• Eigentlich, manchmal....

    Sei mal ehrlich, wie lange bist Du mit ihr unterwegs und was macht Ihr so?

    Und vorallem, seit wann?

    Du sagst, seit dem Zeitpunkt 9 Wochen hat sie Bus- und Bahnfahren, Sozialisierungskontakte, wahrscheinlich auch Huschu etc.pp. - all die "netten Dinge, die Hundi so mitmachen "muss".....

    Das Doofe ist nur, in Ruhe ihre Umgebung erkunden, in Ruhe von dieser sicheren und vertrauten Basis aus starten konnt sie nicht.

    Vermutlich war sie auch zu lange unterwegs...

    Ich schätze, genau das macht sich jetzt bemerkbar... Sie ist ganz einfach reizüberflutet und unsicher.

    Nochmal: Fahr sämtliche Aktivitäten runter, lass ihr viel Ruhe, geh mit ihr vertraute Wege in Eurer Nähe und das über längere Zeit, sodass sie alles kennenlernen und von diesem sicheren Hafen aus auch das weitere Umfeld erkunden kann. Schrittweise und nicht gleich Meilenstiefelweise... und in einer Länge von einer halben Stunde pro spaziergang pi mal Daumen...


    Und die Wasserflasche stell mal bitte gaaanz weit weg. Die braucht`s nicht wirklich

  • Okay, das klingt schon alles sehr vernünftig. Ich bin eben so gestartet, da es in meine insgesamt 4 Welpenbüchern heisst, dass die Welpen in der Sozialisierungsphase viel kennenlernen sollen..Und das habe ich eben versucht umzusetzen. Vorallem will sie ja auch immer mit, sie will immer und überall dabei sein. :/
    Ich hab nur versucht alles richtig zu machen, und Sbahn fahren tun wir einmal die Woche im Schnitt. Sonst ist sie bis auf die Spaziergänge und die HuSchu immer zuhause. Aber auch da muss sie immer und überall dabei sein. Kaum steh ich auf und will den Raum verlassen muss sie mit..
    Wie sieht der konkrete Plan für sie aus? Was soll ich lassen? Was soll ich unterstützen?
    Die Wasserflasche steht jetzt auch nur noch für mich zum Trinken da (;
    Wie gesagt, ich hab versucht alles richtig hinzubekommen und jetzt wird mir gesagt, dass ich eigentlich alles falsch gemacht habe..Ich hab bloß das andere Extrem erlebt, in dem ein Hund total unterfordert war..Das wollte ich vermeiden.
    Ich bin in einem Hundeverein und in dem bleibe ich wahrscheinlich auch, da er in der Nähe ist und im Junghundekurs sind das dann auch andere Trainer.
    Liebe Grüße und danke für eure Hilfe.

  • Mein Hund kläfft zwar nicht, aber meint auch alles regeln zu müssen. Dabei ist sie auch eher ängstlich und unsicher. Wir arbeiten daran. Ich begrenze sie, indem ich mein Bein vor sie stelle und gebe ihr dann eine Aufgabe wie "Sitz"o.ä. mit Belohnung oder klopfe die Flanke. Große Worte sind gar nicht nötig.
    Ich würde auch, wenn es geht, eher in "reizarmer" Umgebung mit ihr laufen zum Üben.
    Und sie vielleicht auch sonst nicht so viel äußerlich fordern mit Stadt und Bus und Bahn...
    Die "Wassermethode" finde ich nur schlecht, das kann nicht richtig sein den Hund zu erschrecken..... :???:
    Viel Erfolg...

  • Und noch ein kleiner Nachsatz: Ist auch mein erster Hund und auch ich habe versucht alles richtig zu machen, was mir auch nicht gelungen ist! Aber lass dich nicht verunsichern, Du liebst deinen Hund und machst Dir Gedanken, dass ist erst mal das Wichtigste!
    Wenn sie überall mit dabei sein muss ist sie ein ähnlicher "Kontrollfreak" wie meine! ich übe jetzt mit ihr konsequent auf der Decke zu bleiben in kleinen Schritten (Tip von meiner Trainerin), damit sie nicht immer meint etwas zu verpassen..
    Es passiert nämlich nichts außer das ich doof in der Küche oder im Wohnzimmer herumlaufe.... und sie immer wieder zurückschicke! :headbash:
    Wie war das mit dem "Mühsam" und dem "Eichhörnchen.."
    Hab Geduld mit Dir und deinem Hund, ihr macht das schon....
    Liebe Grüße!

  • Zitat

    Nochmal: Fahr sämtliche Aktivitäten runter, lass ihr viel Ruhe, geh mit ihr vertraute Wege in Eurer Nähe und das über längere Zeit, sodass sie alles kennenlernen und von diesem sicheren Hafen aus auch das weitere Umfeld erkunden kann. Schrittweise und nicht gleich Meilenstiefelweise... und in einer Länge von einer halben Stunde pro spaziergang pi mal Daumen...

    Hast du noch andere Tipps? Was soll ich konkret machen bzw lassen? Will sie nunmal auch nicht unterfordern und sie hat eine solche Energie..!
    Liebe Grüße

  • Und an Jui123: Danke fürs Mut machen, ich geb mir redlich Mühe. Und du hast Recht, ich muss wohl an das Eichhörnchen denken (; Es ist noch nicht mal mehr der erste Hund, aber eben der Erste bei dem ich für die Erziehung verantwortlich bin..puh!
    Wie machst du das mit dem zurückschicken? Also auf den Platz und dann immer weiter die Zeit ausdehnen? Weil ich versuche Lotte schon ein wenig "Zen" beizubringen, also, beizubringen, dass sie etwas nur bekommt, wenn sie ruhig bleibt. Die Tür geht nur auf wenn sie ruhig sitzt und Essen gibts sowieso nur dann. Aber das hat wohl auch was mit Grundgehorsam zu tun und nicht mit Kontrollefreaksein verhindern oder?
    Liebe Grüße

  • Zitat

    Hast du noch andere Tipps? Was soll ich konkret machen bzw lassen? Will sie nunmal auch nicht unterfordern und sie hat eine solche Energie..!
    Liebe Grüße

    Natürlich haben Hunde in dem Alter viiiiel Energie, doch nach Hochfahren kommt "doof" heißt sie sind überdreht und kommen schlecht zur Ruhe. Somit reichen für das Alter eine halbe Stunde Spaziergang, schon dabei lernt er viel kennen und muss die Eindrücke erst mal verarbeiten.

    Wenn er dir ständig hinterherläuft würde ich öfter die Türen schließen, erst kurz und dann immer länger. Er kontrolliert dich und kommt somit nicht zur Ruhe, hat Schlafdefizid und dadurch überdreht.

    Versuche doch mal, ohne ein Ton zu sagen, die Zimmer zu wechseln und hinter dir zu schließen. Erst Sekunden - dann ins nächste Zimmer (ohne den Hund zu beachten / anzuschauen) und wieder ins Nächste ( Küche, Bad etc).
    Wenn du das jeden Tag, 30 Minuten übst, wird sie begreifen das sie dich nicht verfolgen muss und sich ruhig auf einen Platz zurückziehen.

    LG Sabine

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