Erst hat er Angst und dann rammelt er

  • Okay, Dominanz ... Gut okay. Es gibt Leutchen, die haben angeborene Führungsqualtitäten, sog. Leader.

    Sie sind nicht laut, sie machen auch kein großes Tamtam, aber sie wissen genau wie wann was zu tun ist.

    Dann gibt es Follower, Leutchen, die mitlaufen.

    Grundprinzip vom Leadershipping.

    Du kannst das übrigens wunderbar in dem Film "Das Experiment" verfolgen.... aber auch in "Die Welle"-> alles das gleiche Prinzip.

    Rudeltheorie, Klasse, nur ein Rudel basiert auf einem Familienclan und keinem per Zufall zusammengestellten Mix aus Hunden/ Tieren oder aus einer Kombi von Hund und Mensch.

    Das ist bestenfalls ein Team.

  • Also: Es gibt bei Menschen auch "Gruppenforschung". Die "Gruppenforschung" besagt, dass sich in einer Gruppe immer ein "Teamführer" herausbildet, das ist ein Mensch, dem die Gruppe vertraut und dem sie sich deshalb gerne "unterordnet". Das bedeutet es gibt ein Machtgefälle. Wenn ich mich "unterordne" muß es auch jemanden geben, der "dominant" ist, in diesem Fall der "Teamführer". Diese "Unterordnung" geschieht aber freiwillig, in diesem Fall ist "Dominanz" also "positiv besetzt". was mich an "Animal learn" so stört, ist, dass der Begriff "Dominanz" immer negativ bestzt wird. Und deshalb wird man ständig von diesen Leuten angegriffen, wenn man das Wort "Dominanz" in den Mund nimmt. Für mich ist "Dominanz" aber erstmal völlig wertneutral. Ob "Dominanz" negativ oder positiv besetzt ist, ergibt sich aus der jeweiligen Situation. Wenn ein Hund auf meinem Kind aufreitet, empfinde ich das negativ und befreie mein Kind. Ob es sich aber wirklich darum gehandelt hat, dass der Hund die Grenzen austesten wollte und sich deshalb "dominat" gebärdet hat oder ob es sich vielleicht um eine "übersprungshandlung oder noch etwas anderes gehandelt hat, muß erstmal untersucht werden. ch glaube an "Dominanz" beonders bei unsicheren Hunden, die noch nicht wissen welche Rolle sie in der Familie haben. Man sollte viel für die Bindung tun, damit sie ein solches Verhalten nicht mehr nötig haben.

    LG Cafedelmar

  • P.S: ich muß es auch nicht "Dominanz" nennen, wenn es für Dich so ein Reizwort ist. Dann lasse ich es weg und formuliere es so:
    Es kann sein, dass der Hund unsicher ist und nicht weiß, wo sein Platz in der Familie ist. Vielleicht rammelt er das Kind, um sich eine übergeodrete Rolle zu sichern. Vielleicht ist es aber auch nur eine Übersprungshandlung. Ich würde viel für das Selbstvertrauen des Hundes tun und an der Bindung arbeiten, auch klare Grenzen sind wichtig und Rückzugsmöglichkeiten für den Hund, damit der Hund sich wohl fühlen kann, weiß wo er seinen Platz im Mensch-Hund_team hat hat und sich unterordnen darf (was Hunde allgemein gerne tun, wenn sie sich sicher fühlen).


    Wäre es Dir so Recht? :smile:

    LG Cafedelmar

  • Okay, damit kann ich um. Magst Du das vielleicht nochmal lesen: http://www.hovawart-info.de/rangordnung.htm ?

    Genau das trifft es ganz gut, was ich eigentlich sagen möchte.

    Wobei, grad in der Situation würd ich ganz simpel auf Stress resultierend aus Überforderung mit der ganzen situation tippen und auch bei der Schwägerin.

    Sprich, ich würd die Situation beim Kind gar nicht zulassen-> Angst vor Kindern. Hund kann iwann auch nach vorn gehen.

    Scwägerin-> Erregungslevel vom Spiel viel zu hoch. Ich würd ihn früher aus der Situation nehmen. Ruhe verordnen und schauen, dass Hund wieder runterkommt.

  • Klasse Text! Danke für den Link! :gut: Ja das trifft auch in etwas, was ich denke:,
    Dominanz ist nichts Starres/Beständiges, deshalb gibt es auch nicht "den dominanten Hund", sondern nur "dominantes, Verhalten oder Bestrebungen"
    Dominanz findet nur statt, wenn sich der andere dominieren läßt.
    Ein Hund ser sich situationsbedingt unsicher fühlt, neigt eher zu Aggression, als wenn er sich sicher fühlt, dann strahlt er eher Souveränität aus.
    Ein Hund der dominante Bestrebungen zeigt, stellt nicht automatisch die Ranghöhe des anderes in Frage.
    Dies geht schon alleine deshalb nicht, da die Ranghöhe ja individuell, je nach situationlage entsteht. Allerdings ist ein Hund ein Rudeltier, dass sich gerne jamandem anschließt, der Führunsgqualität wie Souveränität ausstrahlt. Hunde ordnen sich in der Regel gerne unter und suchen nach einem "Ranghöheren" im Team. Wenn ein Hund also ständig meine Ranghöhe anzweifelt, sollte ich etwas an meiner Art ändern, damit er mich wieder respektieren kann.
    Nur alleine Grenzen setzten, wird dann nicht ausreichen.

    Für die Threadstarterin kommt unterm Strich das raus, was ich bereits in kürzerer Form schon gesagt habe.

    Hund vom Kind nehmen (Kind schützen).
    Untersuchen, ob dem Hund seine "Einordnung" oder sein "Platz" im Team klar ist, wenn nicht für Klarheit sorgen.
    (Mit Klarheit ist gemeint: liebevolle, souverände Führung mit Regeln , die der Hund auch verstehen kann.)
    sich mit Hundesprache: Beschwichtigung beschäftigen, um den Hund früher vor Stress schützen zu können (vorbeugen)
    Kind Umgang mit dem Hund zeigen. (Hundesprache bei bringen).
    Für Abwechslung und Ruhezeiten sorgen, Hund auch geistig auslasten. (Energie und Stressabbau, Bindungsaufbau): Spiel, Ruhe und Kuschelzeit für Hund. (Hund ist kein Spielzeug).

    Ich denke, wir sind einer Meinung, oder? :???:

    Frohes Neues wünscht Cafedelmar

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