte ich, hat definitiv einen Jagdtrieb in sich. Ich lasse die Hunde nicht auf die Felder rennen, auch wenn manche da den Kopf schütteln mögen. Selbst die Heuwiesen sind tabu. Aber es ist Platz genug zum schnuppern. Es gibt Bereiche, da dürfen sie buddeln, soviel sie wollen, Max kennt das Kommando und Amy macht da irgendwie mit. Ansonsten wird nur im Garten getobt.

    Verunsichern tue ich sie z.B., weil ich mich bei Hundebegegnungen sehr unterschiedlich verhalte. Mal nehme ich sie vor Schreck ganz kurz, mal weiche ich aus (wenn es geht), mal schicke ich Max mit einem Kommando hinter mich, mal versuche ich, sie ins Sitz zu bringen, manchmal schimpfe ich auch mit den Beiden.

    Leider kann ich alles immer nur mit so viel Text beantworten. Sorry.

    LG
    Angela

  • Mach dir keine Gedanken dazu, ob Leute den Kopf schütteln, wenn deine beiden nicht auf den Feldern toben dürfen ;)
    Du schreibst ja selber, sie dürfen bei euch im Garten toben.

    Ich finde das auch super so und würde es beibehalten. An deiner Stelle würde ich die Spaziergänge zunächst wirklich nur dafür nutzen, das du zusammen mit ihnen Spaß hast oder arbeitest.
    Es liest sich ein wenig so, als würde beide zusammen nur das machen was sie wollen und dich ausblenden beim Spaziergang.
    Vielleicht liegt es wirklich daran dass du in deinem Verhalten nicht souverän genug bist, da wäre ein Trainer, der sich das mal vor Ort anschaut, sicher sehr hilfreich.

    Ansonsten würde ich mich mal in Themen wie Schleppleinentraining, Dummytraining oder Fährtensuche einlesen.

    Was machst du denn sonst während den Spaziergang? Sollen sie einfach nur um dich herum laufen?

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