Sie will nicht alleine sein

  • Ich habe ein Problem mit meiner Hündin. Sie ist eine 6 Jährige Beagle Dame und sonst ein Super Hund. Aber sie hat seit ca. 2 Monaten ein Problem mit dem alleine sein. Wenn wir Morgens das Haus verlassen kratzt sie mir neben der Eingangstür die Tapette runter und frist mir vor der Tür den Teppich auf. Wir haben uns schon auf die lauer gelegt um sie dabei zu erwischen aber sie hat uns noch nicht den gefallen getan. Sie ist auch sehr Nervös wenn sie merkt das ich das Haus verlassen möchte. Ich habe ihr schon was zu fressen hingestellt aber das rührt sie nicht an. Hat irgendwer eine Idee wie man ihr das abtrainieren kann.

  • Hallo!

    Hat sich irgendetwas geändert, Umzug, neue Möbel?
    Wie lang bleibt sie allein? Haben sich die Zeiten verändert?
    Gab was Einschneidendes als sie allein war (z.B. Böller im Treppenhausß)

  • Hallo,
    danke das sie sich meinem Problem annehmen. Mir ist eigentlich nichts bekannt das sich irgendetwas geändert hat. Meine Frau war ein halbes Jahr Krank und viel zu Hause. Aber sie macht es ja auch wenn meine Frau Spät Dienst hat und sie im Schlafzimmer schläft. Sie ist Morgens neuerdings sehr aufgerägt und hächelt sehr intensiv.So als wenn gleich irgendetwas passiert.
    Ich weiss nicht wie man ihr die Flausen wieder austreiben kann und meinem Teppichladen gehen langsam die Läufer aus.

  • Ich habe mir jetzt noch mal den Vorstellungsthread von Dir (hoffe das Du ist ok!) durchgelesen.
    Amy ist also eine Laborhündin und "ein anhänglicher" Typ.

    Wahrscheinlich hat sie unter diesen Umständen das "sich an einen Menschen binden" und "trotzdem" eine Zeit sicher allein bleiben nicht gut gelernt. Im "Normalfall" trainiert man das ja mit einem Welpen, und zwar in kleinen Schritten.
    Nun war Deine Frau leider krank, und Amy hat sich vermutlich daran gewöhnt, dass eine Bezugsperson immer, oder fast immer da ist.
    Jetzt macht das Alleinesein (oder vielleicht auch "ohne Deine Frau sein") Stress.
    Schon die Erwartung, "jetzt bin ich gleich wieder allein", scheint sie zu stressen. Daher das Hecheln.

    Ich habe selbst einen Hund, der sehr langsam lernen musste, allein zu bleiben. Er ist aus dem Tierheim und hatte danach mit allem, was Trennung bedeutet, echte Schwierigkeiten. Noch heute ist es wichtig, dass er möglichst jeden Tag auch eine Zeit allein bewältigt.

    Ich würde raten, das Training in kleinen Schritten aufzubauen (und ganz wichtig: der Hund hat wahrscheinlich Stress und macht das Ganze nicht aus Unerzogenheit).

    Das bedeutet:
    -Abwesenheit in ganz kleinen Intervallen üben, und langsam steigern (und dabei wirklich mit Minutenintervallen beginnen)

    -bei meinem Hund hilft auf jeden Fall Bewegung VOR dem Alleinbleiben, ein körperlich müder Hund entspannt besser, d.h. ein langer Gassigang ist hilfreich

    -auf keinen Fall trösten vor dem Weggehen, so neutral wie nur irgendmöglich bleiben

    -eventuell, wenn Amy es annimmt, eine Beschäftigung für die Alleinbleibzeit geben (z.B. Kauzeugs, mit dem sich der Hund allein beschäftigen kann)

    -auf die Lauer legen, um sie zu "erwischen" löst nicht das Kernproblem: selbst wenn sie die Tapeten heil lässt bleibt der Stress, da hilft nur das sichere "Nochmal-Trainieren"

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen (bin auf diesem Gebiet leidgeprüft ;) )

  • Ich kann mich dem Beitrag vor mir nur anschließen.

    Das sind KEINE Flausen, die macht das mit Sicherheit nicht, weil sie Spaß daran hat! "Flausen austreiben" oder sie dabei erwischen und bestrafen ist nicht die Lösung!

    Ich würde da auch sehr kleinschrittig dran arbeiten, denn es scheint sie schon enorm zu stressen. Da hilft Geduld und Verständnis und intensives Training.

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