Spielen mit Ersthündin???

  • Hallöchen,

    haben seit Mittwoch unseren kleinen Mojito bei uns.
    Unsere Marley war natürlich nicht gerade begeistert, was ich auch nicht erwartet habe... erst war sie sehr distanziert, schien fast Angst vor ihm zu haben. Wenn er ankam zum kuscheln hat sie direkt die Biege gemacht :sad2:
    Diese Unsicherheit wurde jetzt die Tage besser und sie fing an ihn "anzuspielen" (dachte ich zumindest erst).
    Jetzt kommt es mir so vor, als wenn sie ihn regelrecht mobbt. Sie nimmt ihm die Spielsachen weg, schubst ihn um und "spielt" relativ grob mit ihm. Und das fast immer, wenn er hier rumläuft... direkt rennt sie hinterher und fängt zu stänkern an.
    Erst haben wir uns das einfach nur angeguckt, obwohl er uns ja auch bisschen leid tat, weil ich dachte, dass es für sie ja auch schwer ist und beide sich ja erstmal aneinander gewöhnen müssen. Und verhätscheln wollten wir ihn ja auch nicht.
    Aber langsam mache ich mir Gedanken, ob es für seine Entwicklung später nicht schädlich ist, denn er wird langsam auch immer frecher ihr gegenüber und versucht sich natürlich zu wehren und pflaumt sie an (hört sich fast schon witzig an bei so einem kleinen Kerlchen)... als es mir jetzt einmal zu bunt wurde bin ich dazwischen und habe die beiden getrennt, aber Mojito ist wieder direkt zu ihr hingerannt :headbash:
    Nur körperlich unterlegen wird er ihr ja nicht bleiben, da wir schätzen, dass er nachher so 15 cm mehr Schulterhöhe und auch eine kräftigere Statue haben wird.
    Dass die beiden nach 1 Woche noch nicht das absolute Dreamteam sind, war mir ja auch klar, aber wünsche mir natürlich, dass sie sich nachher verstehen und vor allem auch, dass er ja ein verträglicher Rüde wird und jetzt nicht ständig miese Erfahrungen macht (besuche deswegen mit ihm auch Freunde mit Hunden, damit er gut sozialisiert wird).
    Bin ich paranoid und mache mir zu viele Gedanken? :roll:
    Jetzt beim 2. Hund möchte ich natürlich alles besonders richtig machen und Fehler, die einem beim 1. Hund ja oft passieren, vermeiden... unsere Welpenstunde in unserer Hundeschule fängt leider auch erst wieder im nächsten Jahr an :sad2:
    Danke und liebe Grüße,
    Julia

  • Hallo,

    der Kleine wird es schon verkraften, wenn die Hündin ihn ein bisschen erzieht. Das ist völlig normal. Sollte es aber zu "streng" werden, musst Du eingreifen und das für die beiden regeln.
    Du hast Dich für einen Zweithund entschieden und nicht Deine Hündin. Also ist es auch Deine Aufgabe, regulierend einzugreifen: Mobbt die Große den Welpen, schickst Du sie weg. Andersherum aber auch:Nervt der Kleine die Ersthündin, bekommt er eine Auszeit.
    So werden beide auf Dauer lernen, vernünftig miteinander umzugehen.

  • Hallo,

    unser Willy hat ja mit seinen 11 Jahren auch einen Welpen dazu bekommen.
    Die erste Woche war es ziemlich schwierig, unser Max durfte nichts in seiner Nähe machen.

    Heute nach 6 Wochen sind die beiden ein Team geworden))))))
    Sie Spielen auch viel zusammen und mein älterer Hund ist wieder zum Jungspund geworden :lol:

    Wo der eine , da der andere nicht weit entfernt und den beiden zu zu sehen macht so verdammt viel Freude.

    Lass den Beiden Zeit :smile:

    Grüsse Gaby

  • Danke für die Antworten!

    Ich hoffe, es wird hier auch irgendwann harmonisch, im Moment ist es einfach noch Stress pur und das nicht nur für mich :)
    Und der Kleine wird auch immer rotziger :p aber warum soll er sich auch alles gefallen lassen...
    Nachts sollen beide in ihren Boxen schlafen, nur im Moment klingt der Kleine die erste halbe Stunde noch als wenn er abgemurkst wird :(

  • Ich finde es völlig in Ordnung, wenn der Ersthund dem Zweithund "die Regeln erklärt". Warum sollte Ersthund es lustig finden, plötzlich alles teilen zu müssen (vor allem auch die Aufmerksamkeit des Menschen), der Welpe trödelt, nervt, bedrängt, zeigt wenig Respekt... Meine "Ersthündin" war netterweise selbstbewusst genug, dem Neu-Pimpf Grenzen zu setzen und auch souverän genug, ihn im Zweifelsfall einfach mal zu ignorieren. Ab und an hat sie mit Welpe-Grisu gespielt, wenn sie Bock hatte. Wirklich gut fand sie ihn erst, als er in die Pubertät kam und ein Rüde wurde (und nicht mehr so verspielt-aufdringlich-unberechenbar war). Sie hat ihm aber auch einige Ängste genommen (mir einiges beigebracht in Sachen, wie reagiert man souverän) und ihn nie attackiert oder so. Nur gezeigt, wo für sie Schluß mit lustig war. Fand ich gut so. Wenn Nervzwerg nervt, muss er es halt lernen :muede2:

    Ist die Frage, wie souverän dein Ersthund ist?!

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