Fala und andere Hunde, Frage zu kleinem Problem
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Das Zähnefletschen oder anknurren würde ich nur ungerne clickern, auch weil nur Sekunden danach das eigentliche wegschnappen erfolgt, bin ich zu spät, clicker ich, wenn auch ungewollt, das wegschnappen des Hundes, so könnte ich das ganze Verhalten nur verschlimmern.
Das sie mal mit Hunden spielt ist leider selten, dadurch das wir nun auch keinen Riesenhund haben, treffen wir auch zum größten Teil Hunde die größer sind als sie. Kleinere Hunde sind teilweise unerzogen, wenn sie bellen mag Fala auch nicht mehr hin, die Hunde möchten nicht mehr spielen o.ä.
Das Fala unsicher ist und sensibeler als andere Hunde steht für mich fest.
Sehe das schon an Kleinigkeiten wie beim füttern. Frisst sie und eine unsere Katzen kommt ans Futter, geht sie weg, sie überlässt den Katzen den Napf, da müssen wir eingreifen und die Katzen, für die kurze Zeit des fressens vom Napf fernhalten.Leckere Sachen wie Rinderkopfhaut o.ä. hingegen wird anderen Tieren nicht überlassen.
Redet man etwas strenger mit ihr, beschwichtigt Fala sofort.Bei anderen Situationen ist sie wieder "hart im nehmen" es ist bei ihr eindeutig Situationsabhängig. Nervt sie mal eine Katze (unser Kater schnüffelt gerne an ihr, nachdem sie draußen war und das auch mal penetrant) sagt sie ihm auch die Meinung und geht nicht einfach weg.
Sie schnappt den Hund schon weg, wenn beide sich gegenüber stehen, an bestimmten Körperregionen schnüffeln muss er dazu nicht, andere Hunde dürfen wiederrum überall schnüffeln.
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ideal wäre es, wenn man vor dem Knurren/Fletschen/Bellen markern kann.
Das Ding ist bloß, dass man erst mal lernen muß schnell genug die Körpersprache des Hunde so gut lesen zu können, dass man die Vorzeichen erkennt, dass gleich wohl vielleicht gefletscht wird.
Unter anderem deshalb lernen bei mir alle Kunden "zeigen und benennen" - denn dann wird mit dem Markern begonnen, sobald der Hund einen anderen sieht. Und nicht erst, wenns schon angespannt ist.
Wenn ein Hund aber SO SCHNELL ist das grad noch Spiegelglatter Teich und eine Nanosekunde später Hurrican ist, dann ist jegliches Clicken besser als gar keins. ;D
Im Ernst, mit einer dem Hund angenehmen Sache (=Belohnung) KANN man kein Aggressionsverhalten verschlimmern. Das GEHT nicht.
Aggressionsverhalten hat eine biologische Funktion = es soll eine Distanzvergrößerung zum "bösen Ding" erzielt werden. WENN ich jetzt systematisch sage: Wenn du das böse Ding siehst, passieren für dich tolle Sachen, dann KANN das Hirnchen nicht anders, als Ding irgendwann ganz großartig zu finden, denn es kündigt diese tollen Sachen an.Kann man dabei Fehler machen, klar!
Es ist zum Beispiel falsch, den Hund im unklaren zu lassen, ob das "böse Ding" manchmal "Tolle Sachen passieren" oder ein andermal vielleicht "Frauchen schnauzt mich sauer an!" zur Folge hat. Hier kommt das tolle Wort "konsequent" zum Einsatz: man MUSS konsequent immer "Böses Ding --> super Dinge passieren" miteinander verknüpfen, sonst klappt es nicht.
Esi ist sehr wichtig, in welcher Reihenfolge die beiden zu verknüpfenden Sachen auftauchen:
ERST muß der Hund das böse Ding wahrnehmen, DANN wird die positive Konsequenz angekündigt/gegeben.
schon alleine DESHALB ist es meistens schwierig, nicht auch mal in Knurren/schnappen/bellen/in die Leine Hampeln zu clicken, weil es einfach kein "dazwischen" gibt: der Hund sieht das Ding, und bumms, böllert er schon los.Mal von einem anderen Standpunkt aus betrachtet:
Das SCHLIMMSTE was der Hund machen könnte ist "in den anderen Hund beißen, gell?
Das Verhalten zeigt er aber zum Glück nicht sehr oft.
Ab und an zeigt er das Verhalten "abschnappern"
Noch häufiger zeigt er Knurren und Zähne fletschen. Und auch DAVOR zeigt er alle möglichen anderen Sachen, die wir möglicherweise noch nicht als Kommunikation an den anderen Hund erkennen.
Eigentlich möchten wir genau das: Hund macht "irgendwas" was nicht "abschnappern" ist. Fletschen wollen wir auch nicht wirklich, aber das können wir erstmal als Zwischenschritt "durchgehen lassen"Wir wissen, dass Fletschen manchmal zu "abschnappern" eskaliert.
Fletschen ist aber immer noch sehr viel "besser" als "abschnappern.Hunde sind es gewöhnt, dass Menschen zu langsam sind. Wenn wir also ab und an mal ein "abschnappern" anclicken, dann bin ich mir sehr sicher, dass ich damit keinen Schaden anrichte (erstmal wegen der Klassischen Konditionierung), denn wenn Mensch immer drei Sekunden zu spät mit der Belohnung ist, und sie trotzdem rausbekommen, dass es die Kekse für "sitzen" gibt, dann kriegen sie auch raus, dass es DEN Keks nicht für das schnappern, sondern das Fletschen davor gab. ;D
So, wir beißen in den sauren Apfel und machen dieses abwegige Zeugs, was die Shoppy da vorschlägt, und clicken jetzt andauernd "Hundesichtung" an, besonders wenn alles nett abläuft, aber auch wenn Hund mal fletscht, egal".
Was dann passiert ist, dass man "Tolle Sachen" auf einer Art Wippe ablegt: an dem Ende, andem alles gut ist besonders viel und zur Mitte, an dem Abschnitt "fletschen", wo der Wippenbalken aufliegt auch. Ab und an "rutscht" uns mal eins auf das "abgeschnappert Ende der Wippe.
Aber die meisten Belohnungen sind auf der "alles ist gut"-Seite.
Dann wird das Verhalten, was auf der "alles ist gut"-Seite ist, immer häufiger gezeigt, gell? Soweit so gut.Was passiert jetzt mit der "abschnapper"-Seite?
Die hängt in der Luft und kann nix tun, denn die dicken, fetten, schweren Belohnungen sitzen faul am anderen Ende und lassen sich weiter füttern, und das "abschnapper" hängt mit den Beinen in der Luft, denn wir haben aufgehört, Gewicht auf dieses Ende zu legen.WAS müßten wir tun, damit "abschnappern" an "gewicht" zunimmt? Man müßte es "bestärken". WIE bestärkt man ein aggressives Verhalten? Wir geben ihm einen GRUND (oder mehrere) UND wir sorgen dafür, dass es seine funktion erfüllt.
Wie geht das? Naja, wenn der Hund von uns immer aversive Eindrücke bekommt, wenn "das böse Ding" anwesend ist, wird das "böse Ding" auch noch mit "Frauchen wird sauer und macht xy mit mir, das ich nicht mag, mir angst macht oder mir gar weh tut" Bumms hat er mehr als einen Grund, das böse Ding möglichst schnell zu vertreiben, möglichst BEVOR wir das Ding bemerkt haben :O Dadurch wird die Reaktion auf die Sichtung von bösen Dingern früher, schneller und nachdrücklicher ausfallen, UUUUPS...
Zweitens: ich hatte ja schon gesagt, dass Aggressives Verhalten einen Zweck erfüllt, nämlich Distantvergrößerung zum "bösen Ding" - und was passiert meistens, wenn ein Hund einen anderen anplustert" - der geht weg, oder er wird von seinem Menschen schnell entfernt. Mission erfolgreich abgeschlossen, negative Bestärkung juchee!Was schließe ich daraus für mein Training: ich verknüpfe keine weiteren aversiven Reize mit Dingen auf die der Hund aggressiv oder ängstlich reagiert.
Ich versuche es so einzurichten, dass das Verhalten NICHT die gewünschte Konsequenz hat (böses Ding geht weg)
Ich versuche, wenn möglich die Funktion des Verhaltens auf ein angemessenes Verhalten "umzupohlen".Die "abschnapper"-Seite der Wippe wird nicht mehr "gefüttert" und schon stirbt sie den natürlichen Hungertod!
Fröhliches Denken ;D
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Wie gesagt, ich möchte das ganze nicht clickern.
Ich kann mir gut vorstellen, das Fala daraus lernt, selbst wenn ich nur das leichte knurren clicker (Zähne werden ja nicht immer gefletscht), das sie beim nächsten Hund, den sie eigentlich mag, ebenfalls knurrt, weil sie die Belohnung für das knurren haben möchte bzw ansich mir mit dem Verhalten gefallen möchte.
Fala kann ruhig, wenn ihr Hunde zu wild sind, sie zu sehr bedrängen o.ä. auch mal den Hund wegschnappen, aber nicht bei einer völlig normalen Begrüßung, das verunsichert ja auch die anderen Hunde.
Soll ich vielleicht das gegenteilige machen und sie loben wenn sie freundlich zu dem anderen Hund ist?
Übrigens, Schnauze ich weder Fala an, noch beisst sie andere Hunde und es ist auch kein wildes knurren sondern ein leises. Sie knurrt Hunde auch nicht an, wenn wir weiter weg sind, manchmal knurrt sie auch gar nicht vorher, aber jegliche "negative" Reaktion erfolgt erst wenn der Kontakt zum anderen Hund auf wenige Zentimeter beschränkt ist.
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Wenn sie knurrt, um ein Leckerchen zu bekommen, ist das Problem gegessen! Juchee.
Denn dann hat sie es sozusagen auf eine andere Funktion übertragen, nämlich auf "Mama, gibt essen" und nicht mehr "ej Hund, halt Abstand".
Dann ist das keine Kommunikation mehr zwischen ihr und dem anderen Hund, sondern mit Dir.
Und weil das so ist, kannst Du dann locker sagen, "nö, knurren bezahle ich nicht mehr - ich definiere ab sofort, dass das auf der anderen Seite der Wippe liegt, die nicht mehr bestärkt wird. Ich belohne ab jetzt ausschließlich freundliche Annäherung bei Gefallen und Abwenden, wenn Du mit dem Hund nix zu tun haben magst."
Training besteht immer aus mehreren Schritten. Wenn einer gegangen ist, muß man da nicht stehen bleiben und sich mit dem Ergebnis abfinden. Man macht den nächsten Schritt.
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Heute wurde ich mal wieder darin bestätigt, das Fala tatsächlich nur mit größeren Hunden Probleme hat.
Auf unserer Mittagsrunde gingen wir auf dem Rückweg durch eine abgelegene Gasse, aufeinmal stand ein kleiner älterer Dackelmischling vor uns, den haben wir schon zwei mal getroffen, ich weiß auch er wohnt dort irgendwo in den Häusern (Nachfrage bei den Nachbarn) aber den Besitzer habe ich noch nie gesehen, erstmal schnüffelten die zwei aneinander, als ich dann weiterlief verfolgte uns der Dackel und wurde dabei auch ziemlich penetrant, ständig klebte er Fala mit seiner Nase am Allerwertesten.
Er nervte Fala mehrmals, aber sie blieb komplett ruhig. Tat sie, als wäre er überhaupt nicht da, anfangs wollte sie ihn sogar noch zum spielen animieren.
Letzendlich konnte ich die kleine "Nervensäge" von Fala trennen, wo sind wir denn auch, der hat Fala nicht zu belästigen
und er trollte sich wieder zurück.Also an bedrängen kann es definitiv nicht liegen, wie hier schonmal vermutet, der Rüde hatte heute das volle Programm drauf, es liegt wirklich nur an der schlechten Erfahrung von früher.
Werde mal einen Hundeplatz hier in der Nähe ausfindig machen um zu versuchen, das sie ihre Angst vor größeren Hunden ablegt.
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