Anspringen auf dem Spaziergang

  • Eine Bekannte hat einen 10 Monate alten Aussi Rüden, der sie anspringt, wenn sie mit Kinderwagen und Hund unterweg ist. Beim normalen Gehen ohne Kinderwagen hat er es gestern bei einem kleinen Test nicht gemacht, beim Rennen aber schon (da hat er auch in die Leine gebissen).

    Ihr "Nein" fruchtet nichts.

    Stehen bleiben und sitzen lassen ist auch keine richtige Option, sie will ja auch voran kommen und nicht alle zwei Schritte stehen bleiben.

    Ducrh den Kinderwagen ist sie zudem ziemlich behindert beim schnellen und gezielten Korrigieren.

    Was kann ich ihr raten?

  • Hm, ich will ja nicht böse sein und hoffe, das ist ein unbegründetes Vorurteil, aber das klingt wieder nach einem Aussie in falschen Händen. Wenn man nichtmal das einfachste Problem in der ganz normalen Hundeerziehung selbst lösen kann, ist ein Aussie echt fehlplatziert. Dazu noch ein Säugling... :verzweifelt:

    Mein Aussie Lenny ist aus dem Tierheim und da ist es typisch, dass der Hund einen vor jedem Spaziergang wie bekloppt anspringt, weil es da wohl nur 1-2 Mal am Tag kurz rausging. Also das Anspringen unterbindet man am Besten, indem man den Hund nicht weiter beachtet, nicht zu ihm spricht, sondern sich einfach so wegdreht, dass er keinen Erfolg mehr hat. Da das bei Lenny nicht richtig funktioniert hat, halte ich meine Hand über ihn, wenn er springen will. Da er gemerkt hat, dass er nicht durch meine Hand durchspringen kann, lässt er das Anspringen inzwischen.

    Hat deine Bekannte dem Hund das Abbruchkommando "Nein" beigebracht? Es reicht nicht, das Wort unfreundlich auszusprechen. Der Hund muss wissen, dass er eine Handlung unterbrechen muss, wenn dieses Wort kommt. Außerdem ist der Rüde 10 Monate alt. Da kommt dann so langsam die Pubertät und bei einem Aussie kann das sehr anstrengend werden.

    Hoffentlich besteht Gassigehen für den Aussie nicht nur aus "Neben Kinderwagen herlaufen und brav sein". Da dreht jeder Aussie nach kurzer Zeit durch. Wenn er nicht ausgelastet ist, stresst ihn das ungemein und es kann auch sein, dass er deine Bekannte daher anspringt.

  • Danke Robert für die Antwort. Das mit dem nicht beachten und wegdrehen geht am Kinderwagen auch nicht gut, dann landet er womöglich auf dem Wagen. Das mit der Hand hinhalten ist eine Möglichkeit. Werde ich ihr mal so weiterleiten.

    Das Nein ist offenbar nicht sauber aufgebaut. War auch meine Idee, das mit ihr nochmal sauber aufzubauen.
    Werde mich auch erkundigen, wie sie ihren Hund beschäftigt.

  • Ja, wenn Du ihr und vor allem dem Aussie helfen willst, ist es gut, wenn Du sie fragst, wie sie ihren Hund körperlich und geistig auslastet. Vielleicht kannst Du ihr ein paar Tipps geben. In dem Alter muss ein Aussie natürlich auch lernen, Ruhephasen einzuhalten (in der Wohnung), aber er muss natürlich auch angemessen beschäftigt werden.

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