Erziehung&Gewöhnung
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Hallo
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen oder hat selbst damit schon Erfahrung. Und zwar geht es um folgendes. Ich habe zur Zeit einen kl. Hund 9 Jahre alt und zwei Katzen (zwei Kater 1 Jahr alt und 2 1/2 Jahre alt). Den Hund haben wir schon als Welpen gehabt und er ist mit einem Kater der zu diesem Zeitpunkt schon 11 Jahre alt war (und jetzt noch lebt [21 Jahre]) aufgewachsen. Der alte Kater kam vorher überhaupt nicht mit Hunden klar das hat sich dann aber gelegt als wir den Welpen hatten. Er hat sich von da an dann an Hunde gewöhnt und die beiden waren und sind immer noch friedlich zueinander. Es gab nie Probleme mit Hund&Katze auch nie mit den Katern von mir. Draussen ist das aber anderes dort jagt er Katzen wenn er sie sieht ganz gerne mal (oder auch Kaninchen). Dabei bleibt es dann auch. Jetzt habe ich aber die möglichkeit einen Dalmatiner (4 1/2 Jahre alt) zu bekommen der auch sehr lieb ist und der auch draussen nach Katzen hinterher jagt falls es dazu kommt aber mit Katzen in der Wohnung keine Erfahrungen hat. Meine Frage(n) ist(sind): Geht es das man den Hund an Katzen in der Wohnung daran gewöhnen kann (da Dalmatiner sehr anpassungsfähig sind) oder ist ein Chaos vorprogrammiert? Laut der jetztigen Besitzerin ist der Hund (Rüde) sehr verschmust und draussen recht lebhaft. Kann es sein das schon die erste Begegnung mit dem Dalmatiner und mit meinen Katern mit bellen und fauchen anfängt und somit keine gute Grunglage für ein friedliches zusammen Leben gegeben ist? Hat das vielleicht einen guten Einfluß wenn der Dalmatiner mitbekommt das mein jetztiger Hund mit den Katern sehr gut klar kommt oder spielt das keine Rolle? Hat jemand damit schon Erfahrung oder auch hilfreiche Tipps? Es ist nicht so das ich keine ahnung habe was Hundeerziehung betrifft. Da es bis jetzt immer so war das Hund und Katze sich verstanden haben habe ich damit noch keine grossen Erfahrungen für den Fall das es anfänglich nicht klappt mit Hund&Katze....
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Mal abgesehen von wirklichen Katzentötern ist es eigentlich recht einfach katzenunerfahrene Hunde an Katzen zu gewöhnen.
Hund bekommt ne Hausleine dran, Katze die Möglichkeit sich zurückzuziehen, jeder Ansatz die Katze zu jagen wird rigeros unterbunden, jede freundliche Annäherung bestärkt! -
Zitat
Mal abgesehen von wirklichen Katzentötern ist es eigentlich recht einfach katzenunerfahrene Hunde an Katzen zu gewöhnen.
Hund bekommt ne Hausleine dran, Katze die Möglichkeit sich zurückzuziehen, jeder Ansatz die Katze zu jagen wird rigeros unterbunden, jede freundliche Annäherung bestärkt!
Selbst "Katzentötern" kann man das abgewöhnen.
Ich mache mich zwar nun sicherlich total unbeliebt, aber was solls?!
Carlson durfte vor unserem Umzug fremde Katzen aus unserem Garten verjagen. Ganz einfacher Hintergrund: Nachbarn hatten ( bzw. wird sicher immer noch so sein, wir wohnen dort allerdings nicht mehr) wirklich sehr(!) viele Katzen, die überall alles vollgesaut haben.
Ich habe selbst Katzen, mag sie sehr gerne, bin sogar verhältnissmäßig schmerzfrei, aber das ging eindeutig zu weit.
Obwohl in dem -eingezäunten- Garten viele Bäume gewesen sind, hat er eine Katze erwischt, der ich aber kurz vorher sogar noch die Chance gab abzuhauen, sie tat es nicht, wieso auch immer.Nach dem Umzug habe ich ihm das wieder abgewöhnt, genauso wie Sleipnir beschreibt, ging sogar relativ schnell, hätte gedacht das dauert sehr viel länger.
Meine Hunde haben von Anfang an mit Katzen -gegenseitig ignorieren- zusammen gelebt. Unsere hat er draussen übrigens nicht gejagt.
Nach unserem Umzug fand Carlson allerdings, das gilt im Haus nicht mehr.
"Jetzt darf ich die Katzen doch aber fressen...oder?!"Auch das hat er schnell "wieder" gelernt.
Zitatda Dalmatiner sehr anpassungsfähig sind
Wo hast Du das denn her?

Dalmis sind nicht mehr oder weniger anpassungsfähig als andere Hunde...teilweise eher weniger, weil sie sehr sensibel sind.
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Ich würde das ähnlich machen wie Sleipnir beschrieben hat - wenns geht allerdings mit einem Kindergitter und ich arbeite bei solchen Sachen mit einem Markersignal, z.B. einem Clicker, das die Bedeutung hat "jetzt gibts eine Belohnung"
Der Dalmi "wohnt" also erstmal nur in einem Zimmer - Tür offen aber mit Kindergitter gesichert. Am schlauesten ist es, wenn Du einen menschlichen Trainingspartner hast (oder die Katzen einen Rückruf haben
)
Dann setzt du Dich zum Hund, hälst tolle Leckerchen bereit und läßt die Hilfsperson einen Kater an das Kindergitter tragen. Sobald der Hund die Katze bemerkt hat, clickst Du (oder sagst das gewählte verbale Markersignal) und gibst umgehend ein umwerfend gutes Leckerchen - wenn es irgendwie geht so, dass sich die Hundenase wenigstens ein kleines bißchen aus der direkten Blickrichtung zur Katze weg dreht.
Nach dem Schlucken gucken die meisten Hunde wieder direkt zur Katze, Click, Leckerchen (wieder so dass die Nase umschwenkt).
Sollte es Probleme geben, weil der Hund zu Katze stürzen möchte, sollte der Hund ein Geschirr tragen, an dem Du ohne zu rucken einfach festhalten kannst.
Ziel ist, dass der Hund ruhig steht, sitzt oder liegt und Clicks und Leckerchen sammelt für "zur Katze gucken"
Das ganze machst Du ca. eine bis zwei Minuten, und dann darf die Katze verschnaufen
Wenn du mehrere Katzen hast, kannst du ja deinen helfer die Katzen tauschen schicken und derweil entspannst du den Hund mit ruhiger Massage. Mit der neuen Katze machst Du dann das gleiche Spielchen von vorne. Spätestens nach drei Katzen und dann ja ca. 6 Minuten Training braucht dann auch der Hund erst mal eine längere Pause. Ich würde dem Hund dafür etwas zu Kauen geben, ein Stück Rinderkopfhautplatte, einen Ochsenziemer oder einen gefüllten Kong...
Ich würde solche Trainingseinheiten 3 bis 4 Mal am Tag wiederholen und nach jeweils 4 -5 Trainingseinheiten die Distanz verringern - natürlich in Abhängigkeit von dem Verhalten beider tierischen Teilnehmer, Da muß man dann auch jeweils auf die Katzen rücksicht nehmen, und die nicht näher ran schleppen, als die wollen, nur weil vielleicht der Hund da keine Probleme mehr mit hat - und übrigens, natürlich kann man nicht nur, man sollte sogar die jeweilige Katze ebenfalls für entspanntes, ruhiges Verhalten und "zum Hund gucken" bestärken (Sprühsahne hat sich da als SEHR bestärkend erwiesen - sofern die Katzen das vertragen, ansonsten eben etwas ebenso GEILES)Ich würde die Katzen und den Hund ausser zu solchen Trainingseinheiten erstmal getrennt halten (auch ohne Blickkontakt) - sonst kommt es doch versehentlich dazu, dass der Hund die Katzen scheucht, und dann wird es sehr viel schwieriger. Und gerade für den alten Kater muß das doch sehr unangenehm sein. 21 Jahre - welch tolles Alter für eine Katze, meine ist ungefähr 18 geworden! Die lernen sich auch über geruchliche Informationen kennen, was wir als Nasentaublinge leider ja so gar nicht nachvollziehen können...
Durch dieses strukturierte Training mit den eingeschobenen Entspannungssequenzen verknüpft der Hund die Katzen mit Entspannung und mit Kooperation mit Dir und wenn das im Vordergrund steht, du zunächst ungeplantes Zusammentreffen verhinderst, und wirklich dafür sorgst, dass sowohl der Hund als auch die Katzen den jeweils anderen sehr gut kennen gelernt haben, kann es zwar sein, dass der Hund die Katzen mal zum spielen auffordert, oder sie kurz scheuchen möchte, meinst ist das aber mit sehr viel weniger Erregung verbunden (weil Katzensichtungen ja zuvor mit Entspannung verknüpft wurden).
Nachlesen zum Thema entspannung beim Hund:
http://www.easy-dogs.net/home/blog/trai…grundlagen.html
und
http://www.cavecani.de/wissenswertes/…-hundetraining/bei beiden gibt es jeweils Links zu weiteren Informationen und Filmen.
Das lustige Spielchen mit "Leckerchen ernten für Katze erblicken" heißt "Zeigen und Benennen" und dazu gibt es hier:
https://www.dogforum.de/zeigen-und-benennen-t128830.html
einen schon ziemlich langen Faden, indem nicht nur steht, wie es geht, sondern inzwischen auch viele Leute ihre Erfahrungen damit berichten.Natürlich geht das entsprechend an die Situation angepasst auch bei Katzensichtungen draussen.
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Also ich bin da ja schmerzfrei...ich hab da nichts getrennt, sondern die alle einfach zusammengsteckt. Jagen wird unterbunden, wenn es sein muss auch nicht immer sanft. War bei meinen allerdings nie notwendig. Bei nem Vollblutjäger mit Erfahrung würde ich da wohl.mehr absichern, aber bei nem Hund ohne Erfahrung mache ich da nicht so ein Aufriss drum.
Zusammen alleine lassen würde ich beide allerdings am anfang nicht.
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An alle... :ua_clap:
Vielen lieben dank für die hilfe

Ich werde es auf jedenfall ausprobieren und bin ziehmlich optimistisch das es klappen wird... :!: :ja:
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