Peggy das Problemchen ....

  • Hallo

    Wir haben seit 2 Tagen eine neue Mitbwohnerin.
    Sie heißt Peggy und ist ca. 2 Jahre, lt. Tierarztschätzung mittels Gebiss

    Peggy hat keine Pigmentierung und damit auch eine rosafarbene Nase anstelle einer schwarzen.....
    Sie hat grüne Augen - die tagsüber bei guten Lichtverhältnissen keine Auffälligkeiten in ihrer Sehkraft feststellen lassen - aber sobald das Licht diffuser ist, sieht sie schlecht und läuft dann auch gegen Dinge etc.....
    Hören tut ist jedoch gut (wenn sie will :D )
    Erziehung ist wohl gleich null bisher, das einzige was sie richtig und SOFORT versteht ist "nein".

    Jetzt aber zum eigentlichen, wo ich trotz 40 Jahre Hundehaltung (Schäferhund, Labrador, Terrier und Dackel) gerne ein paar Ratschläge hätte.
    Soweit sie in der Ferne machbar sind.

    Vorab möchte ich noch sagen, das wir eine Hundetrainerin bereits kontaktiert haben.
    Sie jedoch erst in ca. 2 Wochen aktiv werden möchte, damit der Hund erst mal ankommen kann hier.

    Das das wichtig ist, weiß ich auch. ;)

    Wie gesagt wir haben sie seit 2 tagen, vorher war sie in einer Pflegestelle mit 4 anderen großen Hunden, 2 Katzen und Kleinkindern - streß pur für den Hund
    Dann kam sie vor 4 Tagen in eine andere Stelle, wo es "nur" eine Katze gab, die Pflegerin aber nur halbtags zu hause.

    Wir haben sie Freitag dort abgeholt und das war Streß pur.

    Es hat gut 1 Stunde gedauert bis ich die Leine an das bereits angelegte Halsband bekommen habe.
    Sie wollte sich nicht an den Kopf und Hals fassen lassen, selbst stehend und nur mit der Leine zum Halsband gehen, beantwortete sie mit beißen.... und zwar richtig beißen.

    Als ich es endlich geschafft habe die Leine ans Halsband zu knipsen, gings in die Transportbox, vorher aber erst schnell raus zum pullern). Angekommen bei uns haben wir die Box geöffnet und sie kam selber heraus und schaute sich überall um. Wir haben sie völlig in Ruhe machen lassen und sind auch nicht hinterher.

    Irgendwann gings sie ins Körbchen und schlief, zum Gassi gehen zur Nacht musste ich sie schon fast wecken, sie kam und es ging rau (die leine war nach wie vor noch am Halsband und sie läuft so durchs Haus.

    Gestern zweiter Tag im Haus, alles wie gehabt, sie nahm aber Futter aus der Hand, der Hunger machte es wohl nötig :D, da ergab sich die Chance ihr zweimal mit den Fingern über den Rücken zu streichen, den dritten versuch, brach sie mit Beißversuch ab.
    Da hab ich sie dann ignoriert und liegen lassen.

    Heute morgen (der zweite Morgen hier) kam sie von selber früh an und ihre Schwanzspitze wedelte und sie schaute freundlich, aber vorsichtig.

    Ich denke mal da sie auch viel schläft, nach der Streßwoche, braucht sie viel Ruhe und Zeit um Vertrauen zu fassen.

    Heute kam sie auch um zu fressen, es war nicht viel aber immerhin und natürlich wieder aus der Hand, aber anfassen - is nicht.

    Ich versteh zwar nicht, wie man so einem Hund ein Halsband anlegen kann statt ein Geschirr aber gut, muss ich auch durch und würde das gerne ändern, nur sie lässt niemanden an sich so an ihren Körper, geschweige denn in Kopfnähe.

    Vielleicht hat ja jemand Ratschläge die mir entfallen sind oder ich noch nicht kenne?
    Ich würde gerne das Halsband ablegen und das Geschirr anziehen und die Leine zu Hause ablegen.

    Fragen, werden gerne beantwortet.

    Danke

  • Ist sie ein Chihuahua oder so? ;-) (weil du offensichtlich immer kleiner wurdest mit den Hunden..)

    Ich bin mir ganz sicher, es kommen noch viele und va bessere Beiträge, aber zunächst würd ich dir unbedingt ans Herz legen, alles Bedrängen zu vermeiden, damit sie sich ganz entspannen kann: erst mal kein ans Halsband greifen (sondern das Schritt für Schritt erarbeiten) und bitte nicht streicheln!

    Allgemeine Tipps wären Calming Signals anwenden (google/Forumssuche), nicht direkt anschauen, nicht direkt (wenn überhaupt) auf sie zugehen (sondern in einem Bogen, also immer eher von der Seite her annähern), Hand (zB mit Futter) nicht zu ihr hinstrecken,... Wenns Trockenfutter ist, es ihr hinwerfen (einfacher als es von der Hand zu nehmen und bringt noch mehr positive Verknüpfung), einen sehr geregelten Tagesablauf mit wenig/anfangs keinen Überraschungen,... Etc etc

    LG und viel Freude mit der Kleinen :)

  • können Rückenschmerzen ausgeschlossen werden? oder lässt sie sich ganz allgemein nicht anfassen?

    ich würde das Halsband und eine rel. kurze Hausleine dranlassen, dann musst du vorerst nicht mit der Leine rumfummeln und sie tritt sicher nicht auf die Leine drauf.

    Dann würde ich mit der Handfütterung weitermachen. Damit sie Kontakt zu dir aufnehmen muss. Und vorerst würde ich gar nicht versuchen sie anzufassen. Wenn man sieht wie sehr sich die Manila von Britta hier im Forum verändert hat... das dauert seine Zeit, viel Zeit. Aber alles ist möglich :gut:

    Wenn sie merkt dass du rücksichtsvoll bist im Sinne dass du ihre Unsicherheit bezüglich anfassen respektierst, dann wird sie sicher auftauen.

    edit: ups, grad gesehen dass sie ja wirklich ein kleiner Mix ist, dann wird das schwierig mit der kurzen Hausleine, die wird dann sehr kurz ;) dann vielleicht doch eher einfach eine sehr leichte Leine mitschleifen lassen?

  • Ich finde es prima, dass ihr einen Problemhund bei euch aufgenommen habt und euch der Herausforderung stellen wollt.
    Wie es sich anhört, hast du schon Vieles richtig gemacht. Erstmal in Ruhe ankommen lassen und aus der Hand füttern ist schon mal gut. Ich würde jeden Druck heraus nehmen und Peggy das Tempo vorgeben lassen.

    Als unser Tierschutzhund zu uns kam, ist er jedesmal ausgewichen, wenn man nach dem Halsband gegriffen hat und hat mit den Zähnen abgewehrt. Genau so hat er reagiert, wenn wir uns mit einem Gegenstand wie einem Zeckenhaken oder auch nur einem Tuch an ihm zu schaffen machen wollten. Da half nur viel Geduld und gaaanz entspannt ran gehen. Sobald ich es nur eilig hatte, ging gar nichts, er hat das sofort gespürt, da ich dann wahrscheinlich unbeabsichtigt Druck aufgebaut habe.

    Lass ihr einfach Zeit. Wenn sie sich an deine Anwesenheit gewöhnt hat, wird sie irgendwann den Kontakt suchen. Wenn sie dann nicht mehr ganz so misstrauisch ist, kannst du vielleicht jede vorsichtige Berührung mit Futter verbinden und so positiv belegen.
    Was hat sie denn für eine Vergangenheit, wisst ihr das?

  • Hallo

    Danke für eure Antworten.

    Also sie ist kein Chihuahua, Rückenprobleme können ausgeschlossen werden ... sie lässt anfassen so ziemlich gar nicht zu. Hin und wieder mal, ganz vorsichtig mit zwei Finger aber das auch nur wenns sein muss, daher hab ich es wieder gelassen.

    Mit dem Futter hinschmeißen, würde ich nicht so gut finden .. sie nimmt es ja aus der Hand an und auch wenn ich es auf mein Knie lege wenn ich auf dem Boden sitze, da nimmt sie es auch vorsichtig runter.

    Die Leine ist normal ne 1,20 Leine mit der wir auch raus gehen, die schleift auch im Haus hinterher, was sie überhaupt nicht stört.
    Ich denke das sie es kennt permanent "an der Leine zu hängen", was mir auch das Problem des Halsbandes erklären würde.

    Denn die Vorgeschichte, ist leider zumindest uns nicht bekannt.

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