schlechtes Gewissen wenn ich die Hunde alleine lasse
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muli-1 -
31. Oktober 2011 um 17:04
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Hallo Ihr Lieben,
bin mir nicht sicher, ob das Thema hier so reinpasst....

Ich bin berufstätig und habe 2 Hunde.
Die Hunde können sich frei auf unserem eingezäunten Grundstück bewegen und haben auch einen Rückzugsort in der Garage (isolierte, kuschelige Hundehütte).Nun ist es so, dass ich immer ein schlechtes Gewissen habe, wenn die Hunde alleine bleiben, egal ob ich arbeiten, einkaufen oder essen gehe. Es fällt mir echt schwer und ich habe auch angst, dass die Beiden zB im Winter, wenn es kalt ist, die ganze Zeit am Grundstückstor hocken und auf uns warten und womöglich krank werden.....
Gleiches bei Regen usw......Vielleicht gehen die Beiden aber auch in Warme...ich weiß es nicht
Kennt jemand dieses Problem oder diese Gedanken????
Bin ich bekloppt????
Weiß nicht, wie ich das etwas lockerer sehen kann
- Vor einem Moment
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Hi,
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Hallo erst mal ;-)
Wie lange müssen die beiden denn alleine sein? Die Allein-Zeit ist nicht sooo das entscheidende, denke ich, wichtig ist auch die Qualität der Zeit, während der Ihr zusammen seid: machst Du viel mit den Hunden (nicht nur Kuscheln, sondern arbeiten, mit dem Kopf, aber auch spielen, rennen etc.), oder laufen sie eher "nebenher"?
Ich würde die Hunde auf jeden Fall, solange ich daheim bin (also auch nachts), mit ins Haus nehmen, damit sie möglichst viel Kontakt zu mir haben, und nicht auch noch in meiner Anwesenheit alleine sind.
Die Frage ist, warum sie überhaupt nicht ins Haus dürfen, wenn Du weg bist. Meine legen sich nämlich z.B. gerne mal auf eine von mir liegengelassene Decke o.ä., das nach mir riecht, um sich so geborgener zu fühlen, vielleicht vermittelt ihnen das eine gewisse Sicherheit in meiner Abwesenheit? Die Möglichkeit hätten sie nicht, wenn sie nicht in der Wohnung bleiben dürften.
Wenn Dir das Alleinsein zu viel ist: hast du eine Möglichkeit, daß ein Hundesitter an 1-2 Tage die Woche die Hunde holt und gezielt mit denen etwas arbeitet, um sie auszulasten? Oder kannst Du sie an 1-2 Tagen die Woche mit in die Arbeit nehmen?
Und noch eine Frage, die hundertprozentig auf 20 andere Leser Deiner Nachricht fragen werden: Hast Du nicht vor der Anschaffung der Hunde gewußt, daß Du die Hunde eine gewisse Zeit alleinlassen würdest? (Das ist kein Vorwurf von mir, bin selbst auch berufstätig, hab halt entsprechende Notfallpläne und -Möglichkeiten). Wie war das von Dir geplant mit dem Alleinlassen, bevor Du die Hunde angeschafft hast?
Und: nicht jeder Hund reagiert gleich. Dem einen ist das Alleinbleiben "schnuppe", zumal Deine ja auch zu zweit sind wie meine, der andere reagiert panisch und hat die ganze Zeit langmassiven Streß, wenn der Halter weg ist. Wie reagieren Deine beiden denn so auf das Alleinsein - hat sich bei Deinen irgendetwas geändert, sodaß Du daraus schließt, das Alleinbleiben bekommt ihnen nicht mehr so gut (zB Zerstörungswut etabliert sich, sie kläffen neuerdings recht viel o.ä.)?
Ohne diese Details zu kennen, ist es schwierig, hier was zu sagen - ob das Schlechte gewissen zu recht besteht oder nicht. Wenn die Hunde ganz relaxt sind, dann entspann Dich; wenn nicht, gibt es sicherlich auch Lösungen.... Immerhin, irgendwo hab ich gelesen, daß Hunde eh 18 Stunden am Tag nur dösen (auch wenn meine am liebsten in Anwesenheit der ganzen Familie dösen....*gg)
LG,
BieBoss -
Du, das geht mir ganz genauso. Ich mache grad meine Ausbildung und als ich meine Hündin übernommen habe, war alles ganz genau geplant. Sie sollte an den langen Arbeitstagen zu meinen Großeltern gehen, und für alle Fälle gibt's im Ort eine richtige Hundetagesstätte und meine Eltern, der Freund etc. können auch mal aushelfen.
Aus verschiedenen Gründen klappte es mit meinen Großeltern dann nicht und so war Happy fast ein Jahr lang 3 Tage wöchentlich in der Huta. Die klappt aufgrund großer Inkompetenz und gefährlichen Hunden in der Gruppe, weshalb meine Kleine dort von 3 großen Hunden sehr verletzt wurde und nun Angst hat, seit 2 Monaten auch nicht mehr. Einen passenden verantwortungsvollen Sitter konnte ich wegen ihrer Angstaggressivität usw. auch nicht finden bisher...also muss sie nun doch mitunter auch mal wirklich 40 wochenstunden allein bleiben.Und ich habe NUR, DAUERND und IMMERZU ein schlechtes Gewissen. Ich nutze jede Chance auf Arbeit mal fix abzuhauen, mache lange Mittagspausen für Gassi zwischendurch, wann immer möglich nimmt sie eine gute Freundin mit zum Gassi. Wir gehen früh noch 1-2 Stunden raus und abends/nachmittags dann auch mind. 2 Stunden und ihr gehört jede freie Minute außerhalb der Arbeit, aber...das schlechte Gewissen bleibt.
Viele Bekannte können meinen Aufstand garnicht verstehen, und warum ich am Wochenende eben nicht mit weggehe, nach so langen Wochen nicht in den Reitstall gehe, zu Familienfeiern nur komme, wenn Hundi mit darf. Aber für mich liegt da die Priorität ganz klar verteilt.
Zum Glück versteht mein jetziger Partner meine Einstellung und steckt zurück *knuddel*
In einem halben Jahr ist meine Lehre beendet und ich möchte sowieso nicht in der Firma bei dem Beruf bleiben. Ich werde ganz ganz früh anfangen Bewerbungen zu schreiben und hoffe, dass ich einen besser kompatiblen Job finde, damit das so kein Dauerzustand wird.
Liebe Grüße von Leidensgenossin
Lily und Happy
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