Gassihund - Erziehung, Bindung, Beschäftigung
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Hallo zusammen,
ich hatte hier schon einmal geschrieben, weil ich über eine Hundeanschaffung nachgedacht habe.
Jetzt ist es doch erstmal ein Gassihund geworden, und ich habe richtig Glück gehabt, er ist ein ganz lieber, freundlicher Hund.Bisher war ich 3x alleine mit ihm spazieren, vorher einmal mit Frauchen.
Wie gesagt ist er ein total freundlicher, unkomplizierter Hund. Aber so ein paar Fragen haben sich doch ergeben.Zum einen wüsste ich gerne, ob und wie ich ihn auch während des Spaziergangs etwas beschäftigen kann und soll. Mit kleinen Spielchen zwischendurch oder so. Bisher habe ich mal ein Stöckchen geworfen und etwas rumgeblödelt, aber nach 1-2 Mal verliert er schon die Lust und widmet sich wieder dem Rumschnüffeln. Er ist generell ganz gut mit Stöbern und Schnüffeln beschäftigt, aber gerade bei längeren Spaziergängen (> 1,5 Stunden) könnte vielleicht etwas Abwechslung gut tun? Würde ja sicher auch die Bindung verbessern...?
Das hat auch mit meiner nächsten Frage zu tun. Er ist ziemlich "selbständig". Man kann ihn ohne Leine im Wald laufen lassen, und spätestens wenn man nicht mehr in Sichtweite ist, kommt er angebraust. Man merkt deutlich, dass er nicht "verloren gehen" will und selbst bei anderen Hunden oder was interessantem im Wald kommt er dann wieder. Wenn man allerdings in der näheren Umgebung ist, lässt er sich nicht super abrufen. Das ist dann so "ach nee lass mal das hier ist gerade interessanter". Bisher bin ich umgedreht, damit er mir hinterher muss und ich ihm nicht nachlaufe, oder einfach stur geblieben und habe darauf bestanden, dass er kommt, auch wenn es länger gedauert hat. Dann gabs ein Leckerli. Ist das richtig? Oder sollte er nur eins bekommen, wenn er auch prompt hört? Aber wie verhalte ich mich dann, wenn er nicht sofort kommt? Für ihn und uns ist das kein Problem, aber ich würde ihn schon gerne zuverlässig abrufen können, wenn z.B. Leute kommen, die offensichtlich ängstlich sind oder Pferde oder sonstiges.
Bei fremden Hunden ist er laut Frauchen auch unkompliziert, eher zurückhaltend, geht Stunk aus dem Weg. Hab ich auch schon bemerkt.
Aber gibt es unter Hundehaltern sowas wie Regeln, wie man sich zu verhalten hat, wenn man im Wald auf andere (ggf. freilaufende) Hunde trifft? Kurz zurufen "der ist lieb" oder so?Sein Frauchen meinte auch schon, sie hat das Abrufen etwas schleifen lassen und wird auch wieder mit ihm trainieren. Es ist halt echt ein lieber, das verleitet wohl dazu, nicht so super konsequent zu sein...

Ich denke mal, generell wird das mit der Zeit besser, denn gerade bin ich ja noch recht neu und fremd. Obwohl er sich heute beim 3. Mal schon deutlich gefreut hat als ich gekommen bin.

Falls noch was unklar ist, schreibe ich gerne mehr.
Wäre echt dankbar über ein paar Ideen und Tips.Viele Grüße!
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Hallo,
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ich habe zwei Fragen:
warum willst du zu einem "gassi-hund" eine enge Bindung aufbauen?
warum willst Du ihn erziehen? -
Ich will keine "enge" Bindung zu ihm aufbauen. Ich will kein Zweitfrauchen werden oder so.
Aber wenn ich mehrmals die Woche mit ihm unterwegs bin, kann ich mich doch auch mit ihm beschäftigen.
Ist das irgendwie hundepsychologisch ein Problem?Und ich möchte ihn nicht alleine erziehen. Mir ist klar, dass das prinzipiell Aufgabe des Frauchens ist, und sie hat ja angekündigt, das auch wieder vermehrt in Angriff zu nehmen.
Aber trotzdem will ich wissen, was ich tun kann. Ich hatte ja geschrieben, dass ich irgendwann einen eigenen Hund möchte, und da kann es doch nicht schaden, schonmal Erfahrungen gesammelt zu haben.
Und irgendwie ist es für mich auch einfach selbstverständlich, mich da einzubringen und mir Gedanken zu machen... Ich entscheide ja nichts über den Kopf der Besitzerin hinweg. -
Hallo, als einfache Beschäftigung würden mir Leckerlie-Suchspiele einfallen. Bietet sich ja an, wenn er eh gern schnüffelt.
Bei Hundebegegnungen solltest du ihn schon erstmal zu dir holen, viele mögen das nämlich nicht besonders, wenn fremde Hunde einfach angelaufen kommen (ich auch nicht
). Wenn der andere nah genug ist, kannst du immernoch fragen, ob du ihn laufen lassen darfst.
Deswegen solltest du schon einen Rückruf trainieren. -
Hi,
ich war heute wieder mit ihm draußen. Es ist schon viel viel besser geworden mit dem Abrufen. Anscheinend fängt er jetzt an, mich als Bezugsperson anzunehmen und achtet viel besser auf mich. Außerdem scheinen die neuen Leckerlis sehr viel besser zu schmecken. :-)
Allerdings waren heute weit und breit keine Leute im Wald, die für Ablenkung gesorgt hätten. Dass so ein bisschen Nieselregen die ganzen Leute schon vom Spaziergang abhält...Ich hab noch eine Frage: Er war heute sehr ausgelassen und stürmisch, und war auch beim Stöckchenwerfen länger begeistert dabei. Ich wüsste gerne was ein spezielles Verhalten in dem Zusammenhang ist - wenn er das Stöckchen gefunden hat, schleppt er es mit sich rum, lässt es auf den Weg fallen, geht zwei Schritte weiter und sobald ich in die Nähe komme, schnappt er es sich wieder und rennt damit weiter. Wenn ich es aber doch schneller erwische, springt er mitunter an mir hoch ( mit Matschpfoten... :-/ ), was ich aber nicht möchte. Hab dann streng "nein" gesagt und ihn sitz machen lassen, damit er wieder etwas runter kommt. Nur für eine Sekunde, dann wieder "ab" und weiter tollen. Ist das ok so oder wie gehe mit diesem stürmischen Spiel mit ihm um, ohne ihn zum Hochspringen zu animieren?
Ich hatte auch gelesen, dass dieses Hochspringen und auch auf den Vorderpfoten Rumhopsen, was er auch macht, so ein Imponiergehabe ist bzw. schon in die Richtung Rangordnungsklarstellung geht?? Kann mir dazu jemand was sagen?
(Oder ein gutes Buch über Hundeverhalten / Erziehung für Anfänger empfehlen?) -
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Der Stock ist Beute und du bist die Konkurrenz darum. Wenn du meinst, d kannst den Hund gut einschätzen Und lesen, dann ist s okay, aber dann ist das Einfordern der Beute durch Anspringen natuerlich nicht okay.
Oder du suchst konfliktfreiere Beschaeftigungmoeglichkeiten, vielleicht Apportieruebungen mit Dmmy oder Futterbeutel? -
Hi,
und ist das, was ich dann mache, nämlich beim Anspringen "Nein!" sagen und ihn sitz machen lassen, richtig?
Oder wie regel ich das am Besten? Er springt auch zur Begrüßung an mir hoch, das gibt dann auch ein "Nein!" von der Besitzerin und mir.Die Preydummies finde ich auch sehr interssant, da werd ich mich mal näher mit beschäftigen. Aber ist das nicht im Prinzip das Gleiche wie mit einem Stock? Der Dummie ist ja dann auch Beute, oder?
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Ja, der Dummy ist ein Beuteersatz, richtig. Der Hund lernt, mit dir zu kooperieren, weil er ja allein nicht ans Futter kommt.
Das Springen wuerd ich auch konsequent unterbinden, es ist auch hilfreich Alternativen einzuüben, wie du es bereits machst.
Je nachdem kannst du das Springen auch anders managen.
Die Hauptsache ist, dass DU gut strukturieren kannst und mit der Zeit kannst du das Verhalten des Hundes vorwegnehmen und schneller eingreifen. Das is Erfahrungssache.
Viel Spass und viel Erfolg
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Hi,
nachdem wir nun auf den Spaziergängen immer schön geübt haben, ist das Abrufen schon viel besser geworden. Noch nicht perfekt, wenn er abgelenkt ist, aber es wird immer besser. Generell achtet er mehr auf mich und streunert nicht mehr so weit umher. Das ist gut, oder?
Er soll sich ja an sich ruhig frei bewegen.Dann bin ich noch dazu übergegangen, die Belohnung anstatt aus der Hand zu geben, ein Stück weit ins Unterholz zu werfen, so dass er sie sich erschnüffeln muss. Es hat eine Weile gedauert bis er kapiert hat, dass er das Leckerli jetzt selbst suchen muss. Erst hat er immer noch verwirrt zu mir geschaut wenn er es nicht sofort gefunden hat und ist zurück gekommen. Aber mittlerweile versteht er, dass "Such!" bedeutet, dass das Leckerchen da irgendwo rumliegt. Zur Not komme ich und zeige grob die Stelle, damit er auch ein Erfolgserlebnis hat und nicht ewig umsonst sucht. Da möchte ich nun die Schwierigkeit immer etwas erhöhen.
Das Anspringen ist auch kein Thema mehr, ich lasse solche Situationen einfach nicht mehr entstehen. Hoffentlich vergisst er dann einfach, dass Anspringen mal in seinem Verhaltensrepertoire war.

Außerdem würde ich demnächst gerne zum Dummytraining übergehen. Ich habe mal in das Buch "Dummytraining: Beschäftigung für jeden Hund" reingeschaut. Mit zum Training gehören auch nochmal Fußarbeit, Komm, Sitz und Bleib etc., was ich super gut finde, ist ja genau unser Thema.
Kennt jemand das Buch?Jo ist ein Podenco-Mix, deshalb war ich mir bei anderen Büchern unsicher. Die scheinen alle ziemlich auf Retriever ausgelegt zu sein. Aber auch ein Podenco kann Apportieren lernen und Spaß dabei haben, oder?
Kann jemand einen guten Dummy empfehlen? Ich habe gerade ein finanzielles "Dankeschön" von der Besitzerin bekommen und möchte einen Teil davon in Jo investieren, da ich eigentlich nichts haben wollte für das Spazieren gehen.Und welche Leckerchen sind gut? Die aus dem Zooladen mag er, ich finde aber, die stinken furchtbar künstlich. Ich habe auch schon einige Rezepte gesehen, aber im Moment habe ich nicht die Geduld zum Backen, daher suche ich erst mal noch was gekauftes. Empfehlungen?
Dank euch!

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Trockenfisch ? Rinderzunge ? Pansen ?
Sowas kommt immer gut an

- Vor einem Moment
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