Woran liegts?

  • Wir haben unsere 2-jährige Labradorhündin jetzt seit zwei Monaten. Anfangs hat sie gar nicht gebellt. Das erste Mal vor ein paar Wochen, als ihr Herrchen sich mit dem Nachbarn unterhalten hat und ich sie nicht hingelassen habe, da die beiden auf der Straßen standen. Da hat der Nachbar ganz überrascht gefragt: "Euer Hund kann bellen?!"

    Na ja..seitdem bellt sie eigentlich immer ein paar Mal, wenn sich ein Fremder nähert (nachts muss es nicht einmal ein Fremder sein). Wenn sie im Auto sitzt und jemand geht dicht dran vorbei. Wenn sie in der Wohnung ist und draußen Menschen reden hört. Wenn jemand im Treppenhaus redet.
    Katzen hat sie bis dato einfach ignoriert, jetzt bellt sie auch die an.
    Ich sage dann immer AUS oder ignoriere sie.

    Habt ihr Tipps, wie ich meinem Hund das abgewöhnen kann?
    Und was mich auch interessiert: Woran liegt es, dass sie das nun macht? Sie hat inzwischen eine starke Bindung zu uns aufgebaut, möchte sie uns vielleicht beschützen?

    Liebe Grüße

  • schau mal hier:
    Woran liegts?

  • Ich glaub Sie will euch Beschützen und traut euch diese Rolle nicht zu.

    Da es in sovielen Situationen vorkommt und ich weder dich noch den Hund kenne, würde ich zu einem Trainer Raten. Bzw.: weil es sehr viele schwarze Schafe unter den Trainern gibt, dazu hier im Forum nach einem Trainer zu fragen. Hier haben die Halter ja schon Erfahrungen mit den Trainern. Wenn dir nen Trainer am telefon erzählt das dein hund einfach Dominant ist ohne den Hund gesehn zu haben kannst ja schon fast auflegen. Aber hier gibts in so gut wie jeder Wohnregion jemand der nen guten Trainer kennt.

    Ich könnte mir gut Vorstellen, weil es in sovielen Situationen vorkommt, das ihr das durch gewisse Verhaltensänderungen generell im Altag auch schnell in den Griff bekommt. Vorallem weil der Hund noch nicht solange bei euch ist.

    Als Tip vielleicht noch: Ich finde das ein Hund denkt das er auf seine Menschen aufpassen muss, hat nicht zwangsläufig was mit Rangfolge ect. zu tun.
    Es kann an fehlender Frusttolleranz liegen. Es kann daran liegen das ihr zu spät reagiert und dem Hund kein Okay entspannungssignal gebt, das der Hund weiß ihr habt das auch bemerkt und ihr als Menschen habt die Situation voll im Griff.
    Es kann daran liegen das der Hund Unsicher ist. Es gibt viele Gründe dafür.

    Ich denke vor Ort wird dir jemand kompetentes der dich in Zusammenarbeit mit dem Hund erlebt einfach viel besser über alles Urteilen können, welchen Grund es hat und was du und deine Familie verändern müssen, damit der Hund nicht mehr alles verbellen braucht.

  • Hallo,

    ich kann mir weniger vorstellen, dass sie euch beschützen will, sondern sie will sich durch ihr Gebelle selber schützen, weil sie unsicher ist.
    Mit "aus" und Ignoranz wirst du nicht weiterkommen, auch nicht, wenn es Schutztrieb wäre (wovon ich nicht ausgehe).
    Lasse dir von einem guten Hundetrainer zeigen, wie du deinem Hund Sicherheit gibst, denn zurzeit versucht sie krampfhaft für sich selbst zu sorgen.

    Gruß
    Leo

  • Vielen lieben Dank für deine Antwort, acidsmile!

    Leider bin ich ja erst seit kurzem Hundehalterin und muss noch viel lernen..

    Wie gibt man dem Hund ein "Entspannungssignal"?
    Ich dachte, es gibt dem Hund Sicherheit, wenn ich einfach ruhig bleibe und ihm so zeige, dass die Situation nicht gefährlich ist. Ich möchte sie in dem Moment ja nicht beruhigen, da ich sie ja dann für das Bellen belohnen würde.


    LG

  • Das kann dir am besten ein Trainer zeigen.

    Es gibt einfach zuviele Dinge wo es falsch läuft bei dir und dem Hund, da will ich dir keine Tips geben.

    Der einzige Tip den ich dir geben könnte, wäre: lebe so mit dem Hund zusammen und verlange das vom Hund was du von einem Hund verlangen würdest mit dem du schon Jahrelang zusammenlebst.

    Aber da es dein erster Hund ist, wird dir das nichts bringen und du musst es erst erlernen.

    Indem du einfach ruhig bleibst während dein Hund ein problem erkennt wird dir jedenfalls nicht helfen. Es wird dir auch nicht helfen wenn du Wütend wirst und schimpfst, so würdest du nur deine eigene unfähigkeit Zeigen, deinem Hund gegenüber.

    Es muss dir richtig Zuhause gezeigt werden, wo du schon Grenzen setzen musst. Dann muss dir draussen gezeigt werden welche Körperhaltung du einnehmen musst und welche Stimmlage du haben musst um deine eigene Souveränität auszustrahlen. Dann muss dir gezeigt werden wann der Zeitpunkt ist wo du deinen Hund auch mal Maßregeln musst.

    Ich denke genau daran liegt es. Da hab ich schon als meine Hündin noch nicht 1 Jahr alt war die Erfahrung gemacht, das ne Trainerin in den 3 Stunden mir mehr geholfen hat wie alle meine Bücher und die dutzend Hundehalter die mir gute Ratschläge gegeben hatten. Denn Sie hatte Erfahrung und hat mich sofort korrigiert, hat sofort erkennen können wodran es lag aufgrund ihrer Erfahrung.

    Die Hilflosigkeit gabs nicht mehr. Ich wusste wie ich zu Reagieren hatte und warum ich das so machen muss. Die Meinungen anderer Halter spielten auch keine Rolle mehr, denn diese Methode der Trainerin Funktionierte. Das war schon nach einer Stunde zu erkennen.

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