Besuch - und er bellt und bellt und bellt

  • Wer weiß Rat? Wir verzweifeln so langsam, aber sicher oder wir können bald keinen Besuch mehr empfangen 

    Hintergrund: Wir haben einen 5 Jahre alten, kastrierten Boxerrüden.

    Problem: Er bellt sich nen Wolf, wenn Besuch kommt.

    Als er noch klein war, hat er angefangen zu bellen, wenn es schellte. Dies haben wir nicht unterbunden, weil es ja gar nicht so schlecht ist, wenn man hört, da ist ein Hund.

    Irgendwie wurde es mit der Zeit immer schlimmer bis es mittlerweile unerträglich ist und wir haben wirklich – so kann man es sagen – die ganze Zeit rumgedoktert und es bringt alles nichts.

    Es schellt = er bellt, wobei die Schelle nicht ausschlaggebend ist, er bellt auch, wenn jemand an der Tür klopft.

    Er möchte den Besucher als erstes begrüßen, da er sehr stürmisch ist und es ja durchaus Menschen gibt, die Angst vor großen Hunden haben, möchten wir dies nicht, also Hund auf seinen Platz geschickt. Ergebnis: Dort bellt er weiter. Kommt der Besuch dann rein, steht er auf und will zu ihm, wir schicken ihn wieder auf seinen Platz, das funktioniert auch, aber dort bellt er wieder weiter und steht irgendwann wieder auf usw. usw.

    Was haben wir nicht alles versucht: Geschimpft: bringt nichts, Schütteldose oder sonstiges geworfen: bringt nichts. Natürlich gelobt, wenn er ruhig war.

    Dann probiert, ihn an der Leine mit zur Tür zu nehmen, auch das bringt nichts, er bellt an meiner Seite weiter.

    Neuster Stand: Wir machen ihn an seinem Platz fest, damit er nicht immer wieder aufspringt bzw. läuft es so ab: Es schellt, er bellt, ich sage „okay“, nehme ihn und bringe ihn zu seinem Platz und mache ihn fest. Dann öffne ich die Tür, er sieht natürlich nicht wer reinkommt, aber ich denke auch das würde nichts ändern und er bellt und bellt und bellt. Wir ignorieren ihn total, aber alles bringt nichts.

    Wir wissen wirklich nicht mehr weiter und es wird immer schlimmer. Letzte Tage hat er ca. 20 Minuten gebellt als der Besuch schon da war. Das geht wirklich an die Nerven.

    Was machen wir denn falsch???? Weiß jemand Rat???

  • Ich vermute mal, er hat gelernt, dass das Bellen ihm Aufmerksamkeit bringt.
    Wenn Hundi bellt und ihr beschäftigt euch daraufhin mit ihm (auch wenn es negative Aufmerksamkeit ist) kann er leicht verknüpfen: Bellen = Aufmerksamkeit.
    Wichtig wäre hier, dass er lernt, dass er ab sofort mit dem Bellen keinen Erfolg mehr hat. Das ist leicht gesagt, wenn er dann 20 Minuten am Stück bellt, braucht man Nerven wie Drahtseile.
    Trotzdem würde ich es aussitzen, wenn es irgendwie geht, und ihm erst dann Aufmerksamkeit geben, wenn er ruhig ist.
    Wie verhält sich denn der Besuch, wenn er kommt und der Hund bellt und will begrüßen. Auch hier wäre ignorieren gut, bis sich Hundi eingekriegt hat und ruhig ist.

    Viele Grüße,
    Nikisuma

  • Zitat

    Auch hier wäre ignorieren gut, bis sich Hundi eingekriegt hat und ruhig ist.

    Ignorieren kann auch nach hinten losgehen (ich spreche da aus Erfahrung :pfeif: ), da Bellen sehr selbstbelohnend ist.

    Hast Du schonmal versucht zum Besucher raus zu gehen, bevor der Besucher die Tür erreicht? Dazu brauchst du einen Testbesucher, von dem Du weißt, wann er kommt. Geh dem Besucher entgegen, und kommt dann gemeinsam ins Haus. Wichtig ist, dass Du dann jedes Nichtbellen belohnst.

  • Ich meinte auch nicht alleiniges Ignorieren, sondern in Verbindung mit anderen Maßnahmen.
    Ignorieren nur insofern, dass das Bellen nicht durch Aufmerksamkeit belohnt wird und eine evtl. positive Verknüpfung aufgelöst wird.
    Auf den Platz schicken ist gut und positive Bestärkung für nicht bellen natürlich auch.

  • Das "Problem" hatten wir auch...
    Unsere Hundetrainerin empfahl uns beim unerwünschten Bellen eine Sprühflasche mit Wasser einzusetzen und ein entsprechendes Kommando, z.B. STILL mit deutlicher Schärfe zu verwenden.
    Hat funktioniert... in 8 von 10 Fällen ist jetzt Ruhe!

  • So viel ich weiß, sollte das mit der Sprühflasche aber doch so geschehen, dass der Hund nicht merkt, wo es herkommt oder?

    Aber so oder so, müsste ich ja dann auch ständig von der Tür/Besuch weg, um mit Wasser zu spritzen.

  • Ich hab dieses Gefühl, dass er diesen wahnsinnigen Kontrollzwang hat, dass er auf uns achten muss und schauen muss, dass hier keiner reinkommt ohne das er Rabauz macht.

    Die Besucher, ja das ist auch so ein Thema für sich.

    Oma weiß, dass sie ihn ignorieren soll, sitzt aber dann im Wohnzimmer und ruft immer:"Ruhe".

    Hund bellt rechts, Oma ruft links, ich dreh durch.

    Manche nervt es total, dass sieht man denen an und manche haben es auch schon gesagt, da kamen auch so tolle Ratschläge, wie ich sollte ihm mal ordentlich einen überziehen, dann würde er schon damit aufhören. Alles Hundeversteher :-((

    Ganz dumm ist es natürlich auch, wenn Kinder zu Besuch sind, die noch kleiner sind, die bekommen natürlich auch Angst dann.

    Vielleicht kann mir ja auch jemand einen Verhaltenstheraupeuten in 453xx empfehlen?!

    Ich weiß ja nicht den Grund, dass ist wohl das Hauptproblem. Ich denke nicht, dass er aus Angst bellt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!